Beiträge von magister wigbold

    Stromberg - der Film.

    Yep, der hat mir gerade die Samstagnachtschicht versüßt. Der Film wurde übrigens weitgehend durch Crowdfunding fnanziert.

    Für Stromberg-Fans ein Muss. Wiedersehen mit alten Bekannten ... Betriebsausflug der "Capitol" - und Stromberg wird letztendlich zur Galionsfigur einer neuen "antikapitalistischen" Bewegung. Göttlich!

    Wichtig: Man sollte unbedingt ein bis zwei Staffeln der Fernsehserie gesehen haben vorher. Ansonsten wäre es nur ein Minimum an Spassss!

    :thumbup:

    "Der Weiße Hai"

    von Peter Benchley


    Verkaufsrang 500000 bei Amazon beweist, dass dieser Mist immer noch gekauft wird. Benchley hat viele Millionen Dollar mit dem Buch verdient. Schwer abzuschätzen aber ist, wie vielen Haien das Machwerk das Leben gekostet hat. Benchley sah das später ein und bereute, das Buch geschrieben zu haben. Sagte er wenigstens ...

    Schön blöd,

    würde ich sagen, aber immerhin hat sich der Rezensent die Mühe gemacht, das Buch zu lesen, ich nicht.

    Droste hat sich nicht selbst als "neuer Tucholsky" bezeichnet, sondern ein Kritiker der Süddeutschen Zeitung. Das ist ein entscheidender Unterschied. Wenn man schon etwas hinauskrakeelt inklusive übler Schmähungen, dann sollte man schon richtig recherchieren vorher. Stattdessen war hier offenbar der Wunsch Vater des Gedankens. Droste besaß ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein, aber megaloman war er nicht.


    "Keine Linie, kein Konzept"

    Droste schreibt keine Romane, sondern es handelt sich bei ihm immer um Glossen, Gedichte, gesammelte Kolumnen und Sprachminiaturen. Da bedarf es keines „Konzeptes“. Es ist ganz einfach eine zeitkritische literarische Produktion - mit den Mitteln der Satire. Wirft man Lichtenberg (Aphorismen) vor, kein Konzept gehabt zu haben? Tucholsky? Kraus? Na also.


    Über die Qualität vieler Texte sind sich die Kritiker einig: teilweise großartig bis genial (manche schwach). Die Liste der Elogen und begeisterten Kritiken von Kritikern ist sehr, sehr lang, und jeder, der wirklich über Sprachgefühl verfügt, weiß die Texte entsprechend zu würdigen.

    Aber nicht alles, was er schrieb, war gut, und gerade am Ende seines Lebens wurden die Texte schwächer (ich hörte das schon und habe ihn auch schon lange nicht mehr gelesen), was vermutlich seiner starken Alkoholsucht geschuldet war. Er starb an einer Leberzirrhose und hatte etliche Entziehungskuren hinter sich.


    Droste besaß eine enorme Sprachgewalt und stieß mit Worten zu wie mit einem Degen.

    So quasi mal als Anekdote am Rande ;): Anfang der 90er stand sein Name ganz oben auf der Todesliste einer Neonazigruppe. Es war ernst gemeint, und der Kommissar empfahl ihm, einen Waffenschein zu machen - er lehnte ab.

    Es nur mit ein bisschen Satire auf einen Spitzenplatz dieser Charts zu bringen - dazu bedurfte es schon eines scharfen Schwertes, das aber, wie gesagt, zumeist (!) :)nur aus Worten bestand ...


    10 Minuspunkte, und hier noch Böhmermann und Kühnert ins Felde zu führen - das ist nicht ohne Witz. :grin

    Hallo zusammen!


    Ich suche Krimis oder Thriller, in denen sich jemand, der/die als Kind (z.B. in der Schule) gemobbt oder schwer misshandelt wurde, später dafür rächt. Später, und das ist der entscheidende Punkt, heißt MINDESTENS 10 Jahre danach.

    Des Weiteren würde mich interessieren, ob jemand Krimis kennt (Polizeikrimis dürften dafür infrage kommen, kenne aber keinen, bei dem dies der Fall wäre), in denen (gleich) zwei Fälle, die nichts miteinander zu tun haben, gelöst werden.


    Gruß

    magister wigbold

    Wiglaf Droste ist gestern verstorben. Er war vielseitig, ein großartiger Sprachkünstler und ein Mann von Charakter und Format.


    Hier nahm er sich Ratzinger, damals noch Kardinal, vor:


    Ratzinger will Jesus werden / nicht erst im Himmel, nein: auf Erden. / Wer aber war der Lattenjupp? / Die Nummer eins im Gottesclub? / War Jesus Gottes elfter Finger / weil sich das reimt auf Ratzinger? / War er der Botschaft ihr Verbreiter / als Gottes Steh- und Samenleiter? / War der Mann nun Gottes Sohn / oder seine Erektion? / Die mit Metaphern um sich warf / denn schöne Sprache macht uns scharf? / War Jesus auch ein Freund der Qual / wie heute Joseph Kardinal? / Der Übelfinger ratzt durchs Land: / Euer bißchen Restverstand / sollt ihr in die Tonne treten / Ihr sollt nicht denken, ihr sollt beten! / Doch ich sage nur: Wohlan – / Ratzinger, geh du voran! / Willst du sein wie Jesus Christus / Nimm den Hammer, und dann bist du's! / Vergiß die langen Nägel nicht / denn du bist kein Leichtgewicht. / Schön zu sehn für alt und jung / ist die Eigenkreuzigung / Schon in drei Tagen bist du schlaff

    Bis dahin grüßt dich

    Drostes Wiglaf

    Zwei glorreiche Halunken

    (The good, the bad, the ugly)


    Kurzbeschreibung:

    Ein mysteriöser Fremder namens Joe, der mexikanische Revolverschütze Tuco und Setenza, ein sadistischer Krimineller sind auf der Jagd nach einer Geldkassette. Inhalt 200.000 Dollar. Die drei Desperados haben untereinander nichts gemeinsam - werden aber zu Komplizen, wenn es die Situation erfordert. Doch jeder verfolgt nur ein Ziel: die Geldkassette. Und keiner von ihnen ist bereit zu teilen.


    Mein Eindruck:


    Pferdeoper. Spaghettiwestern. Nicht in der amerikanischen Prärie, sondern in der spanischen Wüste gedreht. Wortkarge Kriminelle. Simpler Plot. Amoralisch. Gewalttätig. Längen. Das Drehbuch in 11 Tagen geschrieben (angeblich!). Sah ihn als Kind zum ersten Mal und konnte nichts groß dran finden …


    Immer mal wieder gesehen seitdem. Wurde besser und besser – ein untrügliches Zeichen … Mittlerweile im reifen Mannesalter eine Tankstelle, die ich einmal im Jahr anfahre.


    Ein Feuerwerk der Filmkunst. In bester Tradition des pikaresken Romans entspinnt sich vor der Kulisse des amerikanischen Bürgerkriegs eine furiose Jagd dreier Outlaws nach einer prallgefüllten Kriegskasse, die in einem einzigartigen Showdown gipfelt. Gelungene Balance zwischen trockenem Witz und Härte, wobei der Film im Grunde auch als Antikriegsfilm zu interpretieren ist, das Agieren unserer (Anti)Helden nimmt sich beinahe harmlos aus im Vergleich zum allgegenwärtigen Horror des Krieges. Geniale Kameraführung mit Wechseln zwischen Totalen und leinwandfüllenden Aufnahmen von Gesichtern wie aus zerkarsteten Landschaften geschnitzt. Exzellente Schauspielerleistungen bis in die Nebenrollen hinein. Eli Wallachs Spiel ist nicht zu toppen. Alles getragen von Morricones genialem Score – ein verdammtes Meisterwerk!


    Rundfunkbeiträge sinnvoll genutzt. Großartiger Tatort! Das fing schon beim Intro an, das die Atmo des genialen Thrillers „Sieben“ verströmte. Interne Konflikte schön herausgearbeitet. Gelungenes Spiel mit der Erwartungshaltung. Die Szene in der in der Tiefgarage - stark! Genial aus Versatzstücken gebastelt. Chapeau!

    Aldeer Faldeeer,


    ich sehe gerade, was dieser schwer unterbelichtete Paragraphenhengst, der auch noch die Chuzpe besaß, "Bruddenbrooks" als "durchschnittliche Unterhaltungsliteratur" zu bezeichnen, hier so verbrochen hat. Sagenhaft! :)


    Tipp, da ich "Walden" aufzählte: " Die amerikanische Literatur, so kühn und großartig sie ist, hat kein schöneres und tieferes Buch aufzuweisen.“ (Hesse)


    Jo, ich bin damit hier durch. Euch noch einen schönen Abend! :wave

    Klar, dass Voltaire hier jede Menge Claquere hat. In einem Bücherforum. Das sollte nicht verwundern. Das Buch als Universal-Therapie. Allheilmittel zum Zwecke der Resozialisierung.

    Ich könte mich beölen! Da hat ein Richter irgendwo in der amerikanischen Provinz eine kuriose Idee. So wie schon viele Richter in der amerikanischen Provinz kuriose Ideen hatten. Und sofort springt der deutsche Michel - ein paar tausend Kilometer entfernt - auf diesen Zug.

    Nach ein paar tausend Jahren Kulturgeschichte, also auch Buchgeschichte und praktiziertem Strafrecht - wäre so etwas längst gängige Praxis, wenn es etwas brächte. Verweise auf die obige Begründung.

    Aber irgendwo in der amerikanischen Provinz hat ein Provinzrichter eine kuriose Idee ...

    Die unterstellte AfD-Nähe ist freilich dummes Zeug, Dünnpfiff und Stumpfsinn. Mir fällt bei den Beiträgen Voltaires halt auf, dass er allen Ernstes glaubt, das deutsche Rechtssystem sei ein eherner Pfeiler menschlichen Zusammenlebens, ganz so als handelte es sich hier um eine objektive Wissenschaft. Wahrscheinlich muss der Junge das auch (als Anwalt), um nicht irre zu werden an seinem Job. :)

    Es ist natürlich im Gegensatz zu den Naturwissenschaften lediglich ein menschengemachtes Konstrukt, total fragil. Kann sich bei der nächsten Wahl schon ändern ...

    Ein Blick ins 20. Jahrhundert reicht aus. Das Strafrecht ist von den Nazis und von den Kommunisten sofort ausgehebelt, instrumentalisiert und verändert worden. Das ging ganz fix, und die Juristen haben sofort mitgespielt und sich schuldig gemacht ohne Ende ...


    "Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben

    das wird die rechte Form dem Geiste geben."

    Der hübsche Zweizeiler war Immer Goethe zugesprochen worden, war er aber nicht. Walther Victor hieß der gute Mann ... :grin

    Hoi! Jetzt hatte ich obigen Beitrag aus Versehen auch noch positiv bewertet.:)


    Ich hatte meinen obigen Beitrag lediglich überspitzt formuliert. Wer lesen kann, der lese!


    Dass beim deutschen Strafrecht in erster Linie der Resozialisierungsgedanke und nicht der Sühndegedanke steht, das wissen wir ja nun doch alle. Mit fatalen Auswirkungen: In Berlin wird mittlerweile jeden Tag ein Mensch mit einem Messer erstochen/lebensgefährlich verletzt. 7 Messerattacken pro Tag! Pro Tag! Das haben wir auch dem laschen deutschen Strafrecht zu verdanken, das sich dem „Resozialisierungsgedanken“ verpflichtet fühlt. Ein Angriff mit der Mordwaffe Messer wird in der Regel als „gefährliche Körperverletzung“ geahndet, während es doch immer eine versuchte Tötung ist. Hier lädt die deutsche Lullijustiz dazu ein, bei jeder Gelegenheit ein Messer zu zücken, so wie es mittlerweile ja auch geschieht ….

    Frage mal ein Opfer, was er darüber denkt, mein Junge.


    Aber ich schweife ab: Ob dass nun eine Auflage ist oder nicht oder wie auch immer das im Rechtssystem verankert ist, ist sekundär und irrelevant. Jemandem die Auflage zu machen etwas zu lesen, das kann langfristig immer nur Nachteile haben. Denn er assoziiert das auch später zwangsläufig bewusst oder unbewusst immer mit einem „MÜSSEN“, mit einer Strafe. Ganz einfach.

    Wer liest, liest auch so. Unter Straftätern gibt es viele, die lesen. Ich habe früher mal in einem Callcenter neben jemandem gesessen, der bereits zwei Menschen mit bloßer Faust erschlagen hatte und der sehr belesen war. Hätte man ihn zum Lesen verdonnert, hätte er gewiss nie wieder ein Buch angerührt. Schon aus reiner Opposition heraus! …


    Also halte dich mir dem Blödsinn, den du hier pauschal raushaust, etwas zurück. Dass du mal als Rechtsverdreher gearbeitet hast, befugt dich zu gar nichts!

    Jo, auch von mir alles Gute zum Geburtstag, Tante Li! Wir kennen uns ja (entfernt) noch aus Amazonien. Du warst schon da, als ich kam, und das ist fast zehn Jahre her. :)


    Übrigens, wäre gewiss sinnvoll einen Geburtstagsfaden zu erstellen, egal wann man hier aufschlägt, man fühlt sich immer genötigt, jemandem zu gratulieren ;), auch wenn man sie/ihn nie erlebt hat. Das gilt natürlich nicht für Tante Li, die längst zum Inventar meiner persönlichen Internetforen-Geschichte gehört ;)


    Was die Falken-Vergiftungs-Geschichte anbelangt: Knast! Knast! Knast!


    Ich gehöre zu den Generationen, die noch der Wehrpflicht unterlagen. Im Osten, wohlgemerkt! In der DDR. Das war zumeist die Hölle! Terror von oben, Terror innnerhalb der Truppe, Gefängnis grundsätzlich, man kam nur ganz selten raus ... Ich selbst habe übel abgekotzt in einer Grenzeinheit ... Vor ein paar Jahren begegnete ich jemandem, der seinen Wehrdienst damals auf ganz besondere Art hat ableisten dürfen: Er ist dazu verdonnert worden, einen Adler zu bewachen! Er durfte einen Adler bewachen! O Mann! :)

    Und er machte nicht den Eindruck, dass er das zu schätzen wusste.

    O Mann! :fetch:)

    Wir haben hier in Berlin oben am Rathausturm auch einen Nistplatz. Sie lassen sich nicht von jedem einladen:

    "Während der Restaurierung des Rathausturmes wählten die Architekten eine falsche Kiessorte aus – und prompt wurde an anderer Stelle gebrütet, bis die Falkenbetreuer Paul Sömmer und André Laubner den Fehler korrigieren konnten und den unter Naturschutz stehenden Tieren wieder einen angemessenen Horst verschafften."

    Danke für den Link, Bücherdrache! Werde öfter mal reinschauen. :)


    Und ich freue mich auf ein neues Buch von Jonathan Franzen im Mai:

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    Ein Essayist, schreibt Jonathan Franzen, sei eine Art Feuerwehrmann, „dessen Aufgabe es ist, direkt in die Flammen der Schande hineinzulaufen, wenn alle anderen vor ihnen fliehen". Seit nunmehr fünfundzwanzig Jahren führt Franzen, dessen Romane längst weltweit gefeiert werden, ein zweites Leben als unerschrockener Essayist. Jetzt, da der technologische Fortschritt die Menschen gegeneinander aufbringt, ja Hass zwischen ihnen schürt und der Planet von widernatürlichen Katastrophen heimgesucht wird, legt er einen neuen Essayband vor, der uns humanere Wege aufzeigt, in dieser Welt zu leben.

    Franzens große Liebe gilt der Literatur und den Vögeln, und "Das Ende vom Ende der Welt" ist ein leidenschaftliches Plädoyer für beides. Während in den neuen Medien eigene Vorurteile eher noch untermauert würden, so Franzen, lade die Literatur dazu ein, "sich zu fragen, ob man selbst vielleicht ein bisschen oder sogar vollkommen falschliegt, und sich zu überlegen, warum jemand anders einen wohl hassen könnte“. Worüber er auch schreibt – immer sind seine Essays skeptisch gegenüber vorgefassten Meinungen, selbstkritisch und voller Ironie. Auch Vögel verschont er nicht (die "alles töten, was man sich vorstellen kann"), aber seine Reportagen und Reflexionen – über Meeresvögel in Neuseeland, Waldsänger in Ostafrika, Pinguine in der Antarktis - sind sowohl bewegende Hymnen auf ihre Schönheit und Anpassungsfähigkeit als auch ein scharfsinniger, kluger Aufruf zur Rettung all dessen, woran uns etwas liegt.



    "alles töten, was man sich vorstellen kann"


    Wollte immer schon mal einen Roman von Franzen lesen. Aber oben zitierte Plattitüde ist nicht eben eine Werbung für den Autor, der angeblich ein Vogelliebhaber sein soll. Ein solches Pauschalurteil gilt selbstverständlich für alle Tier-Klassen unter Gottes freiem Himmel, insbesondere für die Spezies Homo sapien, die momentan ein Massensterben induziert, das nur mit den großen Massensterben der Erdgeschichte (Yucatan-Meteorit, Permkatstrophe usw.) zu vergleichen ist. Und da nennt sich die Spezies so gern „Gattung“, um sich einen singulären Status zu verpassen. Tse tse.

    Nett gedacht von der Rezensentin, soll zeigen, dass Vogelliebhaber Franzen objektiv bleibt. Angemessen wäre, das auch mit einem schönen Beispiel zu illustrieren. Stattdessen dies unsägliche Zitat …

    Gleichwohl ein Pluspunkt für den fein formlierten kurzen Text, der insgesamt eben doch noch ein bisschen Lust macht auf einen Roman von Franzen.

    Ich habe Wondratschek auf der Leipziger Buchmesse 2011 erlebt. Bemerkenswert! Selbstsicher, klug und ehrlich. Passt zu ihm, dass er einst von seinem Verleger ein Kiste Gold als Honorar verlangte.

    Vergesse auch nicht, als er meinte, er wollte schon als Jugendlicher ein armer Poet werden. „Und das bin ich dann auch geworden: ein armer Poet.“

    Sollte er hier in der Bulettenmetropole lesen, ich würde in jedem Falle hingehen.

    Danke für die umfangreiche Zusammenfassung. War interessant.

    Dass es viel Aufregung um das Thema geben wird, müssen Verlag und Autor zwingend vorausgesehen haben, obwohl es im Grunde und bei Lichte besehen natürlich keinen Grund dafür gibt, dass Takis Würger Stella Goldschlag nicht zur Protagonistin eines Romans machen sollte.


    Takis Würger hat mal geboxt, also muss er auch einstecken können ;) Der Verlag hat ordentlich kassiert, also muss auch er einstecken können.


    Erinnere mich noch dunkel an den Aufruhr im Feuilleton, als klar wurde, dass Steven Spielberg die Geschichte Oskar Schindlers verfilmen würde. „Indiana Jones und der Holocaust“ empörten sich führende Kritikaster – noch bevor die erste Szene gedreht wurde! Viel Polemik und wenig Sachkenntnis, sie haben einfach nicht gepeilt, dass Spielberg ein brillanter Regisseur ist, der sich auch besagten Themas problemlos annehmen kann. Es ist dann ja auch ein Meisterwerk geworden …


    Es gab übrigens nicht nur das Sachbuch, sondern vor Jahren auch einen ausführlichen Artikel im Spiegel über Stella Goldschlag.