Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod Folge 3 - Bastian Sick

  • Kurzbeschreibung
    Wie kommt man richtig nach Aldi? Und wie zu gutem Deutsch? Beachtet man ein paar wenige Dinge und schaut auch mal zweimal hin, so ist es gar nicht so schwierig, richtiges und gutes Deutsch zu sprechen und zu schreiben. Leider hat es uns die Rechtschreibreform nicht leichter gemacht, und wenn ab August 2006 die neuen, reformierten Regeln für alle Schüler und Behörden gelten, wird man ihn noch dringender benötigen: den neuen Sick. Das wesentliche Problem der Reform - und somit erheblicher Nachbesserungsbedarf - zeigte sich auf dem Gebiet der Zusammen- und Getrenntschreibung. Da waren nämlich Wörter auseinander gerissen worden, die in zusammengeschriebener Form nie ernsthafte Probleme bereitet hatten. Der diensthabende Offizier war zum Dienst habenden Offizier degradiert worden. Dem Gesetzgeber tut es längst leid, dass er die Rechtschreibung überhaupt je zur Reformsache gemacht hat. Zwischendurch tat es ihm Leid (mit großem L), und nun doch wieder leid. Die Lehrer und Schüler, die von »leid tun« auf »Leid tun« umdenken mussten und sich nun an »leidtun« gewöhnen sollen, können einem nur leid ... Leid ... also, die kann man nur bedauern. Bastian Sick hat auch in der dritten Folge seiner Sprachführer Unglaubliches und Amüsantes, Seltsames und Ungeheuerliches zusammengetragen. Auf seine unnachahmliche Art zeigt er uns den Weg aus den Wirrnissen, gibt kluge Hinweise und lässt auch mal den Dialekt zu seinem Recht kommen. Nach den ersten beiden Bänden, die sich weit über 2 Millionen Mal verkauft haben, schließt diese Folge die Reise durch den Irrgarten der deutschen Sprache ab. Mit neuem »Zwiebelfisch«-ABC!


    Über den Autor
    Bastian Sick, geboren 1965, Studium der Geschichtswissenschaft und Romanistik, Tätigkeit als Lektor und Übersetzer; von 1995-1998 Dokumentationsjournalist beim SPIEGEL-Verlag, ab Januar 1999 Mitarbeiter der Redaktion von SPIEGEL ONLINE. Dort seit Mai 2003 Autor der Kolumne »Zwiebelfisch«. Weitere Titel bei Kiepenheuer & Witsch »Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Ein Wegweiser durch den Irrgarten der deutschen Sprache«, KiWi 863, 2004. »Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 2. Neues aus dem Irrgarten der deutschen Sprache«, KiWi 900, 2005.


    Klappentext:
    1. Lese nicht irgendein Buch, sondern lies dieses Buch!
    2. Setze Kommas, nicht, einfach, irgendwo!
    3. Verrate mir nicht, an was du denkst. Sag mir lieber, woran du denkst!
    4. Verzichte auf Mithilfe, Hilfe genügt!
    5. Lass die Finger von Chip's und Snack's!
    6. Mensch, ärgere dich nicht wegen mir, ärgere dich lieber meinetwegen.
    7. Sei nicht geschockt. Sei schockiert!
    8. Hör auf, Sinn zu machen!
    9. Fürchte die kahle Glatze, die tote Leiche und die lautlose Stille!
    10. Erbarme dich des Genitivs, bevor dir alle Fälle davonschwimmen!



    Meine Meinung:
    Bastian Sick ist mit viel Witz und Sprachgefühl erneut ein witziges Buch (bzw. viele witzige Kolumnen) gelungen. Das ein oder andere Mal schmunzelt man über seine Beispiele, hier und da fühlt man sich erwischt, weil man eben diesen Fehler auch immer und immer wieder macht oder man sich tatsächlich über vermeintliche Fehler mokiert, die eigentlich dann doch erlaubt sind, wie Sick lustig zu erklären weiß.
    Grundsätzlich hat mich das Buch aber nicht so beeindruckt, wie die beiden Vorgängerbände, denn irgendwie nutzt es sich halt doch ab und begeistert einen eben nicht mehr so, wie beim allerersten Band. Außerdem ist er mir hier in diesem Band ein wenig auf die Füße getreten. Kritisiert er doch, daß Laien im Internet in der Lage sind Bücher zu bewerten und andere Käufer zu beeinflußen, er tut dies zwar mit einem Augenzwinkern, aber ich frage mich, welche fachliche Kompetenz man denn seiner Meinung nach besitzen muß, um zu sagen, gefällt mir oder gefällt mir nicht.
    Als er dann auch noch auf schlecht geschriebene Polizeiberichte zu sprechen kam und sich über die dort häufig auftretenden Vorsilben ereifert, da hatte er es sich mit mir verscherzt. Meine Berichte strotzen keineswegs von unnötigen Vorsilben, bei mir wird nicht abgeparkt, verbracht oder ähnliches. Zack ein Sternchen Abzug, wegen persönlicher Angefressenheit der Laienrezensentin. :lache