Beiträge von Lady Eliza

    Irgendwann Ende der 80er habe ich die Muschelsucher gelesen. Das mochte ich damals sehr. Später habe ich es nochmal als englisches Hörbuch gehört, hat mir auch da wieder gefallen. Das Buch steht bei mir noch im Regal und dort bleibt es auch. Da sind schöne Erinnerungen mit verknüpft.


    Ich glaube schon, dass das Image der "seichten" Literatur hauptsächlich auf den Filmen beruht. Die funktionieren ja wirklich alle nach dem gleichen Schema. Bei der hohen Anzahl bin ich mir auch gar nicht sicher, ob da wirklich immer noch echte Bücher zugrund liegen. So viel hat sie eigentlich auch nicht geschrieben. Wahrscheinlich wird aus jeder Nebenhandlung noch irgendein Drehbuch gezogen.


    Wobei ich generell auch überhaupt kein Problem mit "seichter" Literatur habe. Wenn mir danach ist, lese ich gern mal etwas ohne besonderen Tiefgang. Manchmal sind das sogar die Bücher, die mich emotional mehr mitnehmen, als anspruchsvollere Texte.

    Ich habe zufällig gestern mit einer Kollegin über dieses Thema gesprochen. Sie hat mir erzählt, dass sie viel besser schläft, seitdem sie Brillengläser mit Blaulichtfilter hat.


    Sie hatte sich das hauptsächlich wegen ihrer Nachtblindheit angeschafft (unterstützt dabei auch gut, z.B. beim Autofahren), hat aber irgendwann gemerkt, dass sie plötzlich deutlich weniger Schlafprobleme hat. Sie hat dann mal ihren Arzt gefragt, und der meinte, dass das gut sein kann. Das blaue Licht aus PC/TV, LED-Lampen usw. stört die Produktion von Schlafhormonen.

    Ich möchte das aber ganz ausdrücklich nicht verharmlosen. Ich bin da selbst sehr zögerlich rangegangen und heilfroh, dass ich es nicht dauerhaft brauche.

    Melatonin ist ein Hormon. Es kann nicht gut sein, sowas ohne ärztlichen Rat dauerhaft einzunehmen.

    Ja, das ist sicher richtig. Am liebsten wäre mir auch, wenn es eben überhaupt nicht notwendig wäre, irgendetwas zu nehmen. Mit 1 mg käme ich aber gut klar. Das ist auch die Dosis, die ich sonst verwende.


    Was ich aber schon hinterfrage, ist die allgemeine gesetzliche Lage. Es ist ja nichtmal so, dass das EU-weit verboten wäre. Fahre ich nach Österreich, Holland oder Frankreich, kann ich das freiverkäuflich überall bekommen. Warum kommen die Behörden da zu anderen Ergebnissen? Und das gilt ja nicht nur für Melatonin, sondern für viele andere Nahrungsergänzungsmittel/Medikamente auch.

    Das mit der Rezeptpflicht stimmt nur teilweise. Für Melatonin als Schlafmittel liegt die empfohlene Dosis bei 2 mg. Das ist in der Tat rezeptpflichtig und soll nur an ältere Menschen abgegeben werden.

    1 mg Melatonin gilt aber als Nahrungsergänzungsmittel und ist frei verkäuflich. Jetzt kann jeder schnell nachrechnen - gilt für Tabletten und Spray.

    Ich hatte mich vor ein paar Wochen auch sehr gewundert über die rechtliche Situation, habe mir aber inzwischen sagen lassen, dass dies bei vielen Produkten/Medikamenten so ist.:pille

    Oh, danke für die Information. Das mit den 1 mg müsste aber relativ neu sein, oder? Ich hatte mal so Tabletten aus dem dm, in denen war glaube ich 0,25 mg drin. Die sind dann aber schnell wieder vom Markt verschwunden, weil das eben doch nicht erlaubt war.


    Ich werde gleich mal schauen, ob ich fündig werde. Das wäre wirklich toll :anbet

    Dann wäre für dich vielleicht eine Schlafmaske ein gangbarer Weg. :/

    Ja, das habe ich tatsächlich versucht. Ich hatte da sogar ein richtig schickes Teil mit Lavendel drin. Aber länger als ein paar Stunden halte ich es damit nicht aus.


    Ich kann irgendwie gar nichts dauerhaft am/im Kopf haben. Es muss schon massive Minusgrade geben, damit ich überhaupt mal eine Mütze aufsetze. Auch Ohropax pule ich mir unbewusst immer wieder raus. Die liegen dann irgendwo im Schlafzimmer verstreut.


    Ich fürchte, ich bin ein schwieriger Fall... :lache

    Schlafprobleme habe ich schon seit Jahren. Das kommt und geht, aber dass ich ohne Hilfsmittel mal eine Nacht richtig durchgeschlafen hätte - daran kann ich mich gar nicht erinnern.


    Meistens klappt das Einschlafen ganz gut, aber spätestens ab 2 Uhr ist es dann damit vorbei. Wenn ich merke, dass es gar nicht mehr geht, stehe ich auf. Mache die Bügelwäsche oder sowas. Zum Lesen oder TV fehlt mir dann die Konzentration. Normalerweise bin ich dann zu der Zeit müde, zu der ich eigentlich aufstehen müsste. Zurzeit habe ich Home-Office, sodass ich mich dann tatsächlich oft nochmal ein oder zwei Stunden hinlege. Das ist im Grunde kontraproduktiv, weil es den Rhythmus nur noch mehr durcheinander bringt. Aber das ständige Nachdenken darüber bringt mich auch nicht weiter. Also schlafe ich einfach dann, wenn es eben geht.


    Was mir schon etwas geholfen hat, ist Dunkelheit. Also richtig stockfinster. Alle Rollos runter und nicht die kleinste Lichtquelle an. Leider kann mein Mann das überhaupt nicht haben und so haben wir uns auf einen Zwischenweg geeinigt. Für ihn geht das prima, für mich ist es aber zumindest im Sommer einfach doch noch immer zu hell.


    Was schon einige geschrieben haben: ein strukturierter Tagesrhythmus und vor allem eine regelmäßige Abendroutine. Damit der Körper weiß: jetzt ist Schlafenszeit. Durch das dauernde Home-Office im letzten Jahr ist mir das aber gerade ziemlich verloren gegangen.


    Eine Verbesserung habe ich mit Melatonin. Das ist in Deutschland aber rezeptpflichtig und soll nur für Personen ab 65 Jahren verschrieben werden (warum auch immer). Hin und wieder bringen mir Freunde aus Österreich mal einen Vorrat mit, dann geht es wieder eine Weile ganz gut.


    So richtig hilfreich war mein Beitrag jetzt wahrscheinlich auch nicht. Ich glaube, die Gründe für Schlaflosigkeit sind so vielschichtig, dass es da einfach keine echte Patentlösung gibt. Da muss man für sich selbst probieren, was geht und was nicht.

    Das Sparkassen-Thema gehört hier ja eigentlich auch nicht her. Ich wollte nur für ein bisschen mehr Verständnis in Bezug auf die Hintergründe "werben".


    Ich finde es einfach immer schade, wenn allein auf die Gebühren geschaut wird. Im Einzelhandel achten inzwischen viele Menschen auf Regionalität. Da ist man auch gern mal bereit, beim kleinen Händler mehr zu zahlen. Auch Sparkassen und Volksbanken sind regionale Unternehmen. Klar, wenn man sich nicht gut betreut fühlt, ist das natürlich ein guter Grund, die Bank zu wechseln. Die Qualität muss schon stimmen.


    Zum Thema "Mutation": Zumindest bei der GB-Variante scheint es wohl klar, dass sie zwar ansteckender ist, als der "Wildtyp", aber lange nicht so stark, wie erst berichtet. Die hohen Anstiege bei den Fallzahlen in GB und Irland kamen auch daher, dass die bestehenden Lockdowns sehr stark gelockert wurden. Aus der Vorweihnachtszeit gibt es es Bilder aus London, die vollgepackte Einkaufsstraßen und Läden zeigen. Ohne Abstand, ohne Maske. Da muss man sich dann auch nicht wundern, wenn die Zahlen wieder massiv hochgehen.

    Als jemand, der sein gesamtes Berufsleben in verschiedenen Bereichen der Sparkassen-Finanzgruppe verbracht hat, habe ich da schon eine etwas andere Sicht. Klar kann ich verstehen, dass man auf den Preis schaut und gerade Gebührenerhöungen sich nicht immer gut erklären lassen. Aber durch die lange Niedrigzinsphase sind alle Kreditinstitute wirklich in eine üble Schieflage geraten. Es gibt fast keinen Bereich mehr, aus dem noch Erträge erwirtschaftet werden können.


    In meiner Ausbildung (lange her!) habe ich immer wieder gehört, dass der gesamte Zahlungsverkehr quasi durch die anderen Geschäftsbereiche subventioniert wird. Dadurch konnte man die Kontogebühren vergleichsweise klein halten. Jetzt ist nichts mehr da, mit dem man gegenfinanzieren kann. Die Digitalisierung kann viel auffangen, aber auch da muss die Infrastruktur geschaffen und gepflegt werden.


    Sparkassen - und auch z.B. die Volksbanken - mit ihrem Filialnetz und den hohen Personalkosten können einfach nicht so agieren, wie eine schlanke Direktbank. Mitarbeiter in Sparkassen gehören sogar zum öffentlichen Dienst. Da ist es mit Kündigungen und Einsparungen auch nicht so einfach.


    Aus Kundensicht kann ich gut verstehen, dass man das Preis-/Leistungsverhältnis als nicht mehr angemessen empfindet. Und die Kommunikation mit den Kunden ist manchmal wirklich komplett unterirdisch. Aber ich sehe eben auch die immensen Probleme, vor denen die regionalen Institute stehen. Corona da noch gar nicht mit eingerechnet. Die zu erwartenden Kreditausfälle werden glaube ich vielen Instituten mal richtig das Genick brechen.


    Und die gesamte Digitalisierung im Zahlungsverkehr sehe ich schon durchaus kritisch. So bequem das auch für die Nutzung ist. Ich finde, es spricht Bände, wenn ich höre, dass die Kollegen aus der IT privat kaum Onlinebanking oder Kartenzahlungen nutzen. Die werden schon wissen, warum.

    Für mich ein kleines Highlight an Rande des Krimi-Genres.


    Dieses Buch nimmt sich selbst nicht ernst - die Handlung ist ziemlich abstrus und hat mir mit seiner schwarzhumorigen und gewundenen Sprache teilweise schon einiges an Konzentration abverlangt. Aber es hat mir einfach viel Spaß gemacht, mich darauf einzulassen. Sicher kein Buch für jeden Geschmack - ich empfehle erstmal einen Blick in die Leseprobe.


    Walter muss weg - Thomas Raab

    ASIN/ISBN: 3462054252

    Joachim Meyerhoff ist kein professioneller Hörbuchsprecher - und das merkt man auch. Die erste halbe Stunde habe ich mich mit diesem Hörbuch darum sehr schwer getan und war schon kurz davon, das abzubrechen. Dann haben mich aber seine Erzählungen gepackt und irgendwann wollte ich überhaupt keinen anderen Sprecher mehr haben. Das ist einfach authentisch und man spürt auch die enge Verbundenheit zu den Großeltern. Ich hätte da noch stundenlang weiterhören können.


    Joachim Meyerhoff - Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

    ASIN/ISBN: 3837142906

    Das Cover hat mich direkt beim Stöbern in der Buchhandlung angesprochen.

    Der schöne, detailreiche Scherenschnitt geht auch auf der Rückseite des Covers noch weiter und ist für mich ein richtiger Blickfang. Die Vorlage wurde von Annette von Droste Hülshoff (um die es in dem Roman geht) selbst angefertigt.


    Fräulein Nettes kurzer Sommer - Karen Duve

    ASIN/ISBN: 346205418X

    Jenny Fagerlund; 24 gute Taten; 2,0

    Jenny Bayliss; The Twelve Dates of Christmas; 3,0; ebook; englisch

    Louise Penny; Dead Cold; 1,5; ebook; englisch

    Marko Leino; Wunder einer Winternacht; 2,0; ebook

    Eva Ibbotson; The Secret Countess; 2,0; englisch

    Susanne Goga; Nachts am Askanischen Platz; 2,0; ebook

    Dieses Buch habe ich auch gerade gelesen und kann mich den Leseeindrücken von Booklooker anschließen.


    Dass hier keine wirklich tiefgehende Geschichte zu erwarten ist, war mir von vornherein bewusst. Das hatte ich nicht erwartet und war auch nicht mein Ziel. Darum habe ich bekommen, was ich mir beim Kauf gewünscht habe: eine schöne (Vor-)Weihnachtsgeschichte, mit Stockholm im Schnee, netten Menschen, freundlichen Hunden und einem Happy-End. Einen kleinen Geschenkeladen gibt es auch ;)


    Ein bisschen mehr Sorgfalt beim Lektorat hätte diesem Buch allerdings auch nicht geschadet - z.B. geht die Anrede mit "Du" und "Sie" hier kunterbunt durcheinander. Mehrfach wird zwischen den gleichen Personen das "Du" vereinbart, nur um in der nächsten Szene wieder beim "Sie" zu sein. Mir ist schon klar, dass in Schweden diese Unterscheidung nicht (mehr) stattfindet und in der Übersetzung da zu kleinen Tricks gegriffen werden muss. Aber ein gutes Lektorat sollte das aufspüren. Vielleicht bin ich kleinlich, aber solche Dinge schmälern mein Lesevergnügen schon deutlich.


    Insgesamt aber ein wirklich schönes Buch für alle, die Lust haben, sich mit einer zwar vorhersehbaren, aber netten Geschichte in Weihnachtsstimmung versetzen zu lassen.


    Von mir gibt es 7/10 Punkten.