Beiträge von Eskalina

    Bei mir ist es gesundheitlich aktuell etwas schwierig. Ich melde mich aber hiermit an (vielleicht hilft ja die Perspektive bei der Gesundung 😉). Gebucht habe ich auch schon ... 😃

    Clare kann dich pflegen...und wir beide können eine Mini-Selbsthilfegruppe gründen.. :zwinker


    Ich melde mich hiermit für Samstag an. Keine Übernachtung, komme mit Auto - verschwinde aber wieder nach dem Abendessen...


    :wave

    Natürlich muss sich ein Buch, das sich derart mit Magie beschäftigt, mit Harry Potter vergleichen lassen. Und natürlich zieht fast jeder den Vergleich. Leider bin auch ich da keine Ausnahme. „Das Erbe der Macht“ ist der Auftakt einer ganzen Reihe, in der sich fast alles um Magie und Magier handelt und stellt sich heraus, das unsere Welt nur scheinbar ohne Magie auskommt, denn die ist durch einen Schutzwall vor unseren Augen verborgen. Dieser Wall muss unbedingt erhalten bleiben und es wäre ja ziemlich langweilig, wenn es nur darum ginge, diesen Vorgang zu beschreiben. Nein, natürlich bringt das Böse hier erst den Pepp in die Story und so will es, das Böse natürlich, den Wall zerstören.


    Man ahnt es schon, es gibt die gute Seite, die das unbedingt verhindern will und das sind unter anderem die Lichtkämpferin Jennifer Danvers und ihr neuer Kampfgefährte Alexander Kent. Der gute Alex ist noch sehr neu und unerfahren, denn er ist der Nachfolger von Jennifers Freund und Kampfgefährten, der leider bei einem Einsatz auf fiese Art und Weise gemeuchelt wurde. Nun muss Alexander diesen Platz einnehmen und sozusagen von Null beginnen. Deshalb ist er perfekt geeignet, um durch ihn die magische Welt und ihre Kämpfer und Gegebenheiten kennenzulernen. Indem Alex alles erklärt wird, erklärt man es natürlich auch dem aufmerksamen Leser. Der, sprich in diesem Falle ich, lernt sich schnell ein und nimmt dann gebannt an den vielen Kämpfen und Abenteuern teil. Zum Glück geschieht das ohne Blessuren, was die anderen Kämpfer nicht von sich sagen können.


    Das Buch bietet Spannung, Abenteuer, Magie und damit einen tollen Mix für spannende Lesestunden. „Das Erbe der Macht“ ist ein sehr rasantes und flüssig zu lesendes Buch, das man erst aus der Hand legt, wenn die letzte Schlacht geschlagen ist und auch dann nur, um sofort nach dem nächsten Band Ausschau zu halten.

    Was wäre, wenn die Nazis bereits unsere Computertechnologie besessen hätten und es das Internet bereits gegeben hätte? Dieser Frage geht Andreas Eschbach in seinem Roman „NSA“ nach. Bewusst doppeldeutig ist der Buchtitel gewählt, denn es geht nicht um das amerikanische NSA, sondern um eine deutsche „Nationale Sicherheitsbehörde“, im Roman ein Überbleibsel aus der Kaiserzeit, in der das Thema „Überwachung“ eine entscheidende Rolle spielt. Staatliche Überwachung, die alle heutigen Möglichkeiten besitzt und die, in den falschen Händen, die absolute Kontrolle über die Bürger hat.


    Eigentlich hätte das Buch auch ein Sachbuch werden können, denn in weiten Teilen geht es um das Thema persönliche Daten und was man alles daraus ableiten kann, wenn es eine zentrale, in diesem Fall, staatliche, Stelle gibt. Ein Amt, das den vollständigen Zugang zu allen unseren Datenspuren, die wir tagtäglich sorglos hinterlassen hat. Wenn diese staatliche Stelle dann nach einem Regierungswechsel plötzlich unsere Daten in der Hand hat und dies zur totalen Überwachung nutzt.


    Unzählige Vorgänge, wie die Benutzung von EC-oder Kreditkarten, die Aufschluss über unser Einkaufsverhalten geben, Bewegungsmuster von Mobiltelefonen, zusammengeführt mit behördlichen Daten, usw. können eine erschreckend detaillierte Auskunft über unser Leben heute aber auch in der Vergangenheit geben. Das führt der Autor dem Leser gnadenlos klar vor Augen.


    Die Figuren mittels derer die Botschaft rübergebracht werden soll, sind allerdings leider nicht besonders gelungen. Sie wirken nicht sehr authentisch und agieren etwas hölzern. Es gibt die absolut Guten und die richtig Bösen. Das war für mein Empfinden zu schwarz-weiß gezeichnet.

    Zwischendrin gab es zudem noch einige sehr zähe Stellen an denen immer wieder Programmier-Schritte bis ins Detail erklärt wurden. Ein oder zwei Beispiele hätten gereicht, doch es wiederholte sich sehr oft und so zog sich das Ganze in die Länge und wurde langweilig.


    Ich bin unsicher, wie ich das Buch bewerten soll. Die Botschaft, wie viel Macht wir mit unseren Daten jemandem über uns geben können, ist wichtig und wurde sehr gut aufgezeigt. Die Handlung und die handelnden Figuren dagegen, konnten mich nicht wirklich für den Roman einnehmen.

    Ja, es geht ein wenig auf die Gesundheit. Ich habe grad Probleme mit einer Sehnenscheidenentzündung im Arm...aber ich mag nicht aufhören :)

    Bei AliExpress habe ich auch schon bestellt. Ein sehr guter Shop ist "EverMoment".

    Ich habe ja erst zwei Bilder gemacht, die wandern in die Schublade.

    Es gibt Händler, bei denen kann man Fotos einschicken und sie erstellen einem dann eine personalisierte Vorlage. Ich überlege, ob ich mal so etwas versuche, das wären dann Bilder, die man aufhängen könnte.

    Ich hätte nicht gedacht, dass das so ein Suchtpotential hat. Immer, wenn ich denke, es ist Zeit aufzuhören, muss ich unbedingt noch eine Reihe und noch eine und noch eine...

    streifi - versuchs mal und berichte, wie es dir gefallen hat. :wave


    Batty - mit Katzen könnte das ein winziges bisschen schwierig werden...Mein Kater hätte mir erst einmal die Steinchen vom Tisch gekickt und sie dann zielsicher unter das Sofa geschoben...:lache

    Hallo ihr Lieben,


    ich durfte nach meiner OP ja nicht so viel lesen und so habe ich ein neues Hobby entdeckt (die Augen bleiben etwas ruhiger dabei). Kennt ihr Diamond Painting? Das ist sozusagen "Malen nach Zahlen" allerdings verwendet man dafür keine Farbe, sondern winzige Mosaiksteinchen. Sie sind etwas geschliffen, so dass sie im Licht glitzern. Die fertigen Bilder hänge ich nicht auf, es geht mir eigentlich nur ums Herstellen.

    Ich hätte nicht gedacht, dass das so entspannend ist. Dabei kann man wunderbar Hörbücher hören und hat so dann gleich zwei Hobby vereint...

    Ich schaue mal, ob ich ein paar Bilder posten kann...

    Falls jemand dieses Hobby auch kennt, macht ein Austausch hier sicherlich Spaß.

    :wave

    Der Apfelbaum - Christian Berkel

    Ullstein

    ISBN: 978-3550081965

    416 Seiten, 22 Euro



    Amazon-Kurzbeschreibung: Für den Roman seiner Familie hat der Schauspieler Christian Berkel seinen Wurzeln nachgespürt. Er hat Archive besucht, Briefwechsel gelesen und Reisen unternommen. Entstanden ist ein großer Familienroman vor dem Hintergrund eines ganzen Jahrhunderts deutscher Geschichte, die Erzählung einer ungewöhnlichen Liebe.


    Eine Mutter, die ins Vergessen abgleitet und ein Sohn, der versucht, die letzten Erinnerungssplitter zu einer Lebensgeschichte zusammenzufügen. Es ist die Lebensgeschichte seiner Eltern aber auch die Suche nach seiner Identität. Seine Mutter Sala verliebt sich 1932 als dreizehnjährige in den siebzehnjährigen Otto, einem jungen Mann aus einer Arbeiterfamilie. Sie stammt aus „gutem Hause“ und hat jüdische Wurzeln. Dies wird ihr kurze Zeit später zum Verhängnis und sie muss ihr Heimatland verlassen, flieht zu ihrer Mutter nach Spanien, flieht vor ihrer Mutter nach Frankreich und wird in dem Lager Gurs in den Pyrenäen interniert. Und auch Otto lernt das Leben im Lager kennen. Er gerät in russische Gefangenschaft und verbringt Jahre in einem russischen Lager. Geprägt vom Lagerleben beginnen beide im Anschluss ein neues Leben – zuerst ohne einander…


    Christian Berkel erzählt diese unterschiedlichen Lebenslinien sehr gefühlvoll. So wie er seine Mutter anfangs schildert, ist sie dem Vergessen sehr nahe; mal ist sie klar und orientiert, mal driftet sie in ihre eigene Welt ab. Entsprechend fallen die Antworten auf seine Fragen aus. „Jahrelang bin ich vor meiner Geschichte davongelaufen, dann erfand ich sie neu.“, wird der Autor zu seinem Buch zitiert und ich vermute, dass er die weißen Flecken in der Geschichte seiner Mutter aufgefüllt hat, denn auch als sie noch hätte erzählen können, schwieg sie. In einem Interview berichtet er, dass er die Figuren und Stationen ihres Lebens recherchiert hat, die Einzelheiten, die er nicht wissen konnte, hat er sich hinzugedacht – so, wie sie hätten passen können.


    Es gibt nicht wenige Schauspieler, die sich berufen fühlen, ein Buch zu schreiben. Oft habe ich enttäuscht feststellen müssen, dass sie es besser nicht getan hätten. Christian Berkel dagegen ist nicht nur ein guter Schauspieler, er hat mit seinem Buch bewiesen, dass er auch ein großartiger Autor ist. Die Sprache, die Bilder lassen eine Zeit lebendig werden, die manche heute am liebsten vergessen würden und die doch zeigt, wie wichtig es ist, nicht zu vergessen. Neben den Hauptfiguren finden sich noch viele weitere Personen. Familie, Freunde, Weggefährten der Eltern und alle wirken sie lebensecht und tragen dazu bei, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte bevor man weiß, wie es ihnen ergangen ist.

    Ich habe das Buch sehr gern gelesen. Es ist ein sehr persönliches Buch und Christian Berkel hat uns als Leser an der Geschichte seiner Familie teilhaben lassen. Dazu gehört Mut. Von mir eine klare Leseempfehlung.

    Bei unserem Lehmanns stehen immer so nette Lesezeichen direkt am Kassentresen. Ich hatte mal eine Phase, da hab ich zu jedem Buch gleich noch ein Lesezeichen mitgenommen. Jetzt habe ich ganz viele und freue mich darüber. Wenn ich aber mal eins brauche, ist meistens keins zur Hand. Dann müssen Zewa, Taschentuch und Co herhalten...:grin

    Johann Georg Faust – eine Person um die sich schon zu seinen Lebzeiten (1480 – 1541) Legenden rankten – ist im Roman „Der Spielmann“ von Oliver Pötzsch die Hauptfigur. Im Laufe der Zeit wurden viele Geschichten um seine Person erzählt, viele Schriftsteller und Schauspieler nahmen sich des Themas an und spätestens seit Goethe den Fauststoff aufgearbeitet hat, ist er bis in die heutige Zeit bekannt geblieben. In diesem Roman fügt der Autor die überlieferten Fakten über Dr. Faustus mit seiner fiktiven Figur zusammen und bietet uns als Lesern einerseits einen historischen Abenteuerroman, man könnte sagen, ein Roadmovie durch Europa, andrerseits einen Geschichtsunterricht der besonderen Art.


    Der Leser lernt Johann Georg Faust bereits in seiner Kindheit kennen. Johann Georg ist ein wissbegieriger Junge, der sein Umfeld oft mit seinen Fragen überfordert. Einzig bei Margarethe, einem Mädchen aus der Nachbarschaft fühlt er sich verstanden, doch als sein kleiner Bruder auf einem gemeinsamen Ausflug mit Margarethe spurlos verschwindet, muss er aus seinem Heimatort fliehen und schließt er sich dem fahrenden Magier Tonio del Moravia an, einem undurchsichtigen und unheimlichen Menschen, der ihm eine große Zukunft als Gelehrter prophezeit und mit dem er nun das Land bereist. Doch Tonio hat dunkle Pläne mit seinem Lehrling, wie er entsetzt feststellen muss und wieder ist der einzige Ausweg nur die Flucht, eine Flucht, bei der er zusammen mit einer Gauklertruppe bis nach Venedig gelangt. Eine gewisse Faszination der dunklen Künste führt dazu, dass er auch diesen Ort fluchtartig verlassen muss. Egal, wo er ist und was er macht, die Gedanken an seinen dunklen Lehrmeister verfolgen ihn und es scheint so, als sei er immer noch an ihn gebunden.


    Ich habe mich von diesem Roman sehr gut unterhalten gefühlt und die Reise durch das Europa der damaligen Zeit genossen. Es gab viele spannende Momente und es hat mir sehr gut gefallen, dass der Autor seinen Protagonisten nicht nur schwarz/weiß zeichnet. Faustus nicht nur der Gute, der Held, dem alles gelingt und dessen Erfolge im Vordergrund stehen; er hat auch eine dunkle Seite und wir erleben oft auch sein Scheitern und sehen die Zwiespältigkeit seiner Gedanken. Das macht ihn sehr authentisch. Zusammen mit den gut recherchierten Stationen seiner Reise ergibt das einen gut gelungenen Mix und viele spannende und unterhaltsame Lesemomente. Von mir die volle Punktzahl.

    Meine Hormone – Johannes Wimmer

    Gräfe und Unzer

    ISBN: 978-3833866876

    128 Seiten, 14,99 Euro

    Über den Autor: Dr. Johannes Wimmer ist Arzt und Fernseh-Moderator.


    Meine Hormone – bin ich ferngesteuert? Diese Frage stellt Dr. Johannes Wimmer auf der Titelseite. In seinem kleinen, knapp 130 Seiten umfassenden Büchlein, erklärt er die wichtigsten Hormone und ihre Wirkungsmechanismen.


    Das erfolgreiche Buch „Darm mit Charme“ von Giulia Enders hat jede Menge Nachahmer auf den Plan gerufen, die nun für Laien verständlich versuchen, bestimmte medizinische Fragestellungen erklären. Man kann also inzwischen auf diese Art und Weise alles über seine Haut erfahren, seine Psyche besser kennenlernen, sich urologisches Wissen aneignen und vieles mehr. Alle Bücher haben in Anlehnung an den bekannten Bestseller betont flapsige Titel, wie „Fit im Schritt“, „Leber an Milz“ oder „Keim daheim“. So soll der Käufer gleich mit dem Holzhammer darauf gestoßen werden, dass er hier ein ähnlich gutes Buch wie den Bestseller erhält. Leider ist es vom lockeren Titel zum guten Gesamtinhalt des Buches kein kleiner Schritt und besonders bei diesem Buch fiel mir auf, wie bemüht und aufgesetzt locker der Autor versucht, sein Thema zu vermitteln.


    Warum es zudem Illustrationen von Hormonen braucht, die aussehen, als habe man den Auftrag dafür einer Kindergartengruppe übertragen, kann ich nicht verstehen. Auch warum man ständig auf das Foto des Autors stößt, habe ich nicht ganz verstanden. Es wirkt auf mich irgendwie etwas zu selbstgefällig.


    Es ist mir schwergefallen, den Schreibstil bis zum Ende durchzuhalten. Da ich beruflich tiefer in dem Fach Medizin stecke, haben mich die teilweise verkrampft flapsigen Überschriften auf Dauer genervt. Die Erklärungen zu den einzelnen Hormonen finde ich zwar für Laien ganz gut verständlich rübergebracht, aber das Ganze kratzt nur an der Oberfläche und mir fehlten einige, in meinen Augen wichtige, Ergänzungen. Das mag vielleicht daran liegen, dass Dr. Wimmer (laut Wikipedia) kein Endokrinologe ist. So wird zum Beispiel Frauen in den Wechseljahren geraten, dass man folgende „Lebensmittel“ in den Speiseplan einbauen sollte: Traubensilberkerze, Mönchspfeffer und Rotklee. Es gibt zwar Tees, die aus diesen Pflanzen erhältlich sind, doch als Lebensmittel, die man einfach mal eben so in den Speiseplan einbauen sollte, sind sie nicht zu sehen. Hier sollte eine Beratung durch einen Spezialisten stattfinden.


    Mein Fazit: Ein etwas bemüht flapsig geschriebenes Büchlein, das einen Abriss über die wichtigsten Hormone gibt, ohne dabei allerdings in die Tiefe zu gehen. Teilweise habe ich wichtige Ergänzungen vermisst. Schreibstil, Illustrationen und die übermäßige Foto-Präsenz des Autors wirken etwas befremdlich. Wer sich einen oberflächlichen Überblick verschaffen möchte, der erfährt hier die Basics; wer speziellere Fragen hat, wird sich vernünftigerweise eh an einen Spezialisten wenden. Fünf Eulenpünktchen von mir, soll heißen „nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut“.