Herausgeber: Ullstein (2. Februar 2026)
Print: 265
ISBN-10:
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ASIN/ISBN: 3843736308 |
Kurzbeschreibung
Wie besiegst du einen Gegner, der jeden einzelnen deiner Schritte schon kennt?
Im Alpen-Resort Silberhorn ist Perfektion Programm: Die KI, Aurora, dirigiert Schlitten, Pisten, Personal – und erfüllt ihren Gästen scheinbar jeden Wunsch. Als der IT-Forensiker Jonas Lindholm auf Anordnung seines Chefs im Silberhorn Urlaub machen muss, interessiert ihn dies alles jedoch herzlich wenig. Er möchte nämlich vor allem eins: in Ruhe gelassen werden.
Aber schon nach seinem ersten Tag zeigen sich Risse in Auroras perfektem System. Lichter flackern durch verglaste Korridore, unheimliche Besucher tauchen auf, Gäste verschwinden – für alles hat Aurora eine nachvollziehbare Erklärung. Widerwillig macht Jonas sich auf die Suche nach Antworten. Hilfe bekommt er dabei unter anderem von der mysteriösen Hotelmanagerin Eve, doch je mehr er herausfindet, desto unsicherer wird er. Was wird hier gespielt? Und wem kann er noch trauen? Als dann auch noch ein gewaltiger Schneesturm das Resort von der Außenwelt abschneidet, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse. Während Drohnen patrouillieren und die umliegenden Gipfel immer neue Rätsel aufwerfen, beginnt für Jonas ein atemloser Wettlauf gegen die Zeit.
Autor
Marcus Schneider stammt aus Ostwestfalen und lebt heute nahe München. Hauptberuflich arbeitet er in einem internationalen IT-Konzern. Seine andere Leidenschaft aber ist das Schreiben. Seine Geschichten erkunden oft die Grenzen des technisch Möglichen, wobei sein Stil leicht, humorvoll und unterhaltsam bleibt. Wenn er nicht schreibt, findet man ihn wandernd in den Alpen, an den Stränden Südfrankreichs oder auf dem Tennisplatz.
Rezension
Der Aurora Code von Marcus Schneider ist ein Buch, bei dem bei mir erst einmal alle inneren Lampen auf Grün springen. KI, Techthriller, ein modernes Setting, damit bekommt man mich einfach. Entsprechend neugierig bin ich an die Lektüre herangegangen.
Die Geschichte spielt im exklusiven Alpen-Resort Silberhorn, einem Ort scheinbarer Perfektion. Hier steuert die KI Aurora alles: Technik, Personal, Abläufe: sogar die Wünsche der Gäste. In diese Hochglanzwelt wird der IT-Forensiker Jonas Lindholm geschickt, der eigentlich nur eines will: seine Ruhe. Doch in einem System, das alles weiß und alles lenkt, ist das naturgemäß unmöglich.
Schon bald zeigen sich erste Risse in der perfekten Fassade: technische Störungen, seltsame Begegnungen und dazu auch noch verschwundene Gäste. Aurora hat komischerweise für alles eine Erklärung. Als ein Schneesturm das Resort schließlich von der Außenwelt abschneidet, ändert sich die Atmosphäre schlagartig.
Das Setting funktioniert für mich sehr gut und trägt den ersten Teil der Geschichte. Leider wird der Plot ab der Hälfte zunehmend vorhersehbar, echte Überraschungen bleiben aus. Das wirkt sich spürbar auf die Spannung aus, die für einen Thriller zu oft auf der Strecke bleibt. Auch bei den Figuren, abseits von Jonas, bleibt viel Potenzial ungenutzt. Am Ende bleibt bei mir ein zwiespältiger Eindruck zurück. Der Aurora Code ist kein schlechtes Buch. Aber es ist auch ein Roman, der sein Potenzial nicht konsequent nutzt. Zu vorhersehbar, zu spannungsarm, zu wenig mutig in der Figurenzeichnung und in der Zuspitzung der Themen. Da wäre definitiv mehr gegangen.
