Beiträge von Cookiemonster

    Puh! Also ich habe gestern ganz brav mit dem Buch angefangen und war erstmal bedient: die Eröffnungsszene war mir dann wirklich ein wenig zu hart. Allerdings hatte ich auch einen bösen Kater, da war das nicht die richtige Lektüre! Ich habe sogar überlegt das Buch sofort wegzuschenken, da ich blutrünstige Sachen weder gerne sehe noch lese. :lache


    Gestern Abend habe ich es dann noch einmal versucht und siehe da, ich habe die ersten Seiten nur so weg gelesen.
    Ich fand auch die Idee mit dem Experiment und dem Buch im Buch sehr interessant und bin schon enorm gespannt auf den Seelenbrecher: wie geht er vor? Wer ist er? Doch nicht Caspar, oder?
    Das Experiment mit dem Lesen der Patientenakte finde ich auch fragwürdig, ich würde bei sowas nicht mitmachen.


    Also die ersten Seiten fand ich definitiv interessant und diese haben mich auch schon gespannt auf den weiteren Verlauf gemacht. Vielleicht findet Herr Fitzek ja tatsächlich einen neuen Fan in mir, obwohl ich ja nicht mal Krimi/Thriller-Freundin bin. Und das dank den Eulen...

    Mir graust es schon vor Oktober: ich hab ab dann 3 Nebenjobs (momentan sind es 2), weil ich mir sonst Spässe wie Essen nicht mehr leisten kann (bekomm nämlich kein Bafög und ab November kein Kindergeld mehr...), und ja auch meinen Studienkredit nicht zu sehr beanspruchen möchte. Und in den nächsten "Semesterferien" möcht / muss ich Vordiplom machen. Das wird ein Spass!

    Also einen Leseplan habe ich auch nicht...da verschwindet ja die Spontaneität!
    Natürlich gibt es aber Neuzugänge bei denen ich schon beim Kaufen weiss dass ich sie als nächstes Lesen will.

    @ MagnaMater: Respekt!
    Mir persönlich würde da aber definitiv der Spass an der Sache vergehen.
    Ich denke dass ich schon so schnell genug lese, wenn es spannend ist (und dann manchmal manche Details dann gar nicht mehr speichern kann vom Gelesenen).
    Mein Bücherverschleiss ist schon so hoch genug, da ich täglich Bahn fahren muss (1,5 St.) wenn ich an die Uni geh, und mir auch sonst Zeit nehme zum Lesen. Wenn ich aber anstatt 12 Büchern dann 40 pro Monat schaffen würd, würd ich ja arm werden. :grin

    Zitat

    Original von DraperDoyle


    Ich übe jetzt schon den ganzen Tag, das funzt nicht ?(


    :lache :lache Wärs da nicht schneller wenn du den Text einmal "normal" gelesen hättest? Also anstatt den ganzen Tag über?

    @ SweetMouse: aber ich finde es ist gerade auch Sinn der Sache, Bücher zu entdecken von denen man denkt dass es nix für einen ist. Jo Nesbo würde ich mir nie kaufen, aber die Leseprobe hat mir gut gefallen...wenn ich das Buch bekäme würde der Autor (und der Verlag) dann vielleicht einen neuen Leser bekommen. Und dann würde ich hier posten wie toll das ist, und Rezis schreiben, und würde vielleicht andere überzeugen etc. Find ich ganz einleuchtend!

    Also ich gehöre ja auch zu denen die Bücher hamstern: mein SuB ist ein RuB, also ein Billy-Regal komplett mit Ungelesenem gefüllt. Das ist aber auch erst so, seit ich bei den Eulen bin, vielleicht wurden mir dadurch meine Skrupel genommen. *gg*
    Normalsterblichen erkläre ich halt einfach nicht dass ich die alle noch nicht gelesen habe, die Reaktionen kann ich mir nämlich gut vorstellen: :pille :hau


    Ich fühle mich mit dem vollen RuB ganz wohl, ich stelle mich manchmal stundenlang vor das Regal und bewundere meine Schätze und freu mich, und überleg was als nächstes dran kommt. Der Vorteil ist definitiv dass ich für jegliche Lesegelüste das Richtige dabei habe, denn ich lese quer durch (fast) alle Genres und genau das sieht man dem RuB auch an.
    Manchmal, nur manchmal beschleicht mich ein schlechtes Gewissen, denn ich weiss dass ich da manche Schätze stehen habe, die es sich definitiv lohnen gelesen zu werden. Die fühlen sich bestimmt vernachlässigt, aber ich kauf halt auch oft spontan Bücher die ich dann unbedingt gleich lesen muss.


    Also ich finde dass ein voller RuB nix ist wofür man sich schämen muss - solange er eben auch fluktuiert. Manche Bücher hab ich auch schon ungelesen vertauscht, weil ich weiss dass ich nie Lust bekommen werde, sie zu lesen.

    Ach, auf die die "Mutige Menschen" bekommen haben bin ich nicht neidisch, das wäre eine Verschwendung an mich, da es mich wenig interessiert. Allerdings werd ich bei Nesbo traurig sein bei leer ausgehen und bei Lennox SEHR traurig. ;-)
    Ich habe aber eh absolut kein Glück und noch nie nie nie was gewonnen irgendwo. Bin mal gespannt ob sich das mit vorablesen mal ändert...

    Zitat

    Original von buzzaldrin


    Jo, dass Studentenleben ist echt hart, auch für mich. Ich weiß gar nicht so genau, was ich mit meiner ganzen Freizeit bis zum 13.10 noch so anstellen soll. :grin ;-)


    Dito! (sagt die die auch noch auf Diplom studiert).
    Ich müsst ja noch ne Hausarbeit schreiben, aber mein RuB ruft mich.

    Kurzbeschreibung von Amazon:
    Über dem Tor der Pauluskapelle in Damaskus hängt eines Morgens ein Toter. Bei dem Ermordeten handelt es sich um einen muslimischen Offizier. Als Kommissar Barudi die Witwe verhören will, wird ihm der Fall vom Geheimdienst entzogen. Heimlich recherchiert er weiter und findet das Tatmotiv: eine Blutfehde zwischen den Clans der Muschtaks und der Schahins. In vielerlei Facetten schildert Schami den eskalierenden Wahnsinn von Hass und Gewalt und die akute Bedrohung für den, der sich dem Diktat der Sippe nicht beugt. Zugleich erzählt er in poetischen Geschichten von einer Liebe, die eigentlich nicht sein darf, weil Versöhnung nicht vorkommt in den alten Familienstrukturen, und vom Mut der Liebenden, denen der Tod droht und die dennoch die Unterdrückung ihrer Leidenschaft nicht zulassen wollen.


    Meine Meinung:
    Es ist ein Mammutbuch. Über 1000 Seiten beschreibt Schami eine verschwundene Welt: Damaskus, wie es einmal war. Ich huste ja normalerweise ein Buch in maximal 3 Tagen weg, aber hier habe ich 2 Wochen gebraucht. Es ging einfach nicht schneller. Das Buch ist untergliedert in unzählige Geschichten, Erinnerungen, Anekdoten, die sich irgendwann zu einem Gesamtbild zusammen setzen. Es ist kein Buch das man verschlingt, es ist kein Buch dessen Plot einen immer wieder zwingt weiter zu lesen. Man liest weiter weil man von Schamis schöner Sprache fasziniert ist und auch um diese uns fremde Welt ein wenig mehr zu verstehen. Schami hat über 30 Jahre an der Idee, an der Geschichte gefeilt, die erste Idee dazu entstand als er 16 war. Die Geschichte über Familienfehden, Ehre, Religion, Liebe und Fanatismus sowie Diktatur kann man wohl als sein "Lebenswerk" bezeichnen. Viele erzählte Passagen liegen realen Ereignissen, oder Erzählungen anderer zu Grunde. Es ist ein Buch wie "aus dem Leben" gegriffen. Und dennoch ist es weder eine Biografie noch eine Autobiografie. Es ist ein Mosaik von wunderschönen, grausamen, schmerzhaften, fröhlichen, sogar lustigen Geschichten, die uns eine Welt näher bringen, die wir schwer verstehen können. Ich habe es mit Genuss gelesen, habe viel über die arabische Welt gelernt und war stolz auf mein Durchhaltevermögen und ein wenig traurig den Buchdeckel dann endgültig über diese Welt und seine Protagonisten zu schliessen.
    Positiv fand ich auf jeden Fall die Stammbäume hinten im Buch, bei solch einer grossen Familiensippe ist es gut da immer wieder reinschauen zu können.


    Man sollte es lesen wenn man viel Zeit hat (oder immer wieder nebenbei) und wenn man gewillt ist sich auf eine riesige Familiensippe, eine fremde Welt und eine aussergewöhnliche Leidens- und Liebesgeschichte einzulassen. Jemand der eine geradlinige Geschichte lesen will, wird hier allerdings enttäuscht: Schami weicht oft ab, erzählt kleine Anekdoten, lustige oder traurige Details etc. Aber gerade das macht auch dieses "1001 Nacht"-Gefühl des Buches aus.