Beiträge von Luc

    Nach den kleinen, im Grunde nicht weiter nennenswerten Finanzlöchern, die sich vor Kennedy auftun kommt ihm dieser seltsame Literaturpreis gerade recht. Allerdings gilt es eine nicht unwesentliche Hürde zu überspringen. Kennedy muss zurück in seine alte Heimat: England, was an und für sich noch nicht schlimm ist. Aber er soll Literaturstudenten unterrichten und seine Mutter besuchen. Schreck lass nach!


    Saskias Krams Dichterlesung endet in einer unfreiwilligen Pinkelpause vor versammelter feministischer Kampfhennentruppe. :lache


    Ich bin gespannt, was aus dieser Familiengeschichte wird. Die Mutter wird behutsam eingeführt. Sie hat nicht mehr lange zu leben und Kennedy rast über die Gefühle aller Beteiligten hinweg, einschließlich seiner eigenen. Auch die Szene Schauspieler-Autor fand ich sehr reizvoll. Vor allem Curzons Versuch seine homosexuellen Neigungen von Kennedy quasi wegschreiben zu lassen, indem er mit der Teal filmtechnisch kopulieren darf ist Oscarreif. Schöne Idee.


    Bei Spengler rastet Kennedy aus, nun ja, er redet Tacheles. Mir hat das imponiert. Überhaupt gefällt mir der Aufbau des Buches. Kennedy bekommt immer mehr Gesicht. Der Schreibstil ist packend und alles wirkt ungeheuer wahrhaftig auf mich.

    Kennedy Marr millionenschwerer Hollywood Drehbuchautor ätzt sich durch die ersten Kapitel. Der Frauen verrückte Narziss muss aufgrund einer wilden Schlägerei, bei der es selbstredend, um eine willige Dame ging, zu einer dieser lästigen Psychotherapien antreten, weil die Staatsgewalt das so will. Nicht weil Kennedy seinem liederlichen Leben den Garaus machen möchte. Wozu auch? Er hat alles, was er zum Leben braucht. Erfolg im Beruf, genug Frauen die sich entweder flachlegen lassen, oder per Internet seine Geschlechtstrieb anregen und eisgekühlte Drinks. Von Ihm aus könnte es wohl immer so weitergehen, wenn da nicht seine Verschwendungssucht wäre. In seiner alten Heimat England braut sich günstiger weise ein Literaturpreis zusammen. :grin


    John Niven schreibt extrem realitätsnah, jedenfalls empfinde ich es so, da ich Hollywood nicht kenne muss ich mich mit Augenzeugenberichten begnügen. :lache


    Kennedy hat zu viel Geld auf dem Konto und zu wenig Menschen mit Seele um sich herum. Denn er selbst scheint mir kein Zyniker zu sein, eher ein messerscharfer Beobachter, der sich hinter den Schutzwall seiner Intelligenz zurückgezogen hat. Ich bin bis jetzt sehr angetan von dem Buch. ich habe einige Male lachen müssen und bin schon gespannt auf den England Teil.

    Inhalt:
    Lula Landry, ein kakakofarbenes Topmodel stürzt von ihrem Balkon in die Tiefe. Die Polizei geht von einem Selbstmord aus. Doch ihr Bruder hat Zweifel am Tathergang. So wendet er sich an Cormoran Strike, einen kriegsversehrten Privatdetektiv, den Schulden und Liebeskummer plagen.


    Meinung:
    Der Roman beginnt mit einem Paukenschlag, dem Tode der gazellenhaften Schönen und Reichen. Danach baut die Autorin in klassischer Erzähltradition ihr Personal auf, ohne sich tiefergehend um den Fall Lula Landry zu kümmern. Auf den ersten Hundert Seiten gleicht das Buch einem träge dahin fließenden Fluss, statt einem reißenden Strom. Was sich negativ anhört, stellt sich danach als Stärke heraus. Denn Cormoran Strike und seine Neu-Sekretärin Robin bilden schon bald ein vortreffliches Team und wachsen dem Leser schnell ans Herz. Ich hege große Sympathie für die Protagonisten und schätze den Schreibstil der Autorin außerordentlich.


    Aufgrund der Vorgehensweise vermute ich, dass Cormoran Strike noch mehrmals ermitteln wird, worauf man sich nur freuen kann. Der Privatdetektiv steht mit einem Bein immer in der Sch..., das andere hat er in Afghanistan verloren. Robins Einfälle helfen ihm immer wieder auf die Sprünge. Cormoran ist die Welt der Reichen keineswegs fremd. Er taucht ein in einen Sumpf familiären Hasses und gesellschaftlicher Raffgier, deren Krönung das Berühmt-sein darstellt. Die Autorin baut geschickt Spannung auf, legt falsche Fährten und erzählt auf keiner der über sechshundert Seiten langweilig. Ein gelungenes Buch. Mit Aussicht auf mehr!

    Dass es der Bruder der Täter war wundert mich zwar kein bisschen, aber die Wendung mit dem leiblichen Bruder toppt meine Erwartungen noch einmal deutlich. Und diese Charlie Geschichte mit der alles begann!!!


    Ein wunderbarer Dreh zum Schluss. Gefällt mir ausgesprochen gut.

    Rochelle ist also erwartungsgemäß hinüber. Ich glaube inzwischen felsenfest, dass in der Familie das Geheimnis verborgen liegt. Anders macht die Frage nach dem Testament doch keinen Sinn. Bin schon gespannt auf den Schluss.


    Wenn meine Vermutung stimmt wartet der Schluss noch mit einer richtigen Überraschung auf. :grin

    Das Topmodel passt nicht sonderlich zu dem Bild, was ich mir von Cormorn mache. :lache


    Aber jeder nach seiner Fasson. Duffield ist für mich nichts halbes und nicht ganzes. Ein Mörder ist er jedenfalls nicht. Die Leiche kann eigentlich nur Rochelle sein.

    Lulas Mutter ist wirklich die Krönung in einem durch geknallten Haufen. An einen Selbstmord glaube ich nun längst nicht mehr. Auch bei Somé trifft die Autorin den Ton. So unterschiedlich die Menschen auch sein mögen, sie kennt ihr Personal und bringt alle zum Leben. Charlotte hat sich inzwischen schon wieder nach einem neuen Mann umgesehen. Bis jetzt ein echtes Lesevergnügen!

    Also mir scheint all das Robin findet Rochelle Onifade. Cormoran macht sich sofort auf die Socken und trifft auf eine Frau, die mein Misstrauen weckt. Irgendwie habe ich das Gefühl sie hat was zu verbergen.


    Cormoran Strikes Hintergrund wir noch einmal stärker ausgeleuchtet. Mir scheint alles darauf hinauszulaufen, dass Robin in seiner Nähe bleibt. Im Moment richtet sich mein Verdacht in Richtung Familienmischpoke. :grin

    Komisch, dass Tony Landry sich derart vehement gegen die Mordtheorie stemmt. Die Polizei hat sich auch all zu schnell auf einen Selbstmord festgelegt. Diese Wolfsmaske wird sicher auch noch eine Rolle spielen. Bislang traue ich allen alles zu. Die Szene mit Strike und Robin beim Klamottenkauf für Neureiche fand ich köstlich. Das Buch ist ein richtig schönes Vorweihnachtsgeschenk.

    Jetzt wird tüchtig ermittelt. Ich habe nicht die geringste Ahnung, wer der Täter sein könnte. Das Alibi ihres heroinsüchtigen Freundes scheint mir nicht kugelsicher zu sein. Aber vermutlich steckt hinter der ganzen Geschichte noch viel mehr.


    Was mich nach wie vor am meisten überrascht ist wie gerne ich den Text weiterlese. Es passiert gar nicht viel, die Vorkommnisse sind nicht sonderlich schrecklich und Strike ist auch kein glänzender Ermittler mit besonderen Methoden. Und dennoch funktioniert der Roman bei mir. Vermutlich liegt es an dem Ermittlerpaar und dem angenehmen Schreibstil.


    Mich würde nicht wundern, wenn die Autorin den guten Strike in Zukunft noch mehrere Fälle lösen lässt. :grin

    Das man nach 150 Seiten immer noch nicht sicher weiß, ob es in einem Krimi überhaupt einen Mord gab ist vermutlich rekordverdächtig. Immerhin ermittelt Strike jetzt munter und fragt die Beteiligten nach der Nacht, der Nächte aus und fördert neues ans Tageslicht. Erstaunlich, dass die Polizei ihre Arbeit derart lax genommen hat. Bin schon gespannt wohin die Geschichte läuft. Strike und Robin finde ich ein wirklich gutes Ermittlerpaar. :grin

    Lula Landry, von Beruf kakaofarbene Gazelle und Fotomodel scheint Selbstmord begangen zu haben. Sie ist in einer Familie von Adoptivkindern aufgewachsen. Der Bruder wird misstrauisch und wendet sich an Cormoran Strike. Einem Privatdedektiv mit privaten Problemen, so ist er vollkommen Pleite und aufgrund der Trennung von seiner Geliebten wohnungslos. Ich habe zehn, zwanzig Seiten gebraucht, bis ich mich an den Schreibstil gewöhnt habe und fühle mich jetzt in dem Buch richtig Zuhause. Cormoran Strike ist ein Old School Ermittler, steckt immer mit einem Bein in der Sch...., das andere hat er irgendwo verloren. :lache


    Seine neue weibliche Aushilfe bringt zusätzlich Zündstoff in die Geschichte. Das ausgerechnet jemand, wie dieser Bruder des Opfers sich an jemanden wie Strike wendet, um einen Mordfall aufzuklären kommt mir zwar unwahrscheinlich vor, finde ich aber auch nicht weiter wichtig. Ich bin bislang sehr angetan von dem Buch. Vor allem von Cormoran Strike- Welch ein Name! Sicher ist der Anfang allerdings gewöhnungsbedürftig, weil die Aufklärung des Falles zunächst einmal zugunsten der Figurenzeichnung zurücktritt, was in modernen Krimis eher selten gemacht wird. Dennoch gefällt mir...