Beiträge von SupaWeibi

    Oh je, wer will Lilian denn da Böses antun und bricht in das alte Cottage ein?
    Und dann fand ich sehr unheimlich, die Frau die neben dem Keltenkreuz auf dem Friedhof stand und Lilian beobachtete. So einen leisen Hauch von Grusel finde ich super.


    Schrecklich was mit Lilea´s Familie geschehen ist. Von einen Tag auf den anderen muss sie sich nun alleine durchschlagen. Um nicht erkannt zu werden, ändert sie ihren Namen in Meara. (ich muss gestehen, das ich mit diesem Namen extreme Probleme habe beim Lesen, bei mir wird sie gedanklich immer Maera ausgesprochen, keine Ahnung warum, erscheint mit leichter) *haha*
    Wie gut das Braen, Elis und Cadeyrn ihr begegnen und sie bei den schweren Wunden und Verletzungen helfen kann. Cadeyrn bleibt ja bei ihr in der Hütte, damit sie ihn gesund pflegen kann. Aus den beiden könnte noch was werden.
    Ich spüre beim Lesen eine kleine Pflanze der Liebe wachsen zu sehen. :heisseliebe
    Wäre schön, denn Meara könnte wieder glücklicher werden und Cadeyrn müsste nicht mehr in sein unliebsames Klosterleben zurück.



    Interessant wird es nun langsam und die Zusammenhänge der verschiedenen Kapitelzeiten nähern sich vielleicht durch die Zeichen auf dem Stein an, der beim Renovieren von Lilian´s Cottage zu Vorschein kommt.

    Bin immer noch verliebt in das Cover. Einfach toll und so passend.


    Huch, was Namen in der Personenliste, das hatte mich zu Beginn geschockt. :help


    Ich muss allerdings gestehen, das ich mich zu Beginn mit dem historischen Erzählstrang etwas schwer getan habe, da haben sich die Kapitel um Lilian lockerer lesen lassen.
    Aber mittlerweile habe ich mich in die damalige Zeit eingefunden.


    Wenn man, wie Lilian, alles verloren hat und keine liebende Familie im Hintergrund, dann kann ich mir schon vorstellen, wie man so alles hinter sich lassen kann und ein Abenteuer wagt. Sie hatte ja im Grunde nichts mehr zu verlieren.


    So einen "noch" unbekannten Gönner wünsche ich mir auch, der mir ein Cottage vermacht. Ok. sie muss es zwar wieder als Pilgerunterkunft in Gang bringen und bewirtschaften, aber mit den coolen Freunden die sie schon gefunden hat, klappt das bestimmt.


    Das die alten Kapitel in einer anderen Schriftform gehalt sind, finde ich schön.
    Cadeyrn mag ich sehr. Wie wird er sich entscheiden, nachdem seine ganze Familie ausgelöscht wurde? Stimmt das überhaupt? Wie will er sein weiteres Leben gestalten? Irgendwie klingt es nicht so heraus, als würde ich sich im Kloster wohl fühlen.


    So, nun habt ihr mich extrem neugierig gemacht und ich halte auch mal nach Bildern Ausschau.


    constanze : Was ich bei Dir immer wieder bewundere, wie Du Örtlichkeiten und die Natur so beschreiben kannst, das ich mir vorkommen, direkt und live vor Ort zu sein, obwohl ich ja eigentlich daheim gemütlich auf der Couch sitze. Das liebe ich an Deinen Büchern. :fingerhoch

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    Ausgerechnet bei einem Rendezvous mit Hauptkommissar Zimmer fällt Dr. Leocardia Kardiff, Zahnärztin mit Spritzenphobie, ein Toter buchstäblich vor die Füße. Dabei lief doch gerade wieder alles in so schönen geregelten Bahnen! Wird Leo es dieses Mal schaffen, sich aus den Ermittlungen herauszuhalten? Natürlich nicht! Schon gar nicht, als ein weiterer Mord geschieht – und sie mehr Verdächtige findet, als ihr am Ende lieb sind.


    Zur Autorin
    Isabella Archan wurde 1965 in Graz geboren. Nach Abitur und Schauspieldiplom folgten Theaterengagements in Österreich, der Schweiz und in Deutschland. Seit 2002 lebt sie in Köln, wo sie eine zweite Karriere als Autorin begann. Neben dem Schreiben ist Isabella Archan immer wieder in Rollen in TV und Film zu sehen, unter anderem im Kölner »Tatort«, in der »Lindenstraße« und in »Diese Kaminskis«, und mit ihrem eigenen Programm zu ihren Krimis auf der Bühne.


    Meine Meinung
    Da ist sie endlich wieder, in ihrem zweiten Band, Dr. Leo Kardiff. Ich hatte sie schon richtig vermisst, denn dieser Charakter, den Isabella Archan da erfunden hat, der ist witzig, schräg und ungewöhnlich, aber trotzdem auch normal und mit Alltagsproblemen belastet. Der Fall ist dieses mal auch recht außergewöhnlich, zumindest die Umstände, das Drumherum und die Personen die mitmachen. Um Hauptkommissar Jakob Zimmer ist wieder das altbewährte Team versammelt und es ist fast so, als würde man alte Bekannte wiedertreffen. Das ist auch einer der Hauptgründe, warum ich gerne Serien lese, dieses wieder erkennen und aber auch das man beim Weiterentwickeln der Protagonisten dabei ist.
    Der Spannungsbogen entwickelt sich rasch, aber überraschend. Erst ist man noch so gemütlich mit Leo und Jakob beim samstäglichen Brunchen und von einer Sekunde auf die andere sind die beiden in einen Todesfall verwickelt. Das Dabei sein, sieht Leo als Chance sich mal wieder detektivisch einzumischen, wenn sie auch mehrmals versucht es zu unterlassen, aber da sich einige Personen, die mit dem Toten zutun hatten, sich an sie wenden, da kann sie nicht anders und sie muss ihre freche Nase doch wieder in den Fall stecken. Sehr zum Leidwesen von Jakob Zimmer, der recht verliebt ist und nicht möchte, das ihr etwas passiert. Aber es kommt anders und Leo begibt sich in Lebensgefahr, diesmal aber nicht absichtlich, sondern zufällig. Ob sie da mit heiler Haut wieder rauskommt?
    Das Ende hat es in sich und da hat mich Isabella wieder mit überraschen können.
    Der Autorin ist hier wieder ein spannender Krimi gelungen, nur leider haben mich ab und an einige Wiederholungen gestört. Diese inneren Gedanken die man von Leo liest, z.B. das sie unbedingt einen Partner für die Praxis braucht, das sie einen Patientenaufnahmestopp einführen muss, oder das Britti wie ein Faultier im Stuhl hängt, dies wird alles mehrmals, auf kurzem Raume erwähnt und hat mich etwas im Lesefluss ausgebremst, aber das ist nur eine Kleinigkeit und hat mich persönlich gestört, andere LeserInnen können dies auch anders beurteilen.


    Wer Band 1 mit Dr. Leo Kardiff gelesen hat, sollte sich auch unbedingt diesem Buch widmen. Neben dem spannenden Fall, gibt es auch wieder einiges zum Schmunzeln und Leo wächst einem noch mehr an's Herz.

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    Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan.


    Zum Autor
    Dan Vyleta wurde 1974 als Sohn tschechischer Einwanderer in Gelsenkirchen geboren. Nach dem Abitur studierte er in England und Wien Geschichte und promovierte am King’s College in Cambridge. Für seine Romane hat er bereits mehrere Literaturpreise erhalten. Smoke begeisterte in den USA und in Großbritannien Kritiker und Leser gleichermaßen und erscheint demnächst in 15 Ländern. Nach vielen Jahren in Kanada lebt Dan Vyleta zur Zeit wieder in England.


    Meine Meinung
    Ich bin ja eigentlich so gar kein Fantasy-Fan, aber die Story klang einfach so abgedreht und ungewöhnlich das ich dachte, ich probiere es einfach mal aus und widme mich diesem wirklich dicken Schmöker von 624 Seiten. Und siehe da? Ich wurde nicht enttäuscht, denn es vereinen sich mehrere Genres in diesem Buch und es ist nicht nur ein reiner Fantasy-Roman. Das historisch düstere England, Ende des 19. Jahrhunderts, fand ich schon immer faszinierend und hier wird es wieder einmal sehr deutlich.
    Der Rauch wird von Dan Vyleta als eine Hauptfigur des Romanes dargestellt. Der Rauch löst sich nicht einfach in Luft auf, er ist ein ständiger Begleiter und ich wurde als Leserin so richtig durch die Geschichte geleitet, als würde mich der Autor an seine Hand nehmen und mir alles zeigen.
    Leider gab es in der Mitte des Buches ab und zu einige sich ziehende Längen, aber im Großen und Ganzen ein sehr lesenswerter Roman.

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    „Kommst du?“ Luise zupfte Paula am Arm. Ihre Freundin musterte mit großen Augen die Kleider der Damen und Anzüge der Herren, die gemessenen Schritts an ihnen vorbei in Richtung des Tenderschiffes gingen. „Oder wollen wir umkehren? So wie die Frau, die von einem Unglück geträumt hat?“ „Und dann?“ Paula schüttelte den Kopf, um allen Aberglauben zu verdrängen, aber klopfte dennoch ans Holz der Planken. Sicher war sicher. „Toi, toi, toi. Wir haben alles auf eine Karte gesetzt und werden nach New York fahren.“ Berlin, im Frühjahr 1912: Der Schauspielerin Paula und der Kostümbildnerin Luise steht eine glänzende Theaterkarriere bevor. Doch von einem Tag auf den anderen zerplatzen ihre Zukunftsträume. Die jungen Frauen verlieren Arbeitsplatz und Wohnung, ein gefälschter Schuldschein treibt sie zur Flucht. Letzte Rettung ist das großzügige Geschenk eines amerikanischen Verehrers: ein Erste-Klasse-Ticket für die Titanic. An Bord des eleganten Luxusdampfers findet Luise ihr Glück mit dem Steward Leonard, während Paulas Verehrer Ferdinand von Fahlbusch einen perfiden Plan verfolgt … Ein packender Schicksalsroman vor dem Hintergrund eines dramatischen Schiffsunglücks.


    Zur Autorin
    Christiane Lind hat sich immer schon Geschichten ausgedacht, die sie ihren Freundinnen erzählte, aber nur selten zu Papier brachte. Erst zur Jahrtausendwende erinnerte sie sich daran und begann Kurzgeschichten zu schreiben. Inzwischen hat sie unter den Pseudonymen Christiane Lind, Chris Lind, Laura Antoni und Clarissa Linden elf Romane bei den Verlagen Rowohlt, Thienemann, Droemer, Aufbau und Amazon Publishing veröffentlicht. Als Carolyn Lucas hat sie Fantasygeschichten im Selbstverlag publiziert.
    Beim Schreiben begibt sich Christiane am liebsten auf die Spur von Familien und deren Geheimnisse, sei es im Mittelalter, dem 20. Jahrhundert oder auf anderen Kontinenten. Nach beruflichen Zwischenstationen in Göttingen, Gelsenkirchen und Bremen teilt sie heute in Kassel eine Wohnung mit unzähligen und ungezählten Büchern, einem Ehemann und vier Katern. Die Samtpfoten erwarten von Christiane, dass mindestens eine Katze in ihren Geschichten vorkommt, was inzwischen ihr Markenzeichen ist.


    Meine Meinung
    Ostpreußen, 1899
    Der Prolog hat mich erst einmal ratlos zurückgelassen, da nur eine Person mit Namen genannt wird und die anderen, die hier auch zu Wort bzw. zur Tat kommen, werden namentlich nicht erwähnt. Sehr ungewöhnlich, das bin ich von der Autorin gar nicht gewöhnt, aber ich kann alle beruhigen, es klärt sich auf und der Kreis wird geschlossen.


    Berlin, 1912
    Ich bin immer wieder überrascht, welche wunderbaren weiblichen Charaktere die Autorin erfindet und in ihren Büchern verarbeitet. Man fühlt sich ihnen sofort nah und sehr verbunden, so auch hier mit Paula und Luise.
    Neben der Geschichte der Titanic und das Begleiten von Paula und Luise bei ihrer großen Reise, hat Christiane Lind diesmal sogar etwas Spannung mit eingebaut, sowas war ich bisher nicht gewöhnt, aber es passt zur Story und muss einfach so sein. Das darf gerne öfters vorkommen. Dadurch entsteht noch mehr Abwechslung und es kommt nicht zu sehr nach nur einer "Liebesgeschichte" rüber, obwohl es auch hier nicht zu triefend und zu schmalzig wird, wohl dosiert und nicht übertrieben, aber der Story anpassend inkl. historischem Hintergrundwissen.


    Sehr schön vorstellbar und anschaulich ist auch beschrieben, wie die Titanic in den Hafen einläuft um die Passagiere an Bord zu nehmen, wie die Suiten der 1. Klasse eingerichtet sind, purer Luxus und alles was das Herz der Reichen und Schönen begehrt. Man merkt aber auch, das Paula und Luise sich erst nicht richtig wohl fühlen in dem ganzen Luxus, aber so nach und nach liest man auch zwischen den Zeilen, das sich das doch irgendwann ändert. Aber sie verlieren nie den Boden unter den Füßen.


    Im Gegensatz zu Paula, Luise und den anderen Passagieren wissen wir ja, was für eine schlimme Tragödie folgte und wie das beschrieben wird, da lässt es einem schon kalt den Rücken runterlaufen. Frauen und Kinder zuerst in die Rettungsboote und so wurden Ehefrauen von ihren Männern und Kinder von ihren Vätern getrennt, in der Hoffnung sich doch noch lebend wiederzusehen. Aber was dann alle auf den Booten sehen müssen, lässt einem beim Lesen den Atem stocken. Die unsinkbare Titanic sinkt.
    Hier hat sich Christiane Lind sehr eng an den realen Ablauf orientiert und das ist auch gut so, denn schlimmer als die Realität war, hätte man es nicht beschreiben können.


    Wieder einmal ein wundervoller Liebesroman mit einem historischen Hintergrund, zwei starken und mutigen Frauen die ihr weiteres neues Leben in die Hand nehmen und einem kleinen Hauch von Krimi.

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    »Ihre Schönheit verzaubert, ihr Glanz weckt Begierde«. Als Geschenk Ludwigs I. an seine Maitresse verführten die Juwelen schon im 19. Jahrhundert zu verhängnisvoller Liebe und tödlicher Leidenschaft. Tatsächlich taucht kurz nach der Schmuckpräsentation in der Hofstatt eine Leiche am Fischbrunnen des Marienplatzes auf. Hauptkommissar Tom Perlinger, bayerischer Sonnyboy mit amerikanischen Wurzeln, trifft nicht nur auf familiäres Chaos und seine Jugendliebe, sondern ausgerechnet sein Halbbruder Max, der Wirt des Hackerhauses, wird des Mordes verdächtigt.


    Zur Autorin
    In der Nähe von Karlsruhe aufgewachsen, verbrachte die Autorin nach dem Abitur ein Jahr in Südfrankreich und studierte anschließend in Pforzheim. Nach dem Design Diplom zog es sie zu einem Redaktionsvolontariat nach München, anschließend arbeitete sie freiberuflich bei namhaften Zeitschriftenverlagen. Sie gründete 1997 eine Agentur und 2004 mit einer Partnerin einen Verlag, der Kinder- und Reisemagazine publiziert. Sabine Vöhringer ist verheiratet und lebt mit Mann, zwei Teenagern und Hund im Münchner Süden. Ausschlaggebend für ihr erstes Buch waren die früh geweckte Leidenschaft für spannende Kriminalgeschichten, das Interesse an der bayerischen Geschichte und die Begeisterung für die Münchner Lebensart.


    Meine Meinung
    Die Personenliste, wer mit wem verbandelt ist und warum, auf der ersten Seite des Buch ist Gold wert. Ich habe zu Beginn sehr oft darauf zurückgreifen müssen, denn es prasselten sehr viele Namen auf mich ein, aber keine Sorge, das hat sich nach einigen Kapiteln gelegt und dann hatte ich den Durchblick.
    Dieser Krimi aus München macht durch seinen Lokalkolorit richtig Lust diese Stadt wieder einmal zu besuchen und sich auf die Spuren der örtlichen Beschreibungen zu machen. Dieser Teil der Geschichte ist Sabine Vöhringer hervorragend gelungen. Zudem bekommt man Einblicke in die Macht-, Neid- und Gierkämpfe der reichen Münchener Geschäftsleute. Hier will jeder für sich das größte und fetteste Stück vom Kuchen abhaben.
    Die Protagonisten sind gut gewählt und könnten genauso in diesem Umfeld auch existieren. Allen voran natürlich Tom Perlinger, der hat irgendwas der Kerl. Ein Frauenheld, muskulös, gut aussehend und sexy.
    Neben der Geschichte, die in der heutigen Zeit spielt, habe ich die Abschnitte gerne gelesen, die sich mit dem früheren München und den Montez-Juwelen beschäftigt haben. Sehr interessant und aufschlussreich.
    Der Fall an sich war spannend und hat zum Ende hin nochmal reichlich an Fahrt aufgenommen. Sehr schön finde ich auch immer, wie hier geschehen, das nach dem Ende einer Story, manchmal noch eine Seite kommt, wo beschrieben wird, wie es nach dem Lösen des Falles mit den Personen weitergegangen ist und so blieben keine Fragen offen.
    Für Krimi- und München-Fans ein Muss und ich wünsche mir, das es noch weitere Fälle mit Sixpack-Tom geben wird.

    Meine Meinung
    Bei diesem Buch erging es mir genauso, als würde ich "Aktenzeichen xy ungelöst" anschauen. Ich weiß das diese Taten im realen Leben begangen wurden mit all ihren Grausamkeiten, aber da ich dies nicht nachvollziehen kann, versuche ich mir immer einzureden, das ist doch nur ein Film, bzw. wie hier, eine aufgeschriebene Story. Aber nein, es ist echt und nicht begreifbar. Wie können Menschen so etwas tun? Wie kann eine Mutter ihre drei toten Säuglinge jahrelang im eigenen Haus, im Keller, in einer Gefriertruhe aufbewahren, ohne das der Ehemann oder die beiden größeren Kindern jemals etwas davon mitbekommen haben? Wie kann eine Mutter damit leben, mit diesem Gewissen, was da unten im Keller liegt? Dieser Fall hat mir, neben einer anderen Tat, schwer zu schaffen gemacht. Zudem finde ich, das man dieses Buch nicht so einfach runterlesen kann, wie einen Krimi oder einen Roman. Nach jedem Kapitel, welches sich mit einer Tat beschäftigt, musste ich meine Gedanken erst einmal sacken lassen und mir Notizen machen, um meine Empfindungen und Eindrücke später in eine Rezension zu verpacken. Im Kapitel "Jutta zwei" musste ich mehrmals das Buch zur Seite legen, da doch sehr detailliert beschrieben wird, wie ein Mann auf grausamste und brutalste Weise gequält und gefoltert wurde, bevor sein Tod ihm endlich die Erlösung brachte. Schlimmer hätte es kein Horror-Autor schreiben können.
    Die meisten Kapitel sind in drei Abschnitte eingeteilt, zuerst wird die Tat beschrieben, dann erfolgt in Rückblicken die Kindheit der Täterinnen, das weitere Leben privat wie beruflich, dann wie es soweit kommen konnte, bis sie töteten und im letzten Teil lässt uns Herr Harbort an seiner Meinung und seiner Analyse teilhaben. Diese letzten Abschnitte des Autors bemerkt man sofort, denn irgendwie verändert sich hier sein Ausdruck. Im Gegensatz zu den Fallbeschreibungen, die sich oftmals so emotionslos und kalt lesen lassen, wie direkt aus den Akten abgeschrieben. Keine Ahnung, ob das so ist, aber beim Lesen bemerkte ich diese unterschiedlichen Schreibstile sofort.
    Ein Sachbuch welches nichts für zartbesaitete Menschen ist, aber wer sich auch schon für die anderen Bücher von Stephan Harbort interessiert hat kann sich getrost ans Lesen machen.

    Der Serienmord-Experte Stephan Harbort erzählt in seinem hochspannenden neuesten Buch "Killerfrauen" packend beispielhafte Fälle von Serien-Mörderinnen. Harbort analysiert die Motive, Hintergründe und Persönlichkeitsprofile von Mörderinnen: Eine Krankenschwester, die im Namen Gottes Patienten ermordet. Zwei junge Frauen, die ihre Untergebenen in der Drückerkolonne mit Baseballschlägern prügeln und foltern. Eine Eis-Verkäuferin, die ihre Exmänner erschießt.
    Deutschlands führender Serienmord-Experte Stephan Harbort gibt beklemmende Einblicke in die Abgründe der Seele. Denn Frauen töten anders.

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    Ich wusste sofort, dass ich etwas in Händen hielt, was ich nicht sehen wollte. Dennoch zog ich die Karte aus dem Umschlag und starrte auf die Schrift.
    Alles Gute zum Jahrestag!
    Ich fürchtete, mich übergeben zu müssen, faltete dennoch die Karte auseinander. Auf der Innenseite stand mein Name.
    Leah
    Einzig mein Vorname. In kindlicher Schrift. Jeder Buchstabe hatte eine andere Größe. Ich warf die Karte zurück auf den Tisch, als könnte sie mir körperliche Schmerzen zufügen. Meine Wohnung schien noch kleiner zu werden, als versuchte sie, mich zu erdrücken -
    Meine Vergangenheit holte mich ein.


    Zur Autorin
    Kathryn Croft glaubt seit ihrer Kindheit an die Macht von Geschichten und hat einen Abschluss in Medienwissenschaften und Englischer Literatur. Bevor sie mit dem Schreiben begann, arbeitete sie im Personalwesen und als Lehrerin. Sie ist immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und hat sich mit dem Schreiben ihres ersten Romans einen großen Traum erfüllt. Sie lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in Guildford, Surrey.


    Meine Meinung
    Dieser Roman hat mir mit Leah Mills, der Hauptperson, mal wieder einen Charakter sehr ans Herz wachsen lassen. Sie arbeitet in einer Bücherei, liest am liebsten in ihrer freien Zeit, hat mehr Bücher, als Möbel in ihrer kleinen Wohnung und kann abtauchen in die Geschichten. Bis ihre eigene kleine, gut verborgen gehaltene, Welt ins Wanken gerät. Leah ist eine Person die sich kaum einem Menschen öffnet, sie ist gerne alleine mit sich, braucht keinen Rummel und das vor lauter Angst das ihr Geheimnis niemals an die Öffentlichkeit kommt. Ich mochte Leah von Beginn an und je mehr man auch in den Kapitel aus der Schulzeit über ihren Werdegang erfuhr, umso vertrauter wurde sie mir. Hier ist es Kathryn Croft sehr gut gelungen, einem, diese eigentlich völlig fremde und nicht real existierende Person, sehr nahe zu bringen.
    Die Kapitel Im Heute (2014) und in der Schulzeit (1995-1999) wechseln sich so ab, das sie sich gut im Laufe der Geschichte ergänzen und man so einen guten Einblick bekommt, wie alles anfing und wie es eigentlich überhaupt hat so weit kommen können.
    Von Beginn an liegt das große Geheimnis aus Leah's Leben über der Story und das breitet sich so lang und breit aus, bis es am Ende endlich erwähnt wird und damit, hatte ich auf alle Fälle nicht gerechnet. Während des Lesens hat die Autorin mir immer andere Optionen vorgeführt, wo ich dachte, ich wüsste nun um was es in diesem Geheimnis ging, aber nein, die Wirrung wurde perfekt, und ich war wieder mit meinem Latein am Ende.
    Ein guter Roman mit fast durchgehender (An)Spannung, mit einem sehr schön zu lesenden und veranschaulichendem Schreibstil.

    Meine Meinung


    *Im dunklen dunklen Wald* ist das Debüt von Ruth Ware und ich wünsche mir auf alle Fälle weitere Bücher von ihr, denn dieser (Psycho?)-Thriller hat mir sehr gut gefallen.
    Ich schreibe Psycho extra in Klammern, da es vom Verlag aus als Thriller deklariert ist, aber ich finde schon, das sich vieles im psychologischen Bereich der teilnehmenden Personen abspielt.
    Von Anfang bis Ende schweben dunkle Wolken über der ganzen Geschichte, die sich auch nicht verziehen, sondern dadurch entsteht eine beklemmende, anziehende, gruselige und ängstliche Atmosphäre beim Lesen. Das ist der Autorin sehr gut gelungen.
    Zudem sind die Charaktere, bis auf Nora, sehr oberflächlich und teilweise nur angerissen vorgestellt, aber sie kamen mir so eigenartig und komisch rüber, das mir das auch reichte. Ich meine das nicht im negativen Sinne, sondern so, das die wenigen detaillierten Beschreibungen ausreichten um die Personen sofort einschätzen zu können. Nora lässt tiefer in sich blicken, sie beschreibt Gedanken, Gefühle und Ängste.
    Das Ende hat mich überrascht und war noch einmal spannend, denn damit hatte ich nicht gerechnet.
    Ruth Ware hat einen sehr bildlich vorstellbaren Schreibstil, der wirklich den Ort des meisten Geschehens, den dunklen dunklen Wald als extrem beklemmend, einsam, abgelegen und sehr düster beschreibt. Das hat mir wiederum sehr gut gefallen.
    Diese dunkle und düstere Szenerie legt sich über das gesamte Buch und hat somit auch einen leichten Gruseleffekt.
    Das Cover passt hervorragend zum Titel und spiegelt auch den Inhalt wieder.
    Alles in allem ein rundum gelungener Thriller, der mich sehr gut unterhalten hat.

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    Carla Brendel wird seit Monaten von einem Stalker verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt: Menschliche Haut. Ein Messer. Wunden. Aus Angst vor dem Fremden flüchtet sie aus ihrer idyllischen Heimatstadt in Norddeutschland zu ihrer Halbschwester nach Berlin. In Ellens luxuriöser Wohnanlage "Safe Haven", die mit neuesten Sicherheitssystemen ausgestattet ist, fühlt sie sich beschützt. Doch kurz nach ihrer Ankunft verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige Tage später aus der Spree geborgen. Ein tragischer Unfall? Oder wissen die anderen Hausbewohner mehr, als sie sagen? Carlas Zweifel wachsen. Sie bleibt und sucht nach der Wahrheit. Dabei merkt sie schnell, dass im "Safe Haven" ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen. Und es tödlich enden kann, wenn man zu viele Fragen stellt.


    Zur Autorin
    Susanne Kliem wurde am Niederrhein geboren und lebt heute mit ihrer Familie in Berlin. Sie ist gelernte Buchhändlerin und arbeitete u. a. als Pressereferentin für Fernsehserien von ARD und ZDF sowie für das größte deutsche Theaterfestival »Theater der Welt«. Seit 2009 hat sie bereits zahlreiche Krimis geschrieben. Nach dem Thriller Die Beschützerin (2014) erschien von ihr – ebenfalls bei carl’s books – der hochgelobte Kriminalroman Trügerische Nähe (2015), zu dem eine Verfilmung bereits in Vorbereitung ist.


    Meine Meinung
    Mit *Das Scherbenhaus* ist Susanne Kliem ein psychologisch-spannend gewebter Thriller gelungen, der es mit geschickten Wendungen schaffte, mich mehrmals beim Lesen in die Irre zu führen. Der Schreibstil lässt sich locker und flockig lesen, so das die Seiten nur dahin geflogen sind, alles ist verständlich gut durchdacht.
    Man begleitet Carla von Beginn an des Buches durch ihre Ängste, aufgrund des Stalkers, und wie sie versucht, den Tod ihrer Stiefschwester Ellen auf ihre Art und Weise zu klären, da sie nicht an einen Unfall glauben kann und will. Und irgendwie schwebt immer eine dunkle Wolke der Bedrohung über der Protagonistin, die sich jederzeit und überall zu entleeren drohte.
    Hinzu kommt noch, dass das Safe Haven Haus zwar nur ein Haus ist, aber durch die eindringlichen Beschreibungen was dort technisch alles möglich gemacht wurde, das die Bewohner eigentlich nichts mehr zu melden haben und sich alles von alleine und automatisch regelt, das brachte nochmals eine ganz andere unheimliche Seite in diese Geschichte. Ich glaube, in so einem Haus möchte ich niemals wohnen, das macht mir Angst von einer Technik abgängig zu sein, die für mich denkt, mich lenkt und mich fast unfähig und überflüssig erscheinen lässt.
    Leider störte mich das Ende etwas, welches ich als in die Länge gezogen empfand und die Abhängigkeit der beteiligten Personen untereinander erschien mir oftmals zu unglaubwürdig und zu unrealistisch.
    Aber ansonsten hat mich dieser Psycho-Thriller sehr gut unterhalten und mir eine beklemmende Stimmung beim Lesen bereitet.

    Meine Meinung:
    Dies ist das erste Buch des Autors Siegfried Langer, welches ich gelesen habe und ich muss sagen, es hat mir ganz gut gefallen.
    Der Schreibstil lässt sich schnell, locker und flockig lesen und der Einstieg in die Geschichte ist gleich sehr spannend, aber noch geheimnisvoll. Das rasante Erzähltempo bleibt bis zum Schluss durchgängig bestehen.
    Die Kapitel sind in "Damals", "Heute" und "Neulich" aufgeteilt, die Entstehung der Story springt hin und her und dadurch spitzt sich die Spannung immer mehr zu und die Aufklärung ist verständlich, lässt aber Spielraum für eigene Gedanken zum weiteren Leben von Kathrin und Mia.
    Die Nebencharaktere sind teilweise nur angerissen und nicht zu ausführlich vorgestellt, aber das passt in das Bild der Story. Bis auf die Hauptpersonen wie Kathrin, Heinrich und Amelie, die natürlich den Großteil der Geschichte ausmachen und die man zudem auch noch als jüngere Menschen kennenlernt.
    Wer die ehemaligen WGler in den Wahnsinn getrieben hat wusste ich bis zur Auflösung nicht. Ich hatte auch irgendwie niemanden in Verdacht und dann zack zack knallte mir der Autor die Person vor die Füße die an allem Schuld war. Das war gut gelungen.
    Ein lesenswerter Thriller und bestimmt nicht das letzte Buch welches ich von Siegfried Langer gelesen habe.

    Ich habe gestern Nachmittag diesen Thriller angefangen.


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    Zum wiederholten Male dringt jemand in Kathrins Abwesenheit in ihre Wohnung ein. Panik klettert in der jungen Mutter hoch. Als dann noch ihre Tochter im Kindergarten von Kathrins totgeglaubtem Ex-Mitbewohner angesprochen wird, ahnt sie, dass etwas Schreckliches bevorsteht. Wird die tragische Entscheidung, die sie und ihre Freunde damals in der WG getroffen haben, sie nun einholen? Getrieben von Schuld und Rache beginnt ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit, und zum ersten Mal in ihrem Leben muss sie die Kontrolle abgeben.

    Meine Meinung


    Ein Psycho-Thriller, der seinem Genre alle Ehre macht. Die Grausamkeiten und Quälereien schlagen einem beim Lesen schon oftmals auf den Magen und wer ein extrem zartes Gemüt hat, sollte wohl besser die Finger von diesem Buch lassen. Vanessa Heintz gelingt es sehr gut und anschaulich zu beschreiben, was ein Mensch alles ertragen kann und wie versucht wird seine Psyche zu brechen. In der Story wird sehr tief in die Abgründe der menschlichen Seele geschaut und das wird hier auch noch mit einer sehr spannenden Geschichte gut verbunden. Die Rache von Liliana ist zwar brutal, aber irgendwie kann man sie auch fast schon verstehen, das sie so handelt, wie sie es tut. Wer so etwas erlebt hat, kann kein normales Leben mehr führen. Bewegend fand ich die tiefen Einblicke in ihre Gedanken und Seele, wie stark sie eigentlich ist, aber auf einer anderen Seite auch sehr verletzlich, sanft und liebevoll.
    Die anderen Charaktere, neben Liliana und Merlin, sind so beschrieben, das man sie entweder gleich lieben, oder hassen muss, etwas dazwischen gibt es nicht. Und eine Person hat mich besonders genervt und in den Wahnsinn getrieben.
    Der Schreibstil hat sich gut lesen lassen, wenn man einmal von einigen kleineren Fehlern absieht, aber im Großen und Ganzen fühlte ich mich sehr gut unterhalten und ich bin gespannt, wie es mit Merlin und Liliana weitergeht.

    Ich fange *Im Regen verbrannt* von Vanessa Heintz an, ein Psycho-Thriller.


    Klappentext:
    »Und in diesem Moment konnte ich sehen, wie das Vertrauen eines Kindes sich in Luft auflöste. So viel Macht hat nicht einmal Gott.«
    In seiner Vorstellung gehört er einem ehrbaren Teil der Gesellschaft an, aber als Merlins Seifenblase mit dem gewaltsamen Tod seiner Schwester zerplatzt, erwacht der junge Jurist in einem Alptraum aus Lügen, Korruption und falschem Schein.
    Er begibt sich allein auf die Suche nach ihrem Mörder und findet Liliana, die geheimnisvolle Schönheit, die ihm mehr Rätsel aufgibt, als sie löst. An ihrer Seite wagt er sich in eine düstere Welt vor, in der Menschenleben wie Waren gehandelt werden und beginnt einen ungleichen Kampf gegen einen skrupellosen Menschenhändlerring.
    Doch er ahnt noch nicht, wer seine Gegenspieler in dieser perfiden Schachpartie wirklich sind.

    Band 4 der Nordsee-Krimi-Serie


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    Mia, jung, hübsch, mit den feuerroten Haaren und einem ausgesprochenen Faible für die Farbe Rot, ist verschwunden. Ihr knallrotes Fahrrad liegt verlassen im hohen Gras. Einige Stunden später finden Badegäste am Strand von Carolinensiel-Harlesiel eine männliche Leiche, die unerklärliche Kopfverletzungen aufweist. Am nächsten Morgen liegt eine halb nackte Frauenleiche zwischen einem alten Schiffswrack am Strand von Spiekeroog. Tomke Evers und ihr Team müssen ermitteln. Stehen die beiden Morde in einem Zusammenhang? Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Drei junge Touristen werden in erbärmlichem Zustand in einem Ferienhaus gefunden.



    Zur Autorin
    Gaby Kaden lebte über 50 Jahre in Hessen, hat einen erwachsenen Sohn und zog 2011 mit ihrem Mann an die Nordsee, nach Carolinensiel. Veränderungen sind wichtig, nur sie bringen mich weiter, machen mich offen. Stillstand ist Rückschritt , sagt sie. In der alten Heimat arbeitete sie im kaufmännischen Bereich, war Betriebsrätin, Schiedsfrau und folgte zusätzlich ihrer Berufung, der spirituellen Arbeit mit Menschen. Nach Kurzgeschichten und Meditationen veröffentlichte sie 2010 ihr erstes Buch Schluss mit Angst und Panik .
    Obwohl schriftstellerische Spätzünderin , hat sie mit ihren beiden Küstenkrimis Die Tote im Siel und Küsten Haie schnell auf sich aufmerksam gemacht. Sie sammelt wahre, dem Volk vom Munde abgeschaute Geschichten, die mit Erfundenem, Humor und ein wenig Lokalkolorit verschmelzen. Gaby Kaden ist ehrenamtlich im Deutschen Sielhafenmuseum in Carolinensiel tätig und seit 2015 Mitglied im SYNDIKAT.



    Meine Meinung
    Gaby Kaden konnte mich von Beginn an gleich wieder gedanklich nach Carolinensiel bringen und mich in die Geschichte reinziehen. Diesmal haben Tomke, Hajo und Carsten mehrere Straftaten zu bearbeiten, die aber irgendwie alle zusammen hängen müssen, denn in dem beschaulichen Küstenort kann es doch kein Zufall sein das so kurz hintereinander etwas passiert. Die Charaktere, die neben dem Team eine große Rollen spielen, sind der Autorin gut gelungen, so mit Eigenarten versehen, das man sie sich gut vorstellen konnte beim Lesen. Die Fälle an sich fügen sich dann zum Ende hin gut zusammen. Da ist es Gaby Kaden wieder sehr gut gelungen, zum Schluss hin, das Blatt noch einmal zu wenden. Man hatte beim Lesen als jemanden in Verdacht, da Hinweise und Verhalten der Person mir gar keine andere Möglichkeit gelassen haben, aber dann ist es wie so oft im Leben, es kommt anders, als man denkt.
    Oma Jettchen und Tant' Fienchen tragen auch wieder ihren niedlichen und humorigen Teil zum wirklich gut gelungenen Krimi bei. Die beiden alten Damen sind auch irgendwie so der Ruhepol in den ganzen Geschichten immer. Wenn man zu den beiden kommt, gibt es erstmal immer was zu essen, außer der blanke Hans ist im Anmarsch, und man fühlt sich gleich so heimisch und geborgen. Ich habe sie richtig in mein Herz geschlossen und hoffe, das sie noch lange, in den Geschichten, leben werden. Ohne sie würde echt was fehlen.

    Klappentext lt.amazon.de
    Es scheint ein normaler Fall zu werden. Thomas Martini soll einen vermissten Banker suchen, doch die Kripo findet ihn tot auf, praktisch vor Martinis Haustür. Einen Tag später taucht die zweite Leiche auf, vor dem Haus von Martinis bestem Freund Kommissar Carstens. Beide Leichen sind identisch gekleidet und haben einen Zettel in der Tasche mit dem Wort „KOMM!“ Ist das Wort eine Nachricht, ein Hinweis des Killers? Die Ereignisse spitzen sich zu, als an einem alten Tatort des Engelmachers zwei weitere Opfer gefunden werden. Alle Spuren führen zu einer Gemeinde am Sachsenhäuser Berg. Der Fall wird immer nebulöser. Jede Spur, die Martini und die Kommissare finden, wirft weitere Fragen auf wie die abgeschlagenen Köpfe einer Hydra. Zusätzlich kämpft Martini mit den Dämonen, die ihn seit dem Engelmacher-Fall verfolgen.
    Warum werden nur Banker getötet? Was hat die Sankt Bonifatius-Gemeinde mit dem Fall zu tun? Und warum schaltet sich der BND in die Ermittlungen ein? Um dieses Rätsel zu lösen, erhält der Detektiv Hilfe von einer Psychologin, die nicht nur seine Ermittlungen beeinflusst.



    Zum Autor
    Der gebürtige Frankfurter Alexander Schaub erblickte 1969 das Licht der Welt. Bis 2014 lebte er in der Mainmetropole. Im April ´14 zog er mit seiner Traumfrau Corinna nach Hattersheim. Über zwanzig Jahre arbeitete Schaub in der IT und war für Netzwerke im Microsoft-Umfeld verantwortlich. Seit 2007 arbeitet er im technischen Support eines 3D Drucker Herstellers. Über sein Schreiben sagt er: „Ich liebe Serien mit einem roten Faden und so soll es auch mit meinen Büchern werden. Die Charakterentwicklung meiner Protagonisten ist mir enorm wichtig.“ Mehr Informationen über den Autor sowie anstehende Lesungen finden Sie unter: www.alexander-schaub.de



    Meine Meinung
    Ich war so gespannt auf den zweiten Band der Trilogie, konnte es kaum abwarten und nun habe ich das Buch an einem Tag durchgelesen. Ich glaube, das alleine spricht schon für sich.
    Tom Martini, Ex-Bulle und nun als Privatdetektiv tätig, hat es mal wieder mit einem sehr ungewöhnlichen und mysteriösen Fall zutun. Ich mag diesen Charakter sehr, er ist menschlich, echt, redet nicht um den heißen Brei herum und hart im Nehmen, aber er zeigt auch Gefühle und hat ein gutes Herz.
    Die Geschichte spielt in mehreren Zeit-Ebenen die zwischen 1982-2012 angesiedelt sind.
    Zu Beginn dachte ich, oh je, hoffentlich komme ich nicht durcheinander, da es einige lose und unzusammenhängende Erzählstränge gibt und ich so gar keine Ahnung hatte, wie diese jemals zu einem Ganzen werden sollten. Aber ich wusste, Alexander Schaub wird das schon hinbekommen und ich wurde nicht enttäuscht. Zudem legte er einige falsche Fährten aus und lockte mich immer dazu, wen anderes in Verdacht zu haben. Mit kurzen Andeutungen brachte er in einer Sekunde meine nun endgültige Meinung wieder ins Wanken. Bis kurz vor Ende war mal Dieser und mal Jener für mich verdächtig. Sowas liebe ich sehr, wenn es dem Autor gelingt, mich bis fast zum Ende an der Nase herum zu führen, sehr gekonnt und einfallsreich.
    Das Ende hat es eh wieder einmal in sich. Actiongeladen wie bei einem Kinofilm, spannend, es ging Schlag auf Schlag und dann kam die Aufklärung und ich saß da mit offenem Mund und konnte diese Zusammenhänge so gar nicht glauben. Also damit hätte ich nie und nimmer gerechnet. Sowas macht für mich einen klasse Krimi/Thriller aus, das ich als Vielleserin dieses Genre, noch überrascht werden kann.
    Der Schreibstil ist wieder gut zu lesen, wie ich es schon von Band 1 "Der Engelmacher aus Frankfurt" gewohnt war.
    Toller Plot mit Überraschungen und Wendungen und einer letzten Seite, die so extrem neugierig auf den leider letzten Band der Trilogie macht.
    Also ich kann es kaum abwarten.