Eine Liebesgeschichte - Auch für Männer?

  • Halli Hallo,


    ich wollte mal fragen:


    Wie schreibt man eigentlich eine Liebesgeschichte, die auch für Männer interessant sein soll? Muss da eine gehörige Portion Krieg mit rein? Mord und Totschlag? Oder möglichst wenig Liebe, viel Erotik? Oder glaubt ihr, dass man die Leserschaft sowieso vorm Schreiben nicht festlegen sollte/kann?


    LG Angelcurse

  • Zitat

    Original von Angelcurse
    Oder glaubt ihr, dass man die Leserschaft sowieso vorm Schreiben nicht festlegen sollte/kann?


    LG Angelcurse


    Ich denke, das trifft es. :wave

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. (Evelyn Beatrice Hall)


    Allenfalls bin ich höflich - freundlich bin ich nicht.


    Eigentlich mag ich gar keine Menschen.

  • Zitat

    Original von Angelcurse
    Muss da eine gehörige Portion Krieg mit rein? Mord und Totschlag?


    Wohl eher weniger... wichtig ist vor allem: kein Kitsch


    Kann man "High Fidelity" als Liebesgeschichte bezeichnen? Ich find' schon - und das ist definitiv ein Buch, das auch von Männern gern gelesen wird.

  • Zitat

    Original von Angelcurse
    Jeder definiert Kitsch anders...!


    Das mag sein, vor allem wird er wohl von Männern und Frauen anders definiert.


    Herzschmerz-Leidensgeschichten wollen wohl nur wenige Männer lesen - und realitätsferne Romantik über den verständnisvollen Traummann eher auch nicht.

  • Zitat

    Original von Angelcurse
    Wie schreibt man eigentlich eine Liebesgeschichte, die auch für Männer interessant sein soll?


    :grin
    Du weißt also, welche Liebesgeschichten Frauen interessieren?


    Ist nicht böse gemeint, aber mir gehen die meisten Liebesgeschichten nur auf die Nerven, obwohl ich noch nicht mal reine Liebesromane lese.




    Zitat

    Original von Angelcurse
    Oder glaubt ihr, dass man die Leserschaft sowieso vorm Schreiben nicht festlegen sollte/kann?


    So ist es!


    Viele Grüße
    Kalypso

  • Bisher habe ich erlebt, dass auch Männer Feuer und Stein gerne lesen, und eigentlich ist das ja nun eine Liebesgeschichte, wenn auch mit viel Geschichte drum herum.


    Also scheint es nicht an der Liebe zu liegen.


    Ein Bekannter von mir meinte, dass er es nicht mag, wenn die Liebe deplatziert ist, heißt, wenn ein Kriegsfilm oder ein Actionfilm u.Ä. immer dieselbe Struktur von Liebesgeschichte hat, obwohl die Geschichte auch ohne diese funktioniert hätte.


    Es scheint also wichtig zu sein, ob die Liebe ein Teil der Geschichte ist, oder nur Beiwerk ( um Frauen zu locken ? ).



    JAss :keks

  • Zitat

    Original von Kalypso


    So ist es!


    Viele Grüße
    Kalypso


    Wenn es die Idee ist, eine Liebesgeschichte zu schreiben, die auch Männer interessiert - dann finde ich das (als Mann) eine gute Idee - und zu dieser idee gehört nunmal, dass man sich im voraus über die Zielgruppe bewusst ist, da sie ja Bestandteil der Idee ist.


    Ausserdem halte ich es für fast unmöglich, ein Kinderbuch "per Zufall" zu schreiben. Man sollte sich da schon im voraus bewusst sein, dass man das Buch für Kinder schreibt - man überlegt sich also im Voraus die Zielgruppe. Das kommt oft vor und ist sicher nicht verkehrt.

  • Hallo Angelcurse,


    ich glaube, man kann eine Liebesgeschichte nicht direkt auf Männer zuschneiden, denn die sind genauso individuell verschieden wie Frauen. Wenn du schon im Klappentext eine Liebesgeschichte erwähnst, werden die meisten Männer eher einen Bogen darum machen - und wenn auch nur um nicht unter den Verdacht zu geraten, 'so etwas' zu lesen. Du kannst das ganz gut testen wenn du auf dem Cover eine Frau hast und dann auch noch der Aufkleber Ladythriller draufklebst - im besten Fall sind die Männer verwirrt, im schlechtesten halten sie drei Meter Abstand vom Regal. :grin


    Also würde ich die Zielsetzung etwas herunterschrauben, nicht: eine Liebesgeschichte, die auch für Männer interessant sein soll, sondern: eine Liebesgeschichte, die auch für Männer interessant sein kann.


    Man hat natürlich als Autor immer ein gewisses Zielpublikum, von dem man ausgehen kann, dass es bei einem Liebesroman zu einem hohen Prozentsatz weiblich ist. Das heißt aber nicht, dass man Männer von vorneherein ausschließen sollte. Ich freue mich jedenfalls immer, wenn ich von einem Mann höre, der eines meiner Bücher gelesen hat - und gut fand. :-)


    Von der Theorie zur Praxis:


    Ganz generell gesehen lesen die meisten Männer vielleicht lieber etwas mit Spannung/Action als mit Zuckerguss überzogener Hochzeitstorte (ich übrigens auch, obwohl ich kein Mann bin), Krieg muss nicht unbedingt drin vorkommen, aber ein paar Tote dürfen es schon sein. :grin


    Ich kann es natürlich nicht beweisen, aber ich denke, dass Männer Erotik schon ansprechend finden, sie würden sich meist nur nicht dabei erwischen lassen. Die Sprache sollte weniger geschwollen sein, eher sachlich. Die Liebesgeschichte vielleicht nur im Hintergrund ablaufen und die Konzentration auf der Handlung liegen.


    Soviel dazu aus meiner Sicht, entschuldige das lange Posting. :-)



    Viele Grüße,


    Michelle