Beiträge von magister wigbold

    Jo, mein Haselöffelchen, du hast es erfasst. Man kann auch Poppy J. Anderson mit Goethe vergleichen. Beides sind Autoren. Beide haben gemeinsam, dass sie nicht nur einen Einkaufszettel schreiben können, sondern Bücher. Damit endet es aber auch ... :grin

    Du bevorzugst ihre Bücher, ich Goethes ...

    ... und er verleidet mir wirklich die Krimis, weil er kaum zu verstehen ist mit seiner Nuschelei und immer fahrig wirkt - leider scheint der Pool der Krimi-Schauspieler sehr klein zu sein, da er ständig auftaucht, entweder als Ermittler oder als Täter - für mich ein Grund abzuschalten.

    Keine Ahnung, was ihr alle gegen Brambach habt. Er kann so faszinierend ausrasten. Ein Hauch von Urgewalt. Archaisch :lache Das kann nur einer viel besser (m.E. ein C-Movie, aber Woods ist wie immer klasse)



    ab 2.34


    :grin

    Igelfilm und Igelgeschichten hier erinnern mich an einen Klassiker von Wilhelm Busch, den wohl jeder kennt. Es war das erste Gedicht, das ich (als Kind) auswendig lernte ... Und: Iss immer noch gut! :)


    Zu guter Letzt:

    Bewaffneter Friede


    Ganz unverhofft, an einem Hügel,

    Sind sich begegnet Fuchs und Igel.


    Halt, rief der Fuchs, du Bösewicht!

    Kennst du des Königs Ordre nicht?

    Ist nicht der Friede längst verkündigt,

    und weißt du nicht, daß jeder sündigt,

    Der immer noch gerüstet geht?

    Im Namen seiner Majestät

    Geh her und übergib dein Fell.


    Der Igel sprach: Nur nicht so schnell.

    Laß dir erst deine Zähne brechen,

    Dann wollen wir uns weiter sprechen!

    Und allsogleich macht er sich rund,

    Schließt seinen dichten Stachelbund

    und trotzt getrost der ganzen Welt,

    Bewaffnet, doch als Friedensheld

    Sagen wir mal so: HauptfigurEN.

    Romane, die über extrem lange Zeiträume laufen, haben zwangsläufig mehrere Hauptfiguren (Michener, glaube ich, habe ihn leider noch nicht gelesen). Generationenromane ebenfalls (Buddenbrooks, obwohl die Liebe des Autors eindeutig Thomas Buddenbrook gehört und er auch einen Großteil der Seiten einnimmt). Manche Romane versuchen sich am Panorama eines Ortes („Manhattan Transfer“ - entspricht im Film vielen Episodenfilmen) mit vielen, kurz auftretenden "Hauptfiguren" . Bei anderen wiederum gibt es zwei Handlungsstränge, die lange parallel nebeneinander und endlich aufeinander zulaufen („Der Schakal“ z.B., Forsyths brillanter Erstling).

    Gut ist, was funktioniert, sagt man im Hörspiel ...

    Ich persönlich präferiere bei Romanen EINE Hauptperson, auch wenn es ein „Antiheld“ sein sollte.

    Marion . Du sähest mich also gern auf einer Nagelbank liegen. Da tun sich Abgründe auf :lache

    Ich hatte das Buch ein paar Stunden zuvor zu Ende gelesen, und da darf man in einem Bücherforum (es ist ja in erster Linie ein Bücherforum (!)) ;)) seiner Verwunderung schon Ausdruck verleihen, dass man ein solches Buch gleich 2x liest. Das war nicht bös gemeint und davon stirbt niemand. Du darfst das Ilmep-Wohlfühlcredo nicht bedingungslos auf alle Fäden ausweiten. Es darf auch mal Polemik geben. Sonst stirbt so ein Forum.

    Das Politessenkäppi steht dir übrigens gut. :lache

     

    Ansonsten bin ich gerade dabei noch einmal alle Bücher von Chris Carter zu lesen. Aktuell bin ich kurz vorm Ende des Kruzifix-Killers und ich bin tatsächlich zum zweiten Mal absolut begeistert.

     

    Ich habe den Kruzifix-Killer gerade gelesen und bin erschüttert! Selten eine solche Ansammlung billiger Klischees im Stile eines 8-Klassen-Schülers gelesen. Eine völlig hanebüchene Story, strotzend vor Unmöglichkeiten, Längen und Unstimmigkeiten. Boahhh eh, das hast du zum zweiten (!) Mal gelesen und bist begeistert, obwohl du auch noch die Auflösung des einzigen klitzekleinen Spannungsbogens (Wer ist der Täter?) kennst. Boahh eh, lieber legte ich mich auf eine Nagelbank und läse

    freiwillig Jane Austen ...

    Aber, liebe Dany-Maus dazu gehört zugegeben Mut, Hingabe und Martyrium. Chapeau!

     

    Ansonsten bin ich gerade dabei noch einmal alle Bücher von Chris Carter zu lesen. Aktuell bin ich kurz vorm Ende des Kruzifix-Killers und ich bin tatsächlich zum zweiten Mal absolut begeistert.

     

    Ich habe den Kruzifix-Killer gerade gelesen und bin erschüttert! Selten eine solche Ansammlung billiger Klischees im Stile eines 8-Klassen-Schülers gelesen. Eine völlig hanebüchene Story, strotzend vor Unmöglichkeiten, Längen und Unstimmigkeiten. Boahhh eh, das hast du zum zweiten (!) Mal gelesen und bist begeistert, obwohl du auch noch den einzigen kleinen Spannungsbogen (Wer ist der Täter?) kennst. Boahh eh, lieber legte ich mich auf eine Nagelbank und läse

    freiwillig Jane Austen ...

    Aber, liebe Dany-Maus dazu gehört zugegeben Mut, Hingabe und Martyrium. Chapeau!

    ... weil ich gerade drei Tage an der Ostsee weilen durfte und kurz zum :fischmutierte. Baden und Tauchen: 5x am Tag. Beim Tauchen sah ich zwar außer Strandkrabben, Glasschollen und Tobsen nicht viel, aber das nehme ich der Ostsee nicht übel. Sie ist bei weitem nicht so salzig wie andere Meere, ohne gefährliche Strömungen und (möglicherweise) fiese Kollegen mit echten Flossen, und jetzt ist die Gute auch noch optimal temperiert: 19/20 Grad. Herrlich!

    Lumos - gleich z.B. das zweite Video: 1.33 lang


    Beethoven passt gut zu Alex. Der Hang zu klassischer Musik ist kein Indikator für die Bestialität eines Menschen. Hitler war begeisterter Wagnerianer, wurde geradezu inspiriert von ihm (Schlüsselerlebnis im Beisein seines Jugendfreundes Kubicek), Millionenschlächter Heydrich wurden die Augen feucht, wenn er seine Violine auspackte, Stalin liebte das Ballett usw.



    Dabei fiel mir übrigens wieder ein, dass, soweit ich mich erinnere, Alex bei der filmischen Adaption Kubricks eindeutig sadistische Phantasien hat, und seine Taten deuten dann natürlich auch daraufhin, dass er auch ein Sadist ist. Er ist also im Grunde nicht repräsentativ für die Allgemeinheit, da Sadisten, in vielerlei Abstufungen freilich, nur einen eher geringen Prozentsatz der Bevölkerung ausmachen. Da ich das Buch nicht gelesen habe, würde mich mal interessieren, ob das im Buch auch so rüberkommt, denn das widerspräche ja eigentlich Burgess' Prämisse. Er will ja etwas Allgemeingültiges aussagen ...


    breumel

    Mensch, dass du so harte Kost liest, damit hätte ich jetzt nicht gerechnet. Lass das mal nicht die Mädels im Ilmep lesen :lache ;)

    "Verlinkungen auf frei zugängliche Quellen im Netz sind keine urheberrechtlich relevante Nutzung – wer verlinkt, braucht dafür weder eine Genehmigung noch muss er zahlen. Dieser Teil des Urteils, das der Europäische Gerichtshof heute im Fall „Svensson“ gefällt hat, kommt wenig überraschend. In Deutschland hatte der Bundesgerichtshof im Fall „Paperboy“ schon 2003 vergleichbar entschieden."



    Aber sicher ist sicher! Wir wollen ja keine Abmahnanwälte, diese modernen Wegelagerer mit Schlips und Kragen, auf den Plan rufen. Wir hatten in einem Gedichtefaden in den Amazonforen damals tatsächlich mal den Fall, dass sich so ein Dödel meldete, der eigentlich froh hätte sein sollen, dass er erwähnt worden war ...77066edb7b21430c9b501044c00d1a34

    Die Reaktionen hatte ich schon erwartet. :grin

    Ich habe das Buch nicht gelesen, nur vor Jahren in einer Bibliothek etwa 2-3 Seiten. Natürlich kenne ich den Film von Kubrick. Exzellent! Wollte es auch lesen, aber bei der Lektüre von 2-3 Seiten der Vorlage wusste ich: nicht meines!

    Das beginnt mit der künstlichen Sprache des Protagonisten: russische Wortstämme (kein Problem, komme aus der ehemaligen DDR), Kunstwörter. Kritiker behaupten, der Leser solle belohnt werden durch die Aneignung der Floskeln (dies wäre Mord an meiner Gedächtniskapazität, denke ich), um dann umso tiefer einzudringen in die (doch geradezu peinlich) simple Gedankenwelt des Alex. Das kann man heutzutage nur noch Medizinstudenten zumuten, denke ich, eine tote, aber für die Wissenschaft umso geeignetere und in sich zutiefst logische Sprache zu erlernen.

    Das sichert Authentizität, aber ich denke, ich wurde in diesem Falle ausnahmsweise mit der Verfilmung besser bedient.

    Kein Urteil über das Buch, habe, wie gesagt nur 2-3 Seiten gelesen, werde aber eure Beiträge interessiert verfolgen.

    KON TIKI – die legendäre Heyerdahl-Expedition von 1947. Heyerdahl wollte beweisen, dass die Besiedlung Polynesiens von Südamerika aus erfolgte. (Es wäre möglich gewesen, wie er zeigte, aber heute wissen wir, dass es äußerst unwahrscheinlich ist)

    Obwohl ein Abenteuerfilm, treibt er langsam dahin wie jenes Floß aus Balsaholz, das damals seinen Weg nach Polynesien fand …


    Kleinigkeiten: Hailiebhaber mögen monieren, dass es so viele Große Weiße Haie wie plötzlich unter dem Floß nur vor Südafrika an einer Stelle gibt, auf hoher See findet sich eher z.B. der Weißspitzenhochseehai, der aber auch tatsächlich immer schnell vor Ort ist, wenn es irgendwo in den Weiten da draußen etwas zu knabbern gibt, aber ansonsten bleibt der Film nahe an der Realität, was freilich auch heißt: kein Drama!

    Es gelingen Bilder von atemberaubender Intensität. Den Walhai unter dem Floß zum Beispiel vergisst man so schnell nicht.

    Über weite Strecken kommt der Film ohne Musik aus, aber ganz am Ende punktet der Film noch mit einem wunderschönen Score.


    8,5/10 für das filmische Denkmal, das die Norweger ihren Abenteurern setzten.

    „zu den wenigen, die unsere Kohlendioxide mit bloßem Augen erkennen können."

    Niedlich! :) Ja, dieses mörderische, brutale Molekül mit den fetten, schweren Sauerstoffatomen. Es ist Gretas Verdienst, viele Leute auf die elementare Problematik aufmerksam gemacht und Teile der Jugend mobilisiert zu haben.

    Nobelpreis? Das ginge ein bisschen zu weit ... Voraussetzung ist ein Einsatz über viele Jahre hinweg ...

    Und es bleibt zu hoffen, dass sie sich nicht zu sehr verändert infolge des Hypes, der um sie gemacht wird. Erste Anzeichen dafür gibt es schon ...
    Aber egal wie es kommen sollte: Ob sie nun ausgenutzt wird oder nicht, es sind dies in jedem Falle Sternstunden ihres Leben. Momentan darf sie quasi gerade gratis über den Atlantik mitsegeln, ohne sich als Helping Hand verdingen zu müssen. Auch wenn es nicht sonderlich komfortabel wird. Gleichwohl: Sie lebt intensiv!

    ;)

    1000 Jahre her, aber ich erinnere mich, dass es mich damals gefesselt hat. Ein grundsätzlich realistischer Plot. Unzugängliche Kräfte waren da am Werk, doch wer? Die Spannung wuchs langsam, aber stetig ...


    Ich erinnere mich noch kurioserweise, dass Grisham 600000 Dollar für die Filmrechte bekam. Da macht es doch Spaß, die Feder nicht mehr aus der Hand zu legen ...