Beiträge von tschuly82

    Ich kann mich dem Hype wohl nicht entziehen und lese jetzt Flammengeküsst.


    ASIN/ISBN: B0BK9YGS5X



    Das sagt Amazon:


    Violets Traum, Schriftgelehrte am renommierten Basgiath War College zu werden, zerplatzt jäh, als sie als Tochter der Generalin am Auswahlverfahren der Drachenreiter teilnehmen muss. Das erste Jahr wird nicht einmal die Hälfte aller Kadetten überleben, denn Drachen binden sich nicht an schwache Menschen, sie fackeln sie nieder. Die meisten Kadetten würden Violet vermutlich allein aufgrund ihrer Herkunft niederstrecken wollen – besonders Xaden, der mächtigste und skrupelloseste unter den Geschwaderführern. Und ohne Frage auch der attraktivste. Ausgerechnet ihm wird Violet unterstellt. Sie muss jeden Vorteil nutzen, wenn sie überleben will. Denn am Basgiath War College haben alle eine Agenda, egal ob Freund, Feind oder möglicher Geliebter, und es gibt nur zwei Wege hinaus: den Abschluss machen oder sterben.

    Ich habe auch mal wieder zu einer Sub-Leiche gegriffen:


    Ralf Dorweiler: Der Gesang der Bienen


    1152: Als Zeidler streift Seyfried durch die Wälder und erntet Honig und Wachs von wilden Bienen. Doch sein beschauliches Leben findet ein jähes Ende, als seine Frau Elsbeth zum Tode verurteilt wird. Um sie zu retten, bleibt Seyfried nur ein Ausweg: Er muss die Fürsprache der berühmten Hildegard von Bingen erlangen. Während Elsbeth im dunklen Verlies dem Tod entgegensieht, knüpft die Äbtissin ihre Hilfe allerdings an schier unerfüllbare Bedingungen, die Seyfried bis zum neu gekrönten König Friedrich I. führen ...


    ASIN/ISBN: B07D195WFM

    Die Leiche eines alten Mannes wird gefunden. Ist es ein natürlicher Tod oder ein Mord? Alles scheint etwas undurchsichtig, sodass die Ermittler genauer hinsehen. Dabei finden sie, einbetoniert unter dem Hundezwinger des Toten, die Leichen von drei Frauen, die seit 30 Jahren vermisst werden. Pia Sander und Oliver von Bodenstein nehmen die Ermittlungen auf, im Laufe derer schnell weitere erschreckende Dinge zu Tage treten.


    Meine Meinung:

    Mit ihrem Kriminalroman „Muttertag“ schickt Nele Neuhaus ihr Ermittlerduo Sander & Bodenstein auf ihren 9. Fall . Es geht spannender als in allen Fällen zuvor los. Und es bleibt spannend und undurchsichtig. Die Autorin erschafft hier ein wirklich geniales Szenario, das wie immer mitreißt. Der Schreibstil ist mitreißend, der Hintergrund des Falls schockierend und die Bilder, die die Autorin zum Leben erweckt, sind so spannend wie grausam – ich liebe einfach alles.

    Für Pia wird es ein besonders persönlicher Fall. Ich mag Pia, sie wirkt authentisch und ist einfach eine toughe, straighte Frau. Kim, Pias Schwester, wird mit einer Vergangenheit konfrontiert, die vieles ändert. Ich mag, dass wir von Pia, Oliver von Bodenstein und den anderen im Team persönliche Dinge erfahren, diesmal auch von deren Chefin Engel. Mitzubekommen, was die Protagonisten beschäftigt und wie sie sich im Laufe der Bände entwickeln, hat etwas ganz Besonderes. Man fiebert noch mehr mit und kann sich noch mehr für die Personen freuen oder mit ihnen bangen


    Der Fall selbst hat es ebenfalls in sich. Wo mir bei den Teilen davor doch manchmal einige Stellen etwas lang waren, ist dies hier absolut nicht der Fall! Allein der Täter, sein Vorgehen und sein Motiv – wie kommt man auf so eine kranke Idee? Mir hat der Taunuskrimi sehr gut gefallen und er hat mich gut unterhalten. 8/10 Eulenpunkten

    Der Bundesagent Aaron Falk kehrt in sein Heimatstädchen Kiewarra nach zwanzig Jahren zurück. Sein ehemaliger bester Freund Luke Hadler, seine Frau und ihr Sohn wurden erschossen aufgefunden. Alle gehen von einem erweiterten Suizid aus. Einzig der ansässige Seargeant Raco hegt Zweifel und bittet Falk um Hilfe. Doch Falks Hilfe ist nicht nur von Nutzen, sondern reisst alte vergessene Wunden auf, die die ganze Dorfbevölkerung in Aufruhr versetzt.


    Meine Meinung:


    Dieses Thrillerdebut der Autorin Jane Harper sehe ich als gelungen an. So schafft sie es ein Setting einer australischen Dorfgemeinschaft, einer unbedeutenden Kleinstadt im Nirgendwo zu schaffen, in das man sich gut herein versetzen kann. Besonders gut hat mir gefallen, dass sie flüssig abwechselt mit Passage aus vergangenen Situationen und der Gegenwart und so ein Gesamtbild schafft, dem man gut folgen kann. Im Ganzen ist dieses Buch eher ein ruhiger Thriller, der sich durch die unterschiedlichen Persönlichkeiten und deren Probleme hervorhebt. So ermittelt z. B. Falk rein privat. Obwohl die Dürre eher als Seeting dient und nicht, wie zu erwarten ist, als Hauptproblem, finde ich den Thriller spannend aufgrund der Menschlichkeit und der Dynamik eines Dorfes. 8/10 Eulenpunkten

    Das hundertjährige Leben von Violeta del Valle beginnt und endet mit einer Pandemie. Es umfasst Phasen des Wohlstands und Zeiten der Not, geschichtliche wie private Umbrüche, aufregende, stürmische Zeiten. Isabel Allende porträtiert eine Frau, die hingefallen ist und immer wieder weitergemacht hat.


    Meine Meinung: Zu meiner Schande ist dieser der erste Roman der Autorin, den ich bislang gelesen habe. Es wird aber definitiv nicht der letzte gewesen sein. Feinsinnig und kurzweilig porträtiert Allende über so viele Seiten und Jahre hinweg ihre Protagonistin! Dicke Bücher zu schreiben und ausschweifende Geschichten, die den Spannungsbogen halten können, ist eine Kunst für sich. Ich finde, dicke Bücher, die das schaffen, sind die besten Bücher, weil sie Geschichten und Schicksale mit einer besonderen Art der Tiefe erzählen, von Familienbanden und komplizierten, vielschichtigen Beziehungen berichten.

    Auch im Falle von „Violeta“ hätte man sicher an der ein oder anderen Stelle kürzen können, alles in allem bin ich jedoch der Meinung, dass die Geschichte in einem sehr passenden Tempo, nicht zu schnell und nicht zu langsam, aufgespannt wird. Der Rahmen von Violetas Leben ist in diesem Fall ein Brief. Die Protagonistin schreibt für ihren Enkel die Geschichte ihres Lebens auf. Lange habe ich das nicht mehr gelesen, in der letzten Zeit verfestigt sich jedoch der Eindruck bei mir, dass diese Form des Romans wieder im Kommen ist. Auf diese Weise schafft es die Autorin der Handlung eine gewisse Endgültigkeit zu verleihen. Violeta blickt auf ihr Leben zurück. Der Text ist eine Art Abgesang. Eine letzte Würdigung, ein Fazit, Nostalgie und auch Wehmut. Liebevoll und voller Ehrlichkeit wird über Liebe, Leidenschaft, Mutterschaft, Trauer, Verrat, kurz gesagt die Höhen und Tiefen eines Frauenlebens gesprochen. Ich mochte den Tonfall, in dem das geschieht und Violetas Stimme klang beim Lesen beinahe in meinen Ohren. Ich habe das Buch unglaublich gerne und mit Genuss gelesen. Fazit:
 „Violeta“ ist ein überaus gelungener, faszinierender Roman einer großen Geschichtenerzählerin. Eines dieser großartigen, dicken Bücher, die sich rückblickend nur halb so lang anfühlen. Eine dringende Leseempfehlung! Auch von mir gibt es 10 von 10 Eulenpunkte <3

    Ihr habt ausgesehen wie zwei zerbrochene Hälften, die jemand wieder zusammenfügt, und dann sieht man den Riss fast nicht mehr, so genau passen sie zusammen. Hört sich kitschig an? Ist es aber nicht! Bewegend, berührend und vor allem glaubhaft erzählt Ewald Arenz von der Liebe, wie sie plötzlich und ungewollt über zwei Menschen hereinbrechen und deren Leben vollkommen verändern kann. Ich liebe den lebendigen Schreibstil von Ewald Arenz, der auf leichte Art Stimmungen einfangen und Situationen beschreiben kann wie kein anderer. Doch es sind nicht nur die schönen und glücklichen Momente, denen man in dem Buch begegnet. Es geht ja schließlich auch um "Die Liebe an miesen Tagen" . So hat mir auch der Umgang mit dem Thema Demenz sehr gefallen. Da wird die Krankheit von Claras Mutter nicht einfach wie nebenbei erwähnt, sondern Arenz zeigt auf, welche Belastung das für die ganze Familie bedeutet und wie würdevoll man gemeinsam damit umgehen kann. Ich gebe sehr gern meine volle Empfehlung für eine Geschichte, wie sie nur das Leben schreiben kann und natürlich Ewald Arenz! (Ich bin lediglich traurig, dass das Lesevergnügen schon wieder vorbei ist). Von mir gibt es 10/10 Punkten.

    Kasper findet seine geliebte Frau tot in der Badewanne. Er ist sehr betroffen und versucht seine Trauer zu verarbeiten, in dem er dem Verleger seiner Frau helfen will, Birgits Notizen zu einem neuen Buch zu finden. Dabei taucht er tief in die Vergangenheit von Birgit ein, die damals aus der DDR zu ihm in den Westen geflohen ist. Er macht sich in den Osten auf und stöbert Menschen auf, die Birgits Leben nachhaltig geprägt haben. In ihren Aufzeichnungen erfährt er auch, wie schwer für sie eigentlich das Leben in Westdeutschland nach der Flucht war:


    "Aber wenn ich eine Ostperspektive einbrachte oder eine Ostwendung gebrauchte, irritierte ich; es wurde erwartet, dass ich mit der Flucht alles Östliche, weil sowjetisch und kommunistisch, abgestreift hatte und jetzt war wie sie. Mir passierte im Kleinen, was ich den Ostdeutschen nach der Wende im Großen passieren sah."

    Gerade solche klugen Sätze, die mich über die deutsch-deutsche Vergangenheit wieder einmal haben nachdenken lassen, finden sich viele in dem Buch.

    Doch Kasper muss sich nicht nur mit der DDR auseinandersetzen, denn er findet Birgits Enkelin, die in rechtsradikalen Kreisen aufwächst. Kann er sie von ihren Ansichten abbringen, oder ist bereits alles verloren?

    Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Bernhard Schlink kann einfach gut erzählen und schafft es einen abzuholen. Mir hat dieses Werk sehr gut gefallen. Daher gibt es volle Punktzahl.

    Der Roman von Bonnie Garmus ist endlich wieder ein spannender Roman.
    In "Eine Frage der Chemie" befinden wir uns in den späten 50er und frühen 60er Jahre in den Vereingten Staaten. Elisabeth Zott hat ihr Chemiestudium mit Auszeichnung beendet, doch der Doktortitel bleibt ihr verwehrt. Die Männer sind der Ansicht, dass Frauen an den Herd oder höchstens hinter die Schreibmaschine im Vorzimmer gehören, aber nicht als Wissenschaftlerin arbeiten sollen. Doch Elisabeth ist damit nicht zufrieden und auch nicht auf den Mund gefallen. Ihr Fachgebiet ist die Abiogenese (Mechanismen, die die Entstehung von Lebenwesen aus anorganischen und organischen Stoffen aufgrund naturwissenschaflitcher Hypothesen erklären). Ihre Arbeit wird jedoch nicht ernstgenommen und statt einen Arbeitsplatz als Chemikerin, bekommt sie im Forschungsinstitut Hasting den der Laborassistentin - obwohl sie viel klüger als ihre männlichen Kollegen ist. Immer wieder ist Elisabeth den Intrigen und Übergriffen ihrer männlichen Kollegen ausgesetzt. Einzig der für den Nobelpreis vorgeschlagene Chemiker Calvon Evans erkennt ihre Fähigkeiten. Die Chemie zwischen den beiden Außenseitern stimmt perfekt und die beiden Wissenschaftler werden ein Paar. Doch das Glück endet jäh und Elisabeth muss sich als Alleinerzieherin durchs Leben schlagen....


    Bonnie Garmus hat einen ganz besonderen Erzählstil. Ihre subtile Ironie mochte ich sehr. Der Roman ist eine gelungene Mischung aus schwarzem Humor und Tiefgang. Dazu kommt etwas märchenhaftes und skurrilles. Das große Thema ist aber die Diskriminierung der Frauen.
    Elisabeth kämpft gegen diese Benachteiligung und gibt den Frauen durch ihre TV-Präsenz in "Essen um sechs" Mut und Selbstvertrauen. Dabei greift sie zu Mittel, die sie kennt: chemische Reaktionen. Sie ist eine ungewöhnliche, starke und inspirierende Frau, die jedoch auch manchmal etwas eigenartig wirkt. Sie lässt sich nicht unterkriegen und verliert nie den Mut für ihre Ideale zu kämpfen. Ganz besonders habe ich aber Halbsieben ins Herz geschlossen - der etwas andere vierbeinige Begleiter. Einige kleine Längen im Mittelteil werden durch den insgesamt charmanten Schreibstil wieder schnell vergessen..... Ich empfehle "Eine Frage der Chemie" sehr gerne weiter.


    Fazit:

    Ein etwas anderer Roman mit einer starken und inspirierenden Protagonistin. Die Geschichte hat Tiefgang, beinhaltet aber auch eine subtile Ironie, die man selten findet. Ich empfehle diese vielschichtige Geschichte gerne weiter!

    Danke liebe Rouge


    Ich bin auch wieder dabei

    Fettdruck sind Highlights


    Mein Lesejahr 2023

    1. Romina Casagrande: Als wir uns die Welt versprachen
    2. T.J. Klune: Das unglaubliche Leben des Wallace Price
    3. Katharina Peters: Ufermord
    4. Jane Harper: Hitze
    5. James Baldwin: Giovannis Zimmer:
    6. Christoffer Carlson: Was ans Licht kommt
    7. Kyra Groth: Alles, was ich in dir sehe
    8. Jane Harper: Ins Dunkel
    9. Mona Nikolai: Tochter der Hoffnung (Die Bodensee-Saga)
    10. Hjorth/Rosenfeldt: Das Mädchen, das verstummte
    11. Sebastian Fitzek: Mimik
    12. Isabel Allende: Violeta
    13. Prinz Hary: Reserve
    14. Jane Harper: Der Sturm
    15. Sophie Gonzales & Cale Dietrich: If this get out
    16. Edouard Louis: Anleitung ein anderer zu werden
    17. Romy Flöck: Bluthaus
    18. Qui Miajoin: Aufzeichnungen eines Krokodils (abgebrochen)
    19. Alicia Zett: Maybe not tonight
    20. Sabine Thiesler: Verschwunden
    21. Ewald Arenz: die Liebe an miesen Tagen
    22. Taylor Denkins Reid: Die 7 Leben der Evelyn Hugo
    23. Robert Menasse: Die Erweiterung
    24. Anna Johansen: Die Tote am Nordstrand
    25. Bernhard Schlink: Die Enkelin
    26. Ruth Ware: Woman in Cabine 10
    27. Anna Johannsen: Die Tote am Nordstrand
    28. Ian McEwan: Der Trost von Fremden
    29. Jojo Moyes: Mein Leben in deinem
    30. Richard Osman: Der Mann der zweimal starb
    31. Leah Konen: Gib mir deine Angst
    32. Michael Köhlmeier: Frankie
    33. Virgine Despentes: Liebes Arschloch
    34. Anna Johannsen: Die Tote auf Helgoland
    35. Daniela Dröscher: Lügen über meine Mutter
    36. Lucina Riley: Die Strumschwester
    37. Andreas Eschbach: Der schlauste Mensch der Welt
    38. Tom Finnek: Schattenbruch
    39. Trude Teige: Als Großmutter tanzte
    40. Susanne Abel: Stay away von Gretchen - Eine unerträgliche Liebe
    41. Katharina Peters: Inselmord
    42. Gabriele Zevin Morgen, morgen und wieder morgen (abgebrochen)
    43. Mikita Franko: Die Lüge
    44. Adam Silvera: Am Ende sterben wir sowieso
    45. Marc Elsberg: Celsius
    46. Ralf Dorweiler: Der Gesang der Bienen
    47. Alina Bronsky: Barbara stirbt nicht
    48. Alex Gino: Georg
    49. Douglas Stuart: Young Mungo
    50. John Ironmonger: Der Eisbär und die Hoffnung auf Morgen
    51. Mareike Fallwickel: Die Wut, die bleibt
    52. Dinger Gücyter: Unser Deutschlandmärchen
    53. Gillian Hobbs: Ich lüge, bis du stirbst
    54. Tina Martin: Apfelmädchen
    55. Karin Sande: Der Strand - Verraten
    56. Lucy Clarke: On of the Girls
    57. Mirana Keller: Der Papierpalast
    58. Juli Zeh/Simon Urban: Zwischen Welten
    59. Rebecca Yarros: Fourth Wings - Flammengeküsst

    Robert Lindström hütet seit seiner Kindheit ein Geheimnis. In einem Wutanfall hat er seinen besten Freund getötet. Aber hat er es wirklich getan? Für diese Tat wurde er nie bestraft, weil er noch ein Kind war. Heute lebt er sehr zurückgezogen, bis ihn Lexa kontaktiert. Sie ist Jounalistin und schreibt ein Buch über Robert und seinen Fall. Sie glaubt fest daran, dass er unschuldig ist. Zu dieser Zeit wird im gleichen Vorort, in dem Robert aufwuchs und in dem Lexa jetzt nach Beweisen sucht, eine Mädchenleiche gefunden. Zufall? Hauptkommissar Edson leitet die Ermittlungen und diese bringen ihn immer mehr der Wahrheit auch über Robert näher.

    Meinung

    Dies ist der zweite Teil der Reihe um Kommissar Carl Edson. Man kann das Buch aber auch sehr gut eigenständig lesen. Mich konnte schon der erste Teil "Opfer" fesseln und ich habe mich gefreut, endlich den zweiten Teil zu lesen. Anfangs bin ich nicht so leicht in das Buch gekommen, aber nach den ersten 100 Seiten war ich total drin. Erzählt wird die Geschichte in mehreren Gedankensträngen. Einmal die Nachforschungen von Lexa und Robert und dann verfolgen wir die Ermittlungen von Edson. Die Stränge verweben sich perfekt ineinander und selbst Nebenhandlungen werden interessant verflochten und erhöhen den Spannungsfaktor immer weiter. Nichts ist uninteressant und keine Seite, kein Satz ist nebensächlich. Was mir gut an der Edson-Reihe gefällt ist, dass das Privatleben der Ermittler nicht so sehr im Fokus steht. Ein toller Schweden-Thriller.
    Spannungsgeladen, fesselnd und perfekt konstruiert, hat mir die Geschichte gut gefallen . Ich gebe hier auch gerne 8 von 10 Punkten.

    Klappentext: An einem Sonntagmorgen wie jeder andere auch verlässt der Verwaltungsbeamte Nikolas Nölting sein Haus in Berlin-Charlottenburg. Er winkt seiner kleinen Tochter zu, schwingt sich aufs Fahrrad und fährt zu einer Bäckerei. Dort schießt er plötzlich aus heiterem Himmel und ohne Vorwarnung um sich. Ein Mensch ist tot, zwei weitere verletzt – und Nikolas Nölting schweigt. Nöltings Anwalt Rocco Eberhardt steht vor einem Rätsel: Welches Motiv könnte der unauffällige Familienvater für eine solche Tat gehabt haben? Das Ganze erscheint völlig sinnlos – bis der Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer eine überraschende Entdeckung macht, die Rocco Eberhardt mitten in einen Sumpf aus Korruption, Geldwäsche und Clan-Kriminalität führt. Doch wer sich mit der Unterwelt von Berlin anlegt, bringt nicht nur sich selbst in größte Gefahr …


    Inhalt:

    Seine Frau Anja beauftragt verzweifelt Rechtsanwalt Rocco Eberhardt. Doch wie verteidigt man einen Menschen, der sich zu seiner Tat nicht äußert und zu der es keine weiteren Hinweise gibt ? Nölting schweig in Untersuchungshaft weiter. Kein Wort sagt er zu seiner Tat. Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer macht eine überraschende Entdeckung und bringt damit Eberhardt zum Nachdenken. Dieser beauftragt seinen besten Freund Tobias Baumann, der früher Polizist war und jetzt seinen Lebensunterhalt als Privatdetektiv verdient, Informationen über Nölting zu sammeln. Nölting scheint auf den ersten Blick ein einfacher Beamte zu sein und ein treusorgender Familienvater. Je mehr Baumann forscht, desto brenzliger wird der Fall. Baumann scheint in ein Wespennest zu stochern. Warum? Wieso?


    Meine Meinung:

    Es handelt sich bei dem Buch um einen Justiz-Krimi. Der Fall ist mysteriös und lässt sich von Anfang an richtig gut lesen. Eberhardt ist ein sympathischer Anwalt, der zwar stur und ehrgeizig ist, aber schnell merkt, dass es eben kein kaltblütiger Mord war. Was hat Nölting an jenem Sonntag dazu gebracht, zum Mörder zu werden? Ich fand den Fall sehr spannend und er hat mich gepackt. Obwohl es ein Justiz-Krimi ist, gibt es am Ende doch noch eine spannende Aufklärung. Der Spoiler am Ende kündigt quasi Band zwei dieser neuen Reihe schon an. Ich freue mich auf eine Fortsetzung! 8/10 Punkte


    Erschienen am 1. Februar 2021, bei Knauer als Taschenbuch mit 320 Seiten.


    ASIN/ISBN: B08M5JTGRS

    Ein verzweifelter Brief an einen Anwalt – Rowan Caine steht unter Anklage, ein Kind getötet zu haben. Sie sitzt im Frauengefängnis und steht in der Hierarchie ganz weit unten. Doch sie schwört, unschuldig zu sein. Dabei hatte alles so gut begonnen. Als die wohlhabenden Eltern Sandra und Bill Elincourt für ihre vier Kinder ein Nanny suchen, scheint es Rowan wie ein Geschenk des Himmels, denn mit ihrem Job als Erzieherin ist sie nicht mehr zufrieden und ihre Mitbewohnerin befindet sich gerade auf Weltreise. Eine sehr gut bezahlte Arbeit in einem hochmodernen Haushalt, inklusive Unterkunft. Das abseits gelegene High-Tech-Haus im schottischen Hochland ist ein gelungener Mix aus Moderne und Tradition. Doch bei den Kindern stößt die neue Nanny auf Abneigung und es geschehen merkwürdige Dinge in dem Haus. Rowan hört nachts Schritte und Stimmen. Es sind nicht einzigen seltsamen Ereignisse. Die Hinweise, dass die früheren Nannys stets schnell die Flucht ergriffen, wecken in Rowan schnell Zweifel.... Auch die permanente Überwachung durch Smart-Home-Apps und Kameras lässt Rowans Nervenkostüm immer dünner werden.


    Meine Meinung


    Der neue Thriller “Hinter diesen Türen” von Ruth Ware ist als Brief an einen Anwalt formuliert, was jedoch nur zu Anfang auffällt. Sehr schnell ist man so tief Rowans rückblickende Erzählung hineingesogen, dass man es einfach vergisst. Zwar nimmt der Anfang das Ende vorweg, doch ist es aufregend zu ergründen, wie es zum Tod des kleinen Mädchens kommen konnte. Auf jeden Fall fand ich die Brief-Form sehr toll und gelungen.

    Ruth Ware schreibt sehr atmosphärisch und so stellt sich schnell eine Beklemmung ein, die die Spannung stetig steigert. Der Mix aus moderner Überwachung, Aberglaube und einer alten Sage um das alte Anwesen erzeugen große Spannung. Kleinere Schwächen übersieht man da gern, beispielsweise der Umstand, dass die Eltern unmittelbar abreisen und ihre kleinen Kinder nach einem Tag einer neuen Angestellten überlassen.

    Insgesamt hat mich “Hinter diesen Türen” sehr gefesselt. Für alle die es spannend aber nicht brutal mögen, ist das die perfekte Unterhaltung. Ich habe das Buch an einem Mittag weggelesen und konnte nicht mehr aufhören. 10/10

    Von Gschwendner trink ich im Herbst/Winter am liebsten "Kaminfeuer" oder "Gwendalinas Backäpfelchen".

    "Karlheinz" hab ich komischerweise nie probiert. :gruebel

    Gwendalinas Backäpfelchen mag ich auch sehr gerne in der Vorweihnachtszeit. Kaminfeuer kann ich leider nicht trinken, ich vertrage fast keinen Gschwendner-Früchtetee. Früchtetees kaufe ich immer bei der Teemanufaktur in Norden

    Karl Heinz ist lecker :-) Aber ich mag Gewürztees nur im Herbst / Winter. Wenn es wieder wärmer wird ist mir der Ostertee wieder lieber. Den müsste es jetzt bald wieder geben.

    Ja, das geht mit dem guten Karl Heinz jetzt auch gerade noch. Vier Wochen später will ich ihn dann auch nicht mehr trinken. Die Packung gibt jetzt noch einen Aufguss und dann muss man wieder warten.

    In "Die Douglas Schwestern" geht es um Marie und Anna Carstens und die Gründung ihrer Parfümerie. Seitdem Marie das erste Mal als kleines Mädchen eine Parfümerie betreten hat und dadurch mit Dürften in Verbindung gekommen ist, ist sie nicht mehr zu bremsen und steckt ihre Schwester Anna mit ihrer Begeisterung an. Bis es wirklich so weit ist, vergehen jedoch Jahre und es müssen einige Widerstände und Schwierigkeiten überwunden werden...


    Meine Meinung:

    Marie und Anna sind tolle Persönlichkeiten, die sich wunderbar ergänzen und die mir ab der ersten Seite sympathisch waren. Aber auch die anderen Charaktere wurden sehr detailliert ausgearbeitet, wodurch sie im Gedächtnis bleiben. Den Autorenist es gelungen, die Begeisterung für Düfte, welche besonders Marie betrifft, auf die Leserschaft zu transportieren. So habe ich den Roman nur sehr ungern aus der Hand gelegt, da mir nie langweilig wurde und ich immer wissen wollte, wie die Geschichte weitergeht. Dass die beiden Frauen in der Geschäftswelt viel Ablehnung erfahren, ist ein großes Thema im Roman, weshalb es mir imponiert, dass sie immer weiter machen. Zudem hat es mir sehr gefallen, dass die Autor*innen am Ende des Buches von ihrer Recherchearbeit erzählen, die sehr umfangreich gewesen sein muss und einen Einblick geben, was der Fiktion entsprungen ist. Ich kann diesen Roman definitiv weiterempfehlen, er ist mitreißend, emotional und überzeugt mit einer tollen Geschichte und starken Charakteren. Auf jeden Fall beste Unterhaltung! 9/10

    Ich trinke auch gerne kräftigen Schwarztee, deshalb die PG Tips. Aber Pu Err Tee schmeckt irgendwie erdig (modrig?), der schmeckte mir einfach nicht wirklich.

    Ja, zwischen schwarzem Tee und Pu Err ist schon noch mal ein Unterschied für mich.

    Als das damals diesen Hype gab hatte ich auch mal eine Packung gekauft. Bei mir waren das so gepresste Halbkugeln. Der Geschmack hat mich allerdings davon abgehalten, nach der ersten Tüte wieder welchen zu kaufen...


    Ich habe jetzt eine Großpackung PG Tips bestellt weil ich den am liebsten trinke, entweder klassisch englisch oder mit Zitrone oder Ingwer. Umgerechnet auf 20 Stück sind die auch nicht teurer als Tee aus dem Supermarkt, aber deutlich kräftiger. Ich fülle da immer eine kleine Dose für die Küche und der Rest bleibt gut verschlossen im Beutel, so halten sich auch die Beutel aus der Großpackung gut.


    Earl Grey Trinkern kann ich den Russian Earl Grey im Pyramidenbeutel von Lidl empfehlen, der ist wirklich lecker.

    So ging es mir auch mal. Ich fand, er sah eigentlich aus wie schwarzer Tee. Prinzipiell. Sein Geschmack... naja. Irgendwann ist die Tüte rausgefallen. Hatte mir eine Wunderabnahme davon versprochen ;-)

    Die Geschichte wird abwechselnd aus der damaligen und jetzigen Zeit von Vanessa selbst wiedergegeben und beginnt in medias res, also erlebt der Leser unmittelbar das, was die Figuren der Erzählung erleben. Dieses Buch war wirklich harte Kost Als ich vor einigen Wochen den Klappentext gelesen habe wusste ich, dass dieser Roman ein sensibles und explosives Thema anspricht und habe gezögert. Gezögert, weil ich nicht wusste, ob mir das Thema nicht zu heikel ist. Und dann wurde mir klar, wie falsch ich liege. Missbrauch ist ein wichtiges Thema. Das war es schon immer. Kate Elizabeth Russell dringt zu dem Leser hindurch und erzählt Vanessas Geschichte schonungslos ehrlich und authentisch.


    Immer weiter entwickelte sich die Beziehung zwischen Vanessa und ihrem Lehrer, bis es kein zurück mehr gab. Die Sichtweise von der 15-jährigen Vanessa wird zudem realistisch erzählt und bietet dem Leser ein wirklich tiefes Vorstellungsvermögen der Umstände; ein jugendliches Mädchen verliebt sich in ihren Lehrer und spricht von der großen Liebe. Und er sich in sie, jedenfalls denkt Vanessa das. Das da so einiges nicht stimmt fällt dem Leser direkt auf. Bei mir persönlich wurde der Beschützerinstinkt ruckartig geweckt und ich habe bei manchen Szenen erstmal Luft holen müssen.


    Der zum Teil spannende, verstörende und authentische Schreibstil hat perfekt zu dem Inhalt gepasst. Er war ruhig und stürmisch zugleich.


    Fazit: Aufgrund der oben genannten Gründe ist der Roman „Meine dunkle Vanessa“ eine Leseempfehlung meinerseits. Für mich ist „Meine dunkle Vanessa“ ein Must Read und somit eine klare Leseempfehlung. Trotzdem möchte ich auch hier nochmal eine Triggerwarnung aussprechen. Denn obwohl man glauben könnte man sei bereit für dieses Buch, geht es schon sehr unter die Haut.