Beiträge von Eskalina

    Es passiert nur noch selten, dass mich ein Cover so sehr anspricht, dass ich neugierig auf ein Buch werde. Bei „Witchmark“ ist das der Fall gewesen, denn das Coverbild hebt sich wohltuend vom üblichen Mainstream ab und auch die Handlung ist erfrischend anders.


    Der Arzt Miles Singer arbeitet in einer Klinik als Psychiater und betreut ehemalige Soldaten, die aus dem Krieg gegen das Nachbarland zurückgekehrt sind. Sie alle berichten davon, einen Mörder in sich zu tragen und Miles, der als Hexer und Heiler sehen kann, was die Menschen, die ihn umgeben, in sich tragen, nimmt eine dunkle Wolke in ihnen wahr, die er näher erforschen möchte. Hexer sind nicht gut angesehen in seiner Heimat und müssen ihre Gabe gut verbergen und so muss Miles seine Heilungen heimlich durchführen. Als er einen sterbenden Hexer untersucht, führt ihn dieser auf einen gefährlichen Weg, von dem er weiß, dass er in großer Gefahr schwebt, wenn er ihn bis zum Ende geht.


    Es hat ein wenig gebraucht, bis ich die Welt in der Miles lebt, halbwegs verstanden habe. Nur nach und nach werden einige Dinge erklärt. Was aber von Anfang an feststeht ist, dass Miles mehr zu verbergen hat. Die Spannung der Haupthandlung baut sich nur langsam auf, die Nebenhandlung nimmt zuerst an Fahrt auf, denn Miles lernt einen Mann kennen und es beginnt gewaltig zwischen ihnen zu knistern. Das Ganze ist gut eingebettet in eine interessante Handlung, die nach und nach immer spannender wird und auf einen großen Showdown hinsteuert.

    Ich will nicht zu viel verraten, außer, dass man mit „Witchmark“ kein üblich gestricktes Werk der Phantastik vor sich hat. Der Plot ist ungewöhnlich, die Hauptfiguren sind es auch und zusammen mit der homoerotischen Lovestory, die zum Glück ohne Kitsch und schlechte Liebesszenen auskommt, ergibt das einen interessanten und lesenswerten Phantastik-Thriller.

    Noras Welten – durch den Nimbus

    Madeleine Puljic

    Piper-Verlag

    ISBN: 978-3492260367

    336 Seiten, 13 Euro


    Wenn wir als Leser sagen, dass wir tief in ein Buch eintauchen konnten, dann hat der Autor es geschafft, seine erdachte Welt, seine Figuren und Geschichten sehr gut und plastisch zu beschreiben. Wenn Nora Winter sagt, dass sie in ein Buch eintauchen kann, so taucht sie körperlich in ein Buch hinein und landet mitten in den eigentlich fiktiven Welten. Je nach Buch kann das natürlich sehr gefährlich werden; schon ihre Großmutter verschwand vor Jahren in einem Buch und wurde nicht mehr gesehen. Denn wie man sich wieder aus einer Geschichte befreit und zurück in die normale Welt gelangt, das weiß Nora nicht. Bisher gelang es ihr nur mit viel Glück zurückzukehren. Nun hat sie genug von dieser „Gabe“ und besucht den Hypnosetherapeuten und Psychologen Ben, der ihr helfen soll, das Lesen zu verlernen, damit sie endlich gefahrlos leben kann, doch Ben fordert einen Beweis für ihre ungewöhnliche Geschichte und plötzlich finden sich beide in dem Buch „Eldinor“ wieder, einer mittelalterlich anmutenden Welt mit Drachen, Rittern, Magiern und einem drohenden Krieg um den Königsthron.


    Nora weiß nur eines, sie dürfen die Geschichte auf gar keinen Fall verändern und müssen versuchen, sie so unauffällig wie nur möglich bis zu ihrem Ende zu erleben, denn nur so besteht die Chance, dass es ihnen gelingt, wieder in das reale Leben zu gelangen. Zu dumm nur, dass sie nur kurze Zeit nach ihrem Eintreffen bereits die Aufmerksamkeit der Hauptfiguren erregen und ins Gefolge des Magiers Keldan „eingeladen“ werden.


    Noras Welten ist nichts für Hardcore-Fantasy-Fans. Ich würde es als Cosy-Fantasy bezeichnen. Das sollte man wissen, wenn man zu dem Buch greift (und eventuell in Gefahr gerät, sich in Eldinor zu verlieren). Und auch die Information, dass es sich nicht um eine abgeschlossene Geschichte handelt, könnte interessant sein. Der nächste Band wird im März 2020 erwartet.


    Tatsächlich war ich als Leserin sofort in der Handlung drin. Der Stil ist humorvoll, manchmal ein wenig flapsig und lässt sich flüssig lesen. Die Idee für Noras „Gabe“ gefällt mir sehr gut. Gerne hätte die Autorin noch etwas weiter ausholen können, denn Nora hätte ja theoretisch schon Augenzeugin in vielen großen Romanen sein können. Man stelle sich vor, mitten im Auenland zu erscheinen oder mit Harry Potter am reich gedeckten Tisch in Hogwarts zu sitzen. Was für ein Potential! Leider beschränkt sich Madeleine Puljic sehr auf die aktuelle Handlung, aber auch die hat es in sich, denn natürlich verändern Ben und Nora die Geschichte, in die sie geraten und man fragt sich, zusammen mit Nora und Ben, ob und vor allem wie sie jemals wieder heraus gelangen können. Das Buch ist leichte Kost aber es hat mir gut gefallen, es hat alles, was man sich von einer guten Geschichte wünscht; Ritter, Drachen, Bösewichte, Magie, Intrigen und nicht zuletzt die Liebe – alles zusammen ergibt ein spannendes und humorvolles Leseabenteuer, das von mir die volle Punktzahl bekommt.

    „Gelobtes Land - Gloov“ ist der zweite Teil einer dreiteiligen Serie von Christine Heimannsberg. Nicht nur, weil es sich absolut lohnt, den ersten Teil gelesen zu haben, sondern auch um die Vorgänge in diesem Buch zu verstehen, ist es wichtig, „Gelobtes Land – Hoov“ zu kennen.


    Die abenteuerliche Flucht von Lore, ihrem Bruder Jame, ihrem Freund Jul und Sim endete tatsächlich im Gelobten Land, dem Land, von dem niemand genau wusste, ob es existierte. Nun sind sie angekommen und anfangs erschlagen von dem Überfluss, den sie erleben. Die Menschen wirken glücklich, sind freundlich, alle tragen helle und luftige Kleidung, leben ökologisch nachhaltig, und verehren ihren charismatischen Anführer. Frauen sind hier keine Menschen zweiter Klasse mehr und das ist es, was Lore sofort begeistert.


    Um das ganze System kennenzulernen und dazu zu gehören, wird von ihnen verlangt, dass sie verschiedene Kurse besuchen und ihre Vergangenheit mit Psychologen „aufarbeiten“. Lore ist absolut überzeugt von der Gesellschaftsordnung und setzt alles daran, ein Muster-Flüchtling zu sein, um so schnell wie möglich komplett integriert zu werden, doch ihre Begleiter sehen die neue Welt nicht unkritisch und ihnen fällt auf, dass an dem so freundlich und friedlich präsentierten System etwas ganz und gar nicht stimmt…


    Mir hat das erste Buch schon sehr gefallen, ich habe neugierig auf die Fortsetzung gewartet und ich bin nicht enttäuscht worden. Christine Heimannsberg lässt ihre Figuren nun die neue Welt kennenlernen, die alle ihre Entbehrungen auf der Flucht vergessen machen könnte und doch bemerkt man beim Lesen, dass da etwas nicht stimmt. Anfangs sind es nur winzige Andeutungen, kleine Ahnungen, was nicht in Ordnung sein könnte und man überlegt gespannt, was da schiefläuft. Es ist wieder einmal sehr spannend und so toll geschrieben, dass ich nicht aufhören wollte. Auch wenn das Ganze in einer düsteren dystopischen Welt spielt, so spielt das Thema Flucht eine wichtige Rolle und zeigt auf, was es bedeutet, seine Heimat (egal wie schlecht die Verhältnisse dort sind) zu verlassen und sich auf ein „gelobtes Land“ einzulassen. Diese Mischung aus Fiktion und aktuellem Kontext hat mir sehr gut gefallen. Das Buch ist sehr spannend, die Story toll und die Figuren kommen so authentisch rüber, dass man mit ihnen lacht, weint und um sie bangt. Genau das macht für mich einen guten Roman aus. Ich warte gespannt und ungeduldig auf den dritten Teil…

    Die Träumenden

    Karen Thompson Walker

    Übersetzung Urban Hofstetter

    Verlag Harper Collins

    ISBN: 978-3959672603

    336 Seiten, 12,99 Euro

    3649 KB, 9,99 Euro


    Über die Autorin (Amazon): New-York-Times Bestsellerautorin Karen Thompson Walkers Debüt »Ein Jahr voller Wunder« hat allein in Amerika 250.000 Exemplare verkauft und wurde in 27 Sprachen übersetzt. Eine TV-Serie ist bei AMC bereits in Vorbereitung. Thompson Walker wurde in San Diego geboren und arbeitete vor ihrer Schriftstellerkarriere als Lektorin. »Die Träumenden« ist ihr zweites Buch.

    Amazon Kurzbeschreibung: Santa Lora, Kalifornien: Es beginnt an einem College. Ein junges Mädchen auf einer Party fühlt sich plötzlich müde, so müde wie noch nie in ihrem Leben. Sie wacht nicht wieder auf.


    Zuerst denken sie, es kommt aus der Luft, ein Gift, eine Art Virus. Aber niemand kann es nachweisen.

    Was auch immer es ist, es breitet sich rasend schnell in Santa Lora aus: Menschen werden müde, legen sich hin – und schlafen für immer. Sie sind nicht tot, sie wachen aber auch nicht mehr auf.

    Panik bricht aus, die Stadt wird von der Außenwelt abgeriegelt. Mittendrin: Eine junge Studentin, die im College unter Quarantäne steht. Zwei kleine Mädchen, deren Vater ihr Haus in eine Festung verwandelt. Und ein Paar, das verzweifelt versucht, sich und ihr Neugeborenes zu schützen, während um sie herum alles im Chaos versinkt.




    Ein Ausbruch irgendwo auf der Welt, ein unbekanntes Virus, ratlose Ärzte und Wissenschaftler – dieses durchaus denkbare Szenario hat Karen Thompson Walker als Grundlage für ihren Roman genommen. Beim Lesen wird klar, was der Ausbruch einer Epidemie bedeuten kann, die sich zur Pandemie ausweiten könnte. Anhand ihrer Figuren zeigt Karen Thompson Walker auf, wie schnell sich das Leben von ganz normalen Menschen innerhalb kurzer Zeit ändern kann, wie fragil Gesundheit sein kann, aber auch wie schnell die gesellschaftliche und politische Ordnung zusammenbrechen kann.

    Das Thema ist nicht neu und so hätte ein ziemlich beliebiges Buch daraus werden können, doch das ist nicht der Fall, denn die Autorin schreibt so wunderbar, dass ich nach dem Beenden des Buches immer noch gefangen von ihrem Stil war. Dazu gehört besonders bei diesem Buch natürlich auch die großartig gelungene Übersetzung. Die dichte Atmosphäre, die lakonische Sprache, die sich ergebenden philosophischen und zugleich pragmatischen Fragen heben das Ganze aus dem üblichen Mainstream positiv heraus. Ich habe das Buch sehr gern gelesen – Daumen hoch - eine überzeugte Leseempfehlung von mir.

    Bei mir ist es gesundheitlich aktuell etwas schwierig. Ich melde mich aber hiermit an (vielleicht hilft ja die Perspektive bei der Gesundung 😉). Gebucht habe ich auch schon ... 😃

    Clare kann dich pflegen...und wir beide können eine Mini-Selbsthilfegruppe gründen.. :zwinker


    Ich melde mich hiermit für Samstag an. Keine Übernachtung, komme mit Auto - verschwinde aber wieder nach dem Abendessen...


    :wave

    Natürlich muss sich ein Buch, das sich derart mit Magie beschäftigt, mit Harry Potter vergleichen lassen. Und natürlich zieht fast jeder den Vergleich. Leider bin auch ich da keine Ausnahme. „Das Erbe der Macht“ ist der Auftakt einer ganzen Reihe, in der sich fast alles um Magie und Magier handelt und stellt sich heraus, das unsere Welt nur scheinbar ohne Magie auskommt, denn die ist durch einen Schutzwall vor unseren Augen verborgen. Dieser Wall muss unbedingt erhalten bleiben und es wäre ja ziemlich langweilig, wenn es nur darum ginge, diesen Vorgang zu beschreiben. Nein, natürlich bringt das Böse hier erst den Pepp in die Story und so will es, das Böse natürlich, den Wall zerstören.


    Man ahnt es schon, es gibt die gute Seite, die das unbedingt verhindern will und das sind unter anderem die Lichtkämpferin Jennifer Danvers und ihr neuer Kampfgefährte Alexander Kent. Der gute Alex ist noch sehr neu und unerfahren, denn er ist der Nachfolger von Jennifers Freund und Kampfgefährten, der leider bei einem Einsatz auf fiese Art und Weise gemeuchelt wurde. Nun muss Alexander diesen Platz einnehmen und sozusagen von Null beginnen. Deshalb ist er perfekt geeignet, um durch ihn die magische Welt und ihre Kämpfer und Gegebenheiten kennenzulernen. Indem Alex alles erklärt wird, erklärt man es natürlich auch dem aufmerksamen Leser. Der, sprich in diesem Falle ich, lernt sich schnell ein und nimmt dann gebannt an den vielen Kämpfen und Abenteuern teil. Zum Glück geschieht das ohne Blessuren, was die anderen Kämpfer nicht von sich sagen können.


    Das Buch bietet Spannung, Abenteuer, Magie und damit einen tollen Mix für spannende Lesestunden. „Das Erbe der Macht“ ist ein sehr rasantes und flüssig zu lesendes Buch, das man erst aus der Hand legt, wenn die letzte Schlacht geschlagen ist und auch dann nur, um sofort nach dem nächsten Band Ausschau zu halten.

    Was wäre, wenn die Nazis bereits unsere Computertechnologie besessen hätten und es das Internet bereits gegeben hätte? Dieser Frage geht Andreas Eschbach in seinem Roman „NSA“ nach. Bewusst doppeldeutig ist der Buchtitel gewählt, denn es geht nicht um das amerikanische NSA, sondern um eine deutsche „Nationale Sicherheitsbehörde“, im Roman ein Überbleibsel aus der Kaiserzeit, in der das Thema „Überwachung“ eine entscheidende Rolle spielt. Staatliche Überwachung, die alle heutigen Möglichkeiten besitzt und die, in den falschen Händen, die absolute Kontrolle über die Bürger hat.


    Eigentlich hätte das Buch auch ein Sachbuch werden können, denn in weiten Teilen geht es um das Thema persönliche Daten und was man alles daraus ableiten kann, wenn es eine zentrale, in diesem Fall, staatliche, Stelle gibt. Ein Amt, das den vollständigen Zugang zu allen unseren Datenspuren, die wir tagtäglich sorglos hinterlassen hat. Wenn diese staatliche Stelle dann nach einem Regierungswechsel plötzlich unsere Daten in der Hand hat und dies zur totalen Überwachung nutzt.


    Unzählige Vorgänge, wie die Benutzung von EC-oder Kreditkarten, die Aufschluss über unser Einkaufsverhalten geben, Bewegungsmuster von Mobiltelefonen, zusammengeführt mit behördlichen Daten, usw. können eine erschreckend detaillierte Auskunft über unser Leben heute aber auch in der Vergangenheit geben. Das führt der Autor dem Leser gnadenlos klar vor Augen.


    Die Figuren mittels derer die Botschaft rübergebracht werden soll, sind allerdings leider nicht besonders gelungen. Sie wirken nicht sehr authentisch und agieren etwas hölzern. Es gibt die absolut Guten und die richtig Bösen. Das war für mein Empfinden zu schwarz-weiß gezeichnet.

    Zwischendrin gab es zudem noch einige sehr zähe Stellen an denen immer wieder Programmier-Schritte bis ins Detail erklärt wurden. Ein oder zwei Beispiele hätten gereicht, doch es wiederholte sich sehr oft und so zog sich das Ganze in die Länge und wurde langweilig.


    Ich bin unsicher, wie ich das Buch bewerten soll. Die Botschaft, wie viel Macht wir mit unseren Daten jemandem über uns geben können, ist wichtig und wurde sehr gut aufgezeigt. Die Handlung und die handelnden Figuren dagegen, konnten mich nicht wirklich für den Roman einnehmen.

    Ja, es geht ein wenig auf die Gesundheit. Ich habe grad Probleme mit einer Sehnenscheidenentzündung im Arm...aber ich mag nicht aufhören :)

    Bei AliExpress habe ich auch schon bestellt. Ein sehr guter Shop ist "EverMoment".

    Ich habe ja erst zwei Bilder gemacht, die wandern in die Schublade.

    Es gibt Händler, bei denen kann man Fotos einschicken und sie erstellen einem dann eine personalisierte Vorlage. Ich überlege, ob ich mal so etwas versuche, das wären dann Bilder, die man aufhängen könnte.

    Ich hätte nicht gedacht, dass das so ein Suchtpotential hat. Immer, wenn ich denke, es ist Zeit aufzuhören, muss ich unbedingt noch eine Reihe und noch eine und noch eine...

    streifi - versuchs mal und berichte, wie es dir gefallen hat. :wave


    Batty - mit Katzen könnte das ein winziges bisschen schwierig werden...Mein Kater hätte mir erst einmal die Steinchen vom Tisch gekickt und sie dann zielsicher unter das Sofa geschoben...:lache