Nach den kleinen, im Grunde nicht weiter nennenswerten Finanzlöchern, die sich vor Kennedy auftun kommt ihm dieser seltsame Literaturpreis gerade recht. Allerdings gilt es eine nicht unwesentliche Hürde zu überspringen. Kennedy muss zurück in seine alte Heimat: England, was an und für sich noch nicht schlimm ist. Aber er soll Literaturstudenten unterrichten und seine Mutter besuchen. Schreck lass nach!
Saskias Krams Dichterlesung endet in einer unfreiwilligen Pinkelpause vor versammelter feministischer Kampfhennentruppe. ![]()
Ich bin gespannt, was aus dieser Familiengeschichte wird. Die Mutter wird behutsam eingeführt. Sie hat nicht mehr lange zu leben und Kennedy rast über die Gefühle aller Beteiligten hinweg, einschließlich seiner eigenen. Auch die Szene Schauspieler-Autor fand ich sehr reizvoll. Vor allem Curzons Versuch seine homosexuellen Neigungen von Kennedy quasi wegschreiben zu lassen, indem er mit der Teal filmtechnisch kopulieren darf ist Oscarreif. Schöne Idee.
Bei Spengler rastet Kennedy aus, nun ja, er redet Tacheles. Mir hat das imponiert. Überhaupt gefällt mir der Aufbau des Buches. Kennedy bekommt immer mehr Gesicht. Der Schreibstil ist packend und alles wirkt ungeheuer wahrhaftig auf mich.