Beiträge von Sophie Bonnet

    Wow, liebe little sparrow , vielen lieben Dank für diese tolle Rückmeldung! Es hat mir aber auch großen Spaß gemacht, euch ein bisschen an der Nase herumzuführen.


    Ich fühl mich der Provence beraubt, jetzt, da ich das Buch zu Ende gelesen habe.

    Sophie Bonnet , schreibst du bereits am nächsten Band??

    Die Eckdaten und Personenkonstellationen sowie die Region für den nächsten Band stehen bereits. Momentan arbeite ich aber noch an einem anderen Projekt, das muss erst fertig werden.

    Vielen Dank für die tolle Begleitung der Leserunde. Auch der 8. Fall hat mich wieder mehr als überzeugt und begeistert. Absolut verdienten 10 Eulenpunkte.

    Ganz lieben Dank für diese wundervolle Rückmeldung!! :knuddel1Schön, dass du wieder dabei warst!


    Diese Leserunden bei der Büchereule sind immer etwas ganz Besonderes. Ich mag diesen bunten und fröhlichen Austausch.

    Liebe JASS ,


    entschuldige bitte die verspätete Antwort, ich habe den Beitrag gerade erst bemerkt!


    Liebe Sophie,

    liest du eigentlich auch selbst gerne Krimis oder hat dich das Schreiben von Krimis dafür "verdorben"?

    Tatsächlich habe ich früher wesentlich mehr Krimis gelesen. Inzwischen geht es querbeet. Entscheidend ist, ob mich eine Geschichte oder ein Setting neugierig macht.


    Und wie kommt eigentlich dein bunter Lebenslauf zustande und woher das Interesse an der Provence?

    Eigentlich war ich immer auf der Suche nach einem Beruf, der mich erfüllt. Das Schreiben hatte ich als Jugendliche noch ganz weit oben auf der Liste, aber es verlor sich im Lauf der Zeit, weil ich es mir am Ende doch nicht zutraute. Alles andere hat sich so ergeben. Die Mode macht mir noch heute Spaß und die Naturheilkunde hat mir geholfen, viel über die Menschen zu erfahren und hinter die Fassaden zu blicken. Weswegen ich für diese Umwege heute dankbar bin.


    Die Provence-Liebe kam vor über fünfundzwanzig mit den Büchern von Peter Mayle und der daraufhin folgenden ersten Urlaubsreise in den Luberon. Ich wusste sofort, dass ich darüber schreiben möchte. Heraus kam ein Thriller beim Fischer-Verlag, quasi mein erster Provence-Roman.


    Und was war bisher deine ausgefallenste Recherche?

    Die Besichtigung des alten "Hotel Angst" in Bordighera. Ein verlassener Ort mit unglaublich gruseliger Atmosphäre, den ich Dank des zuständigen Ingenieurs sogar noch vor der Sanierung besichtigen und fotografieren durfte. Der unter einem anderen Pseudonym geschriebene Roman selbst allerdings hatte schon im Vorfeld eine Zerreißprobe hinter sich. Dabei habe ich es zu vielen Seiten recht machen wollen und das ist dann leider komplett in die Hose gegangen. Dieses Buch würde ich mit dem Abstand von heute gerne noch einmal ganz neu schreiben.


    Falls du die Fragen schon ausführlich an anderer Stelle beantwortet hast, lasse ich mich gerne mit Links weiterleiten. :S

    Ich habe dir mal drei zur Auswahl verlinkt:


    Podcast: https://www.abendblatt.de/podc…asst-nicht-zu-Krimis.html


    Fragebogen: https://blog.ebook.de/autorenw…provenzialischen-intrige/


    Interview: https://meinfrankreich.com/sophie-bonnet/


    Liebe Grüße! :wave

    So ist es. Unter dem vorigen Bürgermeister Rozier konnte Pierre es sich erlauben, den Dienstwagen auch privat zu fahren. Aber die Dienststelle hat ja nur einen Wagen, und so hat er sich auch da schon mal das Auto von Carbonne ausgeliehen oder sich bei Poncet einen Wagen besorgt.

    Von den Rezepten (vielen Dank dafür) möchte ich gerne die Tartelettes mit dem Wildkräutersalat und den Auflauf (Clafoutis) nachkochen.....:)


    Auch dieser 8. Band hat mir insgesamt richtig, richtig gut gefallen.

    Vielen Dank für die Begleitung der Leserunde, Sophie.:blume

    Auch dir ganz lieben Dank – schön, dass du wieder dabei warst! :knuddel1

    Ich freue mich sehr, dass dir das Buch so gut gefallen hat und wünsche viel Spaß beim Zubereiten der Rezepte.

    Ich hab ja den Verdacht, dass die Polizisten auch deshalb so reserviert sind, damit wir mit dem armen Pierre mehr mitleiden und die Polizisten auch gleich mal verdächtig finden. :grin

    Ist auch was dran. 8)

    Edith meint: Was mir jedes Mal beim Lesen einfällt, ich dann aber beim Schreiben vergesse: Mich wundert, dass Pierre gar nicht auf die Idee kommt, dass Caterine auch mit jemandem im Zimmer gesprochen haben könnte. Er bleibt ja felsenfest bei der Überzeugung eines Telefonats.


    So was kommt vor, wenn man unter Stress steht. Und Pierre hat ja auch nur eine Stimme gehört.:wave


    Ist übrigens auch ein interessanter Aspekt, was es mit Zeugen macht, die im Moment einer belastender Situation sofort ein Bild im Kopf haben. Dieses wird dann für die Realität gehalten. Dass es auch andere Erklärungen gibt, wird oft gar nicht erst in Betracht gezogen. Wie bei Pierre, der ja voreingenommen ist, weil persönlich betroffen.

    Dazu gibt es spannende Artikel von der Gedächtnisforscherin Julia Shaw.

    Ich bin neugierig. Welcher Kollege war das denn? Pierre Martin oder Lagrange? Oder ein anderer?

    Das verrate ich nicht. 8) Aber ich musste echt schmunzeln, als das kam. Es ist ja alles eine Frage der Perspektive.

    Aber vielleicht wollen sie gerade deshalb keine Einmischung. Eventuell befürchtet er ja, dass Freunde in die Vorfälle verwickelt sind, und teilt insgeheim die Einstellung der Gegner des Verkaufs an die Chinesen.

    Es gibt noch einen weiteren Grund (ich hatte ihn im Buch kurz angedeutet):

    Bei einem Anfangsverdacht müssen die Beamten erst die Staatsanwaltschaft bzw. den Ermittlungsrichter informieren, bevor sie gegen jemanden vorgehen können. Das ist ein enormer Aufwand und das muss gut begründet sein. Hier gibt es ja nur Indizien, keine Beweise. Und bei der permanent überlasteten Polizei denkt so mancher lieber zweimal nach, bevor er da tätig wird.

    Interessant auch mal der Blick von der anderen Seite: Ich war neugierig auf den Schreibstil eines Krimikollegen und habe ein wenig im Buch geblättert. Dabei bin ich zufällig auf eine Stelle gestoßen, in der sich der Ermittler furchtbar über einen Dorfpolizisten aufregt, der seine Kompetenzen überschreitet und ihm sagen will, wo es lang geht. :lache

    Wie kommst du darauf, dass Luc schon den Mörder kennt? Hat er in den Vorbänden immer einen guten Riecher gehabt? :)

    Manchmal ja, manchmal nein. Aber meistens dreht er bei seinen Spekulationen ins Abstruse, sodass Pierre schon abschaltet, bevor er den möglicherweise wahren Kern erkennen kann.


    Die Darstellung der beiden Seiten des "chinesischen Problems" fand ich sehr anregend. Besonders über die Seite, dass sich die Chinesen damit auch verwestlichen und welche Auswirkungen das wohl auf ihre Bevölkerung etc. auf Dauer hat, hatte ich bisher noch wenig gehört.

    Sophie, wie bist du auf das Thema gestoßen?

    Châteauneuf-du-Pape war schon länger in meinem Fokus und als ich einen Bericht über das Problem der chinesischen Investitionen im Weinanbaugebiet Bordeaux gesehen habe, fragte ich mich, ob dies nicht auch in der Provence ein Thema sein könnte. Das war der Anstoß zu weiteren Recherchen.


    Ich bin dann relativ schnell auf das große Interesse seitens der chinesischen Mittelschicht gestoßen. Bloggerinnen und Blogger reisen beispielsweise zu den Weinfestivals nach Châteauneuf-du-Pape oder besuchen die großen Messen vor Ort, die VinExpo in Hongkong und die TopWine in Peking, wo sie auch an Wein-Seminaren teilnehmen, die von südfranzösischen Delegationen organisiert werden. Die Sache mit der Verwestlichung war aber auch in einem Zeitungsartikel thematisiert worden, wo man einen Händler zitiert, der viel mit China zusammenarbeitet und oft vor Ort ist. Und es gibt tolle Seiten mit Statistiken, die den Weinkonsum abbilden und ihn mit der politischen Lage in Zusammenhang bringen. Da war meine Neugier natürlich geweckt!

    Und ich dachte immer, es gibt keine schlechte Publicity :grin Auf jeden Fall gewerblich, wenn dann alle in einem bestimmten Hotel übernachten möchten oder in einem bestimmten Laden einkaufen.

    Das Problem bei Ménerbes war, dass die Besucher nicht nur in Massen einströmten, sondern auch gleich ein Häuschen oder eine Wohnung kaufen wollten. So gab es bald mehr Zweitwohnungsbesitzer als Bewohner, was nicht nur zur Verteuerung der Hauspreise führte, sondern auch zu einem saisonal verwaisten Ort. Außerhalb der Saison machten die Geschäfte nun noch weniger Umsatz, sodass viele schließen mussten. Heute ist der zusätzliche Touristenstrom verebbt und der Ort zwar hübsch neu gepflastert aber recht leer.

    Sophie Bonnet darf ich fragen ob sie mit einem Winzer vor in FR darüber gesprochen haben, oder haben sie das alles aus Bücher recherchiert ?

    Das die Steine die Wärme und Wasser speichern und die Folgen daraus fand ich sehr lehrreich.

    Beides. Bei meinen Recherchen vor Ort hatte ich eine exklusive Führung durch die Weinkeller vom Château la Nerthe. Damals habe ich dem Mann Löcher in den Bauch gefragt. Aber natürlich gibt es auch hervorragende Hintergrundberichte dazu, die man online einsehen kann.

    Super spannendes Finale. Und recht dramatisch. Herzergreifend aber die Szene am Bahnhof, als Alain und Pierre ihr verkorkstes Wochenende ad acta legen und von vorne anfangen wollen. Da hatte ich echt Tränen in den Augen. Wohl auch, weil es Pierre so viel bedeutet. Richard hat sich auch gemausert, aber ich kann es verstehen, wenn man doch fremd irgendwo hin kommt, die Tochter mit einem fremden Mann, da ist man erstmal auf Abstand, egal wie alt sie ist. Ich glaube, der Heiratsantrag hat ihm gezeigt, dass es Pierre ernst meint.


    Schön, dass dir diese Szenen gefallen haben. Die beiden Väter haben sich im Laufe des Schreibens wie von selbst entwickelt – es hat richtig Spaß gemacht, ihnen diesen Raum zu geben.


    Ich bin schon auf den nächsten Band gespannt. Da werden vielleicht die Zerrereien um den Posten eine größere Rolle spielen. Dieser Langlois scheint ein zäher Bursche zu sein.

    Ja, ich glaube, da ist noch ein kleiner Showdown fällig. 8)

    :rofl

    Und dann gab es auch noch das Problem von Peter Mayle, dass in der Serie schon thematisiert wurde. Es ist auch nicht lustig für die betroffenen Personen, wenn plötzlich große Touristenströme auf der Suche nach Originalschauplätzen einfallen.;)

    Stimmt, das kommt auch noch hinzu! Bei Sainte-Valérie kann so etwas zumindest nicht passieren. ^^

    Diese Krimireihe erinnert mich stark an Martin Walkers Buno aus dem Perigor, auf den ich bei Durand auch schon einmal einen Hinweis gelesen hatte.

    Stimmt, das war in "Provenzalische Geheimnisse". Da habe ich mich von Bruno abgrenzen wollen, weil das überhaupt nicht meine Absicht war. Ich hoffe also, du findest auch noch reichlich Unterschiede ... :lache


    Auf jeden Fall herzlich willkommen in der Runde. Schön, dass du dabei bist! :wave

    Jetzt habe ich mal kurz recherchiert. Ah, die französische Region gibt es wirklich, aber nicht das Schlosshotel. Wie bist du auf die Kombination gekommen? (Also warum nicht alles real vorhanden oder alles fiktiv) :)


    Mir ist wichtig, dass der Hintergrund zur Region real und authentisch ist, weil ich den Leserinnen und Lesern neben der Krimihandlung auch Wissenswertes über Land und Leute nahebringen möchte. Wenn du wolltest, könntest du also anhand meiner Krimis die Regionen bereisen.


    Wenn ich fiktive Elemente (wie z.B. das Schlosshotel, das Weingut oder Sainte-Valérie) einführe, dann nur, weil es mir die größtmögliche Freiheit gibt, sie in die Geschichte einzubinden.

    Ich möchte mir nur ungerne die rechtlichen Konsequenzen vorstellen, wenn ich einfach so jemandem ein marodes Elektrosystem unterjubele, einem Winzer den Verkauf an chinesische Investoren unterstelle oder den Bürgermeister als intrigant darstelle. 8)

    JASS Ich weiß ja nicht, wie es mir nach dem zwanzigsten Band geht (wenn es denn überhaupt so viele werden), aber noch habe ich alles ganz gut abgespeichert. :S^^


    Das lässt sich im Zweifel auch an den Jahreszeiten der Bücher abzählen. Provenzalische Verwicklungen = Sommer, Geheimnisse = Herbst, Intrige = Frühling etc.

    buchregal123 , das weiß ich ja, das hört man ja in den Nachrichten auch rauf und runter. Ich dachte ja eher an Weinberge etc. also explizit, das was Sophie im Buch anspricht. Was das für die Region bedeutet.

    Ja, das ist wirklich so. Das Interesse chinesischer Investoren konzentriert sich momentan noch auf die Weinregion Bordeaux (Bordelais), was steigende Bodenpreise nach sich zieht.

    Auch in der Provence wurden bereits Weingüter gekauft, Makler rund um Châteauneuf-du-Pape verzeichnen vermehrte Anfragen. (Siehe später auch meine Anmerkungen im Anhang des Buches).