Holy City – Henry Wise

  • Polar Verlag, 2026

    344 Seiten


    Kurzbeschreibung:

    Ausgelöst durch den tragischen Tod seiner Mutter kehrt Will Seems aus Richmond in die ländliche Gegend von Süd-Virginia heim. Er tritt eine Stelle als Deputy Sheri in Euphoria County an, das von Kriminalität und Niedergang geprägt ist. Seine Bemühungen, sein Leben weiterzuführen, indem er das heruntergekommene Anwesen seiner Familie restauriert, werden zunichte gemacht, als ein brutaler Mord das Leben seines alten Freundes Tom Janders fordert, der bei einem Brandanschlag ums Leben kam. Die Schuld gegenüber einem alten schwarzen Freund, der vor Jahren Will beschützt hat und dafür eine bleibende Entstellung davongetragen hat, verfolgt ihn, als ausgerechnet dessen Vater wegen des Mordes an Tom verhaftet wird. Zeke Hathom wurde beim Verlassen des brennenden Gebäudes gesehen und der Sheri nimmt ihn umgehend in Gewahrsam. Aus Schuldgefühlen dem Sohn gegenüber will Seems die Unschuld des Vaters beweisen. Er gerät in Konflikt mit dem Sheriff, der offenbar froh ist, den Fall abschließen zu können. Als die lokale schwarze Gemeinde Bennico Watts, eine Privatdetektivin aus Richmond, engagiert, um Will bei der Suche nach dem wahren Mörder zu helfen, macht das den Fall für ihn nicht einfacher.


    Über den Autor:

    Henry Wise ist Absolvent des Virginia Military Institute und des MFA-Programms der University of Mississippi. Seine Werke wurden unter anderem in Shenandoah, Nixes Mate, Radar Poetry und Clackamas verffentlicht. HOLY CITY ist sein erster Roman. Ausgezeichnet mit dem Edgar 2025.


    Über die Übersetzerin:

    Karen Witthuhn, geboren 1969, arbeitet als literarische Übersetzerin von Romanen, Theaterstücken und -texten aus dem Englischen in Hamburg.


    Mein Eindruck:

    Wie von den Büchern vom Polar-Verlag gewohnt, ist auch Holy City, Henry Wise Debütroman, kein konventioneller Krimi. Es geht um Heimat und Zugehörigkeit bzw. dem Fehlen davon. Es geht um alte Schuld und Fragen der Moral.


    Hauptfigur ist der Deputy Will Seems in einer kleinen Stadt in Virginia. Es ist also ein Southern Noir-Roman.


    Will Seems zieht bei einem Hausbrand die Leiche von Tom Janders aus den Flammen. Tom wurde ermordet. Verdächtigt ist Zeke Hathorn, ein älterer schwarzer Mann. Doch Will glaubt nicht an dessen Schuld.

    Dann gibt es noch die schwarze Privatdetektivin Bennico Watts, die beauftragt wurde, den Fall zu untersuchen.


    Das ist ein interessanter, vielschichtiger Plot, bei dem der Autor eine angemessenes Stück Pathos einsetzt. Auch die Melodramatik nimmt immer mehr zu. Ich finde das passend.


    Henry Wise hat erfreulicherweise mit Holy City letztes Jahr den Edgar für Best First Novel gewonnen.


    ASIN/ISBN: 3910918409

  • Amerikanische Idylle


    Holy City, ist ein Krimi von Henry Wise. Es ist ein typischer Krimi aus dem südlichen Landgebiet der USA.

    Da gibt es Korruption , Verleumdungen und Erpressungen am laufenden Bann.

    Will Seems kommt nach längerer Zeit wieder als Deputiere Holy City.

    Es gibt einen grausamen Mord.

    Ich hatte schon schnell den richtigen Verdacht.

    Der Autor lässt allerdings erst noch andere Verdächtig werden.

    Es ist ein spannender Krimi, der mich gut unterhalten hat.