Northern Nights: Ein Adventskalender - Andreas Dutter u.a.

  • Inhalt:

    Atemberaubende Dates unter Nordlichtern, Huskyschlittentouren durch glitzernden Schnee und kuschelige Stunden vor dem knisternden Kaminfeuer – so schön ist der Advent in Norwegen. Versüße dir die Vorweihnachtszeit mit romantischen Geschichten aus dem hohen Norden und lass dich von den prickelnden Lovestorys in „Northern Nights“ Tag für Tag in das bezaubernde Winterwunderland entführen …


    Rezension:

    "Northern Nights" ist ein Adventsakalender, in dem es vierundzwanzig weihnachtliche Kurzgeschichten von Andreas Dutter, Sandra Grauer, Jennifer Alice Jager, Laura Labas, Stefanie Lasthaus, Nina MacKay, Greta Milan, P. J . Reid, Sarah Saxx, Marius Schaefers, Jana Schäfer, Sabine Schoder und Rebekka Weiler zu lesen gibt, sowie das Silver-Special von Bianca Iosivoni.

    Dieses Mal spielen alle Geschichten im norwegischen Tromsø und wie gewohnt begegnen wir den unterschiedlichen Protagonisten geschichtenübergreifend, sodass die Protagonisten aus der vorherigen Geschichte oft in der nächsten erwähnt wurden und wir diese so noch ein Stück begleiten durften.


    Die ersten beiden Tage haben mir sehr gut gefallen! In der Geschichte von Sabine Schoder lernen wir Siri und Fynn kennen. Die beiden haben bereits eine gemeinsame Vorgeschichte und ihre Geschichte war echt spannend! Da war sogar ein wenig Action drin und ich mochte es, wie die beiden sich wieder annähern!


    Auch die Geschichte von P. J. Reid um das Kafe Kat und Hailee und Viggo fand ich sehr niedlich und hat mir richtig gut gefallen, auch wenn Hailees Aktion am Anfang etwas befremdlich war! Auch die beiden kennen sich schon länger, obwohl mir bei ihnen dann ein bisschen zu schnell von Verlieben gesprochen wurde.

    Hier muss ich dazu sagen, dass es ja nur Kurzgeschichten sind, wo man nicht erwarten kann, dass die Charaktere lange Zeit haben, um sich kennen und lieben zu lernen. Bei manchen Geschichten hat es mich etwas gestört, bei anderen nicht.


    Auch Arvid und Kaja in der Geschichte von Greta Milán mochte ich echt gerne, aber ich fand es dann nicht so gut, dass Kaja sich frisch trennt. Da ging es mir wieder zu schnell, aber das Setting rund um den Tromsø Ice Dom und die Eisschnitzkunst war echt toll und die Chemie zwischen den beiden auch.


    Rurik und Ida aus der Geschichte von Rebekka Weiler mochte ich sehr gerne! Eigentlich können die beiden sich nicht leiden, aber als sie Zeit miteinander verbringen, finden sie heraus, dass sie mehr gemeinsam haben als gedacht. Hier verbindet die beiden das Thema Musik, was ich sehr stimmungsvoll fand.


    In der Geschichte von Jana Schäfer lernen wir Greta und Elias kennen und die beiden fand ich total niedlich. Ich mochte auch den kleinen Emil, den Bruder von Elias, echt gerne und fand, dass es bei den beiden nicht zu überstürzt war, eine tolle Entwicklung! Hier werden unter anderem Kekse gebacken, was ich auch sehr gemocht habe!


    Auch die Geschichte von Stefanie Lasthaus mochte ich echt gern! Kari und Jesper waren früher beste Freunde, bis etwas die beiden entzweit hat, was nun aufgearbeitet wurde. Eine Sache fand ich etwas unlogisch, weil ich mich gefragt habe, wie ein Frettchen entkommen konnte, dass eine ganze Stadt abgesucht werden musste, aber ansonsten war die Geschichte toll. Besonders die Auflösung, warum Kari und Jesper sich damals entzweit haben, fand ich spannend!


    Die Geschichte von Elina und Arlo fand ich okay, aber es ging mir mit den beiden zu schnell und ich mochte den Verlauf nicht ganz so gerne. Auch meinen Humor hat Nina MacKay hier nur bedingt getroffen. Es geht mit den beiden in das B&B Cosy Northern Lights, das schon mal bessere Tage erlebt hat, eine gemütliche Atmosphäre, aber wie gesagt, nicht ganz mein Geschmack.


    Die Geschichte von Sandra Grauer war meine liebste Geschichte des Adventskalenders!

    Fria und Jori sind Eiskunstläufer und die beiden sind beste Freunde. Doch Fria ist heimlich in ihren besten Freund verliebt, was er nicht erfahren darf! Aber sie sind ein Paar auf dem Eis und als sie dann Probleme bekommt, ihm zu vertrauen, müssen die beiden an sich arbeiten. Es geht nicht nur aufs Eis, es gab auch noch einen tollen Ausflug mit Rentierschlittenfahrt, was ich sehr schön fand!

    Die Geschichte war wirklich toll und einfühlsam erzählt!


    Auch die Geschichte von Erik und Lena von Sarah Saxx hat mir insgesamt echt gut gefallen.

    Ich fand es etwas cringe, dass Lena direkt am ersten Abend zu ihm nach Hause geht, die Situation war jedoch speziell und ihr blieb nicht wirklich eine andere Wahl. Es kamen noch ernste Themen auf und natürlich gab es noch die Winterlichter!


    In der Geschichte von Laura Labas zieht es uns ins Kole's Northern Book Café, ein Café mit toller Atmosphäre, in dem der Besitzer Kole seine Gäste oft mit Getränken überrascht.

    Jenna und Kole mochte ich dann echt gerne. Das Café war ein tolles Setting und ihre Annäherung fand ich sehr schön.


    Mit der Geschichte von Marius Schaefers um Christopher und Moritz gab es nun auch die erste queere Geschichte, die allerdings nicht so meins war. Chris und Moritz fühlen sich schon lange zueinander hingezogen, denken fast unaufhörlich an den jeweils anderen, was mir irgendwie zu viel des Guten war.

    Ich mochte die beiden aber echt gerne und auch die Reise ihrer Volleyballmannschaft hat mir gefallen.


    Die Geschichte von Andreas Dutter rund um Ole und Henrik begann mit Streit, was ich in der Vorweihnachtszeit eher ungern lese. Auch die beiden haben bereits eine gemeinsame Vergangenheit und hier gab es ein großes Missverständnis, das nach Jahren aufgeklärt wurde.

    Den Beginn mochte ich nicht, aber ihre Geschichte hat sich zum Glück noch zum Guten gewandt!


    In der Geschichte von Jennifer Alice Jager lernen wir Anna, Jon und Annas Hund Bandit kennen.

    Ihre Geschichte mochte ich auch gerne, besonders weil ich Hunde echt gerne mag. Anna und Jon standen nicht ganz so im Fokus, aber das war okay, da es auch hier eine Trennung gab.

    Generell ist das ein Element, über das ich in der Vorweihnachtszeit auch ungern lese, besonders wenn sich die Love Interests die Klinke in die Hand geben, wobei es hier noch gut gelöst wurde.


    Mit Bianca Iosivonis Geschichte um Mia und Kasper gab es ein rundes Ende mit einer schönen Geschichte zu Silvester. Die Legende, dass Nordlichter Wünsche erfüllen, fand ich ganz niedlich, aber richtig abgeholt hat mich die Geschichte dann nicht mehr.


    Auch in diesem Jahr hat mir der Adventskalender gut gefallen, weil die Geschichten abwechslungsreich waren. Ich fand es ein bisschen schade, dass wir die Charaktere aus den vorherigen Geschichten nur noch in der jeweils nächsten Geschichte wiedergesehen haben und nicht das erste Paar beispielweise in der fünften Geschichte noch einmal. Das hat mir in den vorherigen Adventskalendern besser gefallen, weil das Bild der Geschichten auf mich runder wirkte.

    Tromsø war auf jeden Fall ein spannendes Setting, das viel zu bieten hatte und insgesamt haben mir die Geschichten ja auch echt gut gefallen. Manche besser, bei anderen ging es mir mit den Charakteren zu schnell, oder ich mochte es beispielsweise nicht, dass die Frau frisch getrennt war oder es zu viel Streit gab. Insgesamt aber wieder eine gute Mischung!


    Fazit:

    "Northern Nights" ist ein Adventskalender, der mir auch in diesem Jahr sehr gut gefallen hat.

    Dieses Mal zieht es uns ins norwegische Tromsø, ein wirklich tolles Setting und die Geschichten waren wieder sehr abwechslungsreich!

    Ich mochte die Geschichten echt gerne, es gab zwar auch ein paar, die mich persönlich nicht so angesprochen haben oder in denen mich etwas gestört hat, aber der Großteil der Geschichten hat mich sehr gut unterhalten.

    Ich vergebe vier Kleeblätter.


    ASIN/ISBN: 3473586838