Beiträge von Sonnenschein12

    Noch etwas in eigener Sache.

    Ich bin fürchterlich aufgeregt, ob euch das Buch gefällt. Also, ob die Überraschung wenigstens für die meisten eine positive wird. Sicher wird nicht jederfraus Geschmack gleich gut getroffen sein. Und womöglich wird manche denken, oh, das Buch hätte ich so jetzt nicht gelesen. Aber ich hoffe, ihr seht es so wie ich, dass man sich in einer Runde mit lauter netten Eulen auf so etwas schon mal einlassen kann. Also glaubt mir, ich habe wirklich versucht ein Buch auszusuchen, dass uns am Ende vor allem ein schönes Leseerlebnis bringen soll.

    hollyhollunder :Ich finde es so eine tolle Idee von Dir und Du hast Dir soviel Mühe gegeben, das alles zu arrangieren, dafür schon mal ein ganz herzliches :danke. Und so etwas Aufregung haben wir ja alle, wenn wir mal eine "neue/n" Autor*in lesen... Ich sehe es einfach sportlich: Dabeisein ist alles und bin schon ganz schrecklich neugierig (aber das ist auch mein 2. Vorname).... Wird schon alles klappen :wave , wir sind bei Dir:handhalten...

    Sooo, gestern Abend habe ich mal wieder viel zu lange gelesen, aber ich war sooo neugierig, wie "Mehr als die Gerechtigkeit" endet... Ich konnte überhaupt nicht aufhören....

    So ein schöner Abschluss der Reihe, ja, eigentlich aller drei Reihen ("Hafenschwester", Stille Helden" und die "Mohlenberg-Reihe") - und so positiv... Obwohl es mir ganz ganz doll schwerfällt, die mittlerweile liebgewordenen Menschen "gehen" zu lassen... Mich tröstet tatsächlich etwas, dass Du evtl. planst, eine Krimireihe mit Fredi zu schreiben und Bruno werde ich sicherlich in den Iran (bzw. Persien) begleiten.

    Ich gebe zu, dass mir ein kleines Rührungs-Tränchen kam, als Helen mit Janice auftauchte - so schön und überhaupt nicht kitschig!!! Damit hat Helen eine wichtige Entscheidung für ihre Beziehung zu Thomas getroffen, es ist noch nicht alles "Friede, Freude, Eierkuchen" aber für Thomas ein Signal, dass seine Mutter ihn ernst nimmt und aus ihren Fehlern gelernt hat!

    Und die anderen "Enden"? Irgendwie war es doch eigentlich klar, dass Richard bei dem Sachverständigen-Ausschuss "kein Bein auf den Boden" bekommt, hat er selbst ja auch vermutet, da war die Zeit noch nicht reif genug. Was für eine Farce, die Gutachten für die Anträge von jungen Ärzten schreiben zu lassen, aber sie von Dr. Bürger-Prinz gegenzeichnen zu lassen, haha.... (Den Namen hatte ich schon vergessen, aber als Hamburgerin fiel er mir sofort wieder ein!) Ich hatte fast etwas erwartet, dass Bürger-Prinz auch bei dem Sachverständigen-Ausschuss auftaucht. Ich befürchte, einen ähnlich langen Atem müssen auch die Opfer der Missbrauchs in den Kirchen haben...

    Gerd Malthus? Da habe ich Fredi mal wieder bewundert, wie er geschickt gekontert hat, er hat die Falle sofort gewittert... Und ich glaube Gerd Malthus nicht von zwölf bis mittags, dass es Krügers Wunsch war, auf der Bank abgesetzt zu werden, ich schätze, er hat ihn bewusstlos dort "abgeladen"... Ingrid war ja eine super Zeugin, im Grunde hat sie gar nichts gesagt... Und Herrmann wird sie weiterschlagen, sie steckt in der berühmt-berüchtigten Spirale (Schlagen, Reue, Verzeihung, Schlagen) fest - und was ich schon schrieb: damals war es noch schwieriger als heute, den Mann zu verlassen...

    So, habe ich noch etwas vergessen, im Augenblick fällt mir nichts ein (und ich muss hier auch erstmal weitermachen, mit den Beiträgen meiner "Vorrednerinnen" muss ich mich später beschäftigen)...

    EIN WUNDERSCHÖNES BUCH, HAT MIR SEHR GUT GEFALLEN!!!

    Dazu habe ich schon was im letzten Abschnitt geschrieben. Ich plane eine Krimireihe in den 50ern mit Fredi als Hauptkommissar. Nun muss ich nur noch ein gutes Exposé verfassen und Tinte&Feder davon überzeugen. Denn ich denke, in den 1950er Jahren gab es in Hamburg noch einige interessante Geschichten und Fredi ist sozusagen auch ein Bindeglied zu den verschiedenen Reihen.

    Wunderbar, da freue ich mich sehr!!! Ich drücke Dir die Daumen, dass Du bei Tinte & Feder offene Türen einrennst...

    Also Histo-Krimis wo das Hausmädchen, oder ein Mönch, oder eine Gutsbesitzerin einen Mord aufklärt. Das mag ich nicht so. Ist mir einfach meistens zu langweilig oder mit zu vielen wundersamen Zufällen.

    Ja, jetzt habe ich Deine Unterscheidungen verstanden...

    ich fand den dritten Teil von unserer Reihe etwas zu viel Krimi.

    Nöö, ging mir nicht so (ich habe den letzten Abschnitt noch nicht gelesen, aber ich glaube, der ändert nichts an meiner Einschätzung) - aber wie Du schreibst: die Vorlieben / Geschmäcker sind eben unterschiedlich... Stell Dir mal vor, wir hätten alle den gleichen Geschmack, dann gäbe es nichts mehr zu diskutieren :) :*...

    Durchquälen finde ich total blöd. Da bin ich bei dir, das muss nicht sein. Manchmal ist es einfach so, dass eines in einer Reihe einem nicht so gefällt wie die anderen. Da Melanies Bücher ja in sich weitgehend abgeschlossen gelesen werden können, ist das nicht sooo schlimm und wenn du abbrechen möchtest, dann macht dir hier niemand einen Vorwurf. Es gibt für mich nichts Schlimmeres, als ein Buch lesen zu müssen, dass einen nicht abholt. Das erinnert an Pflichtlektüre in der Schule

    Finde ich auch!

    Ich mag den Wechsel eigentlich ganz gerne aber es stimmt, dass der Plot dadurch etwas unruhiger wird.

    Das habe ich gerade gegenteilig empfunden, so unter dem Motto: "Ach, was gibt es denn da an Neuigkeiten / Überlegungen / Entwicklungen etc.?"

    Die Einblicke, die Melanie uns da so gewährt, finde ich hochspannend und aus anderen Büchern, die in dieser Zeit spielen, herausragend.

    Ja, das finde ich auch...

    ( Ich gebe zu, ich bin kein Fan von Histo-Krimis, in denen irgend welche normalen Leute ermitteln. Wohingegen ich Histos in den Ermittler ermitteln mag. Also Kutscher und Goldammer. Wenn ihr wisst was ich meine.)

    Nein, ehrlich gesagt, nicht... Ich kenne von Volker Kutscher zwei Bücher (bin aber nicht so ein Fan von ihm und von Frank Goldammer eines und versuche, Deine Gedanken nachzuvollziehen... Irgendwie stehe ich wohl gerade auf der Leitung...

    Mein erstes zeitgenössisches Buch, allerdings ein Thriller, der mir nicht so gut gefallen hat, ich hatte das Finale bei Volker Dützer nicht so "eklig und blutig" erwartet, aber das ist ja Geschmackssache - meines war es jedenfalls nicht... Denn eigentlich mag ich den Autor gern lesen... (siehe auch meine Rezension)

    ASIN/ISBN: B0BB234D4N

    und sich dann ziemlich schnell dem nächsten Mann zugewendet, der sich ebenfalls als gewaltbereit entpuppt hat. Irgendwie scheint es da ein Muster zu geben.

    Ja, das passiert häufiger... Ich habe schon mehrmals erlebt, dass einige Frauen wegen verschiedener Männer! im Laufe der Zeit im Frauenhaus waren... Ihnen selbst ist es dann vollkommen unverständlich, warum sie immer wieder "auf solche Männer hereinfallen"...

    Ich bin gespannt was Luise da abliefern wird, die freut sich ja schon darauf dem Erbschleicher ein wenig auf den Zahn zu fühlen.

    Stimmt, Luise hatte ich vergessen... Schön, auch sie wieder zutreffen... Doch, ich denke auch, dass sie ihren Job gut machen wird... Charles wird seine Wunden lecken und nicht mehr daran denken, irgendjemanden zu erpressen...

    Eben weil ihr Mann schon immer gewalttätig war.

    Das wurde ja auch schon im Buch angedeutet...

    Ich muss gestehen: obwohl ich "Hafenschwester 3" kannte und ein relativ gutes Namengedächtnis habe, konnte ich mich im ersten Augenblick nicht an Gerd Malthus erinnern. Aber durch Fredi Erzählung war dann sofort alles wieder da...

    Wie ich schon sagte: "Mehr als die Gerechtigkeit" hat gute Chancen, bei mir in die Liga meiner Lieblingsbücher aufzusteigen... Ich bin ganz begeistert von diesem Cross-Over", nicht nur die "Guten" treffen wir wieder, sondern auch die "Bösen", jeder /jede bekommt seinen gerechten Lohn... Jetzt hoffe ich nur, dass auch Richard endlich mal Erfolg mit seinen Kämpfen gegen die Unmenschlichkeiten der nationalsozialistischen Gewaltdiktatur hat, aber so ganz optimistisch bin ich nicht, die Unterlagen (die ihm evtl. helfen könnten) sind noch nicht gefunden und wer weiß, vielleicht sind sie für immer verschwunden...

    Meine Mörder-Vermutung hat sich ja nun als falsch herausgestellt, mein Trost immerhin, dass ich zumindest die richtige Familie im Auge hatte... Aber noch ist ja auch nicht gänzlich geklärt, ob bei Dr. Krügers Tod nicht doch noch etwas nachgeholfen worden ist - aber so richtig glaube ich nicht daran...

    Ingrid - hmm? Auch da bin ich nicht wirklich sicher, ob sie es schafft, sich tatsächlich von Hermann zu trennen... Ich habe so lange im Bereich "Häusliche Gewalt" gearbeitet, dass ich weiß, dass für viele Frauen die endgültige Trennung ein fast unüberwindbares Hindernis ist... Und damals gab es ja viele Hilfsmöglichkeiten (Frauenhäuser, Opferberatungsstellen, psychologische Beratung usw.) noch nicht - und wir dürfen nicht vergessen, sie hätte ihren gesellschaftlichen Status verloren, das ist menschlich nicht zu unterschätzen... Aber - das ist wohl das wichtigste: sie hat es niemals gelernt, ihr eigenes selbstverantwortliches Leben zu führen...

    Ansonsten fand ich natürlich die kriminalistische Zusammenarbeit zwischen Friederike und Fredi hervorragend, gut gemacht! Als Gerd Malthus zur Pistole griff, blieb mir kurzfristig fast das Herz stehen, aber Fredi hat ja alles wunderbar im Griff...

    Charlotte und Thomas passen auf Augenhöhe wirklich gut zusammen, geklärt haben sie ja auch schon, dass Charlotte nicht nach England ziehen wird, sondern auf Gut Mohlenberg bleiben wird... Da ist es wirklich sehr vorsorglich (von der Autorin *grins*) gedacht, dass Thomas ein Flugzeug hat und dass Charlotte wohl demnächst auch ihren Flugschein machen wird, da ist die Entfernung überschaubarer - und bis zum Brexit ist es ja noch eine lange Zeit!

    So, nun an den letzten Abschnitt, hoffen wir, dass sich auch für Richard noch ein Erfolgserlebnis findet!

    Ich muss leider schweren Herzens bei der Leserunde absagen: wir haben uns gerade entschlossen, vom 3. bis 10.3. zur Mandelblüte nach Mallorca zu fahren... Ich hätte wirklich gern mitgelesen , aber wie wir so schön gelernt haben: man kann nicht alles haben...

    Ich hatte am 4.2. abgesagt, aber wenn meine Adresse jetzt schon beim Verlag ist... Und wenn ich mich ganz doll bemühe, die Woche vom 3. - 10.3. ganz schnell aufzuholen und mich dann wieder in die LR einzuklinken? Schaut mal, was Ihr für Möglichkeiten findet, ich bin mit allem einverstanden... Ich kann das Buch auch zurückschicken - oder an jemanden anderes weiterleiten....

    In den tiefen Abgründen von Gräbersberg...


    Ich kenne von Volker Dützer bereits seine historischen Romane „Die Unwerten“, „Die Ungerächten“ und seinen Krimi „Morgen bist Du tot“, die mir alle sehr gut gefallen haben. So habe ich relativ bedenkenlos zu „Die blinde Zeugin“ (überarbeitete Neuauflage des Buches „Treibsand“) gegriffen.

    Samantha Baring (Sammy) ist eine junge Trickdiebin, die wohlhabenden Männern die Kreditkarten stiehlt, nachdem sie ihnen durch „Cool Reading“ die zugehörigen Geheimzahlen entlockt hat. Um an potenzielle Opfer zu kommen, arbeitet sie bei einem Catering-Service, der exquisite Feste ausrichtet. Sammys „Geschäft“ läuft so einigermaßen, sie hat schon einige Karten „eingesammelt“ - aber da beobachtet sie einen Mord in dieser illustren Gesellschaft... Zur Polizei kann sie aufgrund ihrer Vorgeschichte nicht so einfach, also sinnt sie auf andere Lösungen – nicht gerade „kluge“ Lösungen, wie ich fand... Es kommt zu einer wilden Verfolgungsjagd und durch einen Unfall erblindet Sammy. Sie wird vom Polizeiassistenten Mario Moretti gefunden, der in ihr eine wichtige Zeugin vermutet und sie seinem früheren Kollegen und neuerdings Privatdetektiv, Jan Stettner zur Betreuung (oder Bewachung?) übergibt.

    Moretti und Stettner beginnen nun, den Mord zu recherchieren, Moretti mit den polizeilichen Hilfsmöglichkeiten und Stettner mit seinem großen Erfahrungsschatz. Es stellt sich heraus, dass wohl fast die gesamten Honoratioren der Ortes Gräberssberg in irgendeiner Weise in den „Sumpf der illegalen Machenschaften“ verwickelt sind / waren, wahre Abgründe erscheinen uns Leser*innen – nicht mal vor Morden wird zurückgeschreckt, die dann auch noch vom Leiter der Mordkommission und Stettners ehemaligen Chef und Widersachers gedeckt werden (könnten?)… Aber weitere Informationen werden hier nicht von mir verraten...

    Der Schreibstil war – wie ich es von Volker Dützer gewohnt bin – flüssig und bildhalft, die teils sehr frauen- und menschenverachtende Sprache war wohl den handelnden Protagonisten aus Gräbersberg geschuldet. Die Ereignisse wurden aus unterschiedlicher Sicht geschildert, so dass der Spannungsbogen meist erhalten blieb.

    Über einen längeren Zeitraum fand ich das Buch spannend, zwar teilweise etwas unrealistisch (konnte Sammy tatsächlich so blöd sein? Gab es in diesem Ort nur die eingeschworene Gemeinschaft? Musste es immer an den spannendsten Stellen ein Gewitter geben? Und was sollten die immer wieder erwähnten Raben bedeuten?), aber zum Teil auch amüsant (z.B. die Dialoge zwischen Stettner und Sammy). Aber den großen „Show-Down“ am Ende empfand ich nur noch ekelerregend, blutig und abstoßend und hatte wirklich große Schwierigkeiten, das Buch zu beenden. Ich glaube, da war ich nicht die richtige Zielgruppe für dieses Buch, die Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich und andere Leser*innen werden sicherlich nicht meine Probleme haben. Mich hat dann zwar wieder der allerletzte Abschluss (realistisch!) und ein kluges Nachwort des Autors etwas versöhnt – aber ich und das Buch passten eben nicht zusammen...

    Deshalb von mir an dieser Stelle nur eine eingeschränkte Leseempfehlung: für Fans starker und harter Thriller bestimmt ein Leseerlebnis, „Sensibelchen“ wie ich sollten eher lieber die Finger davonlassen!

    Aus diesen Gründen bewerte ich dieses Buch mit 3 1/2 von 5 Sternen.

    So richtig viel gelesen habe ich bisher an diesem Wochenende nicht (es kommt immer anders als man denkt :)), aber ich habe viel gelernt über die Ausdrücke für Faschings-Gebäck - und das fand ich viel interessanter als der Fasching (Fasnet, Karneval, Fastnacht) selbst. Besonders lecker stelle ich mir die "Berliner" mit Hagebuttenmark vor, die Füllung habe ich hier Norddeutschland noch nie gesehen - und ich liebe Hagebuttenmarmelade!!!

    Meinst Du Berliner?

    Ich hatte mich vorher schon gewundert, weshalb die gekauft werden - also die Pfannkuchen. Die mach ich immer selber in der Pfanne - Berliner aber kauf ic

    Ich glaube, dieser Sprachgebrauch ist die norddeutsche Variation - ich habe mich auch schon über die ganzen verschiedenen Ausdrücke gewundert, aber es scheint alles mehr oder weniger auf unsere "Berliner" hinauszulaufen...