Beiträge von Sunshine

    Unterhaltsam, viel Crime, zu wenig Love Story


    Edinburgh anno 1817. Die junge Lady Hazel Sinnett ist entschlossen Chirurgin zu werden und lässt nichts unversucht, sich diesen Traum zu erfüllen. Sie kann dem Dozenten der Medizinschule einen Deal abringen, wenn sie es schafft, die medizinische Prüfung zu bestehen, darf sie bei ihm studieren.

    Glücklicherweise trifft sie auf Jack, er ist ein Auferstehungsmann bzw. ein Leichengräber, er kann Hazel Leichen besorgen, an denen sie üben kann. Gleichzeitig nähern sich die beiden an und entwickeln Gefühle füreinander.

    Bald schon entdecken sie Unstimmigkeiten bei den Leichen und stoßen auf gefährliche Geheimnisse.


    Meine Meinung:

    Das Cover

    Als erstes hat mich das Cover des Buches fasziniert, es ist schlicht, drückt aber gleichzeitig den Inhalt des Buches perfekt ab. Am Anfang habe ich nur das Herz gesehen und erst später entdeckt, dass es sich um eine Frau von oben handelt. Sehr geschickt gemacht!


    Zum Inhalt

    Der Schreibstil ist sehr schön und eingängig. Besonders finde ich auch die in schwarz gehaltenen Seiten, die teilweise Abhandlungen von Dr. Beecham, Briefe von Hazels Mutter und anderes wiedergeben.

    Die Geschichte ist sehr unterhaltsam, teilweise blutig, aber für die Bezeichnung „eine Liebesgeschichte“ kommt für meinen Geschmack die Liebe doch recht kurz.

    Sehr unglaubwürdig finde ich, dass Hazel sich ungehindert überall bewegen kann, sie hat keine Anstandsdame, und auch die Diener sind allesamt auf ihrer Seite und finden ihre Handlungen kein bisschen anstößig. Niemand außerhalb nimmt Notiz von ihren Handlungen und schiebt diesen einen Riegel vor. Auch ihr Cousin, der sie bald heiraten wird, hat scheinbar keinen Schimmer, was sie so treibt. Ich denke, dass er in einer realen Situation das kein bisschen dulden würde.

    Jack wirkt dagegen sehr bodenständig und real. Aber das ist in diesen Roman eher die Ausnahme.

    Am Ende des Buches kommt dann auch noch ein Fantasy Element dazu, auf das ich gerne verzichtet hätte, es passt einfach nicht.


    Fazit: Unterhaltsamer Jugendkrimi, aber zu wenig Liebesgeschichte
    und recht unglaubwürdig.


    4 von 5 Sternen


    ASIN/ISBN: 3743214989

    Edit: ISBN ergänzt, damit das Cover angezeigt wird. Gruß Herr Palomar

    Aufregender neuer Fall für Harry Hole

    Harry Hole ist in Los Angeles versumpft, wo er seine Wunden leckt. Der Tod seiner geliebten Rachel hängt ihm noch lange nach. Einzig Lucille, eine alternde Schauspielerin mit hohen Schulden, ist ihm eine Freundin. Kann sie das Geld nicht bald zurückzahlen, ist sie ihres Lebens nicht mehr sicher.

    Derweil werden 2 Frauen in Oslo bestialisch ermordet. Ein Immobilienmakler, der unter Verdacht gerät, bietet Harry eine Menge Geld, Nachforschungen anzustellen und den wahren Täter zu finden. Harry sieht darin eine Chance Lucille aus der lebensbedrohlichen Situation zu retten und geht auf den Deal ein.


    Meine Meinung:

    Am Anfang musste ich mich tatsächlich etwas zwingen weiterzulesen. Geht es doch erstmal wieder ums Trinken und den Absturz von Harry Hole. Aber die Handlung wird mit der Zeit immer besser und irgendwann war es dann so spannend, dass ich kaum mehr aufhören konnte zu lesen.


    Die Thematik ist sehr interessant, es geht unter anderem um Parasiten, die das Verhalten beeinflussen können. Das hat mich sehr fasziniert, auch wenn manches dabei sicher noch utopisch ist.

    Eigentlich weiß man von Anfang an, wer der Täter ist, aber das mindert die Spannung kein bisschen. Es ist sehr aufschlussreich, den Überlegungen und dem Motiv des Täters zu folgen.


    Auch trifft man wieder auf viele gute Bekannte aus den vorherigen Krimis. Auch die Umstände von Rachels Tod werden noch einmal wiederholt, was ich sehr gut fand, bin ich doch immer ein bisschen vergesslich.


    Am Ende hat Jo Nesbo noch einige Twists eingebaut, die erstens sehr spannend herüberkamen und mit denen ich so nicht gerechnet habe. Das hat mich wirklich überrascht und hat mir sehr gut gefallen.


    Fazit: Es braucht ein bisschen, um in die Story einzutauchen, aber das Dranbleiben lohnt sich – garantiert!


    ASIN/ISBN: 3550201559

    Edit: ISBN ergänzt, damit das Cover angezeigt wird. Gruß Herr Palomar

    Mehr Familiendrama als Krimi


    Das erste Mal dürfen die Töchter der befreundeten Paare Lollo und Max und Nina und Fredrik Silvester mit Freunden allein feien, während die Eltern gemeinsam bei Lollo und Max und anderen Freunden verweilen.

    In der Nacht verschwindet die Tochter von Lollo und Max spurlos.


    Die Story lebt von mehreren Perspektivwechseln, wobei vor allem Ninas und Fredriks Sicht wieder gegeben wird.

    Über die Jahre hat sich viel Frust und etliche Geheimnisse zwischen den Paaren angesammelt, die nun alle zum Vorschein kommen. Dazu kommen Selbstvorwürfe und viel Gejammer dazu.


    Als Jennifer tot aufgefunden wird, rückt vor allem Fredrik in den Fokus. Als Leser meint man zu wissen, worauf es hinausläuft.


    Die Ermittler bleiben zu meinem Leidwesen absolute Randfiguren.


    Am Schluss gibt es dann noch einen Twist, gegenüber den wirklich ausführlichen Teil wurde das für meinen Geschmack dann zu schnell abgehandelt.


    Insgesamt gut lesbar, aber kein absolutes Highlight. 3/5 Sternen

    Die Weimarer Republik und der Zerfall


    Im dritten Teil der Reihe um die Kinderklinik Weissensee widmet sich die Autorin vielen verschiedenen Themen, wie die Erfindung des Penicillins, dem Ende der Weimarer Republik und dem Aufstieg der NSDAP, der Weltwirtschaftskrise, Homosexualitat und dem sich stetig verändernden Frauenbild.


    Meine Meinung:

    Ich habe mich sehr auf den dritten Band gefreut, da ich als Kinderkrankenschwester natürlich sehr großes Interesse an der Geschichte habe und mich die Umstände dieser Zeit sehr interessieren.

    Emma wird zur Oberschwester ernannt, bekommt aber gleichzeitig die Oberin Marie Luise vor die Nase gesetzt, die bereits in einem der Vorgängerteile aufgetaucht ist und die die beiden Schwestern von oben herab behandelt. Etwas fassungslos hat mich gemacht, dass die Hygienestandards dermaßen von der Oberin mit Füßen getreten wurden und außer Emma scheinbar niemand diesen Missstand gesehen hat und diesen auch nicht beanstanden kann.

    Emmas Sohn Theodor hat es nicht leicht am neuen Gymnasium, er wird sowohl von den Schülern als auch vom Lehrer gemobbt. Erst als sich sein Mitschüler Johannes um ihn bemüht, wird das Verhältnis zu allen besser, aber zu welchem Preis. Der Aufstieg der NSDAP beginnt.

    Emmas Schwester Marlene ist hin- und hergerissen. Auf der einen Seite wünscht sie sich zusammen mit ihrem Mann Maximillian ein Kind, auf der anderen Seite möchte sie als Ärztin weiterarbeiten, besonders die Forschung an dem neuen Wundermittel Penicillin haben es ihr angetan. Ich fand die Erkenntnisse darüber sehr aufschlussreich.

    Natürlich kommen auch einige Kinderschicksale zum Tragen, die kleine Gertrude, die eine Herzschwäche hat und mit Keuchhusten eingeliefert wird und Albert, der schwer erkrankt. All das macht das Buch abwechslungsreich und sehr emotional.

    Nicht so gut gefallen haben mir, dass sich viele Probleme am Ende in Nichts aufgelöst haben, das war mir etwas zu weichgespült.

    Wiederum sehr interessant fand ich das Nachwort von Antonia Blum, wo sie noch einmal auf die geschichtlichen Aspekte genauer eingeht.

    Und sie verrät, dass es einen vierten Band geben wird, der nach dem 2. Weltkrieg angesiedelt ist.

    Darauf freue ich mich jetzt schon.

    Klare Leseempfehlung!

    Die Lehrerin Helene erhält 1964 das Angebot Rektorin an der Schule in Kirchdorf zu werden. Sie nimmt das Angebot sehr gerne an, allerdings hat sie auch Bedenken. Dort wird sie wieder auf den Landarzt Tobias treffen, den sie einst verlassen hat. Wie wird er reagieren? Helene hat immer noch Gefühle für Tobias, aber sie will Rücksicht auf ihre Tochter nehmen, Marie hat einfach Vorrang vor einer neuen Liebe. Konflikte sind da vorprogrammiert.


    Meine Meinung:

    Das zweite Buch über die Dorfschullehrerin Helene bietet viel Unterhaltung und Abwechslung.


    Geschickt verbindet die Autorin die vielfältige Handlung mit realen geschichtlichen Details der damaligen Zeit. Themen wie z.B. Rassismus, Ost-West Konflikte, Krankheiten und insbesondere das Schulwesen werden eindrucksvoll beschrieben. Überrascht hat mich z.B., dass es zu der Zeit schon die Bravo gab.

    Ich habe viel über die damalige Zeit gelernt und war manches Mal erstaunt wieviel vorsintflutliche Vorurteile es noch gab.


    Natürlich kommt auch das Liebesleben mancher Personen, insbesondere das von Helene und Tobias nicht zu kurz.

    Eva Völler versteht es, ihre Figuren sehr lebensnah wirken zu lassen. Die meisten habe ich sehr gemocht. Ich werde sie vermissen!


    Fazit: Es ist ein wunderbarer Roman zum Mitfiebern und Mitfühlen, sehr angenehm und flüssig zu lesen. Mein einziger klitzekleiner Kritikpunkt ist, dass es am Ende zu viele Happy Ends gab, das kam etwas kitschig rüber.

    Wieder absolut lesenswert!


    In Fuseta wird ein englischer Tourist ermordet in einem Ferienhaus aufgefunden. Seine portugiesische Begleiterin ist auf der Flucht. Alles deutet auf eine Beziehungstat hin. Wenn da nur nicht die fehlenden Schuhe wären, die Leander Lost Rätsel aufgeben. Während alle anderen dies als eine Nichtigkeit ansehen, folgt Leander Lost seiner eigenen Logik, natürlich nicht ohne Erfolg.

    Kurz darauf befindet sich Leander mit der vermutlichen Täterin gemeinsam auf der Flucht, während alle anderen auf der Suche nach den beiden sind. Es entspinnt sich ein Wettlauf mit der Zeit, in welcher Lost versucht, die Unschuld seiner Begleiterin zu beweisen.


    Der fünfte Band unterscheidet sich leicht von den Vorgängern. Der Fall an sich ist wieder spannend und gut gemacht. Ich konnte Leanders Denkweise gut folgen.

    Natürlich waren wieder all meine Lieblingscharaktere dabei, Graciana, Carlos, Soraia und natürlich Zara. Allerdings fehlten mir die gemeinschaftlichen Treffen und Essen der gesamten Gemeinschaft. Das portugiesische Feeling gerät diesmal leider etwas ins Hintertreffen, was sehr schade ist.

    Für das meiste Schmunzeln bzw. Fremdschämen sorgte Miguel Duarte mit seinen hochfliegenden Karrierefantasien.


    Fazit: Wieder ein spannender und kurzweiliger Krimi mit viel Humor.

    Ein sehr hilfreiches Buch!


    In Nicole Staudingers Hörbuch „Leicht gesagt“ geht es um gute Kommunikation. Wie und vor allem in welchen Ton man etwas herüberbringt, kann entscheidend die Beziehung zu anderen verbessern oder aber auch verschlechtern.

    Mit anschaulichen Beispielen bringt die Autorin uns Lesern/Hörern das Thema interessant, unterhaltsam und vor allem sehr lehrreich nah.

    Dabei kommt es oft nicht nur auf Aussagen an, sondern auch dem Gegenüber richtig zuzuhören.

    Ich habe viel nachvollziehen können. Vor allem ist es wichtig sich im Vornherein klarzumachen, was man erreichen will und dies verständlich zu kommunizieren, ohne den anderen dabei anzugreifen.

    Das fällt mir oft schwer, ich bin meistens zu direkt.

    Aber ich versuche mir das Wissen nun anzueignen und in Zukunft feinfühliger und empathischer zu agieren.

    Wahrscheinlich werde ich mir noch das Buch zulegen, da man da leichter etwas nachlesen und rekapitulieren kann.


    Das Buch ist auf jeden Fall eine richtig gute Hilfe besser zu kommunizieren. Klare Hör/Leseempfehlung.

    Viel Doping, wenig Spannung


    Jan Morell ist geschockt, der Dopingtest seiner Tochter Hege ist positiv. Hege ist Norwegens beste Skifahrerin und sich keiner Schuld bewusst. Die Rechtsanwältin Selma Falck, selbst einmal Olympiasiegerin im Skisport, steht tief in der Schuld von Jan Morell. Er beauftragt Selma damit, die Unschuld von Hege zu beweisen. Als kurz darauf ein anderer Athlet tot aufgefunden wird, dämmert Selma, dass viel mehr dahinterstecken könnte als gedacht.


    Meine Meinung:

    Das Hörbuch wird von Katja Bürkle gesprochen, die ich schon bei der Hulda-Trilogie von Ragnar Jónasson schätzen gelernt habe. Sie hat eine großartige Stimme und erzählt mit großen Einfühlungsvermögen die Story.

    Allerdings muss ich gestehen, dass ich relativ oft mit den Gedanken abgeschweift bin. Irgendwie wiederholte sich vieles und das Dopingmittel Clostebol ist in mein Gehirn einzementiert, da es gefühlt in jedem zweiten Satz erwähnt wird.

    Die Hauptprotagonistin Selma hat einen gewissen Tiefgang, aber alle anderen Personen werden nur sehr oberflächlich beschrieben und wirklich sympathisch ist mir eigentlich nur Maggie, die Haushälterin von Jan Morell.

    Da ich bereits andere Bücher von Anne Holt gelesen/gehört habe, hatte ich mir mehr Spannung erwartet, als tatsächlich vorhanden war.

    Lediglich die Stellen, in welchen der Täter zu Wort kommt, fand ich spannend, auch weil das Motiv immer noch im Dunklen lag.

    Die Auflösung fand ich gut und die Tragik, die hinter dem Motiv des Täters stand, kam am Ende gut zu Tage.


    Fazit: Gut recherchierter Krimi um Doping, allerdings viel zu ausschweifend, dabei kam die Spannung viel zu kurz.

    Letztes Jahr habe ich mit viel Genuss den ersten Teil des Donnerstagsmordclub gelesen, weshalb ich mich sehr gefreut habe, als Teil 2 erschienen ist.

    Um was es geht:
    Die vier Rentner Elizabeth, Joyce, Ron und Ibrahim treffen sich wöchentlich im Puzzlezimmer ihrer Seniorenresidenz und erörtern dort Kriminalfälle.

    Überraschend erhält Elizabeth eine Einladung von ihrem Exmann Douglas, der sich nun auch in Coopers Chase eingemietet hat. Er braucht dringend ihre Hilfe, da er im Besitz von Diamanten ist, die eigentlich der Mafia gehören. Und die sind nun auf der Suche nach ihm, bestimmt nicht mit freundlichen Absichten.

    Bald geht alles drunter und drüber und der Donnerstagsmordclub hat alle Hände voll zu tun, den Schaden zu begrenzen.



    Meine Meinung:

    Auch im zweiten Teil ist der Autor seiner Linie treu geblieben. Die Dialoge, vor allem zwischen Joyce und Elizabeth, sind sehr vergnüglich und strotzen nur so von Humor.

    Auch in diesem Buch hat Joyce ihre eigenen Passagen, in welchen sie die Sicht der Dinge aus ihrer Perspektive wiedergibt. Das passt sehr gut und lockert die Handlung noch einmal zusätzlich auf.

    Was mir besonders gut gefällt ist, dass alle Figuren, angefangen von den Senioren, über Bogdan, den Bösewichten bis hin zu den Polizisten, liebevoll und facettenreich gestaltet sind.

    Der Kriminalfall hat es auch in sich, immer wieder konnte mich die Handlung neu überraschen, Respekt vor so viel Einfallsreichtum!

    Zwischen dem Humor und der Spannung hat der Autor es auch noch geschafft, die Probleme der Senioren mit unterzubringen. Der Autor hat ein gutes Einfühlungsvermögen in die Sorgen und Nöte von älteren Menschen. Hut ab!


    Fazit: Ein wunderbar skurriler Krimi mit absolut liebenswerten Senioren.

    Die Macht der Gefühle


    Ein Serienmörder geht um. Er tötet kleine Mädchen und hinterlässt rote Schleifen, die zu ihrem Fundort führen.

    Eines Abends wird der Philosophieprofessor Walter Lesniak wegen Mordverdachts festgenommen. Seine Tochter Ann ist schockiert. Ihr Vater soll der Täter sein? Der schweigt beharrlich. Ann begibt sich auf die Suche nach dem wahren Täter, was nicht nur für sie gefährlich wird.


    Meine Meinung:

    Ich habe bereits die ersten beiden Bücher von Romy Hausmann regelrecht verschlungen, diese waren etwas wirklich Besonderes. Deshalb habe ich mich sehr auf den neuen Thriller gefreut.

    Das Cover passt stilistisch zu den anderen Thrillern der Autorin. Es gefällt mir durch seine bewusste einfache Aufmachung sehr gut.


    Das Buch ist hauptsächlich aus der Sicht der 25jährigen Ann geschrieben, dazwischen gibt es immer wieder Passagen, die mit „Wir“ gekennzeichnet sind, Interviews mit dem Täter und kurze Abschnitte, in welchen die 7-jährige Ann Gefühle beschreibt. Diese Abschnitte fand ich sehr gelungen, da sie vermeintlich viele Rechtschreibfehler enthalten, die bei einem 7-jährigen Kind wohl so vorkommen können.


    Durch die vielen thematischen Wechsel wird das Buch auch nie langweilig.

    Der Schreibstil ist eingängig und flüssig und ich war schnell in der Handlung drin. Es konnte mich schnell fesseln, dennoch blieb es bei einer konstanten Spannung, es gab kaum Auf und Abs.


    Ann war mir relativ sympathisch, ihre Gefühle wurden gut beschrieben und waren teilweise nachvollziehbar. Dafür bleiben die anderen Protagonisten blass. Da hätte ich mir gerne mehr Tiefe gewünscht.


    Ab der Hälfte war mir klar, wer der Täter ist. Die Auflösung hatte diesmal leider nicht diesen Wow-Effekt der vorangegangenen Thriller von Romy Hausmann. Das hat mich ein bisschen enttäuscht, dennoch ist das Buch lesenswert.

    3 von 5 Sternen

    Gefährliches Grenzland


    Die junge Lehrerin Helene lässt sich 1961 an die deutsch-deutsche Grenze in Hessen versetzen. Auf der einen Seite ist man froh, endlich eine neue Lehrerin an der unterbesetzten Schule zu haben, auf der anderen Seite begegnet die Dorfgemeinschaft Helene mit Misstrauen und Ablehnung. Doch da die neue Lehrerin sehr schnell das Herz der ihr anvertrauten Kinder erobert, ändert sich das beizeiten. Unterstützung erhält Helene von der Hebamme Isabella, die zu ihrer besten Freundin avanciert. Und auch der Landarzt Tobias ist ihr schnell zugetan.


    Was alle nicht wissen, Helene hat einen guten Grund, sich genau an diese Grenze versetzen zu lassen…


    Meine Meinung:

    Die Geschichte lebt von den Figuren, die fast alle authentisch und gut ausgearbeitet sind. Auch das Dorf konnte ich mir bildlich gut vorstellen.


    Nur Helene, die Hauptfigur ist eigentlich zu perfekt, ein paar Ecken und Kanten hätten ihr nicht geschadet. Sie ist hübsch, hat so gut wie keine Fehler und ihr Erziehungsstil ist viel zu modern für diese Zeit. Aber sie ist natürlich trotzdem sympathisch und man fiebert wegen ihres Geheimnisses total mit ihr mit. Auch die Gefühle von Helene werden sehr gut vermittelt.


    Die Liebesgeschichte, die sich allmählich zwischen Helene und Tobias entwickelt, hat mir gut gefallen. Da gab es ab und an etwas zum Schmunzeln. Lediglich die Sexszenen fand ich nicht wirklich passend, die hätte ich nicht gebraucht.


    Auch die Vielfalt an Themen, die im Buch behandelt werden, waren genau richtig dosiert.


    Besonders gut gefallen haben mir die vielen geschichtlichen Details, die sowohl West- als auch Ostdeutschland betrafen. Vieles davon war komplett neu für mich, obwohl ich Verwandtschaft in der DDR hatte. Das war sehr aufschlussreich und hat mir ganz neue Horizonte vermittelt.


    Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, das liegt auch an dem angenehmen und emotionalen Schreibstil der Autorin.


    Ich freue mich jetzt schon auf Teil 2!

    Schwere Zeiten für die beiden Schwestern Marlene und Emma


    Die Geschichte von Emma und Marlene geht weiter.


    Der erste Weltkrieg tobt und zugleich die Spanische Grippe. Während Maximilian in einem Militärzug die zahlreichen Verwundeten versorgt, kämpft die angehende Ärztin Marlene in der Kinderklinik um ihr Ansehen und die Gesundheit ihrer Patienten. Immer wieder legen ihr die männlichen Kollegen Steine in den Weg.

    Emmas Sohn erkrankt schwer und als der verschollene Kindsvater auftaucht und ihr ein Leben auf dem Land bei seiner Familie anbietet, ist sie hin- und hergerissen zwischen dem Wohl ihres Sohnes und ihrer Verantwortung der Klinik gegenüber.


    Meine Meinung:

    Ich habe mich schon sehr auf die Fortsetzung gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Auch im zweiten Teil der Saga um die beiden Schwestern Marlene und Emma verwebt Antonia Blum sehr gekonnt Fiktion mit den tatsächlichen Ereignissen der damaligen Zeit.

    Ich litt mit Marlene mit, die einen schweren Stand hat in der Kinderklinik, da ihr der Oberarzt Dr. Buttermilch nicht wohlgesonnen ist („Frauen als Ärzte, das geht gar nicht“) und sie unbedingt zu Fall bringen möchte. Auch ist ihr Verlobter Maximilian ihr keine Stütze, da er unter psychischen Problemen aufgrund des Kriegsgeschehens leidet.

    Emma lehrt nun Kinderkrankenpflege an der Kinderklinik. Als ihr Sohn schwer erkrankt, erwägt sie mit Tomasz aufs Land zu ziehen.

    Was mir ein bisschen gefehlt hat, ist die Reaktion von Karl auf das Auftauchen des Kindsvater Tomasz. Eigentlich erfährt man gar nichts darüber, wie Karl das findet und auch Emma ist mir zu wenig hin- und hergerissen in diesem Fall.


    Ansonsten ist der zweite Teil genauso anschaulich und lebendig umgesetzt wie Teil 1. Ich konnte mich gut in die Zeit hineinversetzen und die Seiten flogen nur so dahin.

    Derweil beginnt jetzt das Warten auf den dritten Teil der Reihe, der leider erst im September 2022 erscheint.

    Sehr sympathische Newcomer


    In der neuen Thriller-Reihe von A.K. Turner geht es vor allem um die Sektionsassistentin Cassie Raven. Durch ihren Gothik-Look unterscheidet sich Cassie sehr von ihrem Umfeld und wirkt deshalb oftmals nicht vertrauenswürdig. Sie kann mit den Toten sprechen, was ihr einen guten Einblick in die Todesumstände verschafft. Doch da sie genau weiß, dass sie als verrückt angesehen werden würde, spricht sie nicht darüber.


    Als die Leiche ihrer ehemaligen Mentorin eingeliefert wird, ist ihr bald klar, dass es sich nicht um einen Unfalltod in der Badewanne handelt, sondern um Mord. Aber sie kann keine umfangreiche Untersuchung anordnen und so versucht sie, die neue recht unnahbare Ermittlerin Phyllida Flyte, auf ihre Seite zu ziehen. Doch das gestaltet sich extrem schwierig, da DS Flyte Cassie verdächtigt, eine andere Leiche aus dem Institut entwendet zu haben und ihr gegenüber dementsprechend misstrauisch ist.


    Meine Meinung:

    Als erstes fiel mir das wunderschöne Cover auf, mit den verschiedenen harmonisch aufeinander abgestimmten Grüntönen ist es ein ganz besonderer Blickfang.


    Ganz neu ist der Gothik-Look nicht, auch Lisbeth Salander aus der Millenium-Trilogie hatte so ein Erscheinungsbild.

    Dennoch war mir Cassie gleich sehr sympathisch, was sicher auch an der Sprecherin Sandra Voss lag, die die Gedanken der Protagonistin sehr angenehm herüberbrachte.

    Auch Phyllida Flyte ist eine sehr interessante Person und das Zusammenspiel beider Protagonistinnen ist sehr unterhaltsam.


    Die Story ist sehr spannend und durch mehrere Handlungsstränge abwechslungsreich, es hat mir großen Spaß gemacht mit Cassie mitzuraten.


    Fazit: Sehr
    unterhaltsamer Thriller mit sympathischen Charakteren. Gerne mehr davon!

    Das Leben ist schon seltsam


    "Es besteht aus lauter Augenblicken, die sich unaufhörlich aneinanderreihen. Ohne Pause und ohne erkennbare Logik. Jeder Augenblick für sich genommen ist einmalig, aber wir sind so in uns gefangen, so damit beschäftigt, irgendwelchen Idealen hinterher zu rennen, dass wir sie alle an uns vorbeiziehen lassen. Wir schenken ihnen keine Beachtung. Und irgendwann sind wir dann alt und stellen fest, dass wir unser ganzes Leben verpasst haben."


    Dieses bemerkenswerte Zitat, das aus diesem Buch stammt, reflektiert gut die Stimmung des gesamten Werkes.


    Es geht um Josie, die von ihrer Affäre schwanger wird, doch Bengt hat schon eine Familie und möchte keine zweite. Josie ist schon 41, ist sich nicht sicher, ob sie das Kind möchte, anderseits könnte es ihre letzte Chance sein.

    Durch Zufall trifft sie auf Kathi, die gerade ihren Ehemann verloren hat und nun nicht genau weiß, was sie machen soll. Die beiden freunden sich an.


    Meine Meinung: Ich finde das Cover sehr schön, es hebt sich von dem Einheitsbrei ab und wirkt sehr harmonisch. Neugierig geworden, habe ich mir den Klappentext durchgelesen und für sehr interessant erachtet.


    Ehrlich gesagt, hatte ich aufgrund des Klappentextes eine andere Erwartung an das Buch. Für mein Empfinden agieren Katie und Josie nur am Rande miteinander. Ich hatte vermutet, dass die beiden wesentlich mehr miteinander reden und sich näherkommen. Das Gefühl hatte ich nicht. Trotzdem finde ich das Buch sehr gelungen.

    Die Handlung wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Josie und aus der 3. Person - Sicht von Kathi, geschildert.


    Ich hatte eindeutig den besseren Draht zu Josie als zu Kathie, was wohl an der Erzählweise liegt und auch an den Ansichten, die jede von ihnen vertritt.

    Die Autorin schreibt am Ende, dass ihr das Thema der Spätgebärenden und deren Sorge, ob das Kind gesund sein wird, wichtig ist. Und wie Behinderungen in der Gesellschaft wahrgenommen werden. Ich finde, dass hätte durchaus in dem Klappentext angesprochen werden können.


    Die ernsten Themen werden gut erzählt und ich habe mich nicht belehrt gefühlt, sondern konnte die Sorgen und Nöte von Josie sehr gut nachvollziehen. Kathie blieb mir ein bisschen fremd, da ich ihre Ansichten nicht immer teilen konnte.


    Fazit: Gefühlvolle Geschichte um interessante Themen mit einem leichten melancholischen Unterton.

    12. Teil der Reihe - neues Thema: alte Kollegen und Korruption


    Polizeichefin Kate Burkholder trifft in dem 12. Teil der Reihe auf eine ehemalige Kollegin, die vor ihren korrupten Kollegen flieht, da diese sie zum Schweigen bringen möchten. Gina Colorosa bittet Kate um Hilfe. Doch die Situation ist nicht so einfach zu handhaben, da ein heftiger Schneesturm wütet und beide bei dem amischen Farmer Adam Lengacher und seinen Kindern ausharren müssen. Dazu kommt, dass Colorosa auf der Flucht angeschossen wurde.


    Besonders gut hat mir diesmal das Cover gefallen, der lila Himmel und vor allem das Farmhaus im Hintergrund strahlen eine eigentümliche Stimmung aus. Allerdings passt es nicht wirklich zur Handlung, da hier ein Schneesturm tobt.


    Die Geschichte ist auch einmal ganz anders als sonst, da die Amischen nicht im Vordergrund stehen, sondern eine ehemalige englische Kollegin von Kate.

    Interessant fand ich, etwas aus Kates Vergangenheit zu erfahren. Kate erinnert sich daran, wie es früher war, als sie zur Polizistin ausgebildet wurde und wie es zum Zerwürfnis der beiden ehemaligen Freundinnen kam.


    An Spannung hat es mir auch kein bisschen gefehlt, da die korrupten Kollegen Jagd auf Gina machen und diese nicht die Absicht haben, Gina leben zu lassen. Und was ist mit Gina? Kate ist sich keineswegs sicher, ob Gina ihr wirklich die Wahrheit erzählt. Ist sie am Ende eine kaltblütige Mörderin, wie die Medien berichten?


    Ich liebe die ganze Reihe um Kate Burkholder heiß und innig und warte immer gespannt auf den nächsten Teil. Auch der 12. Teil der Reihe konnte mich wieder auf ganzer Linie überzeugen, obwohl oder wohl eher, weil er einfach mal das gewohnte Terrain verlässt und ein gänzlich neues Setting bietet. Das Buch ist spannend, plausibel und lebensnah. Absolute Leseempfehlung!

    Spannender zweiter Teil um Morde und Anästhesie in Edinburgh um 1850


    Dies ist der zweite Roman aus der Feder des Autorenduos und Ehepaars Christopher Brookmyre und Marisa Haetzman. Der Journalist und Autor Brookmyre hat schon viel Erfahrung im Schreiben von Romanen und seine Frau ist Medizinhistorikerin und kennt sich bestens mit Anästhesie aus. Somit ist nicht verwunderlich, dass dieser Roman nah an die Realität des damaligen Jahrhunderts heranreicht und Chloroform eine wichtige Rolle spielt.

    Dr. Simpson wird von einigen Kollegen bezichtigt eine Patientin getötet zu haben. Sein Famulus Will Raven und seine Assistentin Sarah Fisher sind entschlossen, ihren Gönner von diesem ungeheuerlichen Verdacht reinzuwaschen.

    Hauptbestandteil der Handlung ist jedoch eine Krankenschwester, der merkwürdig viele Todesfälle anhaften, auf die Will und Sarah aufmerksam werden. Doch wie kann man beweisen, dass diese für die eventuellen Morde verantwortlich ist, und wie wird man der inzwischen verschwundenen Person habhaft?

    Dazu kommt, dass Will feststellen muss, dass Sarah während seiner Abwesenheit geheiratet hat. Und ihr Mann Archie ist auch noch verdammt freundlich, er kann ihm nicht mal böse sein.

    Ich mochte schon den ersten Teil der Geschichte um Will und Sarah sehr, aber dieser Roman ist sogar noch um einiges besser.

    Das Gefühlschaos in welchem sich Will befindet, wird sehr gut beschrieben.

    Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und dabei durchgehend spannend. Dazu verleiteten mich die kurzen Kapitel sehr, immer weiter und weiter zu lesen.


    Zwischendrin sind immer mal wieder Kapitel eingestreut, in welchen die Krankenschwester Mary von ihrem Leben erzählt, welche Grausamkeiten ihr begegnet sind, sodass man ein bisschen nachvollziehen kann, wieso sie so geworden ist. Übrigens basiert ihre Geschichte auf der echten Serienmörderin Jane Toppan.

    Auch Dr. Simpson gab es wirklich, er ist der Begründer der Chloroform-Anästhesie sowie der geburtshilflichen Anästhesie.

    Das alles macht den vielfältigen Roman für mich nicht nur spannend, sondern auch authentisch. Ich freue mich schon jetzt auf den hoffentlich bald folgenden nächsten Band!


    Fazit: Für mich schon jetzt ein absolutes Jahreshighlight! Ich empfehle den Roman sehr gerne weiter!


    ASIN/ISBN: 3866124902

    (Edit: ISBN zur Verlinkung und Coverabbildung nachgetragen. Gruß Herr Palomar)

    Spannender Auftakt der historischen Krimireihe anno dazumal in Wien


    Der junge Kriminalist Leo von Herzfeldt wechselt von Graz nach Wien und eckt schon gleich bei seinem ersten Mordfall mit seinen Vorgesetzten, mit seiner vorlauten Art und seinen neuen Ermittlungsmethoden, an. Der hat ihn ab sofort auf dem Kieker, noch dazu, weil Leo Jude ist.

    Der Totengräber Augustin Rothmayer entdeckt Ungereimtheiten auf dem Wiener Zentralfriedhof und möchte diese Leo von Herzfeldt mitteilen. Doch Leo findet den Totengräber lästig und aufdringlich. Doch Augustin Rothmayer gibt nicht so schnell auf.


    Ich habe schon gerne die Hörbuch-Reihe um die Henkerstochter gehört, aber tatsächlich gefällt mir die neue Reihe tatsächlich noch ein bisschen besser.

    Die Handlung ist ausgesprochen spannend und anschaulich gestaltet, die Protagonisten sind gut ausgearbeitet, alle haben sowohl positive als auch negative Seiten, nichts ist nur Schwarzweiß.

    Interessant fand ich die Abschnitte, in welchen der Totengräber seine Gedanken zu den Toten in einem Almanach aufschreibt, das hat schon etwas von moderner Forensik.

    Ich mochte Leo von der ersten Sekunde an, er ist ehrgeizig, aber nicht hochnäsig. Der Totengräber ist mir auch sympathisch, noch dazu da er sich der kleinen Anna annimmt, obwohl er erstmal nicht so recht weiß, was er mit ihr anfangen soll.

    Wien konnte ich mir sehr gut vorstellen, auch dank des großartigen Sprechers Jochen Stockerl, der die Figuren absolut lebendig wirken lässt.


    Fazit: Ein spannender Kriminalroman vor der historischen Kulisse Wiens. Absolut empfehlenswert! Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Fall! 5/5 Sterne


    ASIN/ISBN: 3957132290

    (Edit: ISBN zur Verlinkung und Coverabbildung nachgetragen. Gruß Herr Palomar)

    Ein wunderbar humorvoller Krimi ohne Kitsch


    Coopers Chase ist eine luxuriöse Seniorenresidenz in Kent. Dort treffen sich jeden Donnerstag im Puzzlezimmer vier Senioren um ungelöste Mordfälle aufzuklären. Wie es der Zufall will, wurde gerade der Platz von Penny frei und so kommt es, dass die ehemalige Krankenschwester Joyce deren Platz einnehmen darf.

    Kurz darauf geschieht ein Mord in der Nachbarschaft. Gewitzt und mit viel Eifer machen sich die Senioren auf die Suche nach dem Mörder.


    Meine Meinung:

    Auf den ersten Blick hat mich das Buch eigentlich nicht interessiert, doch über eine Empfehlung bin ich neugierig geworden.

    Anfangs habe ich das Hörbuch gehört, da ich sehr gerne Hörbücher höre.

    Gelesen wird das Hörbuch von Johannes Steck und Beate Stoß (wobei Frau Stoß „nur“ die Tagebucheinträge von Joyce liest). Obwohl ich schon mehrere Hörbücher mit Johannes Steck als Sprecher gelesen habe, gelang es mir diesmal nicht, mich auf die Handlung zu konzentrieren und mir entgingen viele der Pointen. Wahrscheinlich habe ich aufgrund der vielen Protagonisten nicht mehr durchgeblickt und mich daher entschieden abzubrechen und lieber das Buch zu lesen.

    Die Geschichte an sich ist amüsant ohne albern zu sein. Die Dialoge strotzen oftmals vor Witz und ich musste oftmals laut lachen. Spannend ist es natürlich auch, ich konnte wunderbar miträtseln und auch die Tragik des Älterwerdens wird thematisiert und ließ mich nachdenklich werden.

    Die vier Senioren sind mir richtig ans Herz gewachsen mit all ihren schrulligen Eigenheiten. Und auch die beiden Polizisten sind sehr sympathisch, gutherzig und kein bisschen arrogant.

    Die Handlung ist zu keiner Zeit langweilig, man mag es eigentlich gar nicht weglegen, sondern möchte immer weiterlesen.

    Ich bin ein wenig traurig, dass es nun schon zu Ende ist. Aber Nachschub scheint ja in Sicht zu sein und da werde ich keine Sekunde zögern und mir dann allerdings gleich das Buch schnappen! 4/5 Sterne

    Ein wunderbar humorvoller Krimi ohne Kitsch


    Coopers Chase ist eine luxuriöse Seniorenresidenz in Kent. Dort treffen sich jeden Donnerstag im Puzzlezimmer vier Senioren um ungelöste Mordfälle aufzuklären. Wie es der Zufall will, wurde gerade der Platz von Penny frei und so kommt es, dass die ehemalige Krankenschwester Joyce deren Platz einnehmen darf.

    Kurz darauf geschieht ein Mord in der Nachbarschaft. Gewitzt und mit viel Eifer machen sich die Senioren auf die Suche nach dem Mörder.


    Meine Meinung:

    Auf den ersten Blick hat mich das Buch eigentlich nicht interessiert, doch über eine Empfehlung bin ich neugierig geworden. Und was soll ich sagen, ich habe es nicht bereut, dass Buch gelesen zu haben.

    Es ist amüsant ohne albern zu sein. Die Dialoge strotzen oftmals vor Witz und ich musste oftmals laut lachen. Spannend ist es natürlich auch, ich konnte wunderbar miträtseln und auch die Tragik des Älterwerdens wird thematisiert und ließ mich nachdenklich werden.

    Allerdings muss man sehr aufpassen, dass man den Überblick über die vielen Personen nicht verliert!

    Teilweise wird die Handlung aus der Sicht von Joyce erzählt und dann wieder aus der allgemeinen Sicht, das bringt eine schöne Abwechslung in das Buch.

    Die vier Senioren sind mir richtig ans Herz gewachsen mit all ihren schrulligen Eigenheiten. Und auch die beiden Polizisten sind sehr sympathisch, gutherzig und kein bisschen arrogant.

    Das Buch ist zu keiner Zeit langweilig, man mag es eigentlich gar nicht weglegen, sondern möchte immer weiterlesen.

    Ich bin ein wenig traurig, dass es nun schon zu Ende ist. Aber Nachschub scheint ja in Sicht zu sein und da werde ich keine Sekunde zögern und es mir gleich schnappen! 5/5 Sterne