Broken Dolls - James Carol

  • Kurzbeschreibung:
    Jefferson Winter ist Sohn eines berüchtigten amerikanischen Serienmörders. Und vielleicht ist es genau das, was ihn zu einem der besten Profiler weltweit macht. Wenn die Polizei vor Ort nicht mehr weiter weiß, holt man ihn. Denn niemand kann sich in einen sadistischen Mörder so hineinversetzen wie er. Sein aktueller Fall führt ihn nach London: Bereits vier junge Frauen sind Opfer eines perfiden Täters geworden, der ihnen einen Teil des Gehirns entfernt und sie damit zu empfindungslosen Puppen gemacht hat. Jetzt ist eine fünfte Frau verschwunden. Jefferson setzt alles daran, den Täter zu finden, bevor auch ihre Seele zerstört wird.


    Über den Autor:
    James Carol, geboren 1969 in Schottland, hat bereits als Gitarrist, Toningenieur, Journalist und Pferdetrainer gearbeitet. Wenn er nicht gerade schreibt, verbringt er seine Zeit im Tonstudio. Er lebt mit seiner Familie in Hertfordshire (England). »Broken Dolls« ist sein erstes Buch.


    Über den Sprecher:
    Dietmar Wunder ist Synchronregisseur und einer der renommiertesten deutschen Hörbuchsprecher. Er ist als Schauspieler und als die Synchronstimme von James-Bond-Darsteller Daniel Craig bekannt und wurde mit dem deutschen Synchronpreis ausgezeichnet.


    Meine Meinung:
    Die Kurzbeschreibung deutet auf einen blutrünstigen Thriller hin, doch glücklicherweise steht hier nicht der Blutverlust, sondern der psychologische Thrill im Vordergrund, von dem es bei diesem Fall jede Menge gibt. Hier steht zunächst der Fall im Vordergrund und der hat es in sich. Autor James Carol bietet seinen Hörern von Beginn an Hochspannung, die er nicht zuletzt wegen der wechselnden Erzählperspektive bis zuletzt aufrechterhalten kann. Die Auflösung ist gelungen und in sich schlüssig und rundet das Hörvergnügen, das durch die tolle Sprecherleistung von Dietmar Wunder perfekt dargeboten wird, sehr gut ab.
    Originell ist auf jeden Fall die Vergangenheit des Protagonisten: Der Sohn eines Serienkillers als Profiler bietet jede Menge Potenzial, das die Figur des Jefferson Winter einzigartig macht. Allerdings ist Jefferson Winter als Ermittler sicher nicht jedermanns Geschmack, er vereint so manches Klischee in sich und auch die Nebenfiguren (z.B. die ebenso kluge wie schöne Polizistin Sophie Templeton) wirken hier relativ eindimensional. Dieser Eindruck mag täuschen, das wird die Fortsetzung der Reihe zeigen. Zugegeben, Jefferson Winter ist leicht arrogant und hat viel zu viel Glück in seinen - nicht immer ganz nachvollziehbaren - Schlussfolgerungen. In seiner Art erinnert er an Hollywoods Actionstars, denen einfach alles gelingt. Aber was soll ich sagen? Ich mag John McClane, ich mag Ethan Hunt und ich mag Jefferson Winter :)


    Insgesamt vergebe ich gute 8 Punkte.