Erich Loest-Preis 2026

  • geht dieses Jahr an Durs Grünbein.


    Verliehen wird er Preis am 100 Geburtstag des 2013 verstorbenen Erich Loest.


    In der Jurybegründung heißt es: »Grünbein erkundet das Zusammenspiel von Sprache, Fotografien, Gedächtnis und Fiktionen, bezogen auf das Trauma der Zerstörung seiner Geburtsstadt Dresden sowie auf die Mechanismen totalitärer Herrschaft und Gewaltgeschichte im 20. Jahrhundert. Grünbeins Blick auf die eigene und auf andere, oft randständige Lebensgeschichten, auf die materialen und psychischen Spuren des Vergangenen ist dabei niemals nur historisch orientiert, sondern erfolgt aus der Perspektive desjenigen, der auch die Unwägbarkeiten des Erinnerns mitdenkt und die politischen Verwerfungen und Vergiftungen der Gegenwart wach reflektiert.« Grünbein zeige »im Sinne Loests und mit den Mitteln einer sinnlichen, unsentimentalen und kommunikativen Sprache [...], dass Freiheit und das Bewusstsein der Gegenwart von Geschichte zusammenhängen«.

    Über den Preisträger:

    Durs Grünbein wurde am 9. Oktober 1962 in Dresden geboren. Er ist einer der bedeutendsten und auch international wirkmächtigsten deutschen Dichter und Essayisten. Nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs führten ihn Reisen durch Europa, nach Südostasien und in die Vereinigten Staaten. Er war Gast des German Department der New York University und der Villa Aurora in Los Angeles. Für sein Werk erhielt er eine Vielzahl von Preisen, darunter den Georg-Büchner-Preis, den Friedrich-Nietzsche-Preis, den Friedrich-Hölderlin-Preis, den polnischen Zbigniew Herbert International Literary Award sowie den Premio Internazionale NordSud der Fondazione Pescarabruzzo. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Er lebt in Berlin und Rom.


    ASIN/ISBN: 3518430203