Verlag: Fischer
Taschenbuch, 2010
192 Seiten
Kurzbeschreibung:
Wenn jemand geht, der dir nahe ist, ändert sich dein ganzes Leben, es ändert sich, ob du willst oder nicht. Alles wird anders. Alice ist die Heldin dieser fünf Geschichten, alle erzählen von ihr – und davon, wie das Leben ist und das Lieben, wenn Menschen nicht mehr da sind. Dinge bleiben zurück, Bücher, Briefe, Bilder, und ab und zu täuscht man sich in einem Gesicht. Lebenswege kreuzen sich, ändern die Richtung und werden unwiederbringlich auseinandergeführt.
Über die Autorin:
Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren. Ihrem Debüt »Sommerhaus, später« (1998) wurde eine außerordentliche Resonanz zuteil. Die Autorin lebt und schreibt in Berlin.
Mein Eindruck:
Alice ist ein Kurzgeschichtenband aus dem Jahr 2009 mit 5 Erzählungen.
Judith Hermann ist Spezialistin in der kurzen Form. Bei diesem Buch ist ungewöhnlich, dass die Hauptfigur Alice in allen 5 Erzählungen vorkommt, wie auch ein paar der Nebenfiguren. Das Thema, dass sich durchzieht, ist das Sterben, der Verlust und Trauer.
Durch diese Elemente ist Alice ein Zwischenstück von Erzählungsband und Roman.
In der ersten Geschichte liegt ein Exfreund von Alice krebsbedingt im Sterben. Sie ist daher mit dessen Frau und deren kleinem Kind zusammen, um sie zu unterstützen.
Diese relativ lange Erzählung ist für mich auch die stärkste.
In den nächsten 3 Geschichten plätschert es etwas vor sich hin.
Gut dann aber noch die letzte, vermutlich einige Jahre danach angesiedelt, in der Alice eigener Ehemann gestorben ist und sie damit fertig werden muss.
Das ist noch einmal emotional.
Insgesamt ein gutes, aber nicht herausragendes Buch. Wegen der starken ersten Geschichte kann ich aber 7,5 von 10 Sterne vertreten.
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ASIN/ISBN: 3100331826 |
