Kein & Aber, 2025
Le vieil incendie
Kurzbeschreibung:
Agathe lebt als Drehbuchautorin in New York, als Véra Kontakt mit ihr aufnimmt. Fünfzehn Jahre lang haben sich die Schwestern nicht gesehen, doch jetzt kehrt Agathe nach Frankreich ins Périgord zurück, um gemeinsam mit Véra ihr Elternhaus auszuräumen. In den neun Tagen, die sie miteinander verbringen, müssen sie ausloten, was von ihrer einst so engen Verbindung noch übrig ist, und eine neue Sprache miteinander finden, denn Véra spricht nicht. Früher hatte Agathe das Reden für ihre kleine Schwester übernommen, doch nach den Jahren ihrer Abwesenheit steht sie einer selbstständigen und erwachsenen jungen Frau gegenüber, die gelernt hat, für sich selbst einzustehen. Schritt für Schritt tasten die beiden Schwestern sich vor, nähern sich einander an und schrecken wieder zurück, denn in der vertrauten Umgebung kommt Agathe nicht umhin, den Erinnerungen endlich wieder Raum zu geben und sich der Frage zu stellen, warum sie damals überhaupt fortgegangen ist.
Über die Autorin:
Elisa Shua Dusapin wurde 1992 in Sarlat-la-Canéda (Frankreich) als Tochter eines französischen Vaters und einer südkoreanischen Mutter geboren und wuchs zwischen Paris, Seoul und Porrentruy (Schweiz) auf. Sie hat am Literaturinstitut in Biel studiert und erhielt für ihren Debütroman Winter in Sokcho zahlreiche Preise, darunter den Robert-Walser-Preis sowie den National Book Award für Übersetzungen. Der Roman wurde verfilmt und an zahlreichen Festivals gezeigt. Ihre insgesamt vier Romane wurden in mehr als 35 Sprachen übersetzt.
Mein Eindruck:
Die Geschichte zweier Schwestern, die sich nach gemeinsamer Kindheit entfremdet haben. Sie kommen nach Jahren wieder zusammen, um gemeinsam das Haus des verstorbenen Vaters auszuräumen.
Agathes Gedanken bestimmen das Buch. Ihre Schwester Vera hat als 6jährige die Sprache verloren. Sie haben umso mehr zusammengehalten, doch es gab auch verstörende Passagen, z.B. die mit dem Tod des Kätzchen.
Dann waren sie lange getrennt.
Durch die Wiederbegegnung kommt es zu Erinnerungen an die Kindheit und eine schwierige, zarte Wiederannäherung.
Die ersten zwei Romane der Autorin habe ich gerne gelesen, vor allen Ein Winter in Sokcho.
Der neue Roman ist mir zu unspektakulär. Vieles wirkt zu beiläufig, aus den guten Ansätzen wird zu wenig gemacht. Davon mal abgesehen, ist der kurz gehaltenen Roman nicht schlecht geschrieben. Vielleicht hat er mich nur nicht richtig abgeholt.
5 bis 6 Punkte von 10, aber beim nächsten Buch der Autorin werde ich wohl wieder lesen.
![]() |
ASIN/ISBN: 3036950753 |
