Das Blumenorakel - Petra Durst-Benning

  • also ich bin es auch gerade am lesen und ich schließe mich meinen Vorrednern an: es ist keine große Weltliteratur und es haut mich nicht vom Hocker, aber es ist ganz okay!

    Liebe Grüße,
    glücksbärchi


    Mein Name bei BT: nutellamaus86



    "Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben über die Sterne" (Jean Paul) :lesend

  • ich schließe mich auch an, habe es gleich letztes Jahr bei Veröffentlichung gelesen. Aber wirklich toll fand ich es nicht, und die Verbindung zur Samenhändlerin hat auch etwas gefehlt. Dies war das erste Buch von dieser Autorin, das mir eigentlich nicht so richtig gefallen hat. Nun warte ich auf den Herbst da soll ja ein neuer Roman von ihr kommen, mal schauen wie dann der ist.

  • Hallo zusammen,
    klingt recht einfallslos wenn ich nun auch schreibe: schließe mich den Vorredner an. :write
    Aber was ich beim Lesen- empfand ich schon genauso beschrieben worden:
    war unheimlich enttäuscht. Ja, es las sich irgendwie so weg, aber zeigt deutliche Schwächen gegenüber der Samenhändlerin oder auch anderen Titeln der Autorin. Ich vermisste die "starke" Frauenpersönlichkeit, die ihren eigenen Weg geht und sich erkämpft. Flora erhält soviel Hilfe und geht für meine Begriffe nur geebnete Wege. So war auch das Ende ziemlich flach. :-(
    Bestimmt waren auch meine Erwartungen recht hoch Lesebeginn, aber es kam mir insgesamt wie ein Aufguß und Anhängsel vor.
    Ob ich noch einmal Geld für ein neues Buch von P.D.Benning ausgeben werde?
    Warte wohl ab, ob es in der Bücherei angeboten wird. :lesend

  • Ich bin ein wenig zwiegespalten, denn einerseits mag ich die Romane von Petra Durst-Benning sehr gerne, auch diesen hier, andererseits kann ich die Kritik, vor allem von Rita sehr gut nachvollziehen.


    Flora - der Name war fast zu passend - ist eine junge fröhliche Frau, die einen Traum leben möchte. Zufällig ergibt es sich, dass sie diesen Traum tatsächlich verfolgen kann, nämlich das Blumen binden.


    Baden-Baden hat in diesem Roman eine große Rolle gespielt, und das hat mir sehr gut gefallen. Das Bild, das von dieser Stadt und der damaligen Zeit gezeichnet wird, fand ich gelungen, auch wenn ich noch nie dort war.


    Die Entwicklung, die Flora durchmacht, finde ich auch etwas zweifelhaft. Andererseits ist sie die Entfernung zu ihrem Kind durch eigene Erfahrung gewöhnt, so dass das eine Erklärung sein könnte, was für mich jedoch nicht nachvollziehbar war. Auch ihre stürmische Liebe fand ich überzogen. Und dann das Ende, viel zu kurz und plötzlich, da hätte ich mir noch einige Seiten gewünscht.


    Alles in allem jedoch gute Unterhaltung, es gibt meiner Meinung nach jedoch bessere Romane von Petra Durst-Benning.


    Dafür vergebe ich 7 Punkte.

  • Das Blumenorakel würde mich schon sehr interessieren, ich habe bei den Wanderbüchern auch schon angefragt, ob sich eine nette Eule findet. :wave


    Wenn sich nicht niemand findet, auch nicht weiter tragisch und ich nicht zu den Glücklichen gehöre, die Die Zarentochter bei Vorablesen gewinnt, würde ich mir das Orakel sicherlich dann auch zusammen mit der Zarentochter kaufen. :-)

    Wenn du ein Gärtchen hast und eine Bibliothek, so wird dir nichts fehlen. "
    Marcus Tullius Cicero

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  • Ich durfte es jetzt als WB lesen. Alles in allem fühlte ich mich gut unterhalten auch ohne das vorhergehende Buch zu kennen, es fehlte mir auch nichts. Viele detailgetreue Beschreibungen über Baden Baden und das Leben um diese Zeit haben mir gut gefallen. Auch das Blumen ABC am Ende fand ich eine schöne Idee. Trotz allem kann ich mich da nur denen anschliessen die ein etwas abruptes Ende bemängeln, auch ich hätte es mir etwas ausführlicher gewünscht.
    Von mir 7 Punkte

    Diese Eintrag wurde bisher 47 mal bearbeited, zultzt gerade ebend, wegen schwere Rechtsschreipfeler.

  • Kurzbeschreibung:
    Baden-Baden, 1871: Die junge Flore trifft in der weltoffenen Kurstadt ein. Ihr größter Traum geht in Erfüllung: Sie wird das Handwerk der Blumenbinderei erlernen. Die vornehmen Kunden sind begeistert von ihren geschmackvollen Arrangements. Doch als Flora sich unsterblich verliebt, fordert sie das Glück heraus.



    Eine Geschichte über die große Liebe, das Glück und die Vergänglichkeit


    Flora ist schon als kleines Mädchen begeistert von der bunten Welt der Blumen. Zu gerne würde sie die Kunst des Blumenbindens erlernen. Doch sie scheint auf ewig dazu verdammt zu sein, ihren Samenstrich in Baden-Baden zu betreuen.
    Der Zufall führt sie dort mit dem jungen Friedrich Sonnenschein zusammen. Sein Vater hat einen Blumenladen abseits vom gesellschaftlichen Höhepunkt und mit einer List gelingt es den beiden, Flora dort als lernende Blumenbinderin unterzubringen - für einen Sommer.
    Das Mädchen lernt schnell und gerne. Friedrich und sie bauen ein enges freundschaftliches Verhältnis auf, welches in letzter Sekunde in eine Verlobung mündet.
    Ihrer beider Glück scheint auf dem Zenit angelangt, doch Zeit und Arbeit schlagen langsam einen Graben zwischen das Paar. Dann Flora setzt ihre traute Familie aufs Spiel und bringt damit alles noch weiter in Gefahr.


    Die Geschichte ist geschickt konstruiert und die Autorin schafft es, altbekannte Personen ganz selbstverständlich in ihre neuen Rollen zu unterweisen.


    Das besondere ist aber wohl, dass die Geschichte zwei Seiten hat.
    Eine glücklich Seite und eine, die von Zwist und Zank brüchig geworden ist.


    Mit klarer und bildlicher Sprache findet der Leser schnell in die Geschichte, die durch viele Höhen und Tiefen führt. Man ist gerne bei Flora, möchte sie teils schütteln und ihr den rechten Weg weisen. Andererseits ist ihre Lage verständlich und es ist Friedrich, der den sprichwörtlichen Tritt verdient hätte.


    Das Cover ist sehr gelungen. Das adrette Mädchen auf dem Cover ist auch in der Vorstellung meine perfekte Flora. Genauso muss sie aussehen. Etwa in der Mitte des Buches gibt es zudem ein wunderschönes Extra: Floras Blumen-ABC. Liebevoll illustriert sind viele bekannte Pflanzen und die zugehörige Bedeutung vertreten.


    Eine absolute Empfehlung. Mir haben sich beim Lesen die Blumen so sehr ins Herz geschlichen, dass das Verschenken zum Nachmachen anregt.

  • Ich fühlte mich gut unterhalten, würde diesem Buch aber eher das Prädikat "Familiengeschichte" oder "Beziehungsroman", von mir aus auch "Liebesroman" verleihen als "Historischer Roman".
    Ja, er spielt vor historischer Kulisse.
    Und: Ja, diese wurde recht gut recherchiert und authentisch rübergebracht (abgesehen davon, dass die Kaiserin keine "Kaiserliche Hoheit", sondern eine "Majestät" ist, "Hoheiten" sind im Gegensatz zu den Amtierenden immer die nicht regierenden Verwandten wie zB Kinder, auch Thronfolger).
    Aber die Handlung der Protagonistin hat so gut wie gar nichts mit dem historischen Hintergrund zu tun.
    Die Geschichte war nett, man hat einiges an Wissen mitnehmen können (wobei ich versuche, den "Samenstrich" oder wie dieser grässliche Ausdruck für den Wanderweg der Blumensamenanbieter lautete, aus dem Kopf zu bekommen; er wurde für meinen Geschmack beinahe schon pervers oft erwähnt*g*).
    Die außereheliche Liebesgeschichte erscheint mir wie einigen meiner Vorschreiber unglaubwürdig, der Schluss .. naja.
    Aber es las sich nett und somit habe ich die Lektüre alles in allem doch genießen können.

    “Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.”Christian Morgenstern (1871 – 1914)

  • 1871 in Baden-Baden: Für die junge Flora geht ein Traum in Erfüllung, als sie ein Praktikum in einem Blumenladen machen darf. Blumen sind Floras Leidenschaft, und mit viel Geschick bindet sie die schönsten Blumensträuße. Bei ihrem Lehrmeister Kuno und dessen Frau Ernestine wird sie gut aufgenommen, und mit der Zeit fühlt Flora sich immer wohler in Baden-Baden. Doch das Praktikum soll nur einen Sommer lang dauern. Danach muss sie zurück nach Göppingen zu ihren Eltern, um in den elterlichen Samenhandel einzusteigen, doch Flora würde viel lieber in Baden-Baden bleiben!


    Mein Leseeindruck:


    Von mir gibt es zu diesem Buch eine uneingeschränkte Leseempfehlung! Es hat mir sehr viel Freude gemacht, Flora auf ihrem Weg nach Baden-Baden und ihren Erlebnissen dort zu begleiten! Sie ist mir richtig ans Herz gewachsen, auch wenn es Momente gab, in denen ich ihr Handeln nicht mehr nachvollziehen konnte. Aber gerade das macht sie authentisch, wie auch alle anderen Figuren in diesem Buch. Denn sie alle haben Ecken und Kanten; niemand ist einfach nur "gut" oder "böse". Das hat mir hier ganz besonders gut gefallen.


    Ich hatte oft eine gewisse Erwartungshaltung und dachte, ich wüsste schon, was geschehen würde. Aber dann haben die Charaktere ganz anders gehandelt als gedacht, und ich wurde mehrfach überrascht. So war die Geschichte niemals langweilig, niemals vorhersehbar, sondern einfach wunderschön und unterhaltsam.


    Ich hatte mit dem Buch wunderbare Lesestunden und habe nun richtig Lust bekommen, noch viele weitere Bücher der Autorin zu lesen! Ich mag ihren leichten und angenehmen Schreibstil und ihre Art, Geschichten zu erzählen, sehr gerne!