Beiträge von Themrys

    Lizzy ist die Sache ja auch äußerst peinlich...ob Darcy solche Gedanken hat?
    Anscheinend war es zu der Zeit ja normal, Häuser in Abwesenheit des Besitzers zu besichtigen.


    Und Lizzy hat ihn ja in voller Kenntnis seines Vermögens abgewiesen. Vom Verdacht reiner Geldgier kann man sie also freisprechen.
    Ich denke, er wird ihre freundlichere Haltung eher auf seinen Brief zurückführen.

    Carina : Fang mit Kinderbüchern an. Am besten solchen, die du auf Deutsch gelesen hast und magst.
    Das reinarbeiten ist da deutlich einfacher.


    @Thema: Ich würde mich nicht so einschränken wollen. Bücher von englischen Autoren lese ich oft auf englisch, aber ich würde nie die englische Übersetzung eines deutschsprachigen Buches lesen.

    Zum Standesunterschied: Das war für den Mann nicht so gravierend wie es umgekehrt gewesen wäre.
    Man hätte zwar die Nase gerümpft, aber der Status der Frau richtete sich nach dem Status des Mannes. D.h. er konnte seine Stellung in der Gesellschaft beibehalten.


    Umgekehrt hätte es eine Frau die den Hauslehrer ihres Kindes heiratet nicht so einfach gehabt.


    In "Pamela", was (ich hab nicht nachgeguckt, nur vom Inhalt her) ungefähr in die gleiche Zeit fallen dürfte, lässt sich der "Held" über eben jenen "kleinen Unterschied" aus.



    Mr. Rochester war mir immer ziemlich unsympathisch...er nimmt überhaupt keine Rücksicht auf Janes Gefühle. Ihm muss doch klar sein, dass sie sich in Gesellschaft der hochwohlgeborenen Damen nicht wohlfühlt! :hau

    Also, ich glaube nicht, dass Jane Austen damit, dass eine Figur Jane heißt, irgendwas sagen wollte. Jane war zu dieser Zeit wahrscheinlich ein sehr häufiger Name.
    (Irgendwo habe ich mal gelesen dass Frauen deren Name unbekannt war in Akten als "Jane Doe" geführt wurden)


    Und wenn ich mich nicht irre gibt es nur ungefähr fünf verschiedene Vornamen für die Männer in den Büchern.


    Mrs. Bennetts Entscheidung, dass Elizabeth Mr. Collins heiraten soll, dürfte nicht in ihrer Abneigung gegen Lizzy begründet sein, sondern darin, dass sie die zweitälteste ist, und daher das "Vorrecht" hat, als erste zu heiraten.
    Dass ihr nicht in den Sinn kommt, wieviel besser Mary zu ihm passen würde, kann man wohl auf ihre Dummheit zurückführen.



    Hm - ich kann mich sehr gut in Mr. Darcy hineinversetzen. Er ist in Lizzy verliebt und will es nicht wahrhaben, also muss er sich davon überzeugen, dass sie eigentlich gar nicht so toll ist.
    Sowas kann zuweilen zu sehr seltsam wirkendem Verhalten führen... :rolleyes

    Ja, Colonel Brandon hat irgendwo gesagt, dass Edward mit diesem Einkommen leider noch lange nicht an Heirat denken kann. Es geht ihm also in erster Linie darum, Edward zu helfen. Vermutlich auch, weil er dessen Verhalten (die Verlobung mit Lucy nicht aufzulösen) moralisch integer findet und unterstützen möchte so gut es ihm eben möglich ist.


    Von Elinors Gefühlen hat er ja keine Ahnung, böse gemeint hat er das sicher nicht. Er scheint es zwar als unangemessen zu empfinden, selbst vor Edward als der große Gönner aufzutreten und ihm dieses Angebot zu machen, aber wenn er von Elinors Gefühlen zu Edward gewusst hätte, hätte er sicher jemand anderen beauftragt.

    Zitat

    Original von Chrissy
    Ebenso wird Odoardo scharf unter die Lupe genommen. Denn er hat ein übersteigertes Ehrgefühl. Zwar zeigt er Ansätze für neues, rationales Denken , entscheidet sich aber im letzten Moment anders: Mord an seiner Tochter für den Bestand seiner Familienehre.


    Erstens war das kein Mord, sondern Tötung auf Verlangen.
    Und zweitens tut er es nicht für die Familienehre, sondern für die ganz persönliche Ehre von Emilia, die ihm, das darf man nicht vergessen, vorgeworfen hat, kein guter Vater zu sein, wenn er sie nicht vor dieser Schande rettet.


    Ich zitiere: "Du noch hier? - Herunter mit dir! Du gehörst nicht in das Haar einer - wie mein Vater will, dass ich werden soll!"


    Emilia wirft ihrem Vater vor, er wolle, dass seine Tochter eine Mätresse wird. Und legt noch einen drauf, indem sie anfängt zu beklagen, dass es ja keine guten Väter mehr gebe, heutzutage.
    (Üble emotionale Erpressung, wenn man so will. Die klassische "Wenn du mich lieb hättest, würdest du..." Leier. )


    Man darf das nicht mit dem Maß messen, mit dem man aktuelle "Ehren"mörder misst.


    Es geht hier nicht um den Verlust von Emilias Jungfräulichkeit (denn der ist ihr selbst offenbar wurst, sie fürchtet keine Vergewaltigung, obwohl der Prinz dazu sicher imstande wäre), es geht darum, dass Emilia ihre Selbstachtung verlieren würde, wenn sie den Verführungsversuchen nicht widerstehen könnte.


    Ihr Mangel an Selbstvertrauen ist natürlich bedauerlich und meiner Meinung nach ein ziemliches Plotloch. So gut kann ein Mann gar nicht aussehen, so charmant kann er gar nicht sein, dass es so einen entsetzlichen Charakter vergessen lassen könnte.
    Ihr Vater hätte wenigstens versuchen können, ihr Mut zuzusprechen, bis sie einsieht, dass sie nicht so leicht einknicken würde.

    Aber dann hätte es kein so blutiges Ende gegeben, und die adligen Schurken hätten keinen so starken Anlass zur Reue gehabt. Letzteres war aber die Absicht des Autors.

    Ist eine Weile her, dass ich das gelesen habe.


    Hatte Vater Miller seiner Tochter nicht angeboten, dass sie sich zusammen davonmachen, um dem intriganten Adel zu entkommen?
    Und warum haben sie das dann nicht getan? Dann hätte es ein Happy-End geben können. Mit Happy-End hätte mir das Stück 100% besser gefallen.


    Die Intrigenspinner waren ganz amüsant. Von Ferdinand fang ich besser gar nicht an, der war ja der eigentliche Schurke der Geschichte. :fetch

    Ein tolles Buch. Der deutsche Titel ist genial - auch ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass Miss Minton ihr Korsett in den Amazonas wirft.


    Ich weiß nicht, wann genau ich angefangen habe, Miss Minton zu lieben - vielleicht nach dem Lesen des Titels, vielleicht, als klar wurde, dass ihr Koffer Bücher enthält, vielleicht, als sie sagte, wie sie ihren Regenschirm zerbrochen hat...auf jeden Fall ein sehr sympathischer Charakter!


    (Ist euch auch aufgefallen, dass Eva Ibbotson in so gut wie jedem ihrer Bücher Wikinger erwähnt? Hier war es Miss Mintons Haarnadel. Außerdem kommt häufiger eine Kette aus Menschenzähnen vor - hier mindestens zum zweiten Mal)


    Klar, auch (nach Ansicht anderer Menschen) sanftmütige Menschen essen Tiere - aber Tiere schreiben keine Bücher, die anderen Tieren erzählen, wie durch und durch gutherzig diese tieressenden Menschen doch sind.


    Dass Deep Waters sich selbst nicht als böse ansieht, ist klar. Aber diese Anfangsszene ist doch, wenn ich das nicht auch falsch verstanden habe, aus der Perspektive der allwissenden Autorin erzählt, nicht aus seiner eigenen.
    Und das irritiert mich.

    Kann man die ersten 100 Seiten überblättern ohne etwas zu verpassen?
    Ich konnte das Buch nämlich bisher nicht lesen.


    Auf den ersten Seiten ist mir aufgefallen, dass der Heiler, bei dem einem ja auch sehr deutlich :hau vermittelt wird, dass er eine sanftmütige, nette Person ist, offenbar überhaupt keine Skrupel hat, in die Körper anderer Lebewesen, die ihrer Seele beraubt wurden (oder bleibt die Seele normalerweise drin? Habe das Buch auf Englisch gelesen und nicht ganz verstanden), eine Parasitenseele einzupflanzen.


    Solche Widersprüche in Büchern regen mich auf.

    Bin ich die einzige, die die Hauptperson furchtbar naiv fand?
    Ich konnte mich überhaupt nicht mit Hannah identifizieren. Beinahe jede ihrer Aktionen kam mir dumm vor - die Ablehnung des Heiratsantrags war anfangs noch nachvollziehbar, als dann aber klar wurde, dass ihr Vater nicht zurückkommen wird, habe ich mich gefragt, warum Hannah nicht mal versucht, herauszufinden, ob Thomas die Wahrheit sagt.


    Immerhin liebt sie ihn, und hat, wenn es ums Thema Lesen ging, auch nie auf ihren Vater gehört. Aber jetzt, plötzlich, wenn es darum geht, wen sie heiraten sollte, da hat ihr Vater Recht? Warum?
    Das war für mich nicht schlüssig.
    Thomas' Alter war ein für mich nachvollziehbarer Grund für ihr Zögern, aber das war dann ja auch nicht mehr wichtig.



    Auch auf dem Schiff erhält sich ihre Naivität. Sie bleibt die ganze Zeit über außerstande, zu erkennen, wem sie trauen kann, obwohl es für den Leser offensichtlich ist.


    Gut, ich schreibe selbst, da achtet man natürlich auch mehr darauf, ob die Autorin Andeutungen macht...aber irgendwie war das alles so schwarz-weiß, dass ich das Gefühl hatte, sofort zu wissen, wer vertrauenswürdig ist und wer nicht. (Das Gefängnis war in der Hinsicht noch ganz gut, da hatte ich noch nicht das Gefühl, die Leute eindeutig in Gut und Böse einteilen zu können.)


    Für die, die das Buch schon gelesen haben:




    Und Thomas' Brille...die klaut Molly doch extra wieder von den Aborigines, aber dann wird sie nicht mehr erwähnt? Hab ich da was überlesen?