Im Keller - Jan Philipp Reemtsma

  • Hallo,


    ich lese gerade harte und schwierige Lektüre, auch wenn es nur ein dünnes Buch ist. Ich bin im Büro drauf gestoßen und habe es mir gleich besorgt - das Buch, das Jan Philipp Reemtsma über seine 1996 stattgefundene Entführung geschrieben hat, um diese zu verarbeiten.


    Schon auf den ersten Seiten wird klar, dass JPR ein intelligenter Mensch ist, der sich intensiv mit sich und seinen Gefühlen sowie den Geschehenissen auseinandersetzt. Das Buch ist nicht geschrieben worden, um höchstmöglichen Profit aus dem Geschehenen zu ziehen, sondern um es zu verarbeiten. In vier Teilen (ohne viele Absätze und ohne Kapitel - was das Lesen erschwert) erklärt JPR zunächst seine Motivation, dann seine Entführung an sich inkl. der Geschehenisse zuhause, danach die Zeit, die er im Keller verbracht hat. Im vierten Abschnitt setzt er sich noch intensiver mit sich und seinen Gefühlen auseinander. Über den Menschen, der im Keller gefangen war, spricht er immer in der dritten Person. So redet er im vierten Absatz in beiden Personen, je nachdem, von welchem Blickpunkt aus er seine Gefühle darstellt.


    Mein Fazit: ein sehr interessantes Buch, gut, es hat mich gefesselt bzw. tut es noch. Aber es lässt sich nicht einfach in einem Tag herunter lesen, man braucht eine Weile.


    Ein gutes Buch, wenn man sich mit dem Thema und der dazugehörigen Psyche des Menschen beschäftigen möchte!


    Viele Grüße, Sara

    Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.
    (Hermann Hesse)

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