Jetzt noch schnell etwas zum Buch, hoffentlich ohne jemanden zu spoilern:
Der Beruf des Bestatters war um diese Zeit in dieser Form tatsächlich noch brandneu. Bis 1869 hatte der sogenannte Leichen-Commissarius die Organisation von Beerdigungen in Preussen übernommen. Als das Amt abgeschafft wurde, entstand ein Gewerbezweig, der nicht konzessionspflichtig war. Die ersten Unternehmen fuer Teilbereiche entstanden, und dann gab es bald welche wie das von Charon Czerny, die alles unter einen Hut brachten. Ab 1876 gab es in Europa dann Kongresse fuer die Feuerbestattung, die aber noch etwas brauchte, um sich zu etablieren.
Ich freu mich, dass ihr so viel ratet und mitdenkt und spekuliert. Das ist ganz toll.
Und über das Kompliment mit Gereon Rath könnte ich im Achteck springen wie meine Buchprüferhasen, weil ich die Bücher so so sehr liebe. Und 'Berlin Babylon'. Wirklich so so sehr.
Die Kriminalfälle, die in dieser Serie behandelt werden, sind alle wahren Mordfällen nachgestaltet. Die meisten sind aus mehreren Fällen zusammengestückelt. Dieser aber nicht. Er ist einem einzigen Fall nachempfunden, der mir so sehr am Herzen lag, dass ich unbedingt einen Roman daraus machen wollte. Den wollte mir aber niemand abkaufen, weil Opfer und Täter nicht bekannt genug waren. Also habe ich eine fiktive Geschichte daraus gemacht und vieles abgewandelt. Am Ende verrate ich bei Interesse natürlich, um wen es geht. Kommt aber eventuell jemand von euch von selbst darauf? (Liebste Corinna, du darfst leider NICHT mit raten ...)