Beiträge von Katerina

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    Original von Buchdoktor
    :kiss
    Vielleicht sollte Katerina doch noch mal mit dem Verlag darüber sprechen.


    Ich denke nicht, dass die den Titel noch ändern werden. :grin
    Und ich gestehe ihm auch seine Berechtigung zu, da weder ich noch die Probeleser (viele davon selbst Autoren) noch die Lektoren darüber gestolpert sind. Und der Titelvorschlag selbst stammte vom Verlag. Jeder weiß, dass das nicht die grammatikalisch richtige Form ist, und keiner der Beteiligten geht mit Sprache schlampig um.


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    Meine Interpretation war, dass der Titel stellvertretend steht für jemand, der eine Macke an sich kennt und sie fröhlich und selbstbewusst beibehält. Eine direkte Botschaft von Katerina, die zum vorigen Buch von ihr passen könnte, wenn ich mich richtig daran erinnere.


    Meine Gedanken, die ich mir gemacht habe, seit dann tatsächlich jemand zum ersten Mal sagte: "Aber das ist doch verkehrt", gehen in diese Richtung.
    Das Ganze scheint außerdem wohl deshalb bei den meisten Lesern zu funktionieren, weil es eine Art Constructio ad sensum ist, also eine Formulierung, die mehr dem Inhalt als der Form folgt. Es gibt keine Giraffen, die auf dem Seil tanzen, trotzdem ist auf dem Cover eine abgebildet, und der Titel fällt in gleicher Weise spielerisch aus der Norm und bezieht sich zudem auf Formulierungen wie "Alles Schlampen außer Mutti".
    Das sind zumindest meine Erklärungen dafür, dass die meisten - obwohl sie wissen, dass sie grammatikalisch falsch ist - die Formulierung als passend empfinden.
    (Siehe auch "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod")


    Liebe Grüße
    Katerina

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    Original von Lumos
    Ich glaube schon, dass die jungen Mütter von heute eigentlich auch ein eigenes Leben haben oder zumindest gern hätten. Zumal immer mehr gut ausgebildet sind mit prima Jobs. Aber der Druck, die perfekte Mutter eines perfekten Kindes zu sein, dem später alle Möglichkeiten offenstehen ist heutzutage gigantisch, jedenfalls in bestimmten Gesellschaftsschichten.
    Sich davon freizumachen, ist sicher nicht einfach für die jungen Eltern.


    Mit Kindern anders umzugehen als früher ist sicher eine super Errungenschaft. Aber die Konkurrenz mit anderen Müttern nimmt für mich schon bizarre Formen an. Das geht ja schon spätestens mit der aufwändig selbstgebastelten Schultüte los, die wohl mittlerweile obligatorisch ist. :pille


    Liebe Grüße
    Katerina

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    Original von maikaefer
    Über die Brustfütterung stolperte ich auch, dachte aber dann, es sei ein übertriebenes Stil(nicht Still*g*)mittel. Auf die Idee eines Tipp- oder Freud'schen Fehlers kam ich hier nicht. :lache :wave


    Ist wohl tatsächlich ein übertriebenes Stilmittel. Ich habe über den Begriff gar nicht nachgedacht. Aber mein Unbewusstes meinte wohl, "Stillen" sei an dieser Stelle irgendwie störend, und da hat es wohl einfach Breastfeeding übersetzt. Und als Stilmittel scheint es weder Probelesern noch Lektoren aufgestoßen zu sein.


    Liebe Grüße
    Katerina

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    Original von Schubi
    Auch das Thema mit der Impulskontrolle gefiel mir sehr gut. Mich muss man zum Beispiel schon sehr sehr lange reizen, bis ich mal impulsiv werde, dann kann ich auch schon mal mit Gegenständen um mich schmeißen, allerdings nur kleinen ;-).


    Ich habe vor vielen Jahren in meinem Studium mal einen Persönlichkeitstest gemacht, in dem zwischen spontaner Aggressivität und reaktiver Aggressivität unterschieden wurde. Das fand ich sehr interessant. Dass manche Menchschen als wandelnde Zeitbomben durch die Gegend laufen und andere erst heftig werden, wenn sie angegriffen worden sind. Natürlich gibt es beides in unterschiedlich starken Ausprägungen.


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    Beim „ausgewogenen“ Speiseplan der Kinder, muss ich immer an meine frühere Einkaufsregel denken. Jedes Mal, wenn die Kinder mit einkaufen waren, durften sie sich immer eine Kleinigkeit aussuchen, sollten dafür an der Kasse „brav“ sein. Das funktionierte sehr gut. Am Anfang suchten sie Süßigkeiten oder Zeitschriften, doch am Ende nahmen sie meist ein Stück Obst. Wenn man ständig darf, was eigentlich nicht sein soll, wird es wohl auch langweilig. Ich hatte beim einkaufen jedenfalls immer brave Kinder.


    Das finde ich einfach genial. Sollte es irgendwann noch mal ein Psychobuch geben und sollte es noch mal um das Thema gehen: Darf ich das Beispiel haben?


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    Beim Thema „Ärzte“ haben wir, denke ich, alle die gleichen Ratschläge gehört. Und eigentlich wissen wir das ja auch alle selber, wie wichtig Sport und Ernährung sind.


    Und da ist es eben nicht mit Ermahnungen getan, die bei Kindern ja auch selten und bei Erwachsenen noch seltener funktionieren. Wichtiger ist es, sich damit zu befassen, was man ganz individuell verändern kann. Z.B. Gewohnheiten zu schaffen (langsam), wenn es um Bewegung geht, oder Gewohnheiten zu verändern (langsam), wenn es um Ernährung geht. Zum Beispiel, mal drauf zu achten, wie es mit der Gemüse- und Obstbilanz aussieht.


    Liebe Grüße
    Katerina

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    Original von Büchersally
    Wir hatten mal ein schönes Erlebnis an Weihnachten. Mein Sohn hat im Alter von 3 Jahren plötzlich alles abgesucht und blöderweise sein unverpacktes Geschenk gefunden. 10 kleine Autos in einem Schuhkarton. Ich habe ihm erklärt, dass das nur ein Versehen sein kann, weil wir die Bescherung doch bei seinem Opa feiern würden. Was soll der Weihnachtsmann also hier Geschenke abliefern? Er, zwar skeptisch, aber gab mir den Karton wieder. Irgendwie habe ich es dann hinbekommen, dass der Karton in Papier eingeschlagen unterm richtigen Weihnachtsbaum gelandet ist. Nach dem Auspacken meinte er dann: "Ich habe ja bald gedacht, dass nicht der Weihnachtsmann die Geschenke bringt, sondern du. Aber ich habe genau aufgepasst. Die Autos waren nicht in deiner Tasche. Es muss sie der Weihnachtsmann doch noch an die richtige Adresse gebracht haben." :lache


    Herrliche Geschichte! Mein erster Lacher des Morgens! :kiss

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    Original von Johanna
    Aber, dank Dir Katerina, habe ich da seit Deinem letzten Buch keine so großen Probleme mehr, da ich ja weiß, wie sich mein Unbewußtes trotzdem darauf vorbereitet und ich nicht in Panik verfalle sollte.
    Also mein Gewissen ist ruhiger, wenn ich Dinge eben auf den letzten Drücker mache.
    ...
    War aber auch interessant. Ich hab mir diesmal immer wieder gesagt: "Mach Dich nicht verrückt, Du weißt ja, wie es funktioniert. Da kommt schon noch eine Idee."


    Ich freue mich auch jeden Tag darüber, dass ich diese Dinge jetzt weiß. Es macht den Umgang mit einem selbst um so vieles einfacher. Und respektvoller.


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    Das mit der manischen Handynutzung fällt mir doch oft auf. Manchmal frage ich die Leute, was sie machen würden, wenn sie das Ding zu Hause vergessen würden. Viele Antworten sind doch erschreckend. Keine Ruhe, Angst, etwas zu verpasssen, sofort nach entdecken nach Hause fahren und es holen.....


    Dabei muss man nicht mal dieses Buch lesen, um zu erfahren, dass das nicht gut ist. Selbst so internetaffine Leute wie Sascha Lobo plädieren für die Auszeit.
    Aber es gibt absolut nichts, aus dem man sich nicht eine Sucht basteln kann.


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    Meine ersten Erinnerungen sind auch so im Bereich von ca. 4 Jahren angesiedelt.
    Schlimm für mich war damals, als mir eine kleine Freundin erzählte, daß es den Weihnachtsmann gar nicht gäbe.
    Ich war derart entrüstet und sauer und habe ihr nicht geglaubt, daß ich sofort zu meiner Mutter damit gerannt bin.
    Was sie geantwortet hat, weiß ich aber leider nicht mehr.


    Bei uns kam glaube ich das Christkind, und ich weiß nicht, wann ich kapiert habe, dass das nicht die Geschenke unter den Baum legt. Ich hab ja ewig nicht mal mitgekriegt, dass es nicht unseren Baum schmückt. :grin
    Bei mir war der Osterhase das Schockerlebnis. Da weiß ich noch genau, wie mein Opa sich eines Abends an mein Bett gesetzt hat und meinte, er müsse mir was sagen. Und dann erzählte er mir, es gebe keinen Osterhasen, sondern das Ganze hätte was mit irgendeiner germanischen Göttin zu tun. Ich war so sauer! Nicht darauf, dass sie mich vorher "belogen" hatten, sondern dass er mir das genommen hat.
    (Reißt bitte die Seiten, auf denen steht, dass man Kindern die Wahrheit sagen soll, aus eurem Exemplar heraus.) :grin (Für die E-Book-Leser hab ich leider keinen Rat.)


    Liebe Grüße
    Katerina

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    Original von Schubi
    Es ist tröstlich, dass ich scheinbar kein Ausnahmefall bin.


    Und selbst wenn man bei irgendwas mal der Ausnahmefall ist: Ich bin ja eine große Freundin der Individualität. Es gibt immer Gründe, für alles, auch wenn man sie nicht kennt. Und solange man keinen anderen verletzt, kann man so anders sein, wie man nur will. Und meist ist das sogar gesünder, als sich anzupassen oder zu verbiegen.
    Auch wenn das wie das Wort zum Sonntag klingt: Das ist einfach eine meiner absoluten Grundüberzeugungen.


    Liebe Grüße
    Katerina

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    Original von xexos
    War das mit dem Sport in diesem oder im letzten Abschnitt? Um nicht zu spoilern, schreibe ich hier mal meine paar Gedanken dazu. Stand da wirklich "man sollte den Sport nicht übertreiben"? Na das ist dann aber ähnlich wie die erwähnten Ratschläge der Ärzte. Klar, übertreiben ist nie gut und selbst zuviel Hustensaft hat Nebenwirkungen. Ich teile die Auffassung nicht, dass der Laufsport negativ ist. Da gibt es auch zahlreiche Studien mit gegensätzlichen Erkenntnissen. Wichtig ist doch auch vielmehr, ob man es selbst als positiv empfindet.


    Unbedingt. Wo jemandem etwas Spaß macht und er niemand anderen damit schädigt, hat der Psychotherapeut nix zu suchen.
    Ich frage auch meine Patienten immer gleich in der ersten Stunde, ob sie irgendeinen Sport betreiben, und bin froh, wenn sie Ja sagen. Das wäre allenfalls ein Problem, wenn jemand die Grenze zur Sucht überschreiten würde, aber so jemanden habe ich noch nie persönlich kennengelernt, höchstens von ihnen gehört. (Das sind die, die sich eine Herzmacke einfangen, weil sie nach einem Infekt unbedingt wieder so bald wie möglich anfangen müssen, weil der Suchtdruck zu hoch ist und sie Horrorbilder haben, was passiert, wenn sie eine Zeitlang keinen Sport treiben.)
    Ich habe vielmehr dauernd mit denen zu tun, die den Bobbes nicht hochkriegen, sich damit aber nicht versöhnen können, sondern sich pausenlos und vergeblich Druck machen. Deshalb habe ich mich dafür interessiert, was denn überhaupt als die optimale Dosis angesehen wird, um den Leuten zu zeigen, wie wenig es eigentlich braucht, damit man sich sich mit gutem Gewissen wieder aufs Sofa verziehen kann.


    Liebe Grüße
    Katerina

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    Original von maikaefer
    Unser Kontakt läuft überwiegend telefonisch ab und in einer Sache bin ich konsequent, denn wenn ich sie als zu übergriffig oder zu laut empfinde, drohe ich mit Auflegen und ziehe dies dann auch durch.


    So sehr ich dagegen bin, sich in die Angelegenheiten (noch nicht dementer) Eltern einzumischen, so sehr bin ich der Meinung, dass man sie erziehen darf, wenn sie Grenzen überschreiten, und dass man auflegen oder gehen sollte, wenn ein bestimmtes Fehlverhalten auftritt.


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    Sie hätte mal eine Therapie machen sollen, aber sie sagte, die Therapeutin habe zu ihr gesagt, bei den meisten Menschen lohne sich ein "Ausgraben und Anschauen", bei ihr sei es aber besser, nur sehr behutsam "drüber zu harken". Ich weiß nicht, ob diese Ausdrucksweise "Therapie-Sprech" ist.


    Nee, aber es ist ein sehr schönes Bild, das die Therapeutin da gefunden hat. Es ist tatsächlich so, dass das tiefe Graben nicht bei jedem Patienten indiziert ist, und dass bei manchen Menschen eher nur die Beseitigung oberflächlicher Unebenheiten ansteht, also das Drüberharken.


    Liebe Grüße
    Katerina

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    Original von Lumos
    Eine Stelle, die einfach nur genossen habe, denn fast hatte ich die Hoffnung aufgegeben noch einmal lesen (oder auch zu hören) zu dürfen, dass dieses Stilmittel richtig eingesetzt wird:
    "Dürfte jeder machen, was er wollte, wäre mit uns im wahrsten Sinne des Wortes kein Staat zu machen, denn Chaos würde herrschen...."
    :kiss :knuddel
    Diese Wendung wird inflationär benutzt, aber so gut wie nie im richtigen, nämlich doppeldeutigen Sinn.
    So ein Bayern-München-Typ hat vor kurzem rausgehauen - wir wurden im wahrsten Sinn des Wortes beschissen. Haha, das hätte ich gern gesehen :lache.


    Es gibt noch eine Steigerung bei diesem oder ähnlichen Begriffen, nämlich dass sie statt eines Ähs mitten in einen Satz eingebaut werden, der nullnixnada mit irgendeinem Vergleich oder einer Wortherleitung zu tun hat.


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    Auch ich tendiere zur Grenzwächter-Fraktion und je älter ich werde, desto mehr Zeit brauche ich im Default-Mode :wow.


    Den Verdacht habe ich bei mir auch. Wahrscheinlich braucht man im Alter tatsächlich mehr Zeit, um Erlebtes und Gelerntes zu verarbeiten und zu verknüpfen.


    Liebe Grüße
    Katerina

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    Original von maikaefer
    Frühere Erinnerungen kann ich nicht mehr eindeutig meiner eigenen Erinnerung oder dem von Erwachsenen Erzählten oder in Fotoalben gesehenen Bildern zuordnen.


    Das ist das mit dem trügerischen Gedächtnis.
    Ich habe auch mehrfach erlebt, dass jemand fest glaubte, etwas selbst erlebt zu haben, dabei war es jemand anderem geschehen und er hatte es nur gehört. Das ist für die Betreffenden immer ziemlich erschütternd, weil es einem sozusagen ein Stück Vergangenheit raubt.


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    Nach der Scheidung kam ich zuerst in einen Kindergarten und danach in die Grundschule, worüber ich keine großen zusammenhängenden, aber so einzelne Blitzlichter der Erinnerung besitze. Beispielsweise an einen Jungen im Kindergarten, der eine gaaanz tolle Kindergartentasche in Form eines Häuschens hatte.


    Das hätte mein Gedächtnis garantiert auch eingespeichert. Und - auch wenn ich nicht so der Handtaschenfan bin - wahrscheinlich wäre ich später unausweichlich auf jede Tasche in Hausform geflogen.


    Liebe Grüße
    Katerina

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    Original von chiclana
    Und ich finde es immer sehr lustig, was bei Anderen im Gedächtnis haften bleibt. Neulich habe ich mich mit meinen Cousinen über unsere gegenseitigen Besuche in unserer Kinderzeit ausgetauscht und wir hatten alle ganz unterschiedliche Highlights.


    Das kenne ich auch. Wenn ich Schulfreundinnen treffe, erinnert sich eine jeweils an Dinge, von denen die andere schwören könnte, dass sie nie geschehen sind. :grin
    Und manchmal ist es ja auch tatsächlich so, weil unser Gedächtnis sehr trügerisch ist.


    Liebe Grüße
    Katerina

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    Original von Schubi
    Allerdings habe ich merkwürdigerweise keinerlei Erinnerungen an meine Kindheit. Außer, wenn ich ab und zu mal Fotos von damals sehe, dann blitzt auch eine Erinnerung dazu auf. Meine Erinnerungen beginnen erst im Teenageralter. Das regt zum Beispiel meinen Freund immer auf, der sich noch an fast alles erinnern kann. Er meint immer, das gibt es nicht, dass man sich an nichts erinnern kann. Ist aber so.


    Doch, das gibt es, auch wenn es nicht so häufig ist. Meist erinnern sich Menschen dann natürlich doch, wenn man gezielt fragt: Bist Du als Kind in Urlaub gefahren? Wohin? Wie habt ihr Weihnachten gefeiert? Die Leute haben ja keine Amnesie. Sie haben nur keine spontanen Erinnerungen.


    Liebe Grüße
    Katerina

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    Original von maikaefer
    Das mit den Ärzten ist mir so noch nie bewusst geworden, aber in der Tat habe ich abgesehen von einer Ausnahme auch immer nur diese Allerweltsratschläge erhalten.


    Ich finde ja, Ratschläge sind nur dann gut, wenn Sie wirklich neue Informationen beinhalten. Auf alle anderen kann man verzichten.


    Liebe Grüße
    Katerina

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    Original von maikaefer
    Völlig wertfrei, nur aus Interesse gefragt: Hast du das Schreiben von historischen Romanen ganz aufgegeben?


    Ich sag mal einfach ja, auch wenn man nie nie sagen soll.
    Was aber nicht heißen soll, dass ich das Schreiben von Romanen aufgegeben habe.
    Mein Agent ist noch auf der Suche nach einem Verlag. Richtung: Frauenroman mit Humor und Tiefgang. Eineinhalb sind auf Halde.


    Liebe Grüße
    Katerina

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    Original von xexos
    Und ist es nicht völlig logisch, dass auch die besten therapeutischen Worte fehlgedeutet werden können? Zumindest für mich ist dies logisch, da ich auch meistens versuche, alles auch mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.


    Natürlich passiert das, wie in jeder Beziehung. Auch umgekehrt; natürlich kann auch ein Therapeut einen Patienten fehldeuten und muss noch mal nachfragen, ob er ihn da wirklich richtig verstanden hat oder muss spüren, wenn etwas nicht ankommt, weil er daneben gelegen hat.
    Für die ganz heftigen Fälle, wenn der Patient sich so über den Therapeuten geärgert hat, dass er die Therapie abbrechen möchte, treffen viele Theapeuten gleich zu Beginn die Vereinbarung, dass der Patient nicht einfach abbricht, sondern, wenn er diesen Wunsch hat, noch mindestens einmal kommt. Ich persönlich habe noch nicht erlebt, dass das, was vorgefallen war, nicht aufarbeitbar gewesen wäre und die Beziehung letztlich noch verbessert hätte.


    Liebe Grüße
    Katerina

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    Original von xexos
    In Katerinas Praxis hat er eventuell die Theorie kennengelernt und arbeitet nun leider nicht oder nur vermeintlich an der Lösung, sondern eher an neuen Feindbildern und entfernt sich darüber noch weiter von seinen Eltern.


    Wie gesagt: Nicht in meiner Praxis. :-) Und um Theorie geht es da auch nicht, oder allenfalls nur ganz kurz. Ich kenne das, was Du beschreibst, so einfach nicht aus meiner Arbeit.
    Oder hatte ich Deinen Einwand jetzt irgendwie komplett missverstanden?


    Liebe Grüße
    Katerina

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    Original von Büchersally
    Mein Sohn hat mir mal indirekt ein schönes Kompliment gemacht. Er wurde gefragt, mit welchem Elternteil er Probleme besser diskutieren könne und seine Antwort war: Bei Mama habe ich die Chance, meine Version zu erzählen. Wenn sie dann meint, ich hätte alles anders machen können, stimmt das auch.


    Da hast Du aber eine Menge verdammt richtig gemacht! :-]


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    Bei uns war es so, dass bis zum Abschluss Grundschule ein ausschließlich privater Anteil ausgegeben wurde. Es galt damals noch D-Mark und meine Kinder hatten anfangs 1 DM und später 2,50 DM zur Verfügung. Damit konnten sie kaufen, was sie wollten. Ab der 5. Klasse bekamen sie 5 DM, mussten davon aber ihre Schreibhefte und Patronen selber kaufen und auch dafür sorgen, dass sie die stets pünktlich hatten. Mit 14 Jahren hatten sie dann die Möglichkeit, Aufgaben im Haushalt gegen Entgelt zu erledigen, um diese 5 DM/3 Euro aufzustocken. Wenn sie also 10 DM haben wollten, mussten sie entweder den Rasen mähen oder Auto waschen. Die Strategie hat funktioniert. Beide können heute richtig gut mit Geld umgehen und wissen den Wert zu schätzen.


    Ich hab relativ früh (noch vor der Pubertät) beschlossen und meiner Mutter mitgeteilt, dass ich gar kein Taschengeld will. Sie hatte nicht viel Geld und hat neben der Arbeit noch Heimarbeit gemacht. Ich habe da immer mitgemacht und habe meinen Anteil ausgezahlt bekommen. In der Spätpubertät kam ich so etwa auf hundertsechzig Mark im Monat. Und das in den Sechzigern, da war das verdammt viel Kohle. Fazit: Kein Taschengeld, aber das reichste Mädchen in der Klasse gewesen. :-] Von daher bin ich ein großer Fan des Aufstockens des Taschengelds durch Arbeit.


    Liebe Grüße
    Katerina