So, den Weihnachtsurlaub habe ich genutzt, um auch dieses Buch zu lesen. ![]()
Zum Inhalt:
"Scott nimmt rasend schnell ab. Sein korpulentes Aussehen ändert sich trotzdem nicht. Und noch unheimlicher: Wenn er auf die Waage steigt, zeigt sie jeweils das gleiche Gewicht an, egal wie viel er momentan trägt, ob Kleidung oder gar Hanteln. Scott hat Angst, dass man ihn zum medizinischen Versuchskaninchen macht. Aber er muss es jemand erzählen. Zu Dr. Ellis hat er Vertrauen, aber auch der weiß keinen Rat." (Quelle: penguin.de)
Meine Meinung:
In der Regel ist man von Stephen King ja längere Romane gewöhnt, in denen er sich mit der Einführung der Charaktere ja sehr viel Zeit lässt. Aber mich hat wieder schnell in seinen Bann gezogen, trotz längerer King-Abstinenz.
Und als Leser waren wir wieder in Castle Rock unterwegs, wie sollte es auch anders sein. Es ist ja fast schon eine Hauptstadt im King-Universum.
Trotz der Kürze des Buches konnte ich mich schnell mit den Charakteren anfreunden.
Die Hintergründe für Scotts stetigem Gewichtsverlust werden nicht mitgeliefert, also können wir uns als Leser selbst einen Reim darauf machen, was es damit auf sich hat, das öffnet natürlich die Tür für Interpretationen in alle Richtungen.
Vielleicht sollten wir alle mal ein wenig Balast abwerfen
Denn hier liegt sicher das Augenmerk des Buches. Also, dass wir uns nicht vor der Welt da draußen und unseren Mitmenschen verschließen bzw. ihnen mit Abneigung gegenübertreten, nur weil ihre Lebensweise nicht der unseren entspricht. Und uns vielleicht mehr einbringen, und es auch anderen ermöglichen.
Den Groll gegen alles und jeden einfach mal über Bord werfen, was die Seele sicher um ein paar Kilo leichter macht oder entlastet.
Im Großen und Ganzen ist "Erhebung" ein kurzweiliger Roman, der uns in Zeiten des Gegeneinanders, nachdenklich stimmen kann und sollte.


