Beiträge von AngelikaLauriel

    Guten Morgen,


    ich bin jetzt aus dem Urlaub zurück und kann mich auch endlich zu Wort melden.


    Ich freue mich sehr, dass es bereits einige InteressentInnen gibt, und es ist mir natürlich recht, wenn wir einen Termin finden, der allen passt. Ich bin relativ flexibel, und unseren Familienurlaub haben wir noch nicht festgelegt.


    Es kann höchstens sein, dass ich mal ein paar Tage wegen anderer Verpflichtungen nicht mit diskutieren kann, aber dann melde ich mich einfach anschließend wieder und beantworte offene Fragen.


    Emilia ist eines meiner absoluten Herzensbücher, deshalb ist sie mir besonders wichtig. Ich würde mich sehr freuen, mich mit euch über sie auszutauschen.


    Ganz herzlichen Dank an Ayasha fürs Einrichten der Leserunde und an Batcat fürs Eintragen in den Eulen-Kalender!


    Liebe Grüße und eine schöne Woche mit Feiertag!

    Angelika

    Ihr Lieben,


    entschuldigt, dass ich heute erst antworte. Ich freue mich sehr, dass euch das Buch gefallen hat. Kleine oder größere Kritikpunkte sind normal und für mich völlig okay. Ich danke ich euch allen dafür, dass ihr euch an der Leserunde beteiligt habt.


    Was ihr zu Dennis sagtet, und dass er eine Strafe verdient hat. Anscheinend bin ich selbst eher ein versöhnlicher Typ, denn das höre ich relativ oft, auch in meinen anderen Liebesromanen. Ich sehe es eher so: Wenn jemand aufrichtig Reue zeigt und seinen Fehler einsieht, hat er es verdient, dass man ihm verzeiht. Aber vielleicht bin ich diesbezüglich wirklich zu weich.


    Dennis ist ja gerade erst 16, und er hat beinahe einen Unfall mit Todesfolge mit verursacht ... Ja, er wird daraus auf jeden Fall lernen und sich im positiven Sinne weiter entwickeln.


    Zu Jacobs Entwicklung: Diesen Aspekt habe ich bewusst offen gelassen; meiner Ansicht nach kann es sogar kein anderes Ende geben. Für Gehörlose ist es vielleicht schöner, sich das Ende weiterhin in der Stille vorzustellen, nur für Hörende gilt ja Hören als ideal.


    Was das Alter angeht: Ja, für erwachsene Leserinnen ist ein All-Age-Roman gelegentlich grenzwertig, aber das macht ja nichts, solange man sich darüber im Klaren ist, dass es ja die Geschichte von Jugendlichen ist. Deren Erfahrungen, Emotionen und Entwicklungen sind einfach anders als bei Erwachsenen. Deshalb kann man als Autorin auch gerade die charakterliche Entwicklung am besten in einem Jugendroman darstellen.


    Ich danke euch nochmals fürs Mitmachen und sende liebe Grüße in die Runde!

    Ihr Lieben,


    eine Fortsetzung zu "Duft der Stille" ist nicht geplant. Die gemeinsame Zukunft der beiden stelle ich mir eher harmonisch vor, was dann allerdings keinen Stoff für einen Roman hergeben würde.


    Es gibt noch zwei Jugendromane, die auch recht intensiv sind. "Frostgras" ist vor einigen Jahren beim Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf erschienen, er ist auch eines meiner Herzensbücher. Das Buch ist inzwischen aber nur noch als e-Book erhältlich, und da finde ich den Preis selbst zu hoch. Ich habe mittlerweile die Rechte zurückgerufen und beabsichtige, den Roman nächstes Jahr selbst nochmal herauszubringen. Davor will ich ihn gerinfügig überarbeiten, aber eigentlich stehe ich immer noch voll und ganz hinter dem Buch. Also, wenn ihr ein bisschen Geduld habt, könnt ihr ihn dann nächstes Jahr in der gleichen Ausstattung lesen wie "Duft der Stille". Ich werde die Optik ähnlich gestalten und auch das Cover wieder von derselben Coverdesignerin machen lassen. Falls ihr mal schauen wollt, findet ihr auf meiner Homepage noch alle Angaben zum Buch: https://www.angelikalauriel.de/jugend-all-age/frostgras/ Wenn ihr ein bisschen scrollt, findet ihr auch einen Radiobeitrag von einer Lesung aus dem Buch. "Frostgras" ist mir auch sehr teuer.


    Und das dritte Jugendbuch ist "Schwerelos mit dir", dafür gilt im Prinzip das gleiche wie für "Duft der Stille", nur dass es hier kein so "schweres" Thema gibt. Es ist aber auch sehr intensiv und mir sehr wichtig. Dieser Roman ist zuerst bei 26books erschienen, und ich habe ihn ebenfalls erst dieses Jahr selbst als Taschenbuch herausgebracht, sozusagen als Probelauf zu "Duft der Stille". Diese Bücher habe ich ja selbst gesetzt, und ich musste erst mal ausprobieren, ob ich das kann. Und siehe da, diese Friemel-Arbeit macht mir richtig Spaß.

    Infos zu "Schwerelos" findet ihr hier: https://www.angelikalauriel.de…l-age/schwerelos-mit-dir/

    Dazu will ich bald noch eine Verlosung auf Facebook machen. Falls ihr dort auch seid, könnt ihr gerne mitmachen. In "Schwerelos mit dir" geht es wieder um ein stilles Thema, nämlich eine ganz besondere musikalische Begabung. Da war die Herausforderung, Musik in Sprache zu übertragen.


    Ansonsten gibt es noch Krimikomödien und Familienkomödien sowie zwei deutsch-französische Kinderkrimis und (leider nur einen) Fantasyroman für Kinder ab etwa 11.


    Und als Laura Albers schreibe ich Liebesromane, die auch schön sind, aber eher etwas leichter verdaulich als die drei obigen Jugendromane. Und an einem dieser Liebesromane schreibe ich gerade. Er spielt in der Bretagne, und meine jetzigen Erfahrungen mit "Duft der Stille" (die extrem positiven Reaktionen auf das Emotionale im Buch) haben mir geholfen, wieder mehr zu meinen Wurzeln zurückzufinden. Ich schreibe in gewisser Weise gerade wieder freier als in den letzten paar Jahren. Der neue Roman wird Anfang September erscheinen. Ayasha hat mit mir bereits geplant, zum letzten Sommerroman "Ein Boss zum Verlieben" (2017) eine Leserunde anzubieten, und daran wollen wir, falls Interesse besteht, auch eine Leserunde zum ganz neuen Roman anschließen.


    Ja, und dann wird es im Frühling nächsten Jahres wieder zwei neue Bücher geben, und zwar eine Krimikomödie bei dp Digital Publishers und einen weiteren "Herzensroman". Der Herzensroman ist wiederum eines der Werke, die die Verlage nicht annehmen wollen, weil er zu "ruhig und intensiv" ist. Dieses Mal ist es ein Roman für Erwachsene mit erwachsenen Protagonisten, aber er fällt eben wieder mal aus den üblichen Mainstream-Kategorien heraus. Die Protagonistin ist sehr weltfremd und skurril, und ihre Geschichte ist wieder mal extrem intensiv. Ich liebe auch das Projekt sehr und bringe es ganz im Self Publishing heraus. Mehrere Testleserinnen haben es schon für mich gegengelesen, ich habe wieder Lektorinnen und eine Korrektorin dafür, und erste Ideen fürs Cover habe ich auch schon gefunden. Thalia habe ich das Projekt vorgestellt, und sie werden es für mich exklusiv bewerben, bevor es dann auf allen Plattformen zu haben sein wird. Die Protagonistin heißt Emilia. Auf meine Emilia freue ich mich auch schon wahnsinnig. Sie wird mit ihrer ungewöhnlichen Art vermutlich polarisieren. Ein kleines bisschen erinnert mich Emilia an "Die fabelhafte Welt der Amelie". Ich glaube, von der Stimmung ist mein Roman vergleichbar.


    Ich freue mich sehr, dass ihr euch für meine Projekte interessiert, und vielleicht begegnen wir uns ja dann wieder in anderen Leserunden.

    :chen

    Ja, das mit den Namen ist immer wieder ein sehr ergiebiges Thema. Das hängt auch immer sehr von der Region ab, in der die Menschen leben, finde ich. Ich charakterisiere mit den Namen immer auch die Eltern der Jugendlichen. Was haben sie sich dabei gedacht, gerade diesen Namen auszuwählen?


    Bei Kari war es allerdings eine Kollegin, die Namensgeberin war, und bei Kitty hatte ich nicht so lange nachgedacht. Die Namen der Nebenfiguren kommen meistens von ganz alleine, während die der Hauptfiguren manchmal eine ganze Weile auf sich warten lassen oder sich sogar ändern.

    AngelikaLauriel Mein Selbstbewusstsein war mit 16 auch nicht gerade groß, ich kann mich noch gut daran erinnern. Aber mit 47 sieht man halt, wie dämlich man damals teilweise war ... :D

    Jetzt sehe ich es bei meinen Teenager-Töchtern, Hormon-Chaos pur :oha:lacht

    ^^ Ja, und die Mädchen heute sind, glaube ich, insgesamt doch selbstbewusster als wir damals. Aber so soll es sein. Hormonchaos erlebe ich natürlich bei den Jungs auch ... :fiesesgrinsen

    Mir gefällt das Buch unter anderem auch so weil ich ja selber ein "besonderes" Kind habe. Meine Tochter ist grad auch das erste Mal verliebt, traut sich aber nicht den Jungen z.B zu küssen, obwohl er sie auch mag. Ich finde sehr viel in diesem Buch wieder und das finde ich total schön:*:*

    Es freut mich, dass dir das Buch gerade auch deshalb so gefällt. Ich finde auch, dass es mit dem Thema "Achtsamkeit" zu tun hat. Deiner Tochter wünsche ich alles Glück der Welt, auch wenn ich nicht weiß, was an ihr "besonders" ist. Familien mit besonderen Kindern haben jedenfalls nochmal andere Herausforderungen zu meistern, als wenn alles easy-going ist. Daher wohl auch dein Nickname "Unkaputtbare"?

    Zur Therapie:


    Ja, in der Schweiz ging es darum, das Lippenlesen und auch die Lautsprache zu lernen.


    Bei Jacob hat bisher keine Therapie verfangen, alle Versuche sind ins Leere gelaufen, und dann haben die Großeltern auch zu früh resigniert, da habt ihr schon recht. Aber es gibt ja auch viele Menschen, die allen Psychotherapeuten misstrauisch gegenüber stehen. Letzten Endes erfüllen die Großeltern ihrem Enkel den Wunsch, nicht behelligt zu werden, aus Liebe, auch wenn das objektiv betrachtet ein Fehler ist.


    Was die Ohnmachtsanfälle angeht: Ja, das sind Panikattacken, die ihn in Triggermomenten einfach ohnmächtig werden lassen.

    Ein Gedanke am Rande:

    Viele Jugendliche finden Facebook schon fast altmodisch. Ob Laura und Jacob wohl auch Klassen-WhatsApp-Gruppen haben? Laura könnte auch mit ihrem Vater und Kari per WhatsApp kommunizieren - Teenager schreiben keine SMS oder Emails mehr ...

    ^^ Das ist der Grund, weshalb ich die Geschichte nicht nach 2018 verlegt habe, sondern in 2012 gelassen habe. Damals war Facebook noch DER Renner, und Whatsapp war noch relativ neu. Jugendliche waren noch nicht so flächendeckend mit Smartphones ausgestattet wie heute, und an den Schulen waren Handys noch streng verboten.

    Daher kommt die Art und Weise, wie sie kommunizieren. ;)

    Man müsste das alles gründlich abändern, damit es zu 2018 passt. Aber damit würde sich so vieles in der Geschichte ändern müssen. Deshalb sagte ich mir, ist es besser, es im Jahr 2012 zu lassen.

    Damals waren meine eigenen Jungs übrigens 14, 12 und 10 Jahre alt, meine älteste Nichte war gerade in Lauras Alter.

    Heute würde wohl vieles über Whatsapp, Insta und Snapchat laufen. Und ja, die Gruppenchats wären völlig normal. Das würde die Geschichte ganz schön ändern, nicht?

    Ja, an dieser Stelle kann ich jetzt nicht soo viel sagen, weil es mitten in der Entwicklung der Charaktere ist.


    breumel ... zu alt, hihi - das bin ich dann ja auch. ;-) Ich schreibe gern Jugendromane, weil man so junge Menschen sich besser und stärker entwickeln lassen kann. Bei Erwachsenen und Älteren ist das oft nicht mehr in diesem Maße möglich. Aber klar, alle Menschen sind anders, auch und gerade, was das Selbstbewusstsein angeht. Ich habe auch mit meinen anderen Jugendbüchern oft erlebt, dass manche Leserinnen sich mit den Protagonistinnen nicht so ganz identifizieren konnten, andere dafür aber total. Meine Protagonistinnen haben meist ein eher zu kleines Selbstbewusstsein, das sich im Lauf der Geschichte dann weiter entwickelt.

    Übrigens spürt Laura unbewusst genau, das Dennis vielleicht doch nicht der Richtige ist..sie will es nur noch nicht wahrhaben....

    Auch hier habe ich all eure Postings interessiert gelesen. Zunächst zu dem Posting von Herrn Palomar über die Konzeption des Buchs, so will ich es mal nennen: Es ist einige Jahre her, dass ich das Buch geschrieben habe, und ich wollte es "komponieren", wobei vieles davon sich von allein so eingestellt hat. Ich hatte ursprünglich noch einen Prolog, den ich dann aber entfernt habe, weil er zu vieles vorweggenommen hätte. Er ist in veränderter Form weiter hinten in die Geschichte eingegangen. Dazu kann ich aber am Ende noch mehr verraten.


    An die Nachbarn, das gebe ich ehrlich zu, habe ich nicht weiter gedacht. Vielleicht, weil ich selbst jemand bin, der zwar in einer sehr angenehmen Nachbarschaft lebt, mit der ich mich auch gut verstehe. Aber ich bin trotzdem gern für mich allein. Ich habe ja selbst eine recht große Familie, sodass ich keinen Bedarf an noch mehr Menschen habe. Vielleicht bin ich im Herzen auch eine Einsiedlerin, das kann sein. Gerade bei Gesine, die ja einerseits in so einem "halbwahren" Leben steckt (weil sie sich, wie ihr richtig festgestellt habt, dem Problem, dem Trauma, nicht stellt), andererseits aber einen sehr fordernden Beruf ausübt, den sie auch liebt (sonst wäre sie vermutlich depressiv) hat sich mir die Frage nicht gestellt, ob sie intensive Kontakte mit den Nachbarn pflegt. Sie lädt ja gern Lauras Freundinnen nach Hause ein, aber ja, ob die auch in der Nachbarschaft leben oder nicht, hab ich mich gar nicht gefragt. Ich denke aber, das ist ein Aspekt, der für die Geschichte nicht so wichtig ist.

    Gesine weiß übrigens, dass Jacob taubstumm ist, aber Laura hat sich in den drei Jahren zwischen der ersten Begegnung und dem ersten Schuljahr nicht mehr gefragt, was mit ihm nicht stimmt.


    Zum Wort "taubstumm": Für die Betroffenen ist es ein Begriff, der sie "beschränkt". Die Gebärdensprache und auch das Lippenlesen sind für sie mindestens gleichwertige Kommunikationsmittel zum Sprechen, von daher verstehe ich es, wenn sie es als eine Herabsetzung empfinden, als "stumm" (das hieße ja, sich nicht mitteilen zu können) oder "taub" (das hieße, nicht wahrnehmen zu können, was andere kommunizieren) bezeichnet zu werden. Genauso klar sehe ich aber auch, dass wir Hörenden, die vielleicht kaum oder keine Kontakte zu gehörlosen Menschen haben, den Begriff nicht im Geringsten herabsetzend meinen.

    In der Schule bekommt Jacob Besuch von Kitty. Die hat für mich ja schon einen sprechenden Namen, gerade in dem Abschnitt, wo ihre Ankunft als kleines Mädchen beschrieben wird, wirkt sie wie ein kleines verlorenes Kätzchen!

    Liebe Bella, wie schön! Das ist mir tatsächlich gar nicht aufgefallen, aber du hast so recht! Oft spielt mir der Zufall in die Hände, wenn ich meine Geschichten entwickle. Ich frage mich dann wirklich manchmal, ob das nur Zufall war. Es fügt sich einfach so vieles ineinander, was ich vorher nicht gesehen habe. Wobei ich gerade dieses Buch schon sehr, sehr gründlich vorher "komponiert" habe. (Und doch wollten die Verlage es nicht haben ... )

    Laura mag ja auch die neue Frau von ihrem Vater, sie will ja sogar dorthin ziehen. Ich kann beide verstehen, diese Situation mit der Mutter muss furchtbar sein. Wobei ich Gesine keinesfalls verurteilen möchte, ein Trauma ist ja eine behandlungsbedürftige psychische Störung, die bekommt man ja alleine meist gar nicht in den Griff, sie hätte sich längst Hilfe holen müssen, dann wäre ihr Mann auch nicht gegangen und diese Situation wäre garnicht erst entstanden, so wird sie Laura irgendwann verlieren, weil die es auch nicht mehr aushält. Das ist total traurig .

    Ah, ich sehe gerade, dass du darauf auch eingegangen bist. Ja, du fasst das so zusammen, wie sich die Geschichte bei mir gezeigt hat, als ich die Charaktere entwickelte.

    Ich finde auch, dass Lauras Vater hätte versuchen müssen sie zu sich zu holen.

    Ich habe aber schon das Gefühl, dass die beiden in regelmäßigen Kontakt zu einander stehen.

    Ja, das tun sie. Laura besucht ihren Vater auch regelmäßig, sie kennt ja auch seine neue Familie und mag sie. In ihrer Mail an den Vater kommt auch heraus, dass sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht hat, ob sie dann doch (also gab es vorher schon Gespräche) ganz zu ihrem Vater und der neuen Familie ziehen soll. Die neue Frau hat mit dem Vater gemeinsam drei Kinder, wovon das Jüngste ein Kind mit Downsyndrom ist. Eine solche Familie hat natürlich wahnsinnig viel zu tun. Das Angebot, dass Laura ganz zu ihnen zieht, steht/stand im Raum, aber sie hat dann ja selbst gesagt, dass Pascale mit ihren drei Kindern schon so viel zu tun hat.
    Und Gesine hat Laura schon ziemlich fest an sich gefesselt, das ist richtig. Aber alle entwickeln sich im Lauf der Geschichte ja auch weiter.