Beiträge von Anett Heincke

    ASIN/ISBN: 8728342151

    „Inselfeuer“ von Maren Schwarz habe ich als Hörbuch vom Verlag SAGA/Egmont mit einer Spieldauer von 5 Stunden und 47 Minuten gehört. Gesprochen wird es von Katja Hirsch.
    Es ist der 1. Teil der Reihe.
    Nachdem das Institut in Chemnitz geschlossen wurde, arbeitet Leona Pirell in der Rechtsmedizin in Greifswald, wo sie sich auch eine kleine Nebenwohnung genommen hat. Ansonsten lebt sie in einem geerbten Haus auf Rügen. In ihrer Nachbarschaft brennt ein Gartenhaus ab, darin wurde die Leiche von Enoch Zwill gefunden. Es stellt sich heraus, dass er ermordet wurde und seine Witwe Berit gerät unter Verdacht. Leona unterhält sich mit ihr und findet einige interessante Dinge heraus, die weit in Enoch‘s Vergangenheit reichen. Liegt dort das Motiv für die aktuelle Tat? Bei Peer Boström, dem ermittelnden Beamten und guten Freund, stößt sie auf taube Ohren. Also ermittelt sie allein weiter.
    Das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen. Die Charaktere fand ich authentisch beschrieben. Leona hat schon einige persönliche Schicksalsschläge erlitten und fängt hier neu an. Ich mag sie sehr, auch wenn sie sich in die Polizeiarbeit einmischt und ein bisschen dabei mogelt. Immerhin kommt sie damit weiter als Peer. Den fand ich nicht so sympathisch. Er ermittelt nur eingleisig und ist für ihre Nachforschungen zunächst nicht zugänglich. Den zu befragenden Personen tritt er unhöflich und ruppig gegenüber. Es dauert eine Weile, ehe er in die Gänge kommt.
    Dann gibt es noch den Humangenetiker Laurence Hausmann, der Kontakt zu Enoch’s Frau aufgenommen hat, weil er von der genetischen Erkrankung ihres ersten Kindes erfahren hat, wodurch er auch seine Tochter verloren hat und darüber forscht, um mehr über diese Krankheit herauszufinden.
    Die traurige Geschichte reicht weit in die Vergangenheit und in die DDR-Zeit zurück. Sie wird spannend und mitreißend erzählt.
    Auch die Sprecherin hat mir sehr gut gefallen. Sie hat versucht, den Personen eigene Charaktere zu geben und facettenreich gesprochen, von Freude bis Angst und Wut war dabei alles zu spüren.
    Da am Ende noch nicht alles vollständig geklärt wurde, freue ich mich auf den nächsten Teil mit Leona Pirell. Das Cover ist auch ein Hingucker, dunkler, düsterer Hintergrund und rot das Boot und die Schrift im Vordergrund. Das gefällt mir auch super.

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    ASIN/ISBN: 3442492610

    „Schatten über Saint-Tropez“ von Sabine Vöhringer, Verlag Goldmann, habe ich als Taschenbuch mit 459 Seiten gelesen. Diese sind in 60 Kapitel eingeteilt. Es ist der 1. Fall für die Reisejournalistin Conny von Klarg.

    Ihr erster Auftrag führt Conny nach Saint-Tropez. Dort will sie ihre Freundin Simonette Bandelieu besuchen und einen Artikel über die Gegend und Simonette’s Hotel schreiben, wo schon viele Berühmtheiten zu Gast waren. Doch als Conny dort ankommt, erfährt sie, dass Simonette wegen Mordes verhaftet wurde, das Hotel kurz vor dem Ruin steht und das Grundstück verkauft werden soll, um eine große Wellnessoase zu bauen.
    Conny glaubt nicht an Somonette’s Schuld und nimmt die Sache selbst in die Hand. Da sie schon oft vor Ort war, kennt sie bereits viele Personen im Ort bis hin zur Polizei. Auch Jaques, Simonette’s Lebensgefährte ist ihr eine große Hilfe.
    Die Geschichte entwickelt sich ziemlich chaotisch. Meist wird sie aus Conny’s Sicht erzählt, aber immer wieder geht der Blick ca. 40 Jahre zurück oder nur einige Wochen, dann wieder in die Gegenwart und immer wird dabei von unterschiedlichen Personen erzählt. Und in jeder Zeit gibt es umfangreiche und verworrene Familienkonstellationen. Das hat mir das Lesen nicht einfacher gemacht.
    Auch Cyonny’s Leben wird detailliert dargestellt. Durch den frühen Tod ihrer Eltern lernt sie Felix intensiver kennen. Sie führen eine schwierige Beziehung und haben sich vor Kurzem getrennt. Nun trifft sie ihn wieder.
    Die Handlung wird rasant erzählt, unterbrochen von charmanten Beschreibungen der Gegend oder auch kulinarischer Begebenheiten. Dabei kommt schon Urlaubsstimmung auf.
    Ansonsten fand ich das Buch schwierig zu lesen und ich habe nicht gut hineingefunden.
    Die Covergestaltung hat mir sehr gut gefallen, auch auf den Innenumschlägen setzt sich das Urlaubsfeeling fort.

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    ASIN/ISBN: 3492505740

    „Toxische Tiefe: Ostsee“ von Karen Kliewe, Piper Verlag, habe ich als ebook mit 288 Seiten gelesen, die in 17 Kapitel eingeteilt sind. Es ist der 3. Fall für Journalistin Johanna (Ann) Arnold.
    Trotz ihrer verschiedenen Ängste fährt die Journalistikstudentin Johanna Arnold auf einem Forschungsschiff mit, um für ein Wissenschaftsmagazin einen Artikel zu Klima und Umwelt in den Tiefen der Ostsee zu schreiben. An Bord lernt sie das Team kennen und erfährt viel über dessen Forschungsarbeit. Mit Dr. Alette Roux teilt sie sich eine Kajüte und freundet sich etwas mit ihr an. Sie ist Mitinhaberin einer Geo-Engineering-Firma, die an einer neuen Methode arbeitet, um die Sauerstoffversorgung in der sogenannten Todeszone zu verbessern. Ein paar Tage später verschwindet ein Mitglied des Forschungsteams.
    Das Schiff legt in Schweden an und die dortigen Beamten nehmen ihre Ermittlungen auf. Aber Ann kommen Zweifel, dass der Verdächtige wirklich schuldig ist. Durch ihre Gespräche kommen immer mehr Ungereimtheiten ans Licht. Sie sieht sich wieder einmal dazu berufen, der Sache auf den Grund zu gehen. Dazu braucht sie ihren Freund beim BKA und auch einen Freund bei der Polizei. Dann verschwindet eine weitere Person.
    Wie auch in den vorherigen Teilen bin ich mir bei Johanna immer noch nicht sicher, ob ich sie mögen soll. Entgegen aller Warnungen und guter Ratschläge schnüffelt sie weiter herum. Sie ist oft penetrant und geht vielen Menschen gehörig auf den Zeiger, verlangt sogar illegale Handlungen von ihren Freunden. Auch dem Polizisten Akyol Ergun versucht sie, Informationen aus der Nase zu ziehen. Aber die Jungs scheinen sich gern herumkommandieren zu lassen. Allerdings findet Ann auch Dinge heraus, die eigentlich auch die Polizei hätte finden müssen, weil die Infos dazu ja auch alle von der Polizei kommen. Ich empfinde sie als sehr anstrengend. Aber andererseits würde es dann diese Krimis nicht geben.
    Die Szenen auf der „Neptun“ waren oft richtig gruselig. Unter Platzangst sollte man da nicht leiden. Und bei Sturm stelle ich es mir auch fruchtbar vor.
    Die Charaktere waren sehr authentisch dargestellt und ich war von Beginn an voll in der Handlung drin. Man erfährt viel über die Arbeit auf einem Forschungsschiff und wie gut das Team sein muss, um effektive Arbeit leisten zu können.
    Auch dieses Buch hat mir wieder sehr gut gefallen. Es ist nicht nur ein einfacher Krimi, sondern schon fast eine gut recherchierte wissenschaftliche Abhandlung, wie sich der Klimawandel auch im und unter Wasser bemerkbar macht, wie engagierte Menschen versuchen, doch noch etwas zu retten und wie skrupellose Menschen dem im Wege stehen. Dieser Teil des Buches hat mich doch sehr traurig, wütend und hilflos gemacht.
    Die Handlung spielt in Norddeutschland und teilweise auch in Schweden. Es ist eine abgeschlossene Geschichte, die unabhängig von den anderen Teilen gelesen werden kann. Aber Johanna’s private Geschichte zieht sich durch alle Bücher, daher ist es ratsam, sie auch zu lesen.
    Das Cover gefällt mir auch wieder sehr gut, es ist den anderen Büchern angepasst, düster und geheimnisvoll.

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    ASIN/ISBN: 398637499X

    „Mord im Grünen“ von Traci Hall habe ich als Hörbuch vom Verlag dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH mit einer Spieldauer von 10 Stunden und 4 Minuten gehört. Gesprochen wird es von Tanja Lipinski
    Nicht nur, dass Paislee und andere Ladenbesitzer eine Räumungsklage zu erwarten haben, hat sie selbst eine Anzeige am Hals und dann fällt ihr auch noch eine Leiche vor die Füße, als sie bei einem Ausflug mit der Klasse ihres Sohnes als Begleitperson dabei ist. Sie wollte daran teilnehmen, weil sie mit dem Vermieter der Läden Shawn Marcus sprechen wollte. Der ist der Sohn von Lady Leery, auf deren Anwesen der Ausflug stattfindet. Doch Shawn taucht nicht auf, stattdessen ein Toter. Kurz darauf lädt ihre Freundin Lydia sie zum Quartalstreffen ihrer Firma bei Lady Leery ein. Das nutzt Paislee, um herumzuschnüffeln und mehr über die Familie herauszufinden und endlich mit ihrem Vermieter zu sprechen. Aber das Gespräch fiel anders als erwartet aus. Nun überlegt sie mit den Mitgliedern ihres Strick- und Schlückchen-Treffens, was zu unternehmen ist, was Mord und Läden betrifft.
    Das Hörbuch war ganz nett. Es war mehr Cosy als Crime, aber unterhaltsam. Der Tote geriet etwas in den Hintergrund und alles drehte sich um die Ladenbesitzer und ihre Sorgen, um Paislee und ihre kleine Familie und um ihren Vermieter. Diese Dinge und viele Örtlichkeiten wurde sehr detailreich beschrieben bis hin zur Augenfarbe der entsprechenden Personen. Es gab noch viele weitere Nebensächlichkeiten, die lang und breit beschrieben wurden, aber für die Handlung irrelevant waren.
    Die Handlung entwickelte sich zu einer traurigen Familiengeschichte, in der keiner richtig glücklich war. Die Charaktere waren gut herausgearbeitet und ich konnte mir die Personen bildhaft vorstellen. Paislee, ihr Sohn und der Großvater haben mir gefallen. Sie leben in ihrer kleinen Familie zusammen und sind ein gutes Team. Nur war Paislee mir etwas zu neugierig, als der Opa ihr manchmal etwas nicht erzählen wollte. Als ob er kein eigenes Leben haben dürfte.
    Da es der zweite Teil der Reihe ist, fehlten mir einige Informationen, gerade was Paislee betrifft und ihre Beziehungen zu bestimmten Personen. Das wurde hier auch nicht noch einmal aufgegriffen. Was die Kinder der 6. Klasse betrifft, fand ich deren Verhalten eher kleinkindhafter als es 10jährige sein sollten.
    Die Sprecherin hat mir gut gefallen. Die Kinder hat sie zwar etwas zu kindlich gesprochen, dafür den Betrunkenen ganz toll.
    Insgesamt fand ich das Hörbuch ganz gut, auch wenn es weniger spannend war und es auch einige Ungereimtheiten bei Aussagen und Handlungen gab. Es war eine unterhaltsame Geschichte für nebenbei, wo man nicht viel mitdenken musste.
    Das Cover finde ich wunderbar, idyllisch und entspannend.

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    ASIN/ISBN: 3740806303

    „Tod in Oberammergau“ von Xaver Maria Gwaltinger und Josef Rauch, Emons Verlag, habe ich als Taschenbuch mit 283 Seiten gelesen, die in 70 Kapitel eingeteilt sind. Es ist der 8. Band der Reihe „Emil Bär“.
    Der Privatdetektiv Philipp Marlein schenkt seinem Freund, dem Hobbydetektiv und Ex-Pfarrer Emil Bär ein Seminar auf dem Heiligen Berg in Kloster Kreuzberg. Dort lernen sie zwei interessante Frauen kennen, die ihnen einiges über die Geschichte der Kreuzigung erzählen und einem großen und gefährlichen Geheimnis auf der Spur sind. Als sie kurz danach tot aufgefunden werden, sind Emil und Philipp die Hauptverdächtigen. Sie ergreifen die Flucht und ermitteln selbstständig. Eine der Toten hatte ihnen Hinweise gegeben, denen sie nun nachgehen wollen. Emil im Allgäu und Philipp in Franken.
    Die Geschichte wird abwechselnd aus Emil‘s und Philipp’s Perspektive erzählt, was mir gut gefallen hat. Auch deswegen, weil es ja verschiedene Handlungsorte gibt.
    Daher gehen sie verschiedenen Spuren nach, lernen viele Personen kennen. Auf beiden Seiten kommt es zu einem Massensterben und sie müssen Angst um ihr eigenes Leben haben.
    Es gibt interessante, aber mir zu ausführliche, örtliche und religiöse Beschreibungen, lange Auszüge aus der Passion und andere, humorvoll gedachte Aktivitäten.
    Emil und Philipp waren mir schon sympathisch, ihre Unterhaltungen fand ich manchmal ziemlich blöd, konnte nicht immer darüber lachen. Aber lustig stelle ich mir die beiden schon vor. Obwohl Philipp ja der Privatdetektiv ist, hatte ich den Eindruck, das Emil erfolgreicher war bei seinen Ermittlungen. Aber am Ende hat sich alles zusammengefunden.
    Der Schreibstil war gut, aber gerade zu Beginn fand ich die sehr direkte Sprache, was Frauen betrifft, etwas abartig. Das hat sich zum Glück wieder gegeben. ´
    Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gefallen. Den beiden Autoren ist es auf jeden Fall gelungen, sich vom ‚Krimi-Einheitsbrei‘ abzuheben und ihr Konzept der ausführlichen Beschreibungen und des Infotainment-Romans umzusetzen. Ob es gefällt, ist dann Geschmackssache der Leser.
    Das Cover ist sehr bunt und ein Hingucker, hat mir auch gefallen.

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    ASIN/ISBN: 374081473X

    „Tod in Franken“ von Katharina Drüppel, Emons Verlag, habe ich als Taschenbuch mi 288 Seiten gelesen. Die Kapitel sind mit Tag und Uhrzeit überschrieben. Es ist der 3. Fall für Clemens Sartorius.
    An einem See bei Erlangen wird die Leiche von Hauptkommissar Clemens Sartorius‘ Freundin Delphine gefunden. Nicht allein, dass er suspendiert ist, wird er nun auch noch zum Hauptverdächtigen an dem Mord. Er taucht mit Hilfe seines besten Freundes in Nürnberg unter und versucht mit Coras Hilfe mehr herauszufinden. Der Fall und die Mordmethode erinnern ihn an den Tod seiner Schwester vor vielen Jahren. Aber nur sehr wenige Menschen wussten, wie sie ermordet wurde. Er trifft auf die Forensikerin Marie Mayfield, die die Spuren in diesem Fall untersucht und ihm ebenfalls sehr hilft.
    Auch dieser dritte Teil hat mich voll überzeugt. Ich konnte von Beginn an direkt in die Handlung einsteigen, die mich sofort in ihren Bann zog. Es ist ein sehr persönlicher Fall für Clemens. Erst seine Schwester, dann seine Freundin. Ich weiß nicht, was schlimmer für ihn ist, der neue Mord oder dass er wegen seiner Tarnung wie ein Landstreicher herumlaufen muss. Ohne seinen üblichen edlen Zwirn. Auch wenn das Verhältnis zu Delphine schon etwas abgekühlt war, will er natürlich alles dafür tun, den Mörder zu finden. Die ganze Sache gestaltet sich für ihn zu einer Odyssee aus Trauer, Angst und dem Zwang zum Untätigsein, was er nicht lange aushält. Zum Glück hat er Cora. Sie darf eigentlich auch nicht am Fall mitarbeiten, kommt aber natürlich an Interna und teilt diese mit Clemens. Sie hat mir hier sehr gut gefallen. In den Vorgängerbüchern ist sie mir mit ihren Anmachversuchen Clemens gegenüber etwas zu aufdringlich gewesen. Jetzt ist sie zu einer zuverlässigen Kollegin und sehr guten Freundin geworden.
    Marie, die Forensikerin, ist eine sehr interessante Person mit einer vermutlich nicht so guten Vorgeschichte, von der man hier aber nichts weiter erfährt. Durch einen ‚Zufall‘ lernt sie Clemens kennen und ist schnell bereit, ihm ein neues Asyl zu gewähren. Auch geht sie akribisch allen Spuren im Labor nach, fährt an den Fundort der Leiche, wo sie interessante Entdeckungen macht. Ich mag sie sehr und sie hat ein hohes Potenzial, an weiteren Fällen mit Clemens zusammenzuarbeiten.
    Auch die anderen Charaktere, gute wie böse, sind sehr authentisch beschrieben. Ebenso die Orte der Handlungen. Ich konnte mir von allem ein gutes Bild machen.
    Der Schreibstil ist sehr gut, die Handlung ist spannend und unterhaltsam. Auch wenn ich fleißig mitgerätselt habe, hat mich das Ende total überrascht.
    Mit dem relativ einfachen, überwiegend blau mit zwei Kirchtürmen, gestalteten Cover ist ein richtiger Blickfang gelungen.

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    ASIN/ISBN: 3803292840

    „Süße Versuchung“ von Gesuino Némus, United Soft Media Verlag GmbH, habe ich als Hörbuch mit einer Spieldauer von 7 Stunden und 52 Minuten gehört. Gesprochen wird es von Maximilian Laprell.
    Die Handlung spielt in einem kleinen sardinischen Dorf weit weg vom Tourismus. Es geht ruhig zu und die Einwohner haben ihre festen Gewohnheiten. Dann kommt es zu einem tödlichen Autounfall und einem unverständlichen Selbstmord. Bis hierher konnte ich der Handlung noch folgen. Als Elvis mit Kurt Cobain und Marilyn Monroe kommunizierte war ich dann völlig raus. Ich konnte nicht mehr folgen. Am Ende habe ich wenigstens die Aufklärung verstanden von dem, was am Anfang passiert ist. Mehr aber auch nicht. Wenn ich es richtig mitbekommen habe, hat der Kommissar im Dorf verdeckt ermittelt. Warum, weiß ich nicht. Das konnte ich erst nach rückblickenden Handlungen erahnen, war mir aber trotzdem nicht schlüssig.
    Die Stimmung war immer ziemlich bedrückt, melancholisch. Es gab nichts Aufregendes oder Spannendes. Ich würde gern mehr schreiben, aber viel mehr habe ich nicht verstanden.
    Einzig der Sprecher hat mir gefallen, ihm konnte ich gut zuhören.
    Das Cover ist schön, passt zur Landschaft, aber nicht zu einem Krimi, falls es einer sein sollte.

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    ASIN/ISBN: 2496710941

    „Der Rätselmann“ von Elias Haller, Verlag Edition M, habe ich als Taschenbuch mit 402 Seiten gelesen, die in 81 Kapitel eingeteilt sind. Es ist der 4. Fall für Arne Stiller.
    An verschiedenen Orten Dresdens werden mit rostigen Nägeln durchbohrte Tote gefunden, die im Polizeidienst standen. An den Körpern befinden sich Postkarten mit einem chiffrierten Text. Alles deutet auf die Taten des Rätselmannes aus den Nachkriegsjahren hin, der viele Menschen ermordet hat.
    Der Fall gestaltet sich für den Kryptologen Arne Stiller. wieder sehr kompliziert. Denn auch er erhält eine persönliche Nachricht mit dem Aktenzeichen eines alten Falles. Relativ schnell findet Arno heraus, dass es sich bei den Nachrichten um Enigma-Codes handelt, die er nun entschlüsseln muss. Dafür braucht er aber weitere Informationen, die er auf unterschiedlichen Wegen erhält. Am Ende geht es nicht nur um die Rettung seines eigenen Lebens.
    Zur Handlung möchte ich gar nicht mehr schreiben, da sie doch sehr vielschichtig ist. Es gab immer wieder kurze Rückblicke auf das Leben einer anonymisierten Person und auch zum Fall einer toten Studentin. Man konnte sich vorerst nicht erklären, wie alles zusammenhängt. Aber alle Handlungen führten zu einem sehr spannenden und rasanten Ende.
    Das Buch war eine echte Herausforderung und ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich alles verstanden habe. „Aber zum Glück gibt es für Menschen wie mich Wikipedia“. Es gibt Hinweise an die Presse, die veröffentlicht werden sollen, weitere wurden als Morsecode gegeben und wieder andere befanden sich auf den Postkarten. Auch für Arne war es ein sehr anspruchsvoller Fall, bei dem er sein gesamtes Wissen unter Beweis stellen musste. Kaum war eine Botschaft entschlüsselt, kam mit der nächsten Leiche eine neue.
    Ich habe mich gefreut, dass Inge Allhammer wieder mit dabei war. Auch wenn sie kurz vor ihrer Pensionierung steht und eine neue Internetbekanntschaft hat, lässt sie sich weiter von Arne herumkommandieren. Er ist da ja wenig sensibel in seinen Umgangsformen und macht sich nicht nur Freunde damit. Auch in Arne’s Privatleben hat sich eine Bekanntschaft, vielleicht sogar Beziehung, ergeben. Mal sehen, ob es etwas Ernstes wird, die beiden sind doch sehr verschieden.
    Die Informationen und Beschreibung der Enigma fand ich hochinteressant, ebenso die Decodierung, für die mehrere Komponenten benötigt werden. Ich habe mir dazu ein Video (mehrmals) angeschaut.
    Insgesamt war es wieder ein super spannendes, interessantes und lehrreiches Buch mit grausamen Morden und einem großartigen Ende. Der Schreibstil ist gewohnt gut und auch durch die kurzen Kapitel kam ich zügig voran.
    Das Cover ist den Vorgängern angepasst und passt auch hier wieder prima zur Handlung. Ich freue mich sehr auf weitere Herausforderungen für Arne Stiller.

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    ASIN/ISBN: B09PZLW7X6

    „Mord nach Mitternacht“ von Moira Valérie Soderberg habe ich als ebook mit 210 Seiten gelesen. Es ist der 1. Teil der Saint Caspillian-Reihe. Zu Beginn findet man ein Personenverzeichnis, Informationen über die Insel und ein kleines caspiantinisches Wörterbuch.
    1922 auf Caspillian. Mariella Petrarca arbeitet nach Jahren im Polizeidienst als Privatermittlerin und betreibt die einzige Detektei der Insel. Hauptsächlich hat sie es mit der Beschattung untreuer Ehemänner zu tun. Ihren nächsten Auftrag verbindet sie gleich mit einem neuen Verkupplungsversuch ihrer Mutter, indem sie mit dem sehr attraktiven Yrjö Mellor essen geht, um dort den Ehemann ihrer Klientin zu verfolgen. Dabei beobachtet sie nicht nur die Bemühungen des Mannes bei seiner Geliebten, sondern auch gleich noch einen Mord. Am nächsten Tag sind die Zeugen des Mordes verschwunden und eine Leiche wird nicht gefunden. Daher ist Mariella froh, als ihre Klientin sie nochmals engagiert, um ihren treulosen Ehemann zu finden, um die Scheidung einreichen zu können. Der Polizeiminister erwartet eine internationale Abordnung und will diese mit großem Brimborium auf der Insel herumführen, um sie für den Tourismus anzubieten. Dafür braucht er natürlich keinen Mord und keine Ermittlungen. Die Rechnung hat er aber ohne Mariella gemacht. Da Yrjö bei der Polizei arbeitet und nur bei Mareilla’s früheren Chef zwischengeparkt ist, bis sein neuer Posten frei wird, ist er froh, endlich etwas Sinnvolles zu tun zu bekommen.
    Die Insel Caspillian scheint ziemlich autark zu funktionieren. Zum Leidwesen einiger Männer herrscht dort schon die Gleichberechtigung der Frauen, die auch in höheren Positionen arbeiten. Mariella ist sehr aufgeschlossen, liebt Wortgefechte, die für den Leser lustig sind, ihre Mitmenschen aber in den Wahnsinn treiben können. Sie ist sehr unterhaltsam, wortgewandt und direkt in ihren Äußerungen. Man kommt nicht gegen sie an.
    Yrjö fand ich zu Beginn etwas passiv, er hat Mariella bekocht und ihre Wohnung geputzt. Aber im Laufe der Handlung gewann seine Rolle doch noch an Bedeutung.
    Mariellas Patensohn Ernesto ist völlig begeistert von seiner Tante. Er arbeitet bei der Polizei und versorgt sie mit Informationen zum Fall, ebenso Sebastian, ein ehemaliger Kollege und guter Freund.
    Mir hat das Buch gut gefallen, die Handlung war rasant, spannend und rätselhaft. Die Auflösung war dann doch ganz schön kompliziert. Zum Glück gab es am Ende eine gute Zusammenfassung der Ereignisse in Form einer Pressemeldung. Auch der Schreibstil war sehr angenehm, ich konnte zügig lesen und es hat Spaß gemacht.
    Die Insel stelle ich mir sehr idyllisch und normalerweise friedlich vor. Ich denke, dass Mariella noch viele spannende Fälle lösen wird und freue mich darauf.
    Das Cover ist recht dunkel und unauffällig, es ist eben Mitternacht. Aber die Kapitel sind sehr schön illustriert.

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    „Mord bei Anruf – Au de et Sophie“ von Luc Winger, habe ich als ebook mit 173 Seiten gelesen, die in 15 Kapitel eingeteilt sind. Es ist der 15. Saint-Tropez-Krimi.
    Commissaire Lucie Girard und ihr Mann Patrice wollen nun endlich die Adoption ihrer Pflegetochter Sophie voranbringen. Da die leibliche Mutter Angelique beim israelischen Geheimdienst arbeitet, hat sie ihre Tochter vor drei Jahren in die Obhut der Girards gegeben und bisher keinen Kontakt mit ihr gehabt. Ganz plötzlich steht Angelique nun vor Lucie und will Sophie zu sich holen. Sie hat eine Wohnung ganz in der Nähe angemietet und will sich künftig selbst und ihre Tochter kümmern. Allerdings muss sie noch einen Auftrag abschließen.
    Damit beginnt eine Reihe von schlimmen Ereignissen, die nicht nur Lucies Familie in Angst und Schrecken versetzen, sondern bis hin zur obersten politischen Spitze reichen bis hin zu einem spektakulären Ende.
    Dieses Mal wird es sehr persönlich für Lucie, es geht um ihre Familie, ihre Kinder und deren Sicherheit. Es müssen schwerwiegende Entscheidungen getroffen werden, die nicht nur ihr Leben, sondern die Zukunft des gesamten Landes betreffen. Natürlich lässt sie sich den Fall nicht einfach so aus der Hand nehmen und ist wieder mit vollen Einsatz bei der Aufklärung dabei. Die Handlung spielt hier größtenteils in Frejus, sodass hier der örtliche Gendarm Romain Chaud dazu komme und auch sehr sympathisch und engagiert mitarbeitet.
    Auch dieses Buch hat mir wieder sehr gut gefallen. Es hat gerade in der heutigen Zeit einen beängstigenden Hintergrund. Lucie und Patrice mag ich sowieso, sie ergänzen sich super. Während Lucie gerne vorprescht, ist Patrice der ruhigere Teil. Auch die beiden Mädchen Aude und Sophie haben sich gut zusammengefunden, obwohl sie sehr unterschiedlich sind. Und Imani, das Au pair ist toll, sie ist zu einem vollwertigen Mitglied der Familie geworden und würde alles für sie tun.
    Ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen, es ist spannend, traurig und mitreißend. Es hat mir wieder großen Spaß gemacht, mit Lucie zu ermitteln.
    Das Cover ist auch hier wieder wunderschön.

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    ASIN/ISBN: 3755778688

    ASIN/ISBN: 3548064507

    „Willkommen in St.-Peter-(M)Ording“ von Tanja Janz, Verlag Ullstein, habe ich als Taschenbuch mit 336 Seiten gelesen, die in 33 Kapitel eingeteilt sind. Es ist der 1. Teil der neuen Reihe.
    Ilva Feddersen kommt aus Hamburg zurück nach St.-Peter-Ording, weil ihre Mutter Hilfe braucht. Dort arbeitet sie an ihrer alten Schule als Lehrerin, trifft ihre beste Freundin Ute und ihre Jugendliebe Eike wieder. Da Ute sich sehr in einer Bürgerinitiative gegen den Hotelneubau in den Dünen engagiert, führt Ilva’s Weg gleich zu einer Versammlung, auf der der Architekt das Projekt vorstellt. Eike ist auf der Seite des Umwelt- und Naturschutzes unterwegs und gerät mit dem Architekten zusammen. Kurz danach wird eine Leiche in den Dünen gefunden. Da Ilva’s Bruder Ernie Hauptkommissar der Polizei ist, ist sie auch meistens auf dem Laufenden. Als alles auf die Umweltschützer hindeutet, ergreifen Ilva, Ute und ihr Kollege Bernd die Initiative und ermitteln selbst.
    Mir hat das Buch wunderbar gefallen. Immer wieder gab es neue Wendungen, wenn ich dachte, ich wäre der Lösung nahe. Auch, dass einige Kapitel anonymisiert geschrieben waren, machte die Sache spannend. Erst gegen Ende wusste man (ich), um wen es sich dabei handelte. Auch wenn die Handlung selbst wahnsinnig traurig war, gab es auch amüsante und entspannte Momente vom Alltag der Familien.
    Die (guten) Hauptpersonen waren mir durchweg sehr sympathisch. Ilva und Ute standen zwar immer mehr oder weniger in Kontakt, aber nach dem Wiedersehen und der Arbeit an der alten Schule fühlen sie sich doch in ihre Jugend zurückversetzt, eine lange wunderbare Freundschaft. Auch zwischen ihr und Eike funkte es sofort wieder. Ilvas Eltern fand ich auch sehr nett, die Mutter immer besorgt, macht ihr Essen und Stullen für die Schule, aber so sind Mütter eben. Und so viel Hilfe brauchte sie auch gar nicht. Trotzdem ist Ilva glücklich, wieder zu Hause zu sein. Ute hat auch ein sehr gutes Verhältnis zu ihrer Mutter und bringt Ilva öfters mit zu ihr. Man kennt sich eben.
    Kommissar Fred als Großstadtpflanze aus dem Ruhrgebiet kommt ein Mord gerade recht, endlich Action. Er liebt es, mit Blaulicht und Sirene durch den Ort zu rasen. Er und Ernie arbeiten gut zusammen und sind ein eingespieltes Team.
    Die Auflösung des Falles war gar nicht so einfach und unkompliziert, da kamen einige Dinge zusammen.
    Der Schreibstil ist super, das Buch lässt sich flott lesen und verlangt auf jeden Fall nach einer Fortsetzung. Das Cover ist total süß, daran kommt man nicht vorbei. Auch die Innengestaltung gefällt mir. Auf der ersten Umschlagseite sieht man einen Plan des Ortes und auf der hinteren befindet sich ein schönes Bild eines Pfahlhauses. Am Ende des Buches gibt es noch zwei Rezepte zum Nachmachen.
    Alles in allem ein sehr gelungener Auftakt und ich werde weiter mitlesen.

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    ASIN/ISBN: 3803292883

    „Der Mord in der Rose Street“ von Alex Reeve habe ich als Hörbuch mit einer Spieldauer von 11 Stunden, 17 Minuten, 37 Sekunden gehört. Gesprochen wird es von Viola Müller. Es ist der zweite Teil der Krimireihe mit einem außergewöhnlichen Ermittler.
    In London 1881 wird eine Anarchistin ermordet. Es wird davon ausgegangen, dass sie einer politischen Tat zum Opfer gefallen ist. Da bei ihr die Adresse von Leo Stanhope gefunden wird, taucht die Polizei bei ihm auf. Leo kannte sie aber nicht näher und wusste nur, dass sie zwei Kinder dabei hatte, die er nun suchen will. Er findet sie und kümmert sich zeitweise sehr gut um sie. Aber die Umstände zwingen ihn, sie immer wieder in Anderer Obhut zu geben.
    Auch trifft er den Adligen John Thackery, einen ehemaligen Freund, wieder, der Leo’s Geheimnis kennt und ihn damit erpresst. Er soll John ein Alibi für die Mordnacht geben. Leo hat keine Wahl. Denn wenn sein Geheimnis bekannt würde, hätte das verheerende Folgen für ihn. Allerdings kommt er einer anderen Sache auf die Spur, was John’s Vater betrifft. Auch ist jemand hinter den Kindern her und Leo versucht immer wieder, sie in Sicherheit zu bringen.
    Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen. Die Handlung war spannend und interessant. Ich kenne den ersten Teil nicht, aber es gibt hier immer mal wieder Informationen zu Leo’s Vergangenheit. Er ist mit seiner Schwester in einer strengen Pfarrersfamilie aufgewachsen. Als er sein Leben änderte, brach der Kontakt ab. Er lebt nun unter anderem Namen in einer Wohnung über der Apotheke, die von Elfi betrieben wird, der zu einem Freund geworden ist. Dessen Tochter versucht Leo immer wieder zu verkuppeln. Aber davon will er nichts wissen. Es ist nicht einfach für ihn, sein Geheimnis zu wahren. Manchmal trifft er Bekannte aus seiner Kindheit, die ihn nicht verstehen. Auch hat er wieder Kontakt zu seiner Schwester und notgedrungen zu seinem sterbenden Vater.
    Leo hat sich bis dahin gut mit seinem neuen Leben arrangiert, arbeitet in einem Krankenhaus, hat wenige, aber gute Freunde, die zu ihm halten. Aber nun werfen ihn die Dinge doch aus der Bahn. In Rosie hat er dann doch eine Verbündete gefunden, die so in die Handlung hineingerutscht ist und ihm hilft. Sie mag ich sehr. Sie ist eine zupackende, burschikose Frau, die sehr direkt ist und kein Blatt vor den Mund nimmt.
    Es ist eine traurige Geschichte, teilweise der damaligen Zeit geschuldet, teils auch wegen der schlimmen Taten. Die Kinder haben mir am meisten leidgetan, sie haben ihre Mutter verloren und kamen vom Waisenhaus immer wieder zu anderen Personen. Trotzdem waren sie sehr positiv und haben sich über jeden Lichtblick gefreut.
    Viola Müller als Sprecherin hat mir auch sehr gut gefallen. Sie hat den Personen Leben eingehaucht und versucht, deren Charaktere authentisch herauszustellen. Ich werde mir auf jeden Fall den 1. Teil auch noch anhören.
    Das Cover ist relativ einfach gehalten und doch schön und aussagekräftig, wenn man den Inhalt kennt. Es passt zum vorherigen Teil.

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    ASIN/ISBN: 3754377994

    „Elsy Moore – Ungesund ist der Tod“ habe ich als ebook mit 231 Seiten gelesen, die in 16 Kapitel eingeteilt sind. Es ist der zweite Teil der Elsy-Moore-Reihe. Zu Beginn findet man eine Playlist, die mir sehr gefällt. Am Ende gibt es zwei Rezepte und Informationen zur Autorin.

    Im Gemeindehaus von Stricktony herrscht Trubel. Nach einem Wasserschaden packen viele Einwohner an und renovieren das Haus und die darin befindliche Leihbibliothek. Dabei kommt es zu einem tragischen Unfall. Ein junger Mann stirbt. Als Inspektor Quinn Elsy befragt, ist für sie klar, dass es kein Unfall war. Schon wieder ist ein Mord in Stricktony passiert. Und sie ist mittendrin. Mit ihrer besten Freundin Imelda und ihrem Arbeitgeber und Freund Fred, dem Baron of Faun, geht sie den Dingen auf den Grund, obwohl Inspektor Quinn ihr das ausdrücklich untersagt hat. Elsy versteht das gar nicht, da sie den letzten Fall ja auch gelöst hat. Der tote junge Mann war der Sohn eines reichen Bauunternehmers und bei allen beliebt. Trotzdem sich die Hobbydetektive viel Mühe geben, dauert es doch eine Weile und viele Geduld, bis sie eine Spur haben.

    Die Geschichte ist gut geschrieben mit authentischen Charakteren und liebevollen Details. Elsy ist zwar neugierig, aber nicht so penetrant aufdringlich in ihrer Fragerei. Imelda ist eine verrückte Person, ich mag sie. Gerade bei Männern lässt sie ihren ganzen Charme spielen und entlockt ihnen damit so einige wichtige Informationen. Auch Fred ist ein netter Kerl, der jede Woche unterschiedliche Personen zum Dinner einlädt und so immer bestens informiert ist und von den Menschen im Dorf gemocht wird. Inspektor Quinn hat es nicht leicht mit den Einmischungen in seine Arbeit. Er tritt Elsy immer sehr streng und distanziert gegenüber, aber es knistert manchmal schon ganz schön zwischen den beiden. Da geht bestimmt noch mehr.

    Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es ist eine unblutige, unaufregende und schöne Geschichte mit sympathischen Protagonisten und einer schlüssigen Handlungen. Das Cover wirkt schon etwas verrückt mit den vielen kleinen Details, die aber alle zur Handlung passen.

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    ASIN/ISBN: 3751720944

    „Mordseefest“ von Emmi Johannsen, Verlag Lübbe, habe ich als Buch mit 304 Seiten gelesen, die in 30 Kapitel eingeteilt sind. Es ist der 3. Borkum-Krimi mit Cora und Jan. Auf der Innenseite des Umschlages befindet sich eine Karte, die mir gut gefallen hat.

    Beim alljährlichen Sommerfest findet auch wieder das traditionelle Fallschirmspringen der Inseljungs statt. Doch in diesem Jahr öffnet sich bei einem Teilnehmer der Schirm nicht und er verunglückt. Was zuerst wie ein Unfall aussah, entpuppte sich dann doch schnell als Mord.

    Caro Falk, die seit drei Jahren auf Borkum lebt und im Flughafenkiosk arbeitet, hat der Polizei bereits bei den vorherigen Fällen geholfen und sieht sich auch jetzt in der Pflicht, den Fall aufzuklären. Sie geht dabei nicht sehr subtil vor. Sehr direkt fragt sie die Leute aus und ich finde es immer wieder erstaunlich, wie bereitwillig diese ihr antworten. Sie verfolgt unterschiedliche Spuren und geht den Dingen natürlich auf den Grund. Was die Polizei inzwischen tut, erfährt man eigentlich gar nicht. Aber es geht ja auch um Caro und ihre Schnüffelei. Ihr ‚Ermittlungs-Partner‘ Jan ist da etwas zurückhaltender. Er macht wohl nur mit, weil er in Caro verknallt ist.

    Caro lebt mit Hund Aila, ihrem Sohn und ihrem Schwiegervater zusammen, die sich alle super verstehen. Die Familie spielt in diesem Buch eher eine untergeordnete Rolle. Der Hund spielt öfter mit.

    Zwischendurch gibt es immer wieder Abschnitte in Kursiv aus Sicht eines jungen Mannes, der sich vor Jahren unwiderstehlich hielt und mit einer Abfuhr nicht leben konnte. Darauf aufbauend spielt die aktuelle Handlung.

    Die Charaktere sind authentisch beschrieben. Wie man schon merkt, ist mir Caro nicht wirklich sympathisch. Sie ist in ihrer Neugier sehr aufdringlich und kaum abzuwehren. Jan dagegen mochte ich eigentlich ganz gern. Er hat einfach keine Chance, sich Caro’s Nervigkeit zu entziehen. Auch die anderen Personen waren gut vorstellbar beschrieben in ihren sehr verschiedenen Charakteren.

    Sehr schön fand ich das Lokal- Kolorit bis hin zu den klauenden Möwen.

    Die ganze Geschichte ist von Beginn an geprägt von Hasse, Rache und Lügen. Ich fand es wahnsinnig schlimm und traurig, was damals passiert ist und weiß nicht, ob ich den Toten bemitleiden soll.

    Insgesamt fand ich das Buch als einen schönen, locker-leichten Urlaubskrimi, den man auch unabhängig von den Vorgängerbüchern lesen kann. Obwohl man dann vielleicht etwas mehr über Caro erfahren würde.

    Das Cover ist toll, passt zum Ort der Geschehnisse.

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    ASIN/ISBN: 9783864931949


    „Das Mädchen und der Totengräber“ von Oliver Pötzsch, Verlag Ullstein, habe ich als Buch mit 496 Seiten gelesen, die in 25 Kapitel eingeteilt sind. Es ist der 2. Fall für Leopold von Herzfeldt.

    1894 wird im Wiener Kunsthistorischen Museum eine Mumie in einem Sarkophag gefunden. Allerdings handelt es sich um eine frische Mumie, einen Professor der Ägyptologie. Da bei seiner letzten Ausgrabung nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist, geht man vom Fluch der Mumie aus, da es auch schon weitere tote Teilnehmer der Exkursion gab. Aber Inspektor Leopold von Hertzfeld ist davon natürlich nicht überzeugt. Er zieht den Totengräber Augustin Rothmayer zu Rate, der gerade ein Buch über die „Totenkulte der Völker“ schreibt. Beide sind der Auffassung, dass es ein Mord war. Leo bekommt es mit dem Verein für Altertumskunde zu tun, dem hochrangige Mietglieder angehören. Daher soll er den Fall auch ruhen lassen, damit keiner von diesem in Verruf gerät.

    Während Leo seinen Fall hat, muss Julia ihrer Arbeit als Tatortfotografin nachgehen. Sie wird zu mehren Einsätzen gerufen, bei denen junge Männer grausam ermordet wurden. Sie gerät an ihre Grenzen und beschließt, sich mehr um ihre kleine Tochter zu kümmern. Sie geht mit ihr in den neu eröffneten Tierpark, wo zufällig vor ein paar Tagen ein Tierpfleger von einem Löwen gefressen wurde. Der Fall wurde ebenfalls als Mord deklariert. Es wird schnell ein Verdächtiger verhaftet. Julia nutzt die Gelegenheit und schnüffelt ein bisschen herum.

    Die Beziehung zu Leo gestaltet sich recht schwierig. Sie versuchen, viel Zeit zusammen zu verbringen, aber die unterschiedlichen Interessen sind nicht leicht zu vereinbaren. Außerdem kann Leo mit Sisi nichts anfangen, sodass erst einmal jeder seiner Wege und seinen Ermittlungen nachgeht.

    Auch Rothmayer hat so seine Probleme. Die Jugendfürsorge will ihm seine Anna wegnehmen und er lässt sich Vieles einfallen, um das zu verhindern. Die Ideen waren teils ganz lustig. Und auf einem Friedhof gibt es eine Menge, was man tun kann. Leider rückt er in diesem Buch etwas in den Hintergrund. Er ist zwar sehr nützlich für die Ermittlungen, kommt aber selber kaum zum Agieren.

    Ich fand dieses zweite Buch genial, sehr spannend, sehr interessant. Gerade auch, was die Ägyptologie und die Herstellung der Mumien betrifft. Es schwebte immer ein Hauch von Mystik über der Geschichte. Eine lebende Mumie geht um, zwei weitere sind verschwunden, ein afrikanischer Dämon ist auch dabei.

    Die Charaktere sind wieder sehr authentisch dargestellt. Leo ist natürlich immer noch ein Piefke, der sich mit seinen neumodischen Ermittlungsmethoden keine Freunde bei seinen Kollegen macht. Er wird belächelt und wegen seiner Herkunft auch offen von seinem Kollegen angegriffen. Der Antisemitismus ist nicht nur bei Leo ein Thema, auch im Tierparkfall kommt er sehr deutlich zur Geltung. Letztlich erweisen sich Leo’s Methoden doch als sehr hilfreich und das Verhältnis zu seinen Kollegen verbessert sich etwas, aber Freunde sind sie noch lange nicht.

    Durch die ständigen Perspektivwechsel der Personen und auch Taten steigert sich die Spannung immer weiter. Gegen Ende wird es richtig rasant und dramatisch und auch Leo und Julia arbeiten wieder zusammen.

    Besonders interessant fand ich auch das Nachwort. So viel wurde im Buch gar nicht erfunden. Vieles entsprach (leider) auch der Wahrheit. Gerade die Mumienpartys sind verabscheuenswürdig.

    Insgesamt hat mir das Buch großartig gefallen. Mehrere Handlungsstränge, die jeder für sich spannend waren, sympathische Hauptakteure, grausame Mörder, interessante Themen - was will man mehr. Ich freue mich sehr auf den nächsten Teil.

    Auch das Cover ist wieder wunderbar.

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    „Commissario Leone und die Tränen der Madonna“ von Patrizia Zannini, Verlag Piper, habe ich als ebook mit 233 Seiten gelesen, die in 18 Kapitel eingeteilt sind. Im Anschluss findet sich noch das Rezept für Pasta al Forno.

    Als Signora Gaeta in die Questura kommt und Commissario Leone erzählt, dass die Madonna Blut weint, ist der nur genervt. Kurz danach wird er zu einem Tatort gerufen. Der Kunststudent Ugo Santis ist in seinem Zimmer verblutet. Schnell ist klar, dass es kein Selbstmord war. Die Beamten sind noch ganz am Anfang der Ermittlungen als eine tote Frau gefunden wird, die auf dieselbe Weise umgekommen ist wie Ugo. Und es bleibt nicht bei den beiden Toten. In Rom scheint ein Serienmörder sein Unwesen zu treiben. Die Ermittler haben viel zu tun und tappen lange im Dunkeln, bis sich eine Gemeinsamkeit bei den Opfern herausstellt.

    Es entwickelt sich eine rasante und spannende Story. Hauptteil ist die Suche nach dem Mörder. In einen weiteren kleineren Teil werden die Morde einerseits aus Sicht des Opfers beschrieben und vorausschauend aus der des Täters.

    Enzo’s Privatleben bekommt auch etwas Raum in dem Buch. Er hat sich von seiner Partnerin getrennt und ist seit einiger Zeit Single. Bis er Rosa trifft, die Schwester des ersten Opfers. Er quartiert sie bis zur Beerdigung des Bruders bei seinen Eltern ein und verbringt auch etwas Zeit mit ihr.

    Auch das Team um ihn ist sehr authentisch und sympathisch dargestellt. Besonders der kleinwüchsige Vanni Amidei, der eigentlich nur durch Beziehungen seines reichen Vaters zur Polizei gekommen ist, fällt durch seine flapsigen Bemerkungen und seinen Humor auf, der nicht immer angebracht ist. Aber er entwickelt sich zu einem wertvollen Mitglied des Teams.

    Nebenbei erfährt man etwas von den kulinarischen Genüssen Italiens.

    Auch das Cover ist wunderbar, mysteriös wie die Taten des Mörders.

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    ASIN/ISBN: 3492505767

    ASIN/ISBN: 3754622625

    „Erzfest“ von Marcus Wächtler habe ich als ebook mit 205 Seiten gelesen. Es ist der 4. Bergstadtkrimi. Zu Beginn gibt es eine kurze Zusammenfassung der Geschichte um Ariane, sodass der Einstieg gut gelingt. Trotzdem schadet es nicht, die anderen Bücher auch zu lesen, da sie wirklich gut sind.

    Acht Monate sind seit den Ereignissen auf dem Weihnachtsmarkt vergangen. Wieder gab es eine zweckgebundene 5-Millionen-Spende an die Stadt Freiberg und einen Mord. Ariane ist sich sicher, dass das nicht das Ende ist und versucht nun endlich herauszufinden, wer der Spender und vermutlich auch der Mörder ist. Gleichzeitig will sie den nächsten Mord zu verhindern suchen, der mit einer weiteren Spende einhergehen wird. Dabei ist sie auf eine Anwaltskanzlei in Dresden gestoßen, von der sie annimmt, dass sie den Spender vertritt und kennt. Wieder einmal begeht sie einen Einbruch, begegnet den drei Verfolgern vom Weihnachtsmarkt und muss ihnen entkommen. Ihre Spur führt sie zur Brauerei des Bergstadtbiers und zum diesjährigen noch größeren Bierfest als in den letzten Jahren. Für Ariane entwickelt sich wieder eine Verfolgungsjagd, die sich durch das ganze Buch zieht, sie gerät in den Blickfang der Polizei, die ihr natürlich wieder nicht glaubt. Dort trifft sie einen alten Freund wieder, der immer noch in sie verknallt ist und ihr so gut wie möglich hilft.

    Das Buch hat mir wieder sehr gut gefallen. Es ist spannend und rasant geschrieben und ich war schnell fertig damit. Auch hier geht es im typischen Ariane-Stil weiter, unkonventionell, nur teilweise geplant geht sie ihren eigenen Hinweisen nach. Sie war mir vom ersten Teil an nicht sonderlich sympathisch, was sich auch jetzt nicht geändert hat. Das ist aber auch nicht schlimm. Jedenfalls nicht für mich. Sie aber verliert so langsam ihre letzten Freunde und vielleicht auch noch ihren Job. Sie kommt völlig hysterisch und unglaubwürdig rüber. Allerdings scheint sie Recht zu haben mit ihren Vermutungen.

    Eigentlich ist sie auch die einzige Hauptperson in dem Buch, die anderen Personen kommen und gehen, sind zwar wichtig für die Handlung, muss man aber auch nicht näher kennen.

    Auch das Cover passt wieder sehr gut zu den Vorgängerbüchern und ich freue mich auf den nächsten Teil.


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    ASIN/ISBN: 9783404188208


    „Düsteres Watt“ von Sabine Weiß, Verlag Lübbe, habe ich als ebook mit 320 Seiten gelesen, die in 32 Kapitel eingeteilt sind. Es ist der 6. Fall für Liv Lammers.

    Liv freut sich auf den ersten gemeinsamen Urlaub auf Sylt mit ihrem Freund, dem Rechtsmediziner Sebastian, und ihren Familien. Doch ihnen kommt ein Leichenfund dazwischen. Mitten in den

    Dünen eines Naturschutzgebietes wird der Tote gefunden. Dabei handelt es sich um Karl von Raboisen, dem Sohn einer steinreichen Adelsfamilie. Er ist ertrunken. Ausgerechnet am Todestag waren hunderte Gäste zum regelmäßigen Krebsessen auf dem Anwesen, was die Sache nicht einfacher macht. Hinzu kommt, dass Charlotte, die Ehefrau des Toten, Politikerin ist und sich auch in anderen Bereichen sehr engagiert, sodass die Ermittlungen unter den Augen der Öffentlichkeit ablaufen. Das macht es für Liv und ihr Team noch schwieriger. Nach und nach kommen immer mehr Details über die Familie zum Vorschein. Wie so oft trügt der schöne, reiche Schein. Im Inneren brodelt es. Vater Eduard ist ein alter Tyrann, was er auch an Karl vererbt hat. Und Karl’s Bruder Georg kommt nun wieder angekrochen, weil er pleite ist und will die Aufgaben seines Bruders übernehmen.

    Einen wesentlichen Hinweis zur Tat könnte eine Drohne geben, deren Teile in der Düne gefunden wurden. Sie konnte auch einer Person zugeordnet werden, die aber verschwunden ist. So kommen die Ermittler erst einmal nicht an die Aufnahmen heran.

    Der ganze Fall gestaltet sich als schwierig, besonders auch für Liv, deren Vater auch auf Sylt lebt und mit dem sie keinen Kontakt hat und haben will. Da er aber auch zu den Reichen der Insel gehört, ahnt sie, dass sich das nicht vermeiden lässt.

    Das Buch ist sehr spannend mit einem ernsten und traurigen Hintergrund. Ich kann mich kaum in die Lage der Menschen hineinversetzen, die sich so lange so viel gefallen lassen. Für mich war es schwer zu lesen, wie manche Menschen gelitten haben und andere es wussten und nicht halfen.

    Die Charaktere sind sehr authentisch dargestellt. Die Familie Raboisen geht über Leichen, um ihr Imperium zu schützen und zu vermehren. Charlotte ist angeheiratet, sie mag ich, auch wenn ich einige Dinge nicht verstehe, die sie getan bzw. nicht getan hat. Sie und ihre beiden Töchter halten aber fest zusammen.

    Auch Liv’s Vater ist so ein alter Despot, nach dessen Pfeife alle tanzen müssen. Ihm ist es egal, ob die Natur auf Sylt kaputtgeht, Hauptsache das Geld stimmt.

    Zum Thema Natur- und Umweltschutz kommen einige Statements im Buch vor, die ich gut nachvollziehen kann.

    Liv ist mir sympathisch, auch wenn sie ihre Familie im Urlaub mehr oder weniger alleine lässt. Immerhin reisen ihre Tochter und ihre Großmutter extra an, um ein bisschen Zeit mit ihr zu verbringen. Außerdem ist ihre Beziehung zu Sebastian noch relativ frisch. Wofür ich wenig Verständnis aufbringe ist, dass Sebastian‘s Ex-Frau auch mit da ist und er nun mehr Zeit mit ihr und dem gemeinsamen Sohn verbringt. Da wäre ich geplatzt vor Eifersucht. Eigentlich sollte Liv den Sohn in der Zeit etwas besser kennenlernen, was nicht wirklich gut gelungen ist.

    Liv’s Kollegen sind sehr verschieden. Hennes mag ich, er hat wohl eine Menge Probleme und nun auch gesundheitlich. Ich hoffe, er kriegt das alles in den Griff.

    Andreas hingegen ist mir nicht so angenehm. Ich kenne seine Vorgeschichte nicht. Aber wie er sich jetzt verhält geht überhaupt nicht, weder Charlotte’s Kindern noch seinen Kollegen gegenüber. Er ist missgünstig und neidisch, will den Fall am liebsten alleine aufklären.

    Das Ende ist rasant, dramatisch und für mich völlig überraschend, zumal es einen schlimmen Cliffhanger gibt. Auf jeden Fall freue ich mich auf den nächsten Teil der Reihe.

    Das Cover ist auch hier wieder wunderbar, düster wie die Handlung und stürmisch wie die See.

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