Beiträge von magister wigbold

    Sich beispielsweise mit 1000 Leuten zwischen 50 Bäumen zu räkeln, entspringt eher der Sehnsucht nach einem Massen-Erlebnis denn einem Naturerlebnis. Wer das lange vermisst hat und jetzt unbedingt braucht – ok. Ich selbst fand schon vorher: Ein dreiviertelstündiges Frühstück auf der Terrasse/im Garten mit frischem Kaffee (er schmeckt nie besser als an frischer Luft) hat mindestens die gleichen positiven Effekte wie 10-stündiges Brezeln und Bruzzeln oder Kaffee schlürfen zwischen lärmenden Menschenmassen.

    Nein, NOCH werden die Daten dort nicht aufgespielt, ist aber im Testlauf, soweit ich weiß...

    Danke!

    War in der Notaufnahme eines großen KH, und der wohl bis vor kurzem noch im Hörsaal sitzende Jung-Arzt stellte eine eindeutige Fehldiagnose. Jetzt hätte ich mir noch eine zweite Meinung eingeholt, aber wenn die dort lesen, dass ich bereits in der großen, renommierten Berliner Klinik gewesen bin - hätte das möglicherweise einen Einfluss auf die Diagnose gehabt. Aber die Sache hat sich erledigt. Ich habe die Spezialisten des Krankenhauses angemailt - und bald darauf kam ein Rückruf. Er hatte u.a. sich die Röntgenbilder angeschaut usw. und glaubt mir … Und die Sache läuft jetzt an. Er war sich nicht zu schade, gleich zu antworten. Chapeau!

    Konventioneller Racheplot mit früh bekannter Täterin. Nicht einfach, setzt immer ein gutes Script voraus (z.B. Columbo). Gelingt hier. Motivation, nach 45 Minuten bekannt, steht auf wackligen Beinen, mir ist kein realer Fall von Rachemorden infolge unterlassener Hilfeleistung bekannt, möglich ist es aber ...

    Gelungen:

    -kein Verständnisgesäusel bei der Festnahme, sondern einfach nur das angemessene: „Abführen!“

    -starker Soundtrack

    -die Erwähnung des legendären Kommandante Dagobert.

    -die Burka ist eine ideale Tarnung

    -ein schräger Gag. Polizistin zu Polizist: „Ich trage seit zwei Tagen die gleiche Unterwäsche, und ich erwarte, dass Sie das zu schätzen wissen“

    -der kauzige Tabaksladenbesitzer


    7,5-8/10

    Ich bin im Weltraum, und zwar in 4,37 Lichtjahren Entfernung von der Erde auf Alpha Centauri. Der große Stephen Hawking erörtert seit geraumer Zeit die Möglichkeiten, den Weltraum zu besiedeln. Er hält es für absolut notwendig, denn die Wahrscheinlichkeit, dass hier auf der Erde für Homo sapiens in den nächsten 1000 Jahren das Licht ausgeht, sei außerordentlich hoch.

    Schön warm hier auf Alpha Centauri A :grin

    Durchaus spannend. Auflösung spektakulär. Kritiker mögen monieren, dass sie doch sehr weit hergeholt ist, zumal die Grundannahme des Planes doch auf sehr wackligen Beinen steht. Aber es gibt bekanntlich nichts, was es nicht gibt: Wenn mitten im Pazifik ein Hai gefangen wird, in dessen Magen man einen menschlichen Arm findet, anhand dessen der Besitzer identifiziert und letztlich dessen Mörder überführt wird – so würde sich auch fast ein jeder mit dem Finger an die Stirn tippen. Ist aber passiert.

    Ballauf wollte ich eigentlich ignorieren, nachdem er seine Kollegin abgeknallt hat ;), aber eine psychiatrische Klinik ist ein spannender Ort, wiewohl klar war, dass es kein zweites „One Flew Over the Cuckoo’s Nest“ werden wird.

    Ja, die Akte. Sehe ich ähnlich wie Tom. Und: Die Therapeutin blättert zwei Sekunden lang durch die Akte und bemerkt (als Therapeutin!) sofort, dass die Medikamente kontraindiziert sind. Schenk nimmt die Aktie und verschwindet. Schnitt. „Sie hat die Akte rübergeschickt“, meint er. Gut, sie könnte eine Vorzimmerdame haben. Vielleicht sitzt sie ja in einer Gemeinschaftspraxis. Aber man will ja nicht päpstlicher sein als der Papst.

    "wenn Psychiatriepatienten fixiert werden, kniet keineswegs ein Pfleger auf deren Brust und zwingt sie brutal in die Manschetten"

    In der Theorie natürlich nicht, in der Praxis wird das gewiss zuweilen geschehen, diese Patienten entwickeln oft enorme Kräfte.



    7,5-8/10

    Klingt eigentlich völlig irre, aber ich glaube Frettchen aufs Wort. Es ist nicht zu fassen! Ich glaube neulich in der S-Bahn (die ja gerade immer schön leer ist) einige Meter hinter meinem Rücken strunzdummes Getuschel gehört zu haben, dass ich ja ein leichtes Opfer wäre, da ich ja lese …

    Sie assoziierten das offenbar mit körperlicher Schwäche :lache

    Habe mir nicht die Mühe gemacht, mich umzudrehen.

    Ich werde langsam alt, aber ich bin ein erfahrener Kampfsportler, hatte auch schon Anzeigen wegen Körperverletzung. Auf den Tag, an dem ich angegriffen werde, weil ich ein Buch lese, warte ich noch …

    Ich wünsche mir oft, wir würden Muttertag so ähnlich feiern wie Vatertag - eine Gruppe Mütter, ein Bollerwagen, kistenweise Sekt etc. und dann auf ins Grüne, ganz ohne Männer und Kinder... :suppeln

    Auf Blümchen, Kaffeetrinken, selbstgebastelte Geschenke und Frühstück würde ich dafür auch verzichten.

    Das wäre wohl ein schwarzer Tag für die Mitarbeiter der Notaufnahme in Krankenhäusern. :lache

    Fremdenfeindlichkeit in Sachsen ist harmlos im Vergleich zu Brandenburg wolltest du wohl sagen? Das schlimme hier im Osten sind die tatsächlich niedrigeren Fallzahlen. Hier kennt fast niemand jemand der daran gestorben ist oder auch nur im Krankenhaus war.

    Nein, wollte ich nicht sagen. Bin aber jetzt ehrlich erstaunt über die Statistik der letzten Jahre. Da liegt sogar Mecklenburg/Vorpommern vor Sachsen. Nun, das war nicht immer so:

    https://www.focus.de/politik/d…eme-gewalt_aid_87266.html

    Und schon zu Endzeiten der DDR trauten sich ausländische Studenten kaum in den Süden explizit nach Sachsen, weil sie dort Gefahr liefen, angegriffen zu werden.

    Da die Zahlen aber insgesamt relativ gering sind, ist die Statistik ohnehin nicht sonderlich aussagekräftig, so wie es nicht aussagekräftig ist, wenn beim Roulette 5x hintereinander Rot gewinnt. Bei vielen Würfen relativiert sich das. Dazu kommt, dass oft nicht genau klar ist, was ein rechtsextremer Mord ist und was nicht. Im Nachhinein wird die Statistik noch oft geändert, und wenn für einen Mord, der 200km nördlich von Sachsen geschieht, mit Worten aber in Sachsen der Boden bereitet wurde (Pegida usw.), steht das ebenfalls in keiner Statistik. Und wenn z.B. eine rechtsradikale Mörderbande namens NSU in Mecklenburg einen Mord verübt, aber aus Sachsen/Thüringen kommt und dort lebt und Unterschlupf sucht, dann erscheint dieser Mord in der Mecklenburger

    Statistik.

    Nein, vergiss es. Die bloße Zahl sagt hier nicht viel aus.

    Danke! Bei manchen Themen platzt mir eben einfach der Kragen. Aber eigentlich ist es sinnlos und vertane Zeit, denn wie sagte Wilhelm Busch so treffend?

    "Wer durch des Argwohns Brille schaut, sieht Raupen selbst im Sauerkraut."

    Wobei mir der Rechtsruck und die Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland schon Sorgen bereitet.

    Ist aber hier nicht das Thema.


    Ist völlig Banane und hier nicht das Thema, aber das oben zitierte Bonmot (also die "menschliche Dummheit" …) wurde Einstein wahrscheinlich im Nachhinein zugeschrieben. Ich habe gerade gestern bei einem anderen theoretischen Physiker gelesen:

    „In diesem Kapitel möchte ich … spekulieren, insbesondere über die Entwicklung intelligenten Lebens. Ich werde die menschliche Spezies dazurechnen ...“

    Man merkt, wie schwer Stephen Hawking das fiel … :grin


    Übrigens, Angie, „ Fremdenfeindlichkeit … in Ostdeutschland“. Sachsen ist mal noch eine ganz andere Nummer als sie anderen Länder Ostdeutschlands, würde ich sagen. Aber schön, dass du da was machst.


    Bei uns wird sich überwiegend an die Maskenpflicht gehalten. Im Baumarkt gestern wurde jemand ohne Maske zurückgeschickt. In unseren Bahnhofs-EDEKAs sind die Verkäuferinnen offenbar auch angewiesen, konsequent darauf zu beharren, was gerade in diesen Filialen eine große zusätzliche Belastung sein dürfte.

    Erste Erfolgsmeldungen der Wissenschaft entpuppen sich bei genauerem Hinsehen leider nur als erste Schritte (israelische Forscher haben monoklonale Antikörper isoliert, die es abschalten), aber es wird. Es wird.

    "Kommt die Mundschutz-Pflicht am Strand, wären auch die FKK-Bereiche davon betroffen."


    Sprengstoff! Verweigerungen und Ausschreitungen sind vorprogrammiert. :lache Die Gemüter erhitzen sich zuweilen umgehend, wenn es jemand wagt, mit Badehose am FKK-Strand zu flanieren. Aber ein verdecktes Gesicht? :gruebel Ich bin gespannt.


    Um Himmelswillen! Es gibt absolut keinen Grund, ein schlechtes Gewissen zu haben.

    Wie gesagt, die Aufgaben eines modernen Zoos sind vielfältig.

    Und selbst der Negativ-Punkt „nicht artgerechte Haltung“ ist hier von Fall zu Fall zu beurteilen. Für eine Raubkatze ist es natürlich fatal, wenn sie nicht auch einmal einen Sprint einlegen kann (obwohl die Gehege immer größer werden) Für andere Tiere wiederum ist es ein Glück, im Zoo zu sein. Nehmen wir mal die süßen kleinen Wellensittiche. Sie haben ein verdammt hartes Leben draußen im australischen Outback. Als absolute Nahrungsspezialisten sind sie permanent auf Futtersuche. Bei Dürren kommen sie zu Tausenden um. Sie werden von Raubvögeln gejagt, von Farmern abgeknallt. Im riesigen Vogelkäfig im Vogelhaus des Berliner Zoos hingegen haben sie genügend Freiflug, jede Menge Artgenossen, keinerlei Jagddruck und immer ein volles Futternapf. Sie fühlen sich dort schlicht sauwohl. Und wenn jemand einwendet, das sei aber nicht „natürlich“, dann stellt sich ebenso die Frage, inwiefern es für die Spezies Homo sapiens, die erst vor lächerlichen 10000 Jahren (zum Großteil) sesshaft wurde, natürlich ist, in den Supermarkt zu gehen und sich dort ein paar Steaks zu kaufen, abends mit einer Pulle Bier vor der Glotze abzuhängen usw.


    Ab 25. Mai können alle wieder an die Ostsee fahren. Oha, hoffen wir das Beste!

    Ich mag keine Zoos. Damit Kinder all die Tiere angaffen können, die wir ausgerottet haben?

    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe

    so müd geworden, dass er nichts mehr hält.

    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe

    und hinter tausend Stäben keine Welt.


    Seit Rilkes „Panther“ hat sich viel verändert. Die Haltung ist (in sehr vielen Fällen) artgerechter geworden. Zoos haben vielerlei wichtige Aufgaben: Forschung, Arterhaltung (viele Tierarten wären ansonsten bereits ausgestorben), Bildung usw. Viele Menschen verbringen einen Großteil ihrer Freizeit in ihnen.

    Wir sind gestern nach Rheinland-Pfalz gefahren und in Neuwied in den Zoo. Die Tierhäuser sind geschlossen, es gibt keine öffentlichen Fütterungen und in den Zooshop dürfen maximal 7 Personen mit MNS. Restaurant natürlich auch zu, aber es waren Imbissbuden geöffnet. Und es gibt einen separaten Ausgang, damit man sich nicht begegnen muss, und Hinweise dass man sich an den Rundweg halten soll.


    Abstand halten ging gut, nur manchmal musste man etwas abrücken, weil die Kinder das nicht so draufhaben und man sie ja nicht wegscheuchen will. Bei dem schönen Wetter waren die Tiere draußen und recht lebhaft. Uns hat der Ausflug gut getan und die Zoos brauchen dringen wieder Einnahmen. Es war auch nicht voller, als wenn man bei uns eine Runde bei schönem Wetter durch den Wald dreht.

    Ein Besuch in einem Zoo ist immer eine sehr gute Idee. In Berlin sind Zoo und Tierpark jetzt auch wieder offen. Großartig! Kosten für die Aufrechterhaltung des Betriebes: täglich 140000 Euronen. Der Zoo ist eine eherne Institution. Soweit ich weiß, war er sogar in den letzten Kriegstagen noch offen.

    Einige Tierarten sollen laut Pressesprecherin Homo sapiens schon vermisst haben (Affen, Papageien), während andere nach Öffnung etwas ängstlich/vorsichtig reagiert haben sollen (z.B. Elefanten). Allein Letzteres kann ich kaum glauben, gibt es doch im Tierpark einen Elefantenbullen, der nicht nur mir schon mal aus einiger Entfernung eine volle Ladung Dreck ins Gesicht geblasen hat.:grin