Beiträge von Eulen-Geist

    Über die Autorin:
    Annette Pehnt, geboren 1967 in Köln, studierte und arbeitete in Irland, Schottland, Australien und den USA. Heute lebt sie als Kritikerin und freie Autorin mit ihrem Mann und drei Kindern in Freiburg. 2001 veröffentlichte sie ihren ersten Roman »Ich muß los«, für den sie unter anderem mit dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet wurde. 2002 erhielt sie in Klagenfurt den Preis der Jury für einen Auszug aus dem Roman »Insel 34« und 2008 den Thaddäus-Troll-Preis sowie die Poetikdozentur der Fachhochschule Wiesbaden. Nach »Haus der Schildkröten« erschien zuletzt von ihr der Roman »Mobbing«. Im Juni 2009 hat Annette Pehnt den Italo Svevo-Preis erhalten. »Man kann sich auch wortlos aneinander gewöhnen das muss gar nicht lange dauern« ist ihr erster Erzählungsband. Weiteres zur Autorin: www.annette-pehnt.de


    Kurzbeschreibung:
    Annette Pehnt erzählt die Geschichte einer Familie. Und es ist eine Familie von Frauen. Wortgewaltige Lästermäuler, nicht auf den Mund gefallen, Plaudertaschen. Großmutter, Mutter, Tochter. Schwierig wird es nur, wenn das Schweigen ausbricht. Das war so zwischen der Großmutter und der Mutter. Und auch bei Mutter und Tochter ist es so. Sie schweigen, bis eine kleinbeigibt, bis eine die Stärkere ist und ihren Willen bekommt. Aber wie wollen sie so eine Antwort auf die Frage finden: Liebst du mich auch? Auf einer Reise lässt sich das vielleicht besser herausfinden. Bevor die Mutter stirbt. Aber ob der Ausflug nach Rügen hält, was sich die Tochter von ihm verspricht?»Chronik der Nähe« ist der Roman dreier Generationen von Frauen und eine kurze Geschichte Deutschlands zugleich.


    Geplanter Erscheinungstermin: März 2012

    Über den Autor:
    Stefan Merrill Block, geboren 1982 und aufgewachsen in Texas, lebt heute in Brooklyn. Er studierte an der Washington University in Saint Louis/Missouri. »Wie ich mich einmal in alles verliebte« ist sein erster Roman.


    Kurzbeschreibung:
    Boston, 1962: Frederick wacht mit einem schlimmen Kater im Irrenhaus auf. Nur langsam fällt ihm wieder ein, was passiert ist … Er wurde verhaftet, weil er ältere Damen auf offener Strasse mit seinem nackten Hinterteil erschreckt hat. Um ihm einen Prozess zu ersparen und weil seine Frau Katharine seine manischen Schübe einfach nicht mehr ertragen kann, steckt man ihn ins Mayflower Home, eine exklusive Anstalt, wo die High Society sich im Falle eines Falles kurieren lässt. Frederick glaubt eigentlich nicht, dass er krank ist – aber als er wieder gehen will, muss er feststellen, dass er darüber nicht mehr entscheiden kann. Und Katharine antwortet bald noch nicht einmal mehr auf seine Briefe. Brooklyn, 2010. Fast fünfzig Jahre später beschließt Stefan Merrill Block, seinem totgeschwiegenen Großvater eine Stimme zu geben.


    Geplanter Erscheinungstermin: März 2012

    Über den Autor:
    Georg M. Oswald, geboren 1963, arbeitet seit 1994 als Rechtsanwalt in München. Seine Romane und Erzählungen zeigen ihn als gesellschaftskritischen Schriftsteller, sein erfolgreichster Roman »Alles was zählt«, ist mit dem International Prize ausgezeichnet und in zehn Sprachen übersetzt worden. Zuletzt erschienen von ihm der Roman »Vom Geist der Gesetze« und der Band »Wie war dein Tag, Schatz?«.


    Kurzbeschreibung:
    Diller ist angespannt und nervös im Vorfeld der internationalen Sicherheitskonferenz. Aber das ist es nicht. Sein Partner Kessel ist auf Drogen, und als der in Panik einen jungen »Arab« überfährt, steckt Diller voll mit drin. Während Diller die internen Ermittlungen gegen sich und Kessel zu kontrollieren versucht, muss er weiter seine Arbeit tun und ein mögliches Attentat auf die Konferenzteilnehmer verhindern. Und die Uhr tickt. Denn wenn der junge »Arab« aus dem Koma erwacht, wird er erzählen, wer ihn lebensgefährlich verletzt hat. Viel zu lange ist Diller nicht klar, dass sein alter Freund Kessel ein noch viel größeres Problem ist.Wut, Verunsicherung, Mord – Georg M. Oswald zeigt in seinem mitreißenden literarischen Thriller die dunkle Seite des leuchtenden Münchens.


    Geplanter Erscheinungstermin: Januar 2012

    Über den Autor:
    Niccolò Ammaniti wurde in Rom geboren. Er hat bis dato sechs Romane veröffentlicht und ist nach Umberto Eco wohl der erfolgreichste literarische Autor Italiens. Seine Bücher wurden in 44 Sprachen übersetzt und erreichen weltweit eine Gesamtauflage von 5 Millionen Exemplaren.


    Kurzbeschreibung:
    Ausgerechnet während der vierzehnjährige Lorenzo sich im Keller vor der Welt versteckt, lernt er seine Schwester Olivia kennen. Sieben Jahre älter, schön, drogensüchtig. Eine Begegnung, die ihn befreien wird. Aber kann auch er ihr helfen?


    Lorenzo weiß selbst nicht, warum er behauptet hat, dass er mit einer Clique in die Skiferien fährt. Nun kann er nicht mehr zurück, seine Mutter freut sich viel zu sehr, dass er endlich Freunde gefunden hat. Also besorgt er sich einen Fernseher, Bücher, Computerspiele, ein paar Vorräte und Selbstbräunungslotion und versteckt sich am ersten Ferientag im Keller des Hauses. Alles läuft nach Plan, bis seine Halbschwester Olivia in seinem Verschlag auftaucht, auf der Suche nach einem Platz zum Schlafen und nach ein bisschen Bargeld für den nächsten Schuss … Anrührend, komisch und tragisch zugleich – eine kurze Geschichte vom Erwachsenwerden.


    Geplanter Erscheinungstermin: März 2012

    Roman


    Über den Autor:
    Ben Tewaag, Jahrgang 1976, ist Moderator, Schauspieler, Filmproduzent und ehemaliger Sänger der Band Eschenbach. Ben ist das älteste der drei Kinder von Schauspielerin Uschi Glas und Bernd Tewaag. Auf MTV war er unter anderem in den Sendungen „MTV Mission“ und „MTV Freakshow“ zu sehen. Vom 16. Februar 2009 bis zum 13. Juli 2010 saß er wegen verschiedener Delikte im Gefängnis. „313” ist sein erster Roman.


    Kurzbeschreibung:
    313, eine zugeteilte Nummer, die einen Namen und eine Identität ersetzt. Oli Stein, der Protagonist des Romans, ist ein erfolgreicher Musiker, der auf eine schiefe Bahn aus Drogen und Gewalt gerät und zu einer Haftstrafe verurteilt wird. Im Gefängnis erlebt er eine schonungslos realistische Reise durch das komplette Gefühlsspektrum aus selbstzerstörerischem Exzess, Enttäuschung, Sex, Gewalt, Drogen, Spaß, Versagen. Schwere Kost, eindringlich und hautnah erzählt. Alles, nur nicht einfach …



    Geplanter Erscheinungstermin: Januar 2012

    Ein Jugo in Deutschland


    Über den Autor:
    Sebastian Brück ist freier Autor und Journalist. Seit er mit einer gebürtigen Sarajevoerin verheiratet ist, schreibt der Düsseldorfer mit Kölner Migrationshintergrund noch lieber über Kultur und Musik vom Balkan.


    Kurzbeschreibung:
    Pointiert und umwerfend komisch erzählt der Radiomoderator und Musiker Danko Rabrenovic – für seine Fans „der Balkanizer“ – seine Geschichte(n) als Migrant in Deutschland und klärt über die kulturellen Gegensätze zwischen Deutschen und „Jugos“ auf: Warum bestehen Deutsche im Restaurant darauf, getrennt zu zahlen? Werden „Jugos" als Romablasmusik-Fans geboren? Warum schimpft man auf dem Balkan genitalfixiert und in Deutschland analfixiert? Was ist ein Gastarbeiter-Spagat? Und ganz nebenbei entknotet er herrlich selbstironisch und amüsant das ex-jugoslawische Sprach- und Herkunftswirrwarr. Ein ebenso unterhaltsamer wie erhellender Bericht aus Deutschlands zweitgrößter Einwanderer-Community, der Deutschen und „Jugos“ schonungslos, aber mit einer guten Portion Humor den Spiegel vorhält.



    Geplanter Erscheinungstermin: Februar 2012

    Über den Autor:
    Robert Griess, Jahrgang 1966, Autor und Kabarettist, ist „zynisch, inkorrekt, schwarzhumorig, eloquent, schräg, intellektuell, kurz: brillant!" (General Anzeiger Bonn). „Stapper“, der Protagonist seines Debütromans, ist seit Jahren seine beliebteste Bühnenfigur.


    Kurzbeschreibung:
    Stapper probt die Revolte. Der Familienvater auf Hartz IV lässt sich nichts mehr gefallen! Ob im Bioladen, im Nobelrestaurant oder beim Tantra-Tai-Chi: Stapper wird zum Phantom der Wohlstandsgesellschaft, das mit anarchischem Spaß überall Angst und Schrecken verbreitet. Doch dann gewährt dieser moderne Don Quijote der Großstadt seinem Mittelschichtsfreund Schober Asyl und verliebt sich ausgerechnet in eine vegetarische Power-Pilates-Prinzessin. Plötzlich hat Stapper Feuer unterm Dach und die Revolte auch in den eigenen vier Wänden …


    Robert Griess hat mit „Stappers Revolte“ eine so aktuelle wie unterhaltsame Unter- und Mittelschichts-Saga voller satirischer Kabinettstückchen geschrieben. Ein hochkomischer Polit-Psycho-Action-Milieu-Roman zwischen Aufstand und Ayurveda.



    Geplanter Erscheinungstermin: März 2012

    Über den Autor:
    Donald Ray Pollock, geboren 1954, wuchs im US-Bundesstaat Ohio auf. Mit siebzehn Jahren brach er die Highschool ab und nahm einen Job in einer Fleischfabrik an. Danach arbeitete er über dreißig Jahre in einer Papiermühle, zumeist als Lastwagenfahrer. Ende der achtziger Jahre holte er in Abendkursen seinen Schulabschluss nach und schrieb sich an der Ohio State University ein. 2008 erschien sein literarisches Debüt, der von der amerikanischen Presse gefeierte Erzählungsband »Knockemstiff«. Donald Ray Pollock lebt mit seiner Frau in Chillicothe, Ohio.


    Kurzbeschreibung:
    Ein Roman als Wegführer in die Hölle. Der junge Arvin wächst in den fünfziger Jahren im heruntergekommenen Niemandsland des Mittleren Westens auf. Hier hat sich der amerikanische Traum in einen fiebrigen Albtraum verwandelt, der bevölkert wird von psychopathischen Verbrechern, korrupten Sheriffs und religiösen Fanatikern. Arvin ringt um einen Ausweg aus dieser Welt. Doch als seine Freundin vom Ortsprediger missbraucht wird und sich daraufhin erhängt, nimmt auch er das Gesetz in die eigene Hand. Zur gleichen Zeit, nur wenige Meilen entfernt, brechen die beiden Serienkiller Carl und Sandy zur Jagd auf. Sie locken arglose Tramper in ihren Wagen, um sie dort auf brutale Art und Weise umzubringen. Irgendwo in der Tiefe des Hinterlandes, in jenem unsichtbaren Grenzgebiet zwischen Zivilisation und archaischer Grausamkeit, kreuzen sie schließlich Arvins Weg ... Unaufhaltsam verstrickt Donald Ray Pollock seine Leser in ein undurchdringliches Labyrinth des Bösen. »Das Handwerk des Teufels« ist ein ebenso verstörender wie mitreißender Roman über den epischen Kampf zwischen Schicksal und Moral, Schuld und Gerechtigkeit. Die Hoffnung stirbt immer zuletzt. Aber sie stirbt.


    Geplanter Erscheinungstermin: Februar 2012

    Über den Autor:
    Paul Bowles, geboren 1910 in New York und einer der großen amerikanischen Autoren der Moderne, lebte in Marokko.


    Kurzbeschreibung:
    Paul Bowles war nicht nur einer der bedeutendsten amerikanischen Schriftsteller des letzten Jahrhunderts – er war vor allem ein großer Reisender. Sein Talent als Reiseschriftsteller wurde indes lange verkannt, weil seine journalistischen Arbeiten nie umfassend in Buchform vorlagen. Nun findet sich erstmals eine Reihe von bislang unveröffentlichten Reiseberichten, die Bowles für verschiedene amerikanische Magazine schrieb, in einem Band vereint. Paul Bowles hielt sich nie lange mit der bloßen Beschreibung fremder Orte auf. Er wollte diese Orte lebendig werden lassen, indem er veranschaulichte, welche Eindrücke sie im Bewusstsein des Reisenden hinterlassen. So entstanden außergewöhnliche Prosastücke voller skurriler Figuren und denkwürdiger Abenteuer. Ob er vom Himmel über der Sahara erzählt, vom Leben auf einer einsamen Insel vor Sri Lanka oder von seinen Reisen durch Indien: Paul Bowles schafft es wie kein Zweiter, das innere Geheimnis fremder Kulturen zu durchdringen.


    Geplanter Erscheinungstermin: März 2012

    Über den Autor:
    George Saunders, geboren 1958 in Texas, gilt als einer der besten Satiriker Amerikas. Seine Erzählungen, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde, erscheinen regelmäßi in The New Yorker, Harper’s Magazine, McSweeney’s und GQ. Jahrelang berichtete er in einer viel beachteten Kolumne, die in der britischen Tageszeitung The Guardian erschien, über die Befindlichkeiten seines Heimatlandes. George Saunders lebt mit seiner Familie im Bundesstaat New York und lehrt Kreatives Schreiben an der Universität von Syracuse.


    Kurzbeschreibung:
    Storys über ein Utopia der anderen Art. In George Saunders' schöner neuer Welt kaufen Eltern ihren Babys computergesteuerte Sprachmasken, damit sie sich mit ihnen unterhalten können, noch bevor diese ihre ersten Worte gelernt haben. Hologramme mit individualisierten Werbebotschaften verfolgen ahnungslose Spaziergänger. Kinder werden in Trainingslagern zu Trendscouts ausgebildet, und in Realityshows verspeisen Kandidaten nichts ahnend die eigene Mutter ... Der in den USA kulthaft verehrte George Saunders schafft mit I CAN SPEAK!™ ein groteskes Sittengemälde unserer postmodernen Gegenwart, brillant erzählt, hellsichtig und zum Brüllen komisch.


    Geplanter Erscheinungstermin: Februar 2012

    Über die Autorin:
    Yoko Ogawa, 1962 in Okayama geboren, lebt mit ihrer Familie in Ashiya. Sie ist Autorin von zahlreichen Romanen und gilt als eine der wichtigsten japanischen Autorinnen ihrer Generation. Für ihr Werk wurde sie mit vielen Literaturpreisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem begehrten Yomiuri-Preis.


    Kurzbeschreibung:
    Ein alter Mathematikprofessor, dessen brillante Karriere nach einem geheimnisvollen Unfall ein abruptes Ende fand, lebt zurückgezogen auf dem prächtigen Anwesen seiner Schwägerin. Seit seinem Unfall währt sein Kurzzeitgedächtnis nur mehr achtzig Minuten, danach kann er sich an nichts mehr erinnern. Acht Haushälterinnen hat seine Schwägerin bislang eingestellt und jede schon nach kurzer Zeit wieder entlassen. Aber mit Nummer neun wird alles anders. Rasch gewinnt sie das Vertrauen des Professors, der auch ihren zehnjährigen Sohn sofort ins Herz schließt. Einfühlsam und mit viel Geduld führt der Professor die beiden in die faszinierende Welt der Mathematik ein. Und mit jeder neuen Gleichung, mit jeder neuen Formel entstehen zwischen ihnen Bande, die stärker sind als der Verlust der Erinnerung – bis die Schwägerin des Professors dem ein plötzliches Ende setzt … In ihrer zarten, eindringlichen Sprache erzählt YMko Ogawa eine berührende Geschichte über Freundschaft und Verlust – und über die Schönheit der Mathematik.


    Geplanter Erscheinungstermin: Februar 2012

    Über den Autor:
    Michel Rostain, geboren 1942 in Arles, ist ein bekannter französischer Opernregisseur. Er lehrte Philosophie und Psychologie und war bis 2008 Intendant des Nationaltheaters in Quimper (Bretagne). Als sein Sohn mit 21 Jahren plötzlich an einer Meningitis starb, zog er sich niedergeschlagen in seinen Geburtsort zurück, wo ihm schließlich sein Sohn zuzurufen schien: »Komm, Papa, du übertreibst.« Damit war die literarische Form des Textes geboren, für den er 2011 mit dem renommierten Prix Goncourt ausgezeichnet wurde.


    Kurzbeschreibung:
    Ein bewegender Roman über den Verlust eines erwachsenen Sohnes, feinfühlig, liebevoll und mit erstaunlicher Leichtigkeit erzählt
    Kann man über den Verlust eines Menschen zuversichtlich, ja heiter erzählen? Michel Rostain gelingt es, indem er seinen verstorbenen Sohn Lion die Trauerarbeit der Eltern liebevoll kommentieren lässt. Als der Vater auf dem Weg in die Wäscherei sich nicht vom Geruch der Bettwäsche seines Sohnes trennen kann, stellt Lion lakonisch fest: »Papa, sie stinkt. Ich habe sie seit Monaten nicht gewaschen.« Der Vater stolpert über rätselhafte SMS und Notizen in Lions Schulheften und glaubt, darin Zeichen zu erkennen. Ein Puzzle aus unglaublichen Fügungen entsteht, das es den Eltern ermöglicht, sich wieder ihrem Motto »Es lebe das Leben!« zu verschreiben. Schließlich verstreuen sie Lions Asche an den Hängen des Vulkans Eyjafjallajökull. Als dieser 2010 den Flugverkehr über Europa lahmlegt und Lions Asche nach Frankreich zurückweht, hat der Vater die Freude an einem Leben, in dem es Lion einmal gab, wiedergefunden.



    Geplanter Erscheinungstermin: März 2012

    Die Erzählungen


    Über den Autor:
    Der russische Komponist Sergej Prokofjev, geb. 1891, schuf Opern, Ballette, Orchesterwerke und einige Klavierstücke. 1918 ging er in die USA. Bevor er 1936 in die Sowjetunion zurückkehrte, hatte er zwei Jahre im bayerischen Ettal und einige Zeit in Paris verbracht. Zurück in der Heimat geriet er mehrfach in Konflikt mit der offiziellen Kulturpolitik. Prokofjev starb am 5. März 1953 in Moskau am selben Tag wie sein ideologischer Peiniger Josef Stalin.


    Kurzbeschreibung:
    Eine literarische Sensation: Der Komponist Sergej Prokofjev als begnadeter Erzähler!
    In der Wohnung Sergej Eisensteins fand der Gitarrist Lucian Plessner in einer vergilbten Zeitschrift Erzählungen des großen Komponisten Sergej Prokofjev und landete damit eine literarische Sensation: Lange war nicht bekannt, dass der Komponist auch schriftstellerisch tätig war. Auf seinen unzähligen Reisen schrieb er humorvoll-skurrile Geschichten, die die gesellschaftlichen Verhältnisse seiner Zeit aufs Korn nehmen: Da begibt sich der Eiffelturm aus Sehnsucht nach dem Turm der Türme auf Wanderschaft nach Babylon, ein eitler Offizier und ein verliebter Maler wetteifern um eine Frau und legen sich dafür mit Schopenhauer an, oder ein Ingenieur verliert seine Frau und den Verstand. In seinem erzählerischen Werk, das hier vollständig vorliegt, spiegeln sich Prokofjevs Vorliebe für märchenhafte Stoffe, Zeiteinflüsse wie Dada und Surrealismus, aber auch die russische Erzähltradition eines Dostojewski, Gogol oder Tschechow.



    Geplanter Erscheinungstermin: März 2012

    Komponist, Weltbürger, Revolutionär

    Über den Autor:
    Friederike Wißmann, geboren 1973 in Münster, lehrt derzeit Historische Musikwissenschaft an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Wissmann wurde 2003 mit einer Arbeit über Faust im Musiktheater des 20. Jahrhunderts promoviert und 2009 mit einer Arbeit zu Händels Opern habilitiert. Von 1998 bis 2002 war sie Mitarbeiterin der Hanns-Eisler- Gesamtausgabe und ist Herausgeberin von Eislers Johann Faustus.


    Kurzbeschreibung:
    Die maßgebliche neue Biografie eines der bedeutendsten deutschen Komponisten des 20. Jahrhunderts
    Hanns Eisler war in Wien einer der bekanntesten Schüler von Arnold Schönberg. Den überzeugten Kommunisten zog es in den 20er Jahren nach Berlin. Das Elitäre der Avantgarde war ihm stets ein Dorn im Auge, weshalb er Arbeiterlieder und Gassenhauer in 12-Ton-Technik komponierte. Er floh vor den Nazis nach Hollywood, wo er mit Bertolt Brecht, Charlie Chaplin und Thomas Mann zusammenkam und für den Oscar nominierte Filmmusik schrieb. Wegen seiner politischen Haltung aus den USA ausgewiesen, ging er nach dem 2. Weltkrieg in die DDR – und schrieb eine der schönsten Nationalhymnen: »Auferstanden aus Ruinen …«. Als streitbarer Geist kam er immer wieder in Konflikt mit dem DDR-Regime, weshalb er seine österreichische Staatsbürgerschaft nie ablegte. Friederike Wißmann erzählt eine spannende Komponistenbiografie und ein Stück packende Zeitgeschichte. Erstmals ist darin auch von Eislers Frauen die Rede.



    Geplanter Erscheinungstermin: März 2012

    Mein Leben


    Über den Autor:
    Patricia Kaas wurde 1966 im französischen Forbach nahe der deutschen Grenze als jüngstes von sieben Kindern geboren. Mit 19 Jahren wurde sie von Gérard Depardieu entdeckt. Der Durchbruch gelang ihr 1987 mit »Mademoiselle chante le blues«. Für ihre Chansons mit Jazz-, Blues- und Popeinflüssen erhielt Patricia Kaas zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Bambi als Künstlerin des Jahres 1991 und den Diva –Deutscher Entertainment Preis 2010 sowie 2003 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse für ihr Engagement für die deutsch-französische Freundschaft.


    Kurzbeschreibung:
    Die Autobiografie der französischen Sängerin Patricia Kaas: zutiefst bewegend, ehrlich und spannend erzählt
    Patricia Kaas erzählt bewegend von ihrem kometenhaften Aufstieg von der lothringischen Bergarbeitertochter zur international erfolgreichsten französischen Sängerin unserer Zeit. Ihre volle, dunkle Stimme erregt Aufsehen, wenn sie als Kind in Bierzelten singt. Die ehrgeizige, deutsche Mutter meldet sie bei Gesangswettbewerben an. Mit 13 Jahren tritt die Kaas bereits regelmäßig in einem Saarbrücker Nachtclub auf, wo sie entdeckt wird. Damit beginnt eine internationale Karriere mit vielen goldenen Alben und Welttourneen. Doch der Ruhm hat auch Schattenseiten: Das ständige Herumreisen lässt keine feste Partnerschaft zu, und die Liebe der Fans wird zum Albtraum, als ein Stalker bis in ihre Wohnung vordringt. Offen erzählt sie, welche Nöte, Selbstzweifel und Schicksalsschläge ihr glamouröses Leben überschatten, aber auch von dem Halt, den ihr Freunde wie Alain Delon, Jeremy Irons und ihre Familie geben.



    Geplanter Erscheinungstermin: April 2012

    Über den Autor:
    Christian Felber, geboren 1972, studierte Romanische Sprachen, Politikwissenschaft, Soziologie und Psychologie in Wien und Madrid. Er ist die prominenteste Stimme der Globalisierungskritik in Österreich, Mitbegründer von Attac, erfolgreicher Autor, freier Tänzer, Universitätslektor und internationaler Referent: www.christian-felber.at. Zuletzt erschienen bei Deuticke: Das kritische EU-Buch (hrsg. von Attac, 2006), 50 Vorschläge für eine gerechtere Welt (2006), Neue Werte für die Wirtschaft (2008), Kooperation statt Konkurrenz. 10 Schritte aus der Krise (2009) und Die Gemeinwohl-Ökonomie. Das Wirtschaftsmodell der Zukunft (2010).


    Kurzbeschreibung:
    Nie wieder soll jemand sagen können, dass es in Wirtschaft und Politik keine Alternative zum Kapitalismus und zu den realsozialistischen Irrwegen gebe. Die "Gemeinwohl-Ökonomie" ist eine profunde Antwort auf die vielgesichtige Krise der Gegenwart: Finanzblasen, Arbeitslosigkeit, Armut, Klimawandel, Migration, Globalisierung, Demokratieabbau, Werte- und Sinnverlust. Felbers "Gemeinwohl-Ökonomie" beruht - wie eine Marktwirtschaft - auf privaten Unternehmen und individueller Initiative, jedoch streben die Betriebe nicht in Konkurrenz zueinander nach Finanzgewinn, sondern sie kooperieren mit dem Ziel des größtmöglichen Gemeinwohls - ein fundamentaler Neuansatz.


    Geplanter Erscheinungstermin: Februar 2012

    Über den Autor:
    Christian Felber, geboren 1972, studierte Romanische Sprachen, Politikwissenschaft, Soziologie und Psychologie in Wien und Madrid. Er ist die prominenteste Stimme der Globalisierungskritik in Österreich, Mitbegründer von Attac, erfolgreicher Autor, freier Tänzer, Universitätslektor und internationaler Referent: www.christian-felber.at. Zuletzt erschienen bei Deuticke: Das kritische EU-Buch (hrsg. von Attac, 2006), 50 Vorschläge für eine gerechtere Welt (2006), Neue Werte für die Wirtschaft (2008), Kooperation statt Konkurrenz. 10 Schritte aus der Krise (2009) und Die Gemeinwohl-Ökonomie. Das Wirtschaftsmodell der Zukunft (2010).


    Kurzbeschreibung:
    Retten Europas Regierungen den Euro zu Tode? Die Konstruktionsfehler der EU werden durch die Euro-Krise deutlich sichtbar. Christian Felber setzt sich in seinem neuen, brandaktuellen Buch für die Tilgung der Staatsschulden über EU-weite Finanztransaktions-, Vermögens- und Gewinnsteuern ein. Eine Strategie, die endlich die Verursacher und Profiteure der Krise in die Pflicht nehmen und ihnen letztlich sogar nützen würde. Aber er geht auch der Frage nach, ob die Einheitswährung überhaupt von Vorteil ist beziehungsweise welche Alternativen es gibt. Und er fordert, dass die fatalen Konstruktionsfehler der Europäischen Union - Standortkonkurrenz, freier Kapitalverkehr ohne Sozialstaat, Demokratiedefizit - ins Zentrum der Debatte gerückt werden.



    Geplanter Erscheinungstermin: Februar 2012

    Über den Autor:
    Martin Schenk, geboren 1970 in Wien, Studium der Psychologie, Sozialexperte der Diakonie und Mitbegründer des Anti-Armut-Netzwerks "Die Armutskonferenz" (Österreich). Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen und schreibt regelmäßig für verschiedene Tageszeitungem (u.a. Furche, Standard und Presse). 2010 ist das Buch es reicht! Für alle! Wege aus der Armut im Deuticke Verlag erschienen.


    Kurzbeschreibung:
    Kaum eine Debatte wird so emotional und unsachlich geführt wie die Frage der Integration von "Menschen mit Migrationshintergrund“. Die Autoren zeigen in ihrem fundierten und provokanten Buch: Integration ist eine Frage der sozialen Rangordnung, und das wichtigste Merkmal zur Unterscheidung von Menschen ist Geld. Doch statt über Bildung, Arbeitsmarkt oder Aufstiegschancen diskutieren wir über kulturelle Eigenheiten und Religionszugehörigkeit. Die Autoren liefern Reportagen aus dem Alltag von Menschen, die nach Berlin, Zürich oder Wien gekommen sind und sich weniger mit kulturellen als mit sozialen Problemen konfrontiert sehen.


    Geplanter Erscheinungstermin: Februar 2012

    Wolfgang Rihm, ein deutscher Komponist


    Über die Autorin:
    Elisabeth Eleonore Büning (geborene Bauer; * 2. Januar 1952 in Frankfurt am Main[1]) ist eine deutsche Musikjournalistin.


    Kurzbeschreibung:
    Wolfgang Rihm ist ein Olympier der zeitgenössischen Musik. Er hat das musikalische Denken verändert, dank ihm ist die Neue Musik kein Nischenphänomen mehr. Rihms Musik klingt sinnlich, klangprächtig, rauschhaft überwältigend. Sein umfangreiches Werk - Orchesterstücke, Opern, Stücke für Ensembles und Solisten, Vokalkompositionen, Filmmusiken - steht auf den Spielplänen von Salzburg über Berlin bis New York. Die bekannte Musikjournalistin Eleonore Büning erzählt seine Biographie und stellt ihm Fragen zum Komponieren. Die erste Monographie über den großen Komponisten.



    Geplanter Erscheinungstermin: Februar 2012

    Über den Autor:
    Konrad Paul Liessmann, geboren 1953 in Villach, Kärnten, hat Germanistik, Geschichte und Philosophie in Wien studiert. Er ist Professor am Institut für Philosophie an der Universität Wien. Daneben betätigt er sich als Essayist, Literaturkritiker und Kulturpublizist. Zahlreiche wissenschaftliche und essayistische Veröffentlichungen zu Fragen der Ästhetik, Kunst- und Kulturphilosophie, Gesellschafts- und Medientheorie; u. a. Philosophie der Modernen Kunst, Kierkegaard - Zur Einführung sowie Vom Nutzen und Nachteil des Denkens für das Leben. 1996 erhielt er den Österreichischen Staatspreis für Kultur.


    Kurzbeschreibung:
    Seit der Antike wird darüber nachgedacht, was ein gutes, gelingendes, "glückliches“ Leben ausmacht. Macht Geld glücklich? Oder Sex? Die Philosophie hat ein gespaltenes Verhältnis zum Glück, hegt den Verdacht, dass der Mensch womöglich nicht dafür bestimmt sei, glücklich zu sein. Die Ungerechtigkeiten des Lebens, die ungleiche Verteilung von Wohlstand und Gesundheit wirken als dauernder Affront gegen die Glückserwartungen der Moderne. Beim 15. Philosophicum Lech haben sich Philosophen und Kulturwissenschaftler, Mathematiker und Soziologen über die Fragen rund um die Jagd nach dem Glück ausgetauscht.


    Geplanter Erscheinungstermin: Februar 2012