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ASIN/ISBN: B0GHPDL8WV |
Wir begleiten die Familien zwischen der Oder und dem Flüsschen Wesel durch die Jahreszeiten und Jahre, die geprägt sind vom immergleichen Rythmus der Natur und dem Anbau von Tabak.
Elfie verliert jung ihre Mutter unnd findet bei ihrer Tante und deren Familie ein neues Zuhause. Das Leben im Dorf Gottesgabe ist seit der Einwanderung der Hugenotten geprägt vom Tabakanbau. Und so klebt das Tabakpech, der Saft der Pflanze, an allen Händen im Dorf und dem Städtchen Mühlrade. Denn ohne die Pflanze geht es nicht.
Die Autorin erzählt von den 30er Jahren über den 2. Weltkrieg, die DDR bis nach der Wende. Auch wenn sich die politische Wetterlage immer ändert, so bleibt das Leben hier dank des Tabaks immer gleich. Selbst im Sozialismus hängt alles vom gedeihen der Tabakpflanzen ab. Bis 1995, als sich das "Wetter" in Richtung Kapitalsimus dreht.
Mir hat das Buch sehr gefallen. Poetisch, aber auch nüchtern erzählt Eva-Martina Weyer vom schweren Leben der Tabakbauern, vom Zusammenhalt in schweren Zeiten und vom Ende des Tabakanbaus in den 90er Jahre. Der Tod und Geburten gehen in den kleinen Dörfern Hand in Hand und doch lassen sich die Menschen trotz aller Mühsal nicht unterkriegen.
Wirklich lesenswert!
7/10 Punkten
