Beiträge von Sophia

    Die Sache ist schon kompliziert - ich denke, sie verführt manche Teilnehmer dieses Threads dazu, polemisch zu reagieren, weil sie ein ganz grundsätzliches Empfinden des Einzelnen anrührt: Das Gerechtigkeitsempfinden, und Empörung über vermeintliche Ungerechtigkeit.


    Was an der Geschichte auf den ersten Blick (!) ersteinmal schockiert, ist die Tatsache, dass Menschen durch Exkommunikation "bestraft" werden, die nach bestem Wissen und Gewissen handeln, um andere vor Schaden zu bewahren, wogegen ein Verbrecher, der aus reinem Eigennutz einem Schwächeren unermessliches Leid zufügt, durch dieselbe Instanz nicht "bestraft" wird.
    Das kommt rein gefühlsmäßig natürlich ersteinmal so rüber: Kirche bestraft Unschuldige, bleibt aber völlig gleichgültig, wenn wahre Verbrechen verübt werden.


    Soweit also zum ersten Eindruck. Aber das, was gefühlsmäßig vermittelt wird, ist nicht zu unterschätzen. Deshalb habe ich Verständnis für vorerst heftige Reaktionen.


    Wenn man sich allerdings die Mühe macht, das Ganze aus dem Selbstverständnis der Kirche heraus zu verstehen, macht - aus diesem Blickwinkel - das Urteil der Kirche Sinn...allerdings nicht für die, die nicht gewillt sind, es aus dem Blickwinkel der Kirche zu betrachten, weil sie eine gegensätzliche Einstellung haben.


    Wenn man dann weiter über die Sache nachdenkt,
    wird es nur noch trister: Denn die Muter steht schon einmal in einem unklaren Licht - hat sie wirklich nicht gemerkt, dass ihr Typ das kleine Mädchen missbraucht? Oder war auch sie ein Opfer und machtlos, etwas dagegen zu unternehmen? Frauen haben in diesen Ländern und Milieus ja oft kaum Handlungsalternativen. Wollte sie die Abtreibung aus berechtigter Sorge um ihre Tochter, oder weil zwei lebendige Zeugnisse der Sünde ihres "Partners" in der Nachbarschaft für Aufsehen gesorgt hätten? Wer weiss das schon....


    Dann die Aussage, das Mädchen hätte die Babies gewollt: Wers glaubt wird selig. Ob das nun Propaganda war, oder wie auch immer - das können wir nicht wissen.


    Eines ist aber klar:
    Dass die Ärzte sich für eine Abtreibung entschieden haben, ist aus Sicht eines vereidigten Arztes die einzige vertretbare Lösung. Denn der Arzt ist verpflichtet, einzig die Gesundheit und Sicherheit des Patienten zu berücksichtigen. Moralische Urteile zu fällen, wie z. B. , das Mädchen solle sein unfreiwilliges Schicksal tragen und an den Folgen notfalls sterben, weil Abtreibung nicht sein darf.....das wäre ein echtes Vergehen gegen die ärztlichen Pflichten. Wenn man den Körperbau einer 9-jährigen bedenkt, auch ein Vergehen gegen die Menschlichkeit.


    Fazit:


    Da lobe ich mir doch das Gesetz, das schön klar die Rolle aller Beteiligten aufs Korn nimmt und dann versucht, gerecht über jeden einzelnen zu urteilen:


    1. Der Vergewaltiger ist ein Verbrecher laut Gesetz, und wird, wenn alles mit rechten Dingen zugeht, auch bestraft werden.
    2. Abtreibung ist an sich in diesem Land nicht gestattet, dadurch wird der moralische Faktor berücksichtigt, dass Leben nicht genommen werden darf, außer wenn das Leben derjenigen, die Leben gibt, auf dem Spiel steht.
    3. Doch in berechtigten Ausnahmefällen ist Abtreibung erlaubt, und da in diesem Fall dieser Ausnahmefall voll und ganz gegeben ist, ist den Ärzten nichts vorzuwerfen.
    4. Im Optimalfall (kann hier wohl nicht erwartet werden) würde die Justiz sich auch noch darum bemühen, zu überprüfen, ob das Kind in seiner Umgebung zukünftig sicher leben kann. Sie würde sich vielleicht auch die Rolle der Mutter genauer ansehen.


    Was das Gesetz zu dem Fall sagt, kann man als Unbeteiligter logisch nachvollziehen, es erklärt unserem Gerechtigkeitssinn, dass dort, wo Unrecht begangen wird, das Gesetz eingreift, den Täter abstraft, und damit auch der Öffentlichkeit bestätigt und vorführt, was rechtens ist und was nicht.


    Und hier liegt das Problem:
    Mit dem Urteil der Kirche kommt nicht rüber, dass es nicht rechtens ist, ein Kind zu vergewaltigen. Es kommt auch nicht rüber, dass man sich bewusst ist, dass dieses Vergewaltigungsopfer bei der Geburt eine schwere Prozedur durchmacht, auf die der Körper noch nicht vorbereitet ist, und die nicht nur Qualen verursacht, sondern auch das Leben kosten kann.
    Es kommt nicht rüber, dass man wahrnimmt: Hier gibt es ein Opfer, das eigentlich Hilfe braucht.


    Die Wirkung auf den gesunden Menschenverstand wird beim Urteil der Kirche nicht bedacht, auch wenn die noble Absicht dahintersteht, das ungeborene Leben zu schützen.


    Deshalb können viele natürlich viel besser mit dem Urteil des Gesetzes umgehen, als mit dem Urteil der Kirche -
    ich kann damit auf jeden Fall viel besser umgehen.

    Mir gefallen sehr gut:


    James A. Michener: Die Quelle
    T. C. Boyle: Wassermusik
    Michail Scholochow: Der stille Don.


    Peter Berling: Die Kinder des Gral, (Das Blut der Könige auch, aber mit Einschränkungen)
    Umberto Eco: Der Name der Rose
    Noah Gordon: Der Medicus


    wurden schön öfters erwähnt.


    Ich habe maches an historischen Romanen gelesen, das mir vielleicht nur so einigermaßen gefiel, oder nicht so besonders gefiel.


    Trotzdem bin ich nicht wirklich auf dem Laufenden, es gibt sehr viele Autoren, die ich noch nicht gelesen habe!


    Ich bin aber dabei, mir die Welt der historischen Romane mehr zu erschließen...viele Bücher habe ich schon gekauft, sie liegen also bereit.
    Dabei hole ich mir viele Anregungen aus der Büchereule.

    @ crycorner: :lache :rofl :lache


    Fantastisch!
    Habe die Geschichte jetzt erst aufgestöbert und war völlig überrascht -
    das ist ein Angriff auf die Lachmuskeln!
    Habe mich kaum mehr eingekriegt!


    Wirklich sehr amüsant, spitze. Tatsächlich könnte man die Tatsache, dass die erfolgversprechenen Antwortbriefe weggeschreddert werden, noch etwas hervorheben, damit es auch klar wird, wenn man vom Witz des Textes so herumgerissen ist, dass man diese Pointe nur am Rande wahrnimmt. Wäre gut.



    Jetzt suche ich mir sofort diese Kuchengeschichte raus, die angesprochen wurde!


    Viele Grüße

    Hallo Tereza,


    herzlich willkommen!
    Und danke auch für Deine Buchvorstellung. Ich bin nun richtig neugierig geworden und werde mich an der privaten Leserunde gerne beteiligen, wenn ich zu dem Termin hier bin.

    Ich kann mir vorstellen, dass der Markt immer wieder mal neue Trendsetter braucht und neue Mainstream-Linien produzieren muss. Deshalb ist bei den Verlagen, denke ich, schon ein gewisses Interesse an Büchern vorhanden, die den momentanen Mainstream nicht treffen, um auch ein zukünftiges Marktpotenzial anzukurbeln. Doch es ist nicht leicht, den Erfolg eines Buches vorherzusagen. Deshalb hält man sich dabei vorsichtig zurück.


    Aber setzen Verlage die Trends, weil sie auf ein erfolgreiches Konzept einen Schwall an Ähnlichem folgen lassen und den Lesern damit vorgaukeln, sie könnten das aufregende erste Erlebnis beliebig oft wieder-kaufen?
    Oder setzen die Leser die Trends, weil sie eben diese Bücher kaufen? Aber die Leser wissen vorher ja nicht, was da in diesem Speichelanreger verpackt ist.
    Vielleicht kaufen und kaufen sie, finden ihre Erwartungen aber gar nicht erfüllt?
    Vielleicht gibt es auch viele Leser, die sich einfach ablenken wollen und einfach alles gut finden, Hauptsache sie werden mit dem Buch an einen anderen Ort versetzt, in dem sie ein bisschen Liebe, ein bisschen Abenteuer und ein bisschen Spannung finden, egal von welcher Qualität?


    Ich konnte auch bei mir schon beobachten, dass ich von einem neuen Thema, einem neuen Autor etc. begeistert war, und tatsächlich ersteinmal nach Ähnlichem gesucht habe. Wenn die Verlage also verstärkt Ähnliches auf den Markt werfen, probiert man das vielleicht alles durch. Aber nicht selten bleibt ein schales Gefühl zurück, weil die Erwartungen einfach nicht erfüllt werden.


    Doch das ist der Statistik ja egal, denn die sieht nur die gekauften Bücher, ob die Leute es dann nach dem Kauf und nach dem Lesen fad fanden, erfährt man anderenorts, aber nicht in der Verkaufsstatistik. Als Leserin probiere ich es nach einem faden Buch halt mit dem nächsten, und wenn das auch fad ist, mit dem nächsten, so trage ich zu hohen Verkaufszahlen bei, bin aber in Wirklichkeit gelangweilt von dem ganzen Zeug.

    Sich vom Leben Inspirationen zum Schreiben zu holen, finde ich wichtig.
    Allerdings kann man ja aus vergangenen Erfahrungen auch wunderbar schöpfen! Irgendwann tut es trotzdem gut, wieder neue Anregungen zu bekommen.


    Deshalb sehe ich das Stubenhocken auch als eine zeitlich begrenzte Extremphase an, die so lange dauert, bis eine Idee ausgearbeitet, ein neues Kapitel fertig geschrieben ist. Vielleicht auch, bis ein ganzes Buch fertig geschrieben ist - allerdings kommt das ja aufs Thema an, denn manche Bücher brauchen eine lange Zeit, wenn viel Recherche im Spiel ist, der Plot sehr kompliziert gestrickt ist.


    Da muss ich nun glatt einen Spruch zum Besten geben, der hier gut passt, da es doch für einige Schriftsteller auch Phasen der Einsamkeit und Zurückgezogenheit gibt: Er ist von Leo N. Tolstoi:


    "Vergiß nicht, unter Menschen lebend,
    was Du in der Einsamkeit erkannt hast.
    Und erwäge in der Einsamkeit,
    was Du im Verkehr mit den Menschen erkannt hast"


    Erleben, verarbeiten, das Verarbeitete kreativ verwenden und in eine Geschichte einbringen - wieder erleben. Ein fruchtbarer Wechsel.


    Bei mir ist es ein Wechsel, es sind Phasen, die ich durchlaufe. Mal fast wie besessen nur noch in der Geschichte leben und am liebsten den Laptop unters Kopfkissen legen, das Telefon abschalten, Oropax in die Ohren, nervöse Attaken bekommen und böse knurren sobald es jemand wagt, mich vom Schreiben abzuhalten. Im Zug, in den langen Pausen am Buch arbeiten. Bis es auffällt und im Kollegenkreis schon wilde Gerüchte kursieren, warum die denn da nie vom Computer wegkommt, wo sie doch wie sichs gehört bei den Kollegen sitzen sollte.
    Dann flaut das wieder ab, und es kommt der Hunger danach, Orte des Geschehens aufzusuchen,
    oder raus unter die Leute zu gehen: Mittendrin sein, dabei sein, sich austauschen, zuhören, der Phantasie was zum Futtern geben. Das Bild wieder zurechtrücken, das die Kollegen und andere so langsam zum grübeln bringt..... ;-) - da ich nicht Vollzeit arbeite, geht das ganz gut so.

    Gestern habe es tatsächlich getan - bin bis nach Mitternacht mit dem Buch in den Kissen gelegen und habe es zu Ende gelesen.


    Ich habe es sehr genossen und fand es schade, als die letzte Seite dran war. Aber bald wird es ja ein Folgebuch geben, und das ist schon einmal ein Trost!


    Ein sehr gutes, spannendes und unterhaltsames Buch, das ich da mit Begleitung der Autorin kennen lernen durfte!


    Danke, Susanne, für die nette Begleitung und all die interessanten Hintergrundinformationen!
    Und danke vor allem für das Lesevergnügen, das Du mir bereitet hast, indem Du dieses schöne Buch geschrieben hast.


    Ich werde der Leserunde weiterhin folgen und damit die Geschichte noch etwas nachklingen lassen.


    Liebe Grüße

    Liebe Susanne,
    mich würde sehr interessieren, wie lange Du an diesem Buch geschrieben hast?
    Schreibst Du auch ganze Tage lang, oder beschränkst Du Dich auf Abende und Wochenenden?


    Und was mich noch interessiert ist:
    Über welchen Charakter in Deinem Buch hast Du am liebsten geschrieben? Bei welcher der in Deinem Buch auftretenden Personen hat es Dir am meisten Freude bereitet, den Part dieser Person zu schreiben?

    Nun hat Eltrudis Mathäae bis zur Weißglut gereizt....
    ich hätte Mathäa ja auch verstanden, wenn sie im Affekt einen Krug über Eltudis ausgeschüttet hätte.
    Schwups -



    Endlich hat Mathäa ihr Grenzen gesetzt, das war ja wirklich höchste Zeit...


    Sonst wäre Mathäa bestimmt bald geplatzt und Bandolf hätte keine Frau mehr gehabt.

    Ich finde es sehr aufregend,
    wie Bandolf Garsende zum spionieren ausschickt.
    Da bekam ich beinache Angst um sie.


    Die Idee fand ich ganz prima,
    da ich schon vorher ein flaues Gefühl dabei hatte, Beatrix ganz alleine bei den Nonnen zu wissen, die in ihrem Glauben an das Gute, in ihrer Unbedarftheit und in ihrer Abgeschirmtheit wohl nicht allzu sehr auf die Sicherheit der Beatrix Acht geben. Soweit zu meinem Vorurteil den Nonnen gegenüber.


    Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht.

    Seite 221:


    Hier sagt Garsende zu Bandolf:
    "Seid Ihr mein Gatte, dass Ihr glaubt, über mich bestimmen zu dürfen?"


    Das war damals so, ja schon...
    aber es löst automatisch heftige Empörung bei mir aus.


    Viiieel besser gefällt mir die Vorstellung von der zeternden Ehefrau, die mit dem Nudelholz hinter der Türe lauert,
    zumindest besser, als eine Gattin die als Eigentum des Mannes gesehen wird :-]

    Dieser Lothar ist ja ein Verführer...


    Seite 218/219:


    Da will Garsende ihn festnageln und fragt ihn nach dem Morgen, also nach seinen Plänen für ihre gemeinsame Zukunft und ob er überhaupt eine gemeinsame Zukunft im Sinne hat, so verstehe ich das.


    Und er lässt sie voll auflaufen: "Für mich ist das Morgen stets ungewiss".
    Na was soll man damit wohl anfangen?
    Arme Garsende!


    Dann versucht er, sie mit Scherzen abzulenken.


    Er ist schon ein verdächtiger Typ, dieser Lothar.
    Er tut oft sehr geheimnisvoll.
    Und doch wünsche ich Garsende, dass sie ein richtiges Paar werden können - mit Zukunftsplänen.

    Auf Seite 215 gibt es diese kleine Szene mit dem Knecht Hunfried, der Bandolf die Stelle im Wald zeigt, an der er den toten Arnold gefunden hatte.


    Ist das nicht köstlich:
    "Unterwegs beglückte er Bandolf mit einer gefühlvollen Aufzählung all seiner trüben Vorahnungen, die ihn gestern schon von Morgengrauen an bedrängt hatten, bis er über den Toten gestolpert war."


    Nach dem Motto "ich habe ja gewusst, dass ein Unglück geschehen wird!" Im Nachhinein weiß er, dass sein sechster Sinn ihn schon vorgewarnt hatte. Das kommt mir irgendwie bekannt vor.


    Finde ich irgendwie typisch. Fand ich gut!

    Zitat

    Original von SusanneE.
    [ Im Frühmittelalter wurden die Nebenfrauen als Kebsen bezeichnet, mit denen ein Mann eine sogenannte Kebsehe oder Friedelehe eingehen konnte. Sie hatte nicht ganz denselben gesellschaftlichen Status wie die Hauptfrau, doch die Kinder aus dieser Beziehung, die sogenannten "Kegel", waren sogar zum Teil erbberechtigt. (Daher kommt übrigens auch der Ausdruck: "Mit Kind und Kegel").


    Das ist sehr interessant, für mich ist das auch ganz neu.
    Wirklich spannend, welche Sprüche oder Ausdrücke man gebraucht, ohne zu wissen, was diese eigentlich bedeuten.


    Mit Kind und Kegel, das ist ist ja immer noch im Gebrauch, hat sich eingeschliffen. Ich benutze das auch ab und zu, nun weiss ich, dass es eigentlich keinen Sinn mehr macht.... :-]
    vielen Dank für die interessante Info!


    Als Beispiel fällt mir da spontan auch noch die immer noch festsitzende, doch irrationale Furcht vor dem "Freitag den 13ten" ein. Ich kenne Leute, die steigen an einem solchen Tag in kein Flugzeug oder richten sich keine wichtigen Termine ein. Dabei hat dieses Datum heute für uns keine Bedeutung mehr. Es war der Tag, an dem im Jahr 1307 am 13. Oktober, dem schwarzen Freitag, in ganz Frankreich die Templer verhaftet wurden, um sie einem langwierigen und grausamen Prozess auszusetzen und schließlich den Orden aufzulösen.
    Aber was gehts uns heut noch an? Trotzdem sitzt der Ausdruck fest.

    Mir gefallen übrigens die Namen im Buch sehr gut.


    Ich habe keinen Lieblingsnamen, aber viele klingen einfach schön-
    Garsende, Serafina, Annalinde, Hildrun....Crispin, Flodoard, Grimbald...
    herrlich.


    Weniger ansprechend, aber trotzdem interessant finde ich Filiberta, Eltrudis (das erinnert mich an Gertrude), Prosperius, Goswin, Pothinus.

    Ich überlege, ob Ulberts Vetter Bartholomäus wohl noch lebt...


    Beinahe befürchte ich, dass der Falke auch ihn inzwischen aufgespürt und ermordet hat...


    Obwohl, das wäre zu einfach, dann besäße er ja schon das Dokument und das Ender der Geschichte wäre in Sicht -


    Also wird er wohl doch noch leben -
    bin ja gespannt.

    Ich finde es immer interessant, das Vokabular aus vergangenen Zeiten kennenzulernen.


    Kebse, zum Beispiel, lerne ich hier kennen als Ausdruck für Geliebte. Ich finde, vom Klang her kommt das Wort leicht abfällig rüber... dagegen klingt "Geliebte" ja poetisch, aber Kebse...ob das wohl tatsächlich abfällig gemeint war, oder ganz neutral wie "Geliebte" gebraucht wurde?


    Oder der Ausruf "Verdammnis!"
    Oder Tageszeiten, die z. B. mit "nach der Sext" benannt werden.
    Oder das Wort "just", das wir ja kennen, aber kaum noch gebrauchen.


    Ich finde, in diesem Buch ist die Sprache auf eine wirkungsvolle Weise der damaligen Zeit angepasst - und das wohl dosiert.
    Als Mischung zwischen moderner und historischer Sprache klingt sie flüssig, angemessen und glaubhaft, aber nicht holprig.


    Hier ist das historische "Feeling" sehr gut getroffen, nach meinem Geschmack.

    Zitat

    Original von Dany-Maus1986
    Wertstoffhof??? Das kenne ich nicht! Was ist das???


    Wertstoffhöfe gibt es in jeder Gemeinde bzw. Stadtteil, dort entsorgt man Dinge, die man nicht mehr braucht, angefangen bei Sperrmüll bis zu Möbeln und allerlei Kleinkram wie Geschirr, Büchern, etc.
    Viele Wertstoffhöfe haben eine Gruschtelecke, in der man dann auch kurz schauen kann, ob es was Interessantes zum Mitnehmen gibt.
    Manchmal kosten diese Dinge eine Kleinigkeit, oft aber kosten sie gar nichts.
    Es gibt aber auch Wertstoffhöfe ohne Gruschtelecke, aber eher selten.