Ich freu mich, dass du dich für Perdi erwärmst. Sie hat's nicht leicht mit sich und macht es anderen nicht leichter. Aber ich habe sie sehr ins Herz geschlossen, sie macht mir Spass beim Schreiben, und ich mag ihren Kampf um das, was sie will, selbst wenn sie nicht immer weiss, was das ist.
Beiträge von CharlieLyne
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Es ist wirklich ein sehr spannendes Thema, über das auch ich (noch) nicht wirklich nachgedacht hatte.
Umso interessanter ist es hier darin etwas einzutauchen.Ah, das erklärt sicher auch, warum es bei uns im Oberwallis (= erztkatholische Region) so lange gedauert hat, bis sich das Kremieren immer mehr durchgesetzt hat.
Genau! Berlin und Hamburg mit ihren grossen protestantischen Anteilen waren da Vorreiter.
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Wenn das Kaninchen von der Mama schon wie ein Fußballer heißt, kann die Katze vom Sohnemann auch wie ein ganzer Verein heißen.

Wir fuehlen uns durchschaut!
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Das freut mich!
Ich habe mich des Öfteren gefragt, ob Tadeus historisch verbürgtes Vorbild wohl Thomas a Becket auf dem Schirm hatte. Er hat die Methode über eine deutlich weitere Entfernung betrieben und hatte traurigen Erfolg.
Ich danke euch noch einmal. So schön, dass ihr euch auf Perdi und Charon eingelassen habt. Ich wuerde mich sehr freuen, euch bei Band Zwei wieder willkommen heissen zu dürfen.
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Cool. Die Katze unseres jüngsten Sohnes war ein Kater und hiess Hertha.
Der neue, den die Schwiegertochter gerade ins Haus gebracht hat, heisst Ziggy.
Werde ich mir beides fuer ein neues Pseudonym merken.
Ich selbst bin ja eher der Kaninchen- als der Katzen-Typ, meine zwei heissen Kalulu und Koopmeiners.
Wenn also in den nächsten Jahren Romane von Hertha Kalulu und Ziggy Koopmeiners auftauchen, wisst ihr Bescheid.
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Sie hätte früher aufhören müssen, daran zu glauben, dass Tadeu etwas fuer sie empfindet. Dass aber Frauen in Missbrauchs-Beziehungen das zu spät tun, ist ja leider kein Phänomen, das uns heutzutage unbekannt ist.
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Ich habe die interessanten Beiträge in diesem Abschnitt noch einmal in Ruhe gelesen und moechte bekennen, dass ich die Einwände hier sehr teile. Die Faszination von Tadeu entzieht sich mir ebenso wie die seines historisch verbürgten Vorbilds. Dass das Dämonische, Geheimnisvolle, Dunkle solche Wirkung entfaltet, ist ja aber ein bekanntes Phänomen (wie z.B. auch im grossartigen neuen Frankenstein-Film von Guillermo del Toro thematisiert). Und Tadeu - ebenso wie sein historisch verbürgtes Vorbild - kultiviert diese Rolle und setzt eben darauf.
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Oh... es gibt so einige (unempathische) Ärzte, über die ich mir schon dachte "Du solltest auch besser in der Pathologie arbeiten als am lebenden Mensch".

Oh ja, die kenne ich auch ...
Mein Mann, der in einem gentrifizierten einstigen Problembezirk unterrichtet, sagt das auch immer: Seit sich die Bevölkerungsstruktur hier verändert hat, brauchen wir fuer jeden, der minimal aus der Masse herausragt, eine Diagnose. Und die Eltern werden dann immer gleich mit diagnostiziert. Bitte nicht falsch verstehen: Ich bin sehr froh darueber, dass heute diagnostiziert wird, was Kinder oder auch Erwachsene daran hindert, ihr Potential zu entfalten. Auf der anderen Seite finde ich es aber durchaus problematisch, dass mehr und mehr Anderssein als 'krankhaft' erklärt wird.
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Ich habe diesen Teil der Recherchen auch total spannend gefunden. Der Bau eines Krematoriums und damit eine weitergehende Akzeptanz der Feuerbestattung wurde nach der Choleraepidemie von Hamburg schlicht notwendig. Der Papst hat das dann aber erst einmal verboten, was katholische Menschen in einen Zwiespalt brachte, der erst sehr allmählich aufgehoben wurde.
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Interessant, dass der Verlag Charlie für dieses Pseudonym um zehn Jahre verjüngt. Habe gerade vorsichtshalber nachgeschaut, ob es ein Amazon-Übertragungsfehler ist, nein, auch auf der Verlagsseite ist die Angabe 1975 statt 1965.
Ich bekenne: Ich habe mich selbst verjüngt!
Dahinter steckt folgende Geschichte.
Als ich vor etwa 15 Jahren das erste Mal - damals fuer Anna Helmin ... - selbst einem Pseudonym eine Biographie schreiben sollte, hatte ich keine Ahnung und habe meinen reizenden Agenten gefragt, wie ich das machen soll. Der hat geantwortet: "Das wirst du doch schaffen - da kannst du reinschreiben, wovon du am meisten träumst." Also antwortete ich: "Super. Dann schreibe ich: Anna Helmin ist Filmregisseurin und hat fünf Kinder (ich hab nur drei ...)." Daraufhin mein Agent: "Nein, das geht nicht. Da denken doch die Leute: Wann soll denn die noch Zeit zum Schreiben haben. Sag mal, träumst du nicht davon, zehn Jahre jünger zu sein?" Tat ich damals nicht, um ehrlich zu sein (er ist gut zehn Jahre älter als ich ...). Aber diesmal, wo das, was noch uebrig ist, allmählich weniger wird, hab ich mir gedacht: Come on, let's do it!
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Freut mich sehr, dass ihr beide im Ziel seid und meine Totenleser mochtet! Auch wenn ich natürlich bedaure, dass ich euer Lesen gar nicht mitbekommen habe, weil ich noch im Weihnachtsrausch steckte. Ich habe aber alles nachgelesen und bedanke mich ganz herzlich!
Vielleicht habt ihr ja Lust, noch zu raten, welcher wahre Mordfall die Grundlage zu der Geschichte bildet?
Zwar sind die Hauptbeteiligten nicht so bekannt, es gibt aber eine extrem bekannte Persönlichkeit, die mit beiden gut bekannt war, und durch diese kann man darauf kommen.
Dass Charon Perdita ausgesucht hat, beruht darauf, dass er sie seit langem beobachtet. Seit dem Susette-Fall, wo sie ihm aufgefallen ist. Den Schuh der Kritik ziehe ich mir aber an. Da habt ihr völlig recht, das hätte ich erwähnen müssen.
"Dette fand ich jut, wa?", ist ein wundervoller Abschluss. Danke!
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Oh, jetzt wird es wirklich sehr schwer, nichts zu sagen ...
Aber dass Isolde geliebt wird, freut mich, denn ich hatte - und habe - so viel Freude mit ihr.
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Tadeus ist wie ein Virus, einmal eingefangen, bekommt man ihn nicht mehr los.
Das finde ich total cool. Ja. Ganz genau. Ich fürchte, ihm hätte es auch gefallen.
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Ich kann mir nicht helfen, aber ich mag Czerny.
Love you.
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Oh ja, Perdita fehlt es in der Tat an sozialer Kompetenz. Heute hätte man sie zweifellos bereits auf ADHD und Autismus getestet. Damals kam sie stattdessen zu dem Schluss: "Ich kann halt mit den Toten besser als mit den Lebenden ..."
Freue mich, dass Dieter sich Freunde macht.
Und Isolde, of course.
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Wobei ich mich schon gefragt habe, welch seltsamen Humor die Eltern hatten, den Sohn nach dem Fährmann über den Styx zu benennen, gerade wenn er mal das Bestattungsunternehmen der Eltern erben soll
Love you!
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Jetzt noch schnell etwas zum Buch, hoffentlich ohne jemanden zu spoilern:
Der Beruf des Bestatters war um diese Zeit in dieser Form tatsächlich noch brandneu. Bis 1869 hatte der sogenannte Leichen-Commissarius die Organisation von Beerdigungen in Preussen übernommen. Als das Amt abgeschafft wurde, entstand ein Gewerbezweig, der nicht konzessionspflichtig war. Die ersten Unternehmen fuer Teilbereiche entstanden, und dann gab es bald welche wie das von Charon Czerny, die alles unter einen Hut brachten. Ab 1876 gab es in Europa dann Kongresse fuer die Feuerbestattung, die aber noch etwas brauchte, um sich zu etablieren.
Ich freu mich, dass ihr so viel ratet und mitdenkt und spekuliert. Das ist ganz toll.
Und über das Kompliment mit Gereon Rath könnte ich im Achteck springen wie meine Buchprüferhasen, weil ich die Bücher so so sehr liebe. Und 'Berlin Babylon'. Wirklich so so sehr.
Die Kriminalfälle, die in dieser Serie behandelt werden, sind alle wahren Mordfällen nachgestaltet. Die meisten sind aus mehreren Fällen zusammengestückelt. Dieser aber nicht. Er ist einem einzigen Fall nachempfunden, der mir so sehr am Herzen lag, dass ich unbedingt einen Roman daraus machen wollte. Den wollte mir aber niemand abkaufen, weil Opfer und Täter nicht bekannt genug waren. Also habe ich eine fiktive Geschichte daraus gemacht und vieles abgewandelt. Am Ende verrate ich bei Interesse natürlich, um wen es geht. Kommt aber eventuell jemand von euch von selbst darauf? (Liebste Corinna, du darfst leider NICHT mit raten ...)
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Und ehe ich dann mal zum Buch komme, sag' ich noch schnell, wie sehr ich mich freue, so viele hier wiederzusehen. Und ganz besonders, dass sich in meiner Runde gleich zwei Lesebären tummeln. Bären sind meine Lieblingstiere!
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Hach, ist das schoen, das alles zu lesen. Danke!
Und hach, ist das schwierig, nichts zu verraten.
Darin bin ich bekanntermassen ganz schlecht. Mein Schwiegersohn hat vor kurzem meiner Tochter eine Wochenendreise nach Paris geschenkt. Sowohl er als auch meine Söhne haben mir eindringlich immer wieder erzählt, sie fahren nach Amsterdam, sodass ich mich schon gewundert habe ...
Als sie dann in Paris waren, wurde mir mitgeteilt: "Weil du doch nichts fuer dich behalten kannst ..."
Ich war total erleichtert. Das mit Amsterdam war mir meiner Tochter gegenüber nämlich rausgerutscht ...