Beiträge von PMelittaM

    Ich verstehe nicht ganz, warum es ein Problem sein sollte, dass der Einarmige hinter Arlen her ist. So oder so wird die Stadt doch täglich von Dämonen angegriffen und auch andere hätten feststellen können, dass man in die Stadt kann. Außerdem müssten die Leute doch jetzt schon denken, dass Keerin derjenige ist, auf den es der Einarmige abgesehen hat. Normalerweise fühlen sie sich doch innerhalb der Mauer geschützt und eine Bresche gab es sicher nicht das erste Mal (es wurde ja schnell "geholfen").


    Dass Arlens "Versprochene" aus dem ersten Abschnitt noch irgendeine Bedeutung haben könnte, glaube ich nicht. Mit seiner "Flucht" von zu Hause war die doch abgehakt. Ich dachte eher an eine Verbindung zwischen ihm und Leesha.

    Schön gemacht, aus Sicht der Wächter auf der Mauer zu erzählen, dass der Einarmige jede Nacht erscheint und versucht, in die Stadt zu kommen und als er besonders durchdreht an dem Tag, an dem Arlen draußen war und dann (nach 2 Jahren) entdeckt er tatsächlich einen Defekt in der Siegelkette und bricht durch. Arlen zeigt wieder viel Mut und rettet seine Freunde. Ich musste schmunzeln, als Ragen mit Rüstung und Waffen auftauchte, ich sah ihn vor mir, grinsend und mit Massen an Waffen ...


    Arlen eröffnet sich die Bibliothek des Herzogs (erinnerte ein bisschen an Kvothe) und er lernt ein Mädchen näher kennen, Mery, die Tochter des Bibliothekars. Ob sich da etwas entwickelt? Die Religion wird ebenfalls thematisiert. Der Herzog hat zudem jede Menge Bücher über die Zeit vor der Rückkehr der Dämonen, die werden sicher noch wichtig.


    Jetzt möchte ich aber auch bald erfahren, wie es Leesha und Rojer in der Zwischenzeit erging ...

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    Original von Suzann


    Das hat mich auch gewundert. Man könnte fast meinen, Geral hat da was gedreht, auch welchen Gründen auch immer. Ich kann mich allerdings nicht erinnern, ob er der Dämonenattacke auch zum Opfer gefallen ist, denn das würde meine Theorie entkräften.


    Geral hat doch nur die am stärksten beschädigten erneuert, bei den anderen hat er noch extra gesagt, dass der Bannzeichner sich die schnellstens vornehmen muss. Und er hat irgendwann vor Schmerzen geschrien, nein, der hat sicher nicht gelinkt. Ich glaube auch kaum, dass sich ein Mensch mit den Dämonen zusammentun würde, jedenfalls nicht mit denen, die wir bisher kennen gelernt haben.

    Wieder ein Perspektivewechsel (inkl. eines Sprungs in die Vergangenheit, denn das passiert schon 318 NR. Wir lernen Rojer kennen, der erst 3 Jahre alt ist - und beide Eltern bei einem Dämonenangriff verliert. In diesem Dorf (Flussbrücke) verlassen (naja verließen, denn das ganze Dorf ist den Dämonen zum Opfer gefallen) auf Bannzeichner und können selbst keine Siegel zeichnen, leider hatten sie einen, der seine Pflicht vernachlässigte ... Rojer jedenfalls kann sich mit dem Jongleur Arrick (der sich nicht gerade mit guten Eigenschaften hervor getan hat) retten. Wir treffen ihn bestimmt wieder.


    Arlen wird von Ragen eingesammelt und geheilt und mit nach Miln genommen, wo Ragen ein reicher Mann ist (da habe ich gestaunt!) - und kommt dort in die Lehre bei einem Bannzeichner, sieben Jahre lang (wie Leesha auch).


    Und der einarmige Dämon: Der ist wohl immer noch hinter Arlen her, den sehen wir sicher auch wieder ...


    Gefällt mir wirklich gut, der Roman und lässt sich flott lesen.

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    Original von JaneDoe


    Das Gefühl eines Rollenspiels hatte ich auch. Besonders, weil in den Leesha Abschnitten alles so überzeichnet wirkt: Leesha weint ständig, kein Mensch spricht normal, sie brüllen, krächzen, schreien. Sie prügeln gleich mächtig drauflos, ein Stoß oder ein einzelner Hieb reichen nicht aus.


    Naja, viele Fantasyromane ähneln Rollenspielen, vor allem High Fantasy, gehört irgendwie dazu und stört mich überhaupt nicht, im Gegenteil.

    Arlen ist zu Hause weggelaufen und muss nun die Nächte unter freiem Himmel verbringen. Ich fand diesen Abschnitt sehr spannend und habe mit Arlen gezittert, auch wenn ich denke, dass er uns als Protagonist erhalten bleibt. Hier kam auch der einarmige Felsdämon ins Spiel. Ich denke, er wird Arlens Erzfeind werden. Arlen ist verletzt, ich bin gespannt, wer ihn verarzten wird.


    Dann verabschieden wir uns von Arlen und lernen Leesha kennen, die mir wirklich gut gefällt. Sie lebt in einer anderen Gemeinschaft als Arlen, die Leute scheinen mir mutiger zu sein, was den Umgang mit den Dämonen angeht, allerdings ist ihre Religion doch mehr als fragwürdig. Auch Bruna finde ich klasse, obwohl es mich etwas stört, dass sie dauernd zuschlägt, andererseits ist es für sie eine ganz wirkungsvolle Methode ;-) Leesha wird nun also ihre Schülerin werden, sie scheint auch richtig Talent zu haben.


    Interessant ist, dass die Kräutersammlerinnen die Wissenschaft der alten Welt bewahren (und grundsätzlich keine Männer sind – die das Wissen eh nur für Krieg nutzen würden) und Bruna der Meinung ist, dass nur eine Mischung aus Magie und dieser Wissenschaft die Dämonen endgültig vernichten kann (und eine Allianz zwischen Arlen und Leesha?)


    Nach der Karte liegt Leeshas Dorf in einer anderen Richtung als der, die Arlen einschlagen wollte, sicher werden sie sich dennoch treffen und vielleicht ist es ja Leesha, die sein Leben retten wird.

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    Original von killerbinchen



    Sehr interessant finde ich allerdings die Idee, mal einen Fantasy-Roman zu lesen, der in unserer Welt, aber in der Zukunft spielt. Unser Wissenschafts-Zeitalter wurde komplett plattgemacht, und schwupps - schon haben wir wieder mittelalterliche, nein, eigentlich noch davorige, Zustände. Auch die Bezüge zu unserer heutigen Gesellschaft, z. B. dass in der einen Stadt die Frauen das Sagen haben, in der anderen Stadt nur Mitsprache-Recht und in einem ganz anderen Landesteil werden sie mit Decken verhüllt; sehr interessant und klug gemacht.


    Auf die Idee bin ich gar nicht gekommen, für mich ist der Roman reine Fantasy ohne Bezug zu unserer realen Welt, aber deine Idee hat was und wäre - zumindest bisher - durchaus eine Möglichkeit ...

    Endlich habe ich es nun auch geschafft, mit dem Roman zu beginnen. Sicher seid ihr anderen schon komplett durch und werdet meine Posts eh nicht mehr lesen, trotzdem will ich gerne noch meinen Senf dazugeben und bin auch schon gespannt, was ihr so geschrieben habt.


    Direkt positiv aufgefallen, ist mir die Karte und die Widmung: Für Ötzi.


    Ansonsten bin ich direkt sehr gut in die Handlung gekommen. Eine schreckliche Welt, in der man jede Nacht Angst vor den Dämonen haben muss und in der jede Nacht eine Menge Menschen diesen zum Opfer fallen. Schließlich auch die Mutter des Protagonisten, Arlen, der sich schon vorher Gedanken darüber macht, wie man mit der Dämonenplage umgehen soll - Kämpfen oder Verstecken - und der wohl seinem Vater nie mehr verzeihen wird, dass dieser sich gegen Kämpfen entschieden hat, obwohl die Mutter in Gefahr war. Arlen dagegen hat einfach gehandelt und versucht, seine Mutter zu retten. Ich denke mal, dass das seine Zukunft sein wird: Sich in irgendeiner Weise den Dämonen zu stellen. Vielleicht wird er wirklich Kurier. Diese Männer scheinen sehr mutig zu sein und ohne sie wäre die Gemeinschaft aufgeschmissen.


    Arlen mochte ich von Anfang an. Im Moment ist er noch ein Kind (11 Jahre alt), ich bin schon gespannt auf seine Entwicklung. Er hat schon früh Mut bewiesen, als er sich den Rowdys gestellt hat.


    Auch die Erzählung um die Horclinge und den Erlöser fand ich interessant und dass die Dämonen dann wieder in die Welt kamen, als die Menschen nicht mehr mit ihnen rechneten.


    Ich werde direkt weiterlesen, mir gefällt es bisher sehr gut!

    Die kleine Hailey verschwindet spurlos, der Ermittler Frand Decker setzt alles daran, sie zu finden. Dann verschwindet ein zweites Mädchen, aber haben die beiden Fälle wirklich etwas miteinander zu tun?


    Don Winslow macht es einem leicht, er lässt den Protagonisten Frank Decker, in Ich-Form erzählen, erzählt flüssig und in zum Teil sehr kurzen Kapitel, so dass man regelrecht durch den Roman rast. Die Spannung wird immer mehr aufgedreht, das Buch aus der Hand zu legen, fällt schwer.


    Frank Decker erzählt zwar in Ich-Form, aber wirklich kennen lernt man ihn nicht, sein Erzählstil ist sehr sachlich, man merkt zwar, wie getrieben er wird, aber an seinen Emotionen lässt er einen wenig teilhaben. Auch die anderen Charaktere werden eher oberflächlich gezeichnet, da hätte ich mir ein bisschen mehr Tiefe gewünscht.


    Bis zum Schluss ist dem Leser, trotz vieler Verdachtsmomente, nicht wirklich klar, was genau dahinter stecken könnte. Man kann gut mitraten, ist aber nie sicher. Die Auflösung wartet dann auch mit Überraschungen auf, ist aber logisch, zufriedenstellend und gut durchdacht.


    Der Klappentext spricht davon, dass dieser Roman der Auftakt zu einer neuen Serie ist und auch der letzte Satz deutet darauf hin. Ich würde mich wirklich sehr freuen, mehr über Frank Decker zu erfahren und ihn bei weiteren Fällen zu begleiten. Vielleicht dürfen wir nach und nach auch mehr von seinem Charakter erkunden …


    Don Winslow erzählt in bester Roman-noir-Tradition. Wer das mag und/oder generell spannende Thriller liebt, ist hier richtig. Ich kann den Roman sehr empfehlen, vergebe aber wegen der fehlenden Charaktertiefe nur 8 Punkte, mit Tendenz nach oben.

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    Original von Sandrah
    Dass Decker nun den Dienst quittiert um Hailey auf eigene Faust zu suchen finde ich mutig. Wäre es nicht leichter für einen Cop sie zu finden als für einen Privatmann ?


    Ja, aber ein Cop hat Vorgesetzte, die vielleicht wollen, dass er einen anderen Fall bearbeitet oder anderer Meinung sind bei der Wahl der Mittel ...

    Ein gutes Ende, das sogar noch eine Überraschung bereit hält, aber immerhin hat russo wohl nichts mit den Kindesentführungen zu tun. Die Bösen scheinen alle ihr Fett wegbekommen zu haben, die Mädchen haben wenigstens eine Chance auf ein gutes Leben und Decker, nun der letzte Satz macht Hoffnung, mehr von ihm lesen zu können, wie ja auch schon der Klappentext es versprochen hatte.


    Ich hatte schon geahnt, dass mit Sheas Vergangenheit etwas nicht koscher war, nicht umsonst nahm sie Drogen, dass ihr aber dasselbe passiert ist wie Hailey ...


    Auch die Mafia hätte ich nicht erwartet, passte aber, nur der alte Don wollte keine Geschäfte mir Kindern, Mafiaehre ...


    Mir hats gefallen, war spannend und ließ sich kaum aus der Hand legen.

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    Original von Knoermel


    Vielleicht weil sie nie eigene Kinder bekommen haben.


    Sie scheinen Hailey aber nicht wie einen Kindersatz zu behandeln. Ich glaube auch, dass sie in einem Alter sind (Althippies) in dem man sich letztlich damit abgefunden hat, kein Kind zu haben. Die Frage bliebe: Warum jetzt, warum Hailey ( ein farbiges Kind) ...


    Ich denke, die Gründe sind andere ...

    Auch in NY findet Decker eine Spur. Es kann kein Zufall sein, dass derjenige, der auch an der Tankstelle war, als Hailey dort gesehen wurde, eine Geliebte hat, die Hailey so ähnlich sieht. Lässt er sich da eine Nachfolgerin heranziehen? War er an der Tankstelle, um Hauley zu begutachten? Shea nimmt Drogen, warum wohl? Ich hoffe sehr, dass Haileys Mutter nicht mit dahinter steckt ...


    Kinderprostitution und -pornografie wird zum Thema, Doch Wilson tritt es nicht breit sondern überlässt viel der Fantasie des Lesers ...


    Hailey verliert derweil mehr und mehr ihre Erinnerung, sie ist ja auch noch so jung. Ich hoffe so sehr, dass es für sie möglichst gut ausgeht!


    Sehr spannend, lese direkt weiter ...

    Brittany wurde tot gefunden, ihr Entführer hat Hailey aber nicht. Decker quittiert seinen Dienst und macht sich auf die Suche nach Hailey - und ist Monate im ganzen Land unterwegs. Schließlich findet erine heiße Spur, die anscheinend sogar richtig war, denn Hailey hat ihn gehört, er sie aber nicht gefunden, leider ... Da blieb mir fast das Herz stehen.


    Deckers Ehe ist nun auch zerbrochen, aber da gab es ja schon vorher Probleme. Wirklich sympathisch ist mir seine Frau nicht.


    Hailey wird von einem älteren Paar gefangen gehalten, das ihr nichts Gutes von ihren Eltern erzählt und das ihr einredet, jemand anderes zu sein. Schlimme Sache ... Ich frage mich, warum die beiden das tun.


    Lässt sich sehr gut lesen und ist spannend!

    Ich habe heute auch direkt begonnen. Don Winslow macht es einem leicht, er lässt den Protagonisten Frank Decker, in Ich-Form erzählen, erzählt flüssig und in zum Teil sehr kurzen Kapitel, so dass man regelrecht durch den Roman rast. Die Ermittlung wird sehr detailliert beschrieben und auch, wenn das Thema sehr ernst ist, ist es doch interessant, wie der Apparat beim Verschwinden eines Kindes arbeitet. Für Eltern ein wahres Albtraumthema ...


    In kursiv nehmen wir an Hayleys Sicht teil, ihr wurde gesagt, ihre Mutter wolle sie nicht mehr, sie käme nun zu ihrem Vater (der gar nicht mehr lebt), klingt für much fast so, als wolle der Täter sie eher festhalten als gleich töten. Doch da 3 Wochen später ein anderes Mädchen entführt wird, sieht es eher schwarz aus für Hayley, sollte es sich bei beiden um den selben Täter handeln.


    In Brittanys Fall gibt es einen Verdächtigen, doch ist er wirklich der Töter? Es ist noch früh im Buch ....


    Spannend und interessant bisher, die Charaktere bleiben bislang eher oberflächlich ...