Inhalt:
Verena wollte nie mehr zurück in ihre Heimat an den Felsenhimmel. Zu sehr haben sie die fatalen Ereignisse des vergangenen Sommers geprägt. Doch dann führt sie ein Modeljob ausgerechnet wieder dorthin, wo sich ihr Leben für immer verändert hat. Zu allem Überfluss muss sie sich auch noch mit dem attraktiven, aber viel zu direkten Mattia ein Chalet teilen. Verena ahnt nicht, dass der ehemalige Polizist den Auftrag hat, die Wahrheit über den Sommer ans Licht zu bringen, der alles verändert hat ...
Rezension:
Verena Hofer möchte nicht wegen ihres hübschen Äußeren gebucht, sondern für ihr kluges Köpfchen wertgeschätzt werden.
Doch sie braucht Geld und so nimmt sie einen Modeljob an, den sie gar nicht will und der sie zurück in ihre Heimat bringt.
Am Felsenhimmel angekommen, trifft sie auf Mattia d'Alessi, der vorgibt, Naturforscher zu sein.
In Wahrheit ermittelt er aber zu den Vorfällen im letzten Sommer, an denen auch Verena beteiligt war ...
"In Love at Last" von Kristina Moninger ist der zweite und abschließende Band der Red Summer Dilogie, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Verena Hofer und Mattia d'Alessi erzählt wird.
Ein paar Kapitel durften wir aus der Perspektive von Emilia Martini lesen.
Der erste Band endete mit einem Knall, der alles, was man zu wissen glaubte, noch mal auf den Kopf gestellt hat!
Im zweiten Band dürfen wir Verena und Mattia begleiten. Jakobs Zwillingsschwester Verena, die die Geschehnisse am Felsenhimmel im Sommer am liebsten vergessen würde, es allerdings nicht kann und Mattia, der ein persönliches Interesse daran hat, die Erinnerungen an die Ereignisse wieder ans Tageslicht zu zerren, um sie final aufzuklären.
Auch in diesem Band gab es wieder Rückblicke zu der Zeit vor dem Fall, zur Zeit des Falls und auch danach. Nur, dass wir dieses Mal auch in Emilias Sicht eintauchen durften und so erfahren haben, wie es überhaupt zu dem Vorfall am Felsenhimmel kommen konnte.
Verena ist hübsch und klug. Sie wird aber nicht selten auf ihr Äußeres reduziert und verdient ihr Geld mit ihr verhassten Modeljobs, obwohl sie lieber im Hintergrund arbeiten würde.
Ihre letzte Beziehung zu Leo endete damit, dass dieser gemeinsam mit Emilia in die Schlucht stürzte, was Verena immer noch stark belastet, zumal sie das Gefühl hat, dass die Geschichte noch nicht vorbei ist.
Leo hat sie oft klein gehalten und Verena war und ist zum Teil noch immer unsicher. Mattia gegenüber war sie dagegen etwas biestig, aber ich mochte ihre Dynamik richtig gerne!
Ich fand es übrigens sehr spannend, dass Verena Typ I Diabetikerin ist und das auch immer wieder eine Rolle gespielt hat.
Mattia war Polizist, doch vor ein paar Monaten ist sein jüngerer Bruder Luca gestorben und Mattia hat den Dienst beendet. Mattia stammt aus Neapel, wo der Fußball regiert, oder La Famiglia, die Mafia.
Er kommt nach Meran, um die Tode von Emilia, Leo und Tristan aufzuklären und es spielt ihm sehr in die Karten, dass er sich ausgerechnet mit Verena ein Chalet teilen darf, denn sie ist eine seiner Hauptverdächtigen, doch damit, dass sie ihm so unter die Haut gehen wird, hat er nicht gerechnet und das verkompliziert seine Pläne extrem.
Ich mochte Verena und Mattia richtig gerne! Sie hatten eine wunderbare Dynamik und ich mochte es, dass Mattia Verena ein gutes Gefühl gegeben und sie nach Leo wieder aufgebaut und gut behandelt hat!
Am Anfang habe ich die Anziehung zwischen ihnen noch nicht so gefühlt und habe auch generell ein wenig länger gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden, aber es war wie so oft, je mehr ich gelesen habe, desto stärker konnte mich die Handlung packen, sodass ich an einem Tag über dreihundert Seiten gelesen habe und das Buch sogar fast noch in einem Rutsch beendet hätte!
Die verschiedenen Handlungsstränge nahmen immer mehr an Fahrt auf und ich fand es sehr spannend, wie Kristina Moninger diese verknüpft hat. Zum Schluss kam noch richtig Spannung auf und ich bin doch sehr zufrieden mit dem zweiten Band!
Am Anfang stand auch die Tourismuskampagne, für die Verena gebucht wurde und die im Alpenchalet Felsenhimmel, dem Hotel ihrer Familie geshootet wurde, auch etwas stärker im Fokus, was ich ehrlich gesagt nicht so spannend fand. Hier hätte man für meinen Geschmack etwas mehr rausholen können oder zumindest Verenas Fähigkeiten ein wenig mehr hervorheben können, zumal die Kampagne dann auch irgendwie im Sande verlief.
Auch der Handlungsstrang um das jüngste Kind der Hofers Kit war mir irgendwie zu knapp erzählt.
Aber die Ereignisse am Felsenhimmel werden endlich aufgeklärt und auch wenn ich noch einige wenige Fragen habe und es in meinen Augen ein paar kleine Ungereimtheiten gab, so fand ich die Auflösung doch echt geglückt und war auch überrascht, was hinter Emilias Geschichte gesteckt hat!
Ein wenig schade finde ich es trotz rundem Endes, dass die Reihe schon beendet ist, weil ich das Setting großartig fand und mir auch die Charaktere immer stärker ans Herz gewachsen sind!
Fazit:
"In Love at Last" von Kristina Moninger ist ein gelungener Abschluss der Red Summer Dilogie!
Die Geschichte hat ein wenig gebraucht, bis sie mich wirklich packen konnte, aber dann hat sie mir so gut gefallen, dass ich das Buch fast an einem einzigen Tag gelesen habe!
Ich mochte Verena und Mattia richtig gerne, denn die beiden hatten eine tolle Dynamik und mochte es auch, wie Kristina Moninger ihre Handlungsstränge zueinander geführt hat. Nicht alle konnten mich packen und bei manchen hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, aber insgesamt hat mir der zweite Band sehr gut gefallen und so vergebe ich vier Kleeblätter!
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ASIN/ISBN: 3989780123 |
