Hans Rosenfeldt - Die Farm der Mädchen

  • Spannend und hochemotional


    Zwei hochschwangere Frauen sind auf der Flucht, eine davon gebärt ihr Baby im Wald, doch es kommt tot zur Welt.

    Das tote Baby wird entdeckt und die Polizistin Hannah übernimmt die Ermittlungen.

    Der Fall entpuppt sich als weit größer, als sie je vermutet hätte.

    Meine Meinung:

    Als Erstes muss ich sagen, dass ich bei dem Titel „Die Farm der Mädchen“ davon ausgegangen bin, dass es auch so eine Farm gibt. Die kommt allerdings im Buch nirgends vor. Im Schwedischen heißt das Buch „Pflegekind“, das hätte besser als Titel gepasst.

    In dem Buch geht es hauptsächlich um den kriminellen Handel mit Babys. Der Autor setzt das Thema sehr emotional und vielschichtig um. Da sind die jungen Frauen, die als Gebärmaschinen missbraucht werden und auf der anderen Seite die Käufer, die sich sehnlichst Kinder wünschen und dabei jede Grenze überschreiten.


    Die Handlung wird aus mehreren Perspektiven erzählt, was die Geschichte unterhaltsam und lebendig hält.


    Da ist die Polizistin Hannah, die etliche Schicksalsschläge zu verarbeiten hat und dennoch nicht aufgibt.

    Dadana, die hochschwangere Frau, die vor ihren Peinigern flieht und sich wehrt.

    Der Politiker, der unbedingt ein Baby haben möchte und dabei alles tut, um sein Ziel zu erreichen.

    Besonders gut hat mir die Profikillerin gefallen, die auf der Suche nach ihrer eigenen Identität ist.


    Das Buch hat mich stark bewegt, nicht zuletzt wegen Vera Teltzs eindrucksvoller Erzählstimme.


    Ich habe gerade erst herausgefunden, dass es einen Vorgängerband gibt - Wolfssommer, der steht jetzt auf alle Fälle auf meiner Hörliste!


    Fazit: Schon jetzt eins meiner Highlights 2026, spannend, emotional und sehr unterhaltsam. Bitte mehr davon!

    ASIN/ISBN: B0FW5PKWYB