Beiträge von Steena

    Was das Verwirrende angeht, möchte ich mich anschließen. Mir sind besonders die Szenen der Rahmenhandlung zu wild durcheinander gewürfelt. Da wechselt zu rasch der Blickwinkel, hat man sich an eine Person gewöhnt, ist schon die nächste dran. Geschickt war das nicht.


    Hingegen sehr gut gefallen hat mir generell Adas Figur auf diesen ersten Seiten. Ihre Flugangst hat sie mir sehr symphatisch gemacht und mit der Geschichte, die sie umgibt, kann ich etwas anfangen. Sie ergibt sich ihrem 'Schicksal' und will diese Reise nach Neuseeland eigentlich gar nicht antreten. Es wird von ihr vielmehr erwartet, dass diesen Mann heiratet.


    Auch eine gute Idee sind meiner Meinung nach die Szenen, die in die (noch spätere) Vergangenheit blicken. Die, die mit einer anderen Schriftart geschrieben sind. Sie geben zusätzliche Hintergrundinformationen zu den einzelnen Ereignissen und für mich machte das die Handlung innerhalb des Fluges und davor nachvollziehbarer.

    'Liebe' wäre vielleicht zu hoch gegriffen, aber bei meinem ersten Anlauf mit "The Life of Pi" (Deutsch: Schiffbruch mit Tiger) von Yann Martel ist einiges schief gegangen, so dass ich das Buch knapp vor der Hälfte zur Seite geleget habe. Beim zweiten Versuch dann, einige Zeit später, stellte sich für mich doch heraus, dass es ein klasse Buch ist. War vielleicht damals einfach nicht Thema, die zweite Chance stellte sich auf alle Fälle als förderlich heraus.

    Kennt jemand "Das heilige Buch der Werwölfe" von Viktor Pelewin? Ich habe ja die Tage sein "Fünftes Imperium" gelesen und war davon nicht nur begeistert, habe dann aber mit großen Interesse festgestellt, dass er ein Werwolf-Buch verfasst hat. Und ich als eingesessener Wolf- und Werwolf-Fan dachte, das wär' vielleicht was für mich. Bei Amazon sind zwei richtig gute Rezis, eine, die eine miese Wertung setzt. Der Ton, der dort anklingt, lässt mich vermuten, dass es dem Imperium sehr ähnelt. Gibt es eine Eule, die auch dazu eine Meinung hat?

    Danke übrigens für den Bernhard Hennen Tipp! "Nebenan" und "Fabelheim" sind sich in ihren Grundsteinen in der Tat ähnlich. Wegen Maharets Erwähnung habe ich mir "Nebenan" gekauft, weil ich ja eigentlich mit "Fabelheim" recht zufrieden war. Ich lese momentan noch. "Fabelheim" ist mehr auf zwei Personen fokussiert, Kendra und Seth, während "Nebenan" zwischen all den Personen hin und herspringt. Vom System her sind sie sich ähnlich. In beiden Romanen leben die Fabelwesen mit den Menschen nebeneinander, nur keiner merkt's. Es gibt aber Wege einander wahrzunehmen.

    Das Buch, was nicht am schnellsten davongerannt ist, muss dran glauben. :lache Und das ist dann meistens das, was schon am längsten liegt. Ich muss aus mehreren Gründen die Reihenfolge einhalten, mit der sie auch bei mir angekommen sind, sonst komme ich aus meinem Rhytmus raus. Mein Mini-SUB hat im Moment drei Bücher, alles Exemplare älterer Bücher, die ich mir gekauft habe - das hat dann Zeit. Wanderbücher haben ganz klar Vortritt, sobald ich ein Buch beendet habe und ein neues beginnen möchte.

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    Original von Daniliesing


    Naja 3 Stunden stimmt nicht ganz. 2 Uhr waren schon ca. 30 Leseeindrücke da... die Leseprone war wohl so ziemlich seit Mitternacht online.


    Ach so! Ich dachte, sie wäre um 7 Uhr online gegangen. Naja, ich habe mal reingeschnüffelt. So recht dazu hinreißen kann ich mich nicht.

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    Original von Zimööönchen


    Da ich weder das Buch über Max Tivoli, noch die Kurzgeschichte zu Benjamin Button gelesen habe, kann ich über Paralleleln/Verfremdungen nichts sagen.


    Zu deinem Spoiler (Packe ich das jetzt in einen Spoiler :grin Ja!)



    Natürlich das auch unrealistisch, welche Frau will denn schon ein Baby dieser Größenordnung auf die Welt bringen? Deshalb haben sich die Filmemacher wohl für diese Form der unrealistischen Umsetzung entschieden

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    Original von Giulietta777
    grottenolm : Ich hab den neuen Schwindt grade die Tage gekauft, er liegt neben meinem Bett und wartet aufs Gelesenwerden. Werd mal sehn, dass ich ihn demnächst anfange, dann meld ich mich. :wave


    Hoppla ... da würde ich mich auch drüber freuen! Den Titel habe ich mir soeben notiert, sieht absolut nach meinem Beuteschema aus und ist mir bisher noch nicht untergekommen :wow

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    Original von Hasal
    Danke für eure Rezensionen :knuddel1
    Ich freue mich schon auf das Buch, habe es zwar nicht von vorablesen.de bekommen, aber ein Tausch ist ja auch möglich :grin


    Ich lass es momentan auch wandern, falls es dir nicht so wichtig ist, es letztendlich zu besitzen :-) Noch ist es nicht auf die Reise gegangen, das wird es aber morgen oder übermorgen tun.

    Mit der neuen LP (für Montag und die kommende Woche) bin ich noch etwas unschlüssig. Als absoluter Ablehner der Bis(s)-Reihe kenne ich die Bücher nicht, weiß aber trotzdem teilweise sehr detailreich, was passiert. Durch Job und Freundeskreis, die der Meinung sind, man müsste mich (immerhin Werwolf- und Vampir-begeistert), doch dazu bekommen, dass ich das lese. Bisher habe ich das erfolgreich nicht getan. Ich linse vermutlich mal rein und entscheide dann. :grin

    Ich setze meine vorablesen-Rezi auch mal dazu. Vorweg: Ich lese sonst in der Regel keine Thriller, diesen habe ich aber innerhalb von 12 Stunden eingeatmet und er hat mir gut gefallen.





    Unterteilt ist das Buch im Wesentlichen in vier Teile, zwei von ihnen durch einem Tagebuch ähnliche Aufzeichnungen der Vorfälle, die dennoch nicht erschöpfend alle Fragen behandeln. Die übrigen Teile befassen sich näher mit dem Briefträger Niall, der alles daran setzt, den Fall zumindest für sich persönlich zu klären, denn die Aufzeichnungen von Fiona ziehen ihn in ihren Bann. Der Prolog allein baut Spannung auf und selbst als man glaubt, man wisse nun genau, was passiert sei, weiß Christian Moerk geschickt alles durcheinander zu bringen und letztendlich doch zu überraschen!


    Durch die verschiedenen Teile werden automatisch auch unterschiedliche Perspektiven eingebracht, die Schwestern erzählen von den Ereignissen mit ihren eigenen Worten, über Niall wird in einer distanzierten Sicht berichtet. Der Leser bleibt dabei nicht außen vor, immer wieder wird er – besonders innerhalb der Notizen der Schwestern – direkt angesprochen. Da sich die Schreiberin des geheimen Buches zu jedem Zeitpunkt ihrer Aufzeichnung bewusst ist, dass der Tod ihr einziger Ausweg aus der Situation sein wird, bedrückt das Geschriebene den Leser schon allein dadurch, dass er fortwährend selbst gefragt ist, Fiona ihn direkt anspricht. Ein viel stärkeres Hineinversetzen in die Figuren wird möglich durch diese Perspektive und der Leser wird eingeladen zur eigenen Reflektion über das Gelesene.


    Bei den Perspektiven der Schwestern bleibt allerdings zu sagen, dass sie für mich von ihrem Ton her oft zu nah beieinander lagen. Der eigentliche Wechsel wurde nur immer dann deutlich, wenn durch Zufall der Name der anderen Schwester fiel. Die beiden Figuren unterscheiden sich zwar von ihrem Naturell her sehr, der Erzählstil der einzelnen Teile ist jedoch ähnlich.


    Jim hat sich als Geschichtenerzähler in Kneipen einen Namen in der Gegend gemacht und treibt das eigentliche Geschehen mit jeder Fortsetzung seines Märchens ein Stück weiter.
    Das zentrale Thema, die Frage, um die sich eigentlich alles dreht, wird mit dem Märchen in die Geschichte eingebracht, welches Jim erzählt. ‚Lieben oder Töten’ heißt es da. Das eigentliche Märchen um die Prinzen Euan wirkt vorerst befremdlich, da man in der ersten Hälfte des Buches nicht versteht, wieso diese Geschichte in derartiger Ausführlichkeit in den Text einfließt, obwohl sie doch augenscheinlich diesen nicht weiterbringt. Das klärt sich jedoch im hinteren Teil so perfekt, dass man darüber an dieser Stelle rückblickend gerne hinwegsieht. Die dadurch verwendete Symbolik gibt dem Psychothriller noch einen fantasievoll ausgearbeiteten Konflikt mit auf den Weg.



    Insgesamt ein spannendes Buch, das besonders durch die unterschiedlichen Perspektiven gelingt und die behandelten Themen in eine märchenhafte Geschichte einzubinden weiß.



    Wenn eine Eulen-Wertung her muss, bin ich bei 8/10 Punkten.

    Wir sind gelandet und ich habe den Flug tatsächlich überlebt. Nun frage ich mich ernsthaft, was die Autorin die nächsten 400 Seiten noch mit mir machen wird.


    Beautiful Joe - Der Hund, der die Menschen verändert hat


    Erscheinungsjahr: 1893
    Verlag: Edition Tieger (2008) – Erstmals in deutscher Übersetzung
    Hardcover: 200 Seiten
    Originaltitel: Beautiful Joe



    Kurzbeschreibung
    In hohem Alter lässt Hund Beautiful Joe seine Lebensgeschichte aufschreiben, um ein Bewusstsein für Tierquälerei zu schaffen und diese zu stoppen. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit, die die Autorin aufgeschrieben hat. Beautiful Joe wird auf einem Hof geboren, auf dem der ansässige Bauer sowohl Tiere als auch Frau und Kinder gleichermaßen terrorisiert. Als einziger Welpe überlebt er seinen Wurf und schließlich seine Mutter. Ein Junge schafft es schließlich, den Hund aus der Misere zu befreien und ihn in seiner eigenen Familie aufzunehmen, in der bereits andere Tiere leben. Die kleine Laura kümmert sich um Joe und pflegt ihn gesund. Mit der Zeit lernt er, dass Menschen auch eine andere, angenehmere Seite haben. Mit seinen Augen beginnt er das Verhalten seiner Zweibeiner zu ihren Tieren wahrzunehmen und umschreibt dieses.



    Über die Autorin
    Margaret Marshall Saunders (1861 – 1947), kanadische Autorin, hatte von dem außergewöhnlichen Schicksal des Mischlingshundes Beautiful Joe durch die Familie ihrer Schwester gehört und war davon so berührt, dass sie seine Geschichte schrieb, bei einem Literaturwettbewerb der American Humane Education Society einreichte und gewann. Als Buch erschien Beautiful Joe erstmals 1893 unter dem männlichen Autorennamen Marshall Saunders. Margaret Marshall Saunders fürchtete damals, dass eine Frau als Autorin nicht ernst genommen werden würde.
    Quelle:Edition Tieger



    Meine Meinung
    Das Buch ist ja schon über 100 Jahre alt, was hat uns das noch zu sagen? Eine Menge! Die beschriebenen Probleme, Tierquälerei und nicht artgerechte Haltung, treten auch in der heutigen Zeit noch oft auf. Gerade deshalb bleibt Beautiful Joe wohl auch noch die nächsten Jahre aktueller Stoff. Überraschend ist, dass die vorliegende Ausgabe die erste deutsche Übersetzung des kanadischen Klassikers ist. Im Großen und Ganzen ist »Beautiful Joe« für Kinder geschrieben, kann aber auch von Erwachsenen gelesen werden, um immer wieder ins Bewusstsein zu rufen, wie wichtig es ist, auch mit dem eigenen Haustier pfleglich umzugehen.


    Joe wirft einen teils sehr naiven Blick auf die Dinge und beschreibt, wie es den anderen Tieren und ihm selbst geht. Da sind beispielsweise die Kanarienvögel der Familie Morrison, die nur in einem Zimmer gehalten werden und sich nur an eine Person gewöhnt haben und deshalb verschreckt auf jeden fremden Menschen reagieren. Während ihr kleiner Halter in den Ferien ist, kümmern sich Mutter und Schwester um die Tiere und siehe da, sie blühen auf. Und das alles, weil sie auch in andere Räume fliegen dürfen und ihre Menschen sich besser um sie kümmern. Eine Vielzahl ähnlicher Beispiele bringt Joe an, um diesen Zusammenhang, dieses Geben und Nehmen von Mensch und Tier zu verdeutlichen.


    Dieses Buch kann dabei gerade für Kinder eine gute Vorbereitung auf ein eigenes Haustier sein, ohne ein langweiliges Sachbuch darzustellen. Pflichten und Freuden mit Tieren werden erläutert, man erfährt Dinge über die Hundeerziehung, über die Geschichte des Verhältnisses zwischen Hund und Mensch, aber auch Katzen, Vögel, Fische und Pferde kommen nicht zu kurz – die Morrisons wohnen in einem Kleintierzoo, den die Kinder über die Jahre angesammelt haben und liebevoll betreuen.


    Eine Portion Abenteuer darf hierbei natürlich nicht fehlen und so geht Joe mit Billy, einem weiteren Hund der Familie, und anderen Tieren mit den Morrisons auf Reisen.



    Fazit
    Ein Buch für vor allem junge Leser, die Interesse an der Anschaffung eines Tieres haben. Artgerechte Haltung und liebevoller Umgang mit Tieren beobachtete aus den Augen eines Hundes.



    Bewertung
    8/10 Punkten

    Für meine Verhältnisse lohnt sich Darling Jim. Man muss aber auch bedenken, dass ich im letzten Jahr einen Thriller gelesen habe, davor gar keinen. Der könnte also praktisch alles abschreiben von einem anderen Autoren und ich würd's nicht mal merken! Mir hat er auf jeden Fall gefallen.