Beiträge von maikaefer

    mir hat das buch recht gut gefallen, genau die rechte mischung zwischen interessanten hauptfiguren und spannend erzählter historie.
    von sabine ebert habe ich die ersten beiden teile gelesen.
    ich finde nicht, dass die bücher ausser dem titel viel gemeinsam haben.

    nachdem ich mir den ersten und den zweiten teil geliehen hatte (s. meine dortigen beiträge), wollte ich nicht warten und hab mir den dritten teil selbst gekauft.
    sein eindruck auf mich ist zwiespältig.
    ich bedauere, dass ich kein schwedisch lesen kann, denn manchmal hatte ich den eindruck, dass ich gar nicht mehr den "echten" larsson lese, vielleicht liegt das aber auch an der übersetzung.
    zum inhalt:
    auch hier längen. und das sogar noch stärker als in teil 1 und 2.
    das ende (mikael und lisbeth) erschien mir etwas gequält.
    wozu das hin- und her mit erika berger und dem anderen verlag?
    im enddeffekt wird doch wenig neues (wirklich interessantes, meine ich, denn auf die antwort, wer erika berger steinchen ins fenster wirft oder wer sie mobbt, hätte ich verzichten können) erzählt.
    die rückblenden auf die olof palme-geschichte war zwar interessant, aber durchaus entbehrlich.
    der prozess, speziell die abrechnung mit dr. teleborian, war das highlight. aber ansonsten riss mich nur noch das brüderliche festtackern vom hocker. und dass zur zwillingsschwester nichts mehr geschrieben wurde, verwunderte mich auch. hatte larsson in den beiden ersten teilen doch genügend neugierig machende hinweise auf camilla gegeben.
    weitere folgen waren geplant?
    kann ich mir nur schwer vorstellen.
    lisbeth muss irgendwann bürgerlich werden und beispielsweise steuererklärungen abgeben, ich glaube, dann verliert sie viel von ihrer faszination.
    den dritten teil hätte man jedenfalls auf der hälfte der seiten (höchstens) genauso gut erzählen können.
    trotzdem bereue ich es nicht, lisbeths bekanntschaft gemacht zu haben.

    ja, die ganze geschichte mit lisbeths reiserei war neben einigen anderen längen eines der dinge, die mich am zweiten teil ebenfalls gestört haben.
    da mich aber die beiden hauptfiguren und die story an sich faszinierten, habe ich bei längen einfach quergelesen...
    im endeffekt gefiel es mir wiederum ausgezeichnet.

    nicht mein beuteschema, deshalb war mir der titel des um ihn gemachten hypes wegen zwar geläufig, aber ich hatte nicht die absicht, ihn zu lesen.
    bis mir jemand, der sonst ewigkeiten an einem buch herumknautscht, begeistert berichtete, er habe es in drei tagen ausgelesen und ich müsse es unbedingt ebenfalls lesen.
    der anfang wirkte auf mich nicht besonders einladend.
    auch konnte ich nicht nachvollziehen, warum vanger und der rechtsanwalt unbedingt davon ausgingen, dass hinter den blumensendungen eine böse absicht stecken muss. dazu erhält man am ende desw buches dann ja auch eine aufklärung, die ich hier nicht vorwegnehmen möchte.
    verwundert bis leicht gelangweilt haben mich anfangs auch die berichte über den prozess und die entstehungsgeschichte zu der diesen verursachenden recherche (die sache mit dem freund auf dem boot), langwierige erzählungen über armanski (?) und ähnliches.
    bis, ja, bis dann endlich die puzzleteilchen an ihre plätze fielen und ein gesamtbild ergaben, das mich mit sich riss. so etwa ab dem zeitpunkt, wenn mikael seine ermittlungen auf der insel aufnimmt und vor allem dann, als (und wie!) dann lisbeth in sein leben trtt.
    das buch hat mich so gefesselt, dass ich es ab dann geradezu eine nacht hindurch überflogen und unmittelbar anschießend ein zweites mal in "ruhe" gelesen habe.
    das ausleihen des zweiten teiles war dann geradezu "pflicht".
    ja, es sind einige "längen" drin - das wird nach einer auffassung in den beiden folgenden büchern sogar noch stärker - und ja, die geschilderten szenen sind teilweise sehr brutal, trotzdem - eines meiner lesehighlights der letzten zeit!

    ich stehe noch am anfang dieses teils, bin aber gerade sehr entsetzt über diesen blutsnachweis. erinnert an die arierbescheinigung, die im "dritten reich" gefordert wurde.
    kurz vor beginn dieses abschnittes erfuhr malagrida auch von samira.
    klingt gefährlich.
    nachdem leonor verurteilt, dass antero "jahrelang" eigentlich nur wegen samira zu ihr, leonor, gekommen sei, frage ich mich, wie alt leonor ist.
    habe ich das an einer stelle überlesen oder wurde das ins ermessen des lesers gestellt?
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    inzwischen habe ich dieses kapitel beendet, das es wirklich "in sich hatte".
    zuerst eine herrliche szene: samira und die prinzessinnen und der soldat, bei dem es sich vermutlich um einen von malagrida gesandten häscher gehandelt haben dürfte.
    dann anteros gefangennahme - dumm gelaufen.
    aufgefallen ist mir so um seite 250 herum: es gehört zu unserer würde, uns für das böse entscheiden zu dürfen (aus dem gedächtnis zitiert) - ein bemerkenswerter, einfacher, aber mir bisher nicht bewusster gedanke.
    anteros entkommen vom galgen war vielleicht etwas sehr glücklich, aber sei es drum.
    die "frisch geschlüpften küken" gefallen mir wesentlich besser als die ewigen "schmetterlinge im bauch".
    ach ja und dann war da noch die stelle mit dem vogel und den zum glück klein bleibenden hagelkörnern. solche stellen machen für mich den reiz an titus müllers büchern aus! danke!
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    noch eine bemerkung: bisher scheint mir die gratwanderung geglückt.

    danke.
    trotzdem kann ich mir das nicht recht vorstellen. ist die steuersäule nicht das mittelteil, mit dem das rad mit der wand "verbunden" ist und das die drehungen überträgt? wenn man daran festgebunden ist, müsste das seil bei den drehbewegungen im wege sein.
    aber wir müssen das jetzt auch nicht bis zur bitteren neige ausdiskutieren.
    ich gab oben nur meine gedanken beim lesen an.


    (gez.
    landratte)

    "Gullivers Reisen wurde 1726 geschrieben und veröffentlicht. Das passt also in die Zeit."


    dass es so alt ist, hätte ich bis zur "jesuitin" nicht gedacht.
    erstaunlich, dass es immer noch bekannt ist.


    und noch einmal zum anbinden ans steuerrad: ich hab mir halt nur versucht vorzustellen, dass der angebundene sich ja immer mitdrehen muss und bei einem ereforderlichen "übergreifen" in schwierigkeiten kommen könnte.

    ich hatte bisher mit den namen der hauptpersonen keine probleme.
    meine verwunderung hinsichtlich des "fehlenden" end-"e"-s oder -"a"s von "leonor" war schon "abgearbeitet", als ich vor einiger zeit zufällig mitbekam, dass ein kind des spanischen thronfolgerpaares so getauft wurde.

    schade, dass dalila sterben musste, aber dramaturgisch natürlich interessant für die entwicklung von leonor.
    nach den abrantes nun noch ein bekannter name: braganza/braganca. eine familie dieses namens war meiner meinung nach mit den habsburgern irgendwie verschwippschwägert.
    der könig scheint etwas absonderlich, aber das sind könige in historischen romanen häufig, vielleicht waren/sind sie es ja auch in der realität.
    die schilderung des hauptereignisses des zweiten teils, des erdbebens, hat mich in seiner eindringlichkeit schwer beeindruckt. schon anteros anstrengende bemühungen, sich freizuschaufeln, lassen erahnen, wie es beispielsweise auch den vielen verschütteten nach den bomben im zweiten weltkrieg gegangen sein muss.
    das versteckspiel leonors, die anfangs antero nicht widerspricht, als er sie für ihre verstorbene schwester dalila hält, ist vielleicht aus ihrer sicht großteils verständlich, gefiel mir aber weniger. auch habe ich meine zweifel, ob das beben mit seinen folgen sie wirklich und dauerhaft geläutert hat.
    auf jeden fall ist das buch bisher wieder einmal überaus spannend und ich freue mich auf das weiterlesen.
    und ja, der rat des lektors hinsichtlich julie war gut.

    Owen Meany hatte mir noch einigermaßen gefallen, bei Garp gelang mir das Warmwerden mit dem Buch hingegen überhaupt nicht.
    Ich weiß heute nicht einmal mehr, ob ich ihn jemals beendete oder mir den Verlauf nach der mir lebhaft in Erinnerung gebliebenen "Zeugung" nicht via Google/Wikipedia angedeihen liess. Vielleicht zu sehr überzeichnet für mich...
    :wave

    Hier teile ich die ausgesprochene Begeisterung nicht.
    ME fiel dieses Buch gegenüber "Herrin vom Nil" und "Pharao" stark ab.
    Gleiches gilt für den "Sohn des Pharao". Ich wurde mit den stories leider nicht so richtig warm.
    Aber wie es oben schon heißt: Die Geschmäcker sind verschieden. :wave

    "anspruchsvoll, leise und gleichzeitig wachrüttelnd, sodass es nicht nur ein großes Lesevergnügen bietet, sondern auch einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt."


    wie wahr.
    das lesen dieses buches ist einige jahre her, aber ich kann deinen eindruck noch immer nachempfinden.

    degen fiel mir erstmals in seiner rolle bei den "drombuschs" auf. dann sah ich ihn bei einem tv-interview, in dem er auch seine kindheit erwähnte. deshalb war ich sehr gespannt auf sein buch, welches meine erwartungen übertroffen hat (nicht jeder schauspieler kann schreiben) und dessen verfilmung mir ebenfalls zusagte.
    inzwischen freue ich mich immer, wenn er als aufgeblasener chef von commissario brunetti zu sehen ist.

    danke, herr palomar.
    inzwischen ist mir noch eine frage an titus eingefallen:
    in den erklärungen hinten stieß ich auf den namen "abrantes", der bei mir in der erinnerung ein "napoleonisches" glöckchen läuten lässt.
    ist diese person in deinem buch historisch (dann google ich der spur nach)?
    danke.