Beiträge von Steena

    Kurzbeschreibung
    Ein Mann fährt eine dunkle Straße entlang, als er plötzlich geblendet wird, sein Wagen in eine Schlucht stürzt und Feuer fängt. Er überlebt, wird mit schwersten Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert — und hat in den Wochen der Rekonvaleszenz nur einen Gedanken: wie er nach seiner Entlassung Selbstmord begehen kann. Doch da taucht eines Tages eine mysteriöse Frau an seinem Krankenbett auf, die schöne Marianne Engel, Bildhauerin beeindruckender Gargoyles. Sie behauptet, sie seien einst Liebende gewesen — vor siebenhundert Jahren in Deutschland, als sie eine Nonne war und er ein Söldner auf der Flucht. Ist diese Frau einfach verrückt? Oder ist sie der rettende Engel, der ihn aus seiner Verzweiflung und Todessehnsucht erlösen wird?


    Berlin [Andrew Davidson & Heiko Deutschmann]
    23. Februar 2009 um 20:00 Uhr, Kino Babylon Mitte


    Rostock [Andrew Davidson & Heiko Deutschmann]
    25. Februar 2009, um 20:00 Uhr, Thalia


    München [Andrew Davidson, Lesung auf Englisch]
    2. März 2009 um 20:00 Uhr, Amerika Haus


    Hamburg [Andrew Davidson & Heiko Deutschmann]
    24. Februar 2009 um 20:00 Uhr, Kulturkirche Altona


    Tübingen [Andrew Davidson & Heiko Deutschmann]
    27. Februar 2009 um 20:00 Uhr, Osiandersche Buchhandlung



    Mehr Infos beim Berlin Verlag

    Hallo hollyholunder,


    eins mag ich bestimmt mit meiner Rezi nicht: Dir das Buch schon vermiesen, bevor du es überhaupt versucht hast. Wenn du es schon gekauft hast, les mal die ersten 50,60 Seiten - das dauert auch nicht so lang - dann erhältst du einen guten Eindruck. Ich habe es auch wegen des chinesischen Flairs haben wollen und weil ich Drachenbücher generell lese. Ein typisches Drachenbuch ist es nicht, aber, was diesen Aspekt angeht, war ich doch zufrieden.

    Meine Rezension erscheint auch da, wo sie eigentlich hingehört, am Sonntag :-) Das ist richtig schön, dass das Buch noch weitere positive Stimmen erhält. Ich wart ja noch darauf, dass eine weitere Eule auf der letzten Seite angekommen ist.

    Zitat

    bis zum 20. februar muss die rezi stehen :yikes findet ihr nicht auch, dass die zeit sehr knapp bemessen ist????


    Hoppla! :wow Für über 500 Seiten nur knapp 10 Tage? Das ist aber stressig! Für jemanden, der in normaler Geschwindigkeit liest oder momentan von der Arbeit her sehr eigebunden ist, halte ich das nicht für realistisch.


    Ich warte noch auf Liebespaarungen. Wobei ich das Buch mit der Deadline gar nicht haben will!

    "Kap der Finsternis" klingt toll! :-) Zwar stöhne ich, dass es schon wieder ein Thriller ist, aber das ging ja bei Darling Jim auch gut. Ich mag Bücher, die nicht in Deutschland, GB oder USA spielen - ist mal was anderes!

    Zitat

    Original von Jai
    Ab wann kann man dort eigentlich Rezis posten? Meine Schwester hat sich vor kurzem angemeldet, aber noch kein Buch gewonnen. 2 der vorgestellten Bücher hat sie aber schon gelesen und jetzt eine Rezi geschrieben. Nur posten kann sie die nicht, da kommt immer die Mitteilung, sie sei als Reszensentin noch nicht freigeschaltet.


    Hat sie schon mal einen Leseeindruck abgegeben? Ich habe nach meinem ersten Leseeindruck, als die Woche vorbei war, in der das Buch vorgestellt wurde, eine Email erhalten, dass ich meine Adresse eintragen sollte, wenn ich es gewinnen möchte. Danach konnte ich Rezensionen einstellen.

    Gebundene Ausgabe: 492 Seiten
    Verlag: Cbj (Januar 2009)
    Sprache: Deutsch
    Originaltitel: Dragon Horse


    Kurzbeschreibung
    Der 15-jährige Rokshan lebt mit seinem Vater, einem reichen Kaufmann, und Bruder An Lushan in der chinesischen Stadt Marakanda im Jahre 818. Das Land ist von einer Legende umgeben, nach der der Weise Herr einen Drachengeist in die Verbannung geschickt hat und ihn seines Namens beraubt hat. Nur das Nennen besagten Namens und das Zusammenbringen wichtiger mystischer Gegenstände können ihn befreien. Als Rokshans Vater auf Anordnung des Kaisers hin gefangen genommen wird, da er der Zahlung von dreihundert Drachenpferden, sehr wertvollen Tieren, nicht nachkommt und mit einem vermeintlichen Rebellen, seinem eigenen Bruder Zerafshan, in Verbindung gebracht wird, sind die Brüder Rokshan und An Lushan auf sich allein gestellt. Der ältere Sohn begibt sich zum Volk der Darhad um mit ihnen einen Handel abzuschließen, Rokshan folgt den Worten des Geschichtenerzählers Shou Lao, der ihn zum Aufbruch drängt, um die Vorhaben seines Onkels aufzudecken und so die Ehre seines Vaters zu retten.


    Leseprobe



    Zum Autor
    Peter Ward hatte schon als Kind den ersten Kontakt mit Asien. Aufgewachsen in England, Deutschland und mehreren asiatischen Ländern, studierte er Philologie und Religionswissenschaften an der Leeds University. Die Leidenschaft für die Mythologien und Philosophien des Ostens, insbesondere Chinas, hat ihn auch später während verschiedener Tätigkeiten in der Medienbranche nie losgelassen. „Der Rubindrache“ ist sein erster Roman. Peter Ward lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in London.
    Quelle: RandomHouse



    Meine Meinung
    Eingebettet ist die Geschichte in real existierende Mythen, die in Form von Schriftstücken in dem Kloster Labrang in China gefunden wurden. In seinem Debütroman versucht der Engländer Peter Ward sein großes Interesse an Asien und Mythologien einfließen zu lassen. Das gelingt zugegeben sehr gut: »Der Rubindrache« ist unterteilt in mehrere Abschnitte, einem jeden wird eine in Labrang gefundene Schrift zugrunde gelegt, deren Inhalt dann in die Geschichte einfließt.


    »Der Rubindrache« unterscheidet sich nicht nur durch den historischen Kontext von vielen anderen aktuellen Drachenbüchern. Die Drachen als solche spielen hier lediglich eine Schlüsselrolle, viel wichtiger sind die Drachenpferde, die Wesen, in die die Drachen verwandelt wurden, um das Unheil, das sie über die Welt gebracht haben, abzuwenden. Wer ein Buch im Stile von »Eragon« sucht, sollte sich deshalb eher nach anderen Titeln umsehen. Peter Wards Buch lebt von den Mythen und dem asiatischen Raum, in dem es spielt und ist dadurch etwas greifbarer als gänzlich erfundene Jugendfantasy.


    Leider lässt die Umsetzung der tollen Idee an vielen Stellen zu wünschen übrig. Wortwiederholungen fallen negativ ins Auge und die ein oder andere unglückliche Formulierung lässt sich nicht übersehen, was das Lesevergnügen schmälert. Einige Konflikte werden auch – selbst für ein Jugendbuch – unbefriedigend behandelt. Roskhan, aus dessen Perspektive der Großteil des Textes erzählt wird, müsste eigentlich in eine Identitätskrise geraten. Diese wird jedoch innerhalb der Geschichte mit einigen wenigen Absätzen nebenbei erwähnt und keinesfalls ausreichend aufgegriffen. Das ein oder andere Kapitel hängt an seinem Ende gänzlich in der Luft, etwas Neues wird eingebracht, dann aber nicht genauer thematisiert.



    Fazit
    Eine tolle Idee – chinesische Mythen, ein junger Held und eben mal nicht die klassischen Drachen –, die leider in der Umsetzung einige Schwächen aufweist.



    Bewertung
    6,5/10 Punkten

    Sehr gut und lustig? Hast du es mit den Büchern von Nick Hornby schon probiert? Die sind - meiner Meinung nach - alle recht einfach zu verstehen. Keinesfalls alle sehr gut, aber das ist so und so Geschmackssache.
    An "A Long Way Down" hatte ich viel Spaß und auch "Fever Pitch" ist eigentlich nett gemacht. Bei Amazon steht das Haddon Buch sogar in den Empfehlungen dabei, wenn man sich "A Long Way Down" aussucht! Ich kenne es aber leider nicht und kann deshalb nicht sagen, ob der Humor in eine ähnliche Richtung geht.

    Das würde ich nicht übers Herz bringen. Ich kann nicht mal CDs (!) wegwerfen. Bücher, die ich wirklich nicht mehr haben will und die sich auch nicht verkaufen lassen, spende ich der Bibliothek bei mir an der Arbeit :chen Die nehmen auch noch das ausgedienteste Buch dankend an.

    Danke für diese Rezension. Um dieses Buch schleiche ich schon seit längerem rum (erst die englische Ausgabe, jetzt dann auch noch im deutschen Handel). Was du schreibst, bestätigt mich in der Annahme, dass ich es zumindest mal versuchen sollte mit dieser Reihe.


    Zitat

    Original von Sternensucherin
    Der Cover der deutschen Ausgabe ist sehr schön gestaltet, wenn auch nicht so schön wie der Cover des englischen Originals.


    Ja, das Cover gefällt mir auch sehr gut! Besonders die Farben haben es mir angetan. Viele Bücher bei Egmont Lyx habe diese schöne Gestaltung.


    Diese Sache mit den kursiv gedruckten Erinnerungen reizt mich, das ist ein Merkmal von Texten, das ich besonders liebe. Du hast mich jetzt noch zusätzlich neugierig gemacht - vielleicht bekomme ich ja irgendwo ein gebrauchtes Buch für einen akzeptablen Preis oder kaufe letztendlich doch das englische Buch.

    Zitat

    Original von CathrineBlake
    Ich finde, man hätte das ruhig noch in die Länge ziehen können. Schließlich heißt das Buch "Brautflug" ...


    Meine Rede! Ich habe damals, als ich an dieser Stelle war (als der Flug beendet ist) im "Wo seid ihr"-Thread gepostet, dass wir gelandet sind und ich mich nun fragen würde, was die nächsten 400 Seiten noch passieren sollte. Ich war auch darauf eingestellt, dass dieser Flug den Hauptteil des Buches einnimmt. Aber alles hat seinen Platz und auch wenn der Flug hier schon beendet ist, er wirkt viele Jahrzehnte nach!

    Morland 01: Die Rückkehr der Eskatay habe ich übrigens mittlerweile angefordert. Ich kann doch an einem Buch, was mich enorm interessiert nicht lang vorbeigehen. Dann stehe ich ständig mit großen Augen im Laden davor und himmele es schamlos an. Ich hoffe, es lohnt sich!
    Vielen Dank auf jeden Fall für den Hinweis!

    Ich konnte diesen Monat nicht widerstehen, dieses Buch auszusuchen. Eigentlich kenne ich es es schon, habe aber noch keine HC Ausgabe.


    Ich habe da schon oft mitgemacht und nie was gewonnen, so geht es mir aber bei den meisten Gewinnspielen, also war ich da nicht weiter verwundert.

    Zitat

    Original von keinkomma
    Zum Schmunzeln fand ich dann wieder die Fahrt von Marjorie und Hans, das Baby im Karton, wie sie die Geburt "erfinden".


    Das ist meine absolute Lieblingsszene im ganzen Buch! Da hat die Autorin bewiesen, dass auch Humor in ihr steckt. Der passt nicht zur Geschichte, davon hätte ich mir aber ab und an mehr gewünscht. Gerade deshalb ist die erfundene Geburt mein Highlight des Buches.

    Wird nicht auch an einer Stelle innerhalb dieses Teils (bis Seite 306) ganz explizit gesagt, dass Leon Esther nicht anrühren wollte? Erst sollte die Heirat über die Bühne gehen und bis dahin hatten sie nur gekuschelt? Natürlich lässt der Flug an sich vermuten, dass da zwischen Esther und einigen Journalisten durchaus was gelaufen ist - die Chance hatten sie zumindest.

    Zitat

    Original von CathrineBlake
    Die anderen beiden Damen find ich auch sehr interessant. Bin auch sehr gespannt, wie die Geschichte der drei Frauen und Frank weiter geht. Irgendwie müssen die eine zeitlang zusammen gelebt haben. Aber bei der Beerdigung hatte ich das Gefühl, dass sie nicht nur schöne Erinnerungen an Frank haben.


    Mit Esther werde ich nicht so recht warm. Die ist für mich in diesem ersten Teil unnahbar und unterscheidet sich vermutlich viel zu sehr von mir selbst, damit ich mich mit ihr identifizieren könnte.
    Die Rahmenhandlung ist so geschickt gesetzt, dass man eigentlich gar nicht mehr anders kann, als weiter zu lesen. Denn man kennt das Ergebnis (Frank tot, drei Frauen an seinem Grab, die irgendwie mit ihm zu tun hatten), aber nicht die Zwischenstationen. Das wurmt mich enorm!