Beiträge von Buchdoktor
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"1972 geht ein Foto um die Welt: Es zeigt ein nacktes Mädchen, das mit schmerzverzerrtem Gesicht um sein Leben läuft. Südvietnamesische Kampfeinheiten haben auf Stellungen der Nordvietnamesen Napalmbomben abgeworfen und versehentlich ihre eigenen Landsleute, meist fliehende Frauen und Kinder, getroffen. Die neunjährige napalmverbrannte Kim Phuc überlebte - ihre weitere Lebensgeschichte wird in diesem Buch authentisch und sensibel erzählt.
Das Foto von Kim Phuc gehört zu den unauslöschlichen Eindrücken aus dem Vietnamkrieg. Es wurde am 8. Juni 1972 aufgenommen und erschien weltweit auf den Titelseiten. Dieses Foto mit seiner schonungslosen Unmittelbarkeit änderte den Verlauf des Vietnamkrieges, denn den Amerikanern und der gesamten Weltöffentlichkeit wurde durch dieses Bild klar, was das „militärische Engagement“ der USA in Vietnam anrichtete. Kim Phuc wurde zum Sinnbild der Gewalt und der Unmenschlichkeit gegen die Zivilbevölkerung in Kriegsgebieten. Mit dem Klick hielt die Kamera einen winzigen Augenblick der Geschichte fest, so dass das Mädchen auf dem Foto für immer ein Mädchen bleibt."
zitiert nach: Kim Phuc
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"Vietnam und die Vietnamesen verstehen: Ein Blick in die Seele Indochinas, der sowohl Touristen als auch Geschäftsleuten die Augen öffnet. Das Buch beschreibt die Denk- und Verhaltensweisen der Einwohner, erklärt die geschichtlichen, religiösen und sozialen Hintergründe, die zu diesen Lebensweisen führen und bietet somit eine Orientierung im Dschungel des fremden Alltags. Familienleben, Moralvorstellungen und Anstandsregeln werden genauso erläutert wie Umgangsformen, religiöse Gebote oder Tischsitten. Davon abgeleitet werden Empfehlungen für den Reisealltag, z.B. im Hotel, unterwegs, beim Einkaufen und beim alltäglichen Umgang mit den Einwohnern des Gastlandes."
zitiert nach: Kultur-Schock
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Reisebericht eines vietnamesisch-stämmigen Amerikaners.
"Zwei Jahrzehnte nach dem Ende des Vietnamkriegs im Jahr 1975 entschied sich Pham zu einer Reise ins Land seiner Kindheitstage. Er war auf der Suche nach den eigenen Wurzeln, der vietnamesischen Kultur, den Orten seiner Erinnerungen. Erinnerungen, wie die Inhaftierung seines Vaters in einem sogenannten Umerziehungslager der Kommunisten. Nur durch ein kleines Wunder konnte dieser dem Todesurteil entkommen und gemeinsam mit seiner Familie fliehen. Aber auch Erinnerungen an die Wirren in den Straßen Saigons beschäftigten Pham. Damals spielten Kinder mit umherliegenden Waffen der abgezogenen amerikanischen Truppen, bis sie sich versehentlich damit erschossen. Flüchtlingsströme drängten sich am Hafen von Saigon. Es sind dies die Erinnerungen eines kleinen Jungen an den Untergang seines kleinen Reiches, seiner Heimat."
zitiert nach: http://www.eurasischesmagazin.de/artikel/?artikelID=20040317
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Zitat
Original von bookbinder ... DieIdee zur Ratgeber-Ecke finde ich gut. Ich habe nur leider keine Ahnung wie so etwas bei der Eulenfamilie eingerichtet wird. Hast Du vielleicht schon Erfahrung bezüglich Einrichtung "unserer" Praxisräume :pfleger? Liebe Grüße
bookbinder
Lass uns den ersten Patienten abwarten, dann knobeln wir eilig aus, wer ihn zuerst untersuchen darf.
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Zitat
... Lindner macht wenigstens eine klare Ansage und eiert nicht rum wie Hegemann
Vielleicht sollte ich mich um eine Anstellung als Kassandra bewerben. Lindner - oder eine gute Freundin? - lancierte schon im September eine Diskussion über sein Buch in den Amazon-Kundenforen. Ein Blick auf die Verlagsseite zeigte eine Ankündigung des Buchs für Januar 2010. "Junge schreib erst mal dein Manuskript fertig, ehe du hier die Kunden heiß machst", dachte ich damals; denn bis in vier Monaten hat man eine solche Ankündigung vermutlich längst vergessen.
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Über die Autorin:
Die chinesische Journalistin und Radio-Moderatorin ist 1958 geboren und Autorin der Bücher Verborgene Stimmen, Himmelsbegräbnis, Chinesen spielen kein Mao-Mao, Die namenlosen Töchter, die sich mit der Situation chinesischer Frauen auseinandersetzen.
Zum Inhalt:
Die chinesische Journalistin Xinran reist quer durch China, von Guilin im Süden bis nach Urumqi in der nordöstlichen Provinz Xinjiang, um hochbetagte Chinesen (im Alter zwischen 70 und 80) zu interviewen. Mit diesem ehrgeizigen Projekt will sie Zeugnisse der chinesischen Kultur und Geschichte dokumentieren, ehe sie in Vergessenheit geraten können. Xinran fühlt sich verantwortlich dafür, dass die Erinnerungen ihrer Gesprächspartner für die folgenden Generationen bewahrt werden. Eine chinesische Eigenheit, die uns Westlern sehr fremd ist, steht Xinrans Plänen im Weg: Chinesen reden nicht gern über sich und beantworten erst recht nicht gern direkte Fragen. Die Geschichte (besonders die Mao-Zeit) hat die Menschen gelehrt, dass Worte nur Unglück bringen und anderen schneller Schwierigkeiten bereiten können als man selbst ahnt. Xinran lebt inzwischen im Ausland, beherrscht jedoch noch immer die chinesische Kunst, sich einem Thema allmählich vom Unwichtigen zum Wichtigen zu nähern. Sehr einfühlsam lässt sie ihre Kontaktpersonen zunächst über Kinder und Enkel oder die landestypischen Gerichte plaudern, ehe sie ihnen direktere Fragen stellt.
Frau You arbeitete in den 50ern des vorigen Jahrhunderts als Ingenieurin in einem Prospektionstrupp, der nach Erdöl in der Wüste Gobi suchte. Ihre lebendigen Berichte lassen ahnen, wie hart das Leben im extremen Wüstenklima war und wie hart es noch heute für ihre Familie ist, dass die vier Kinder bei den Großeltern aufwachsen mussten. Für uns scheint es unvorstellbar, dass Frau You ihre Eltern 10 Jahre lang nicht gesehen hat. Herr You bewertet die Mao-Zeit sehr treffend: das Scheitern Maos sieht er in mangelhaften Wirtschafts-Kenntnissen und dem fehlenden Respekt für den einzelnen Menschen begründet. Leider beendet die Autorin das Gespräch mit Herrn You gerade in dem Moment, als es interessant wird.
Mit Herrn Wu, dem Neuigkeiten-Sänger aus dem Teehaus, sowie den Papierlaternenmachern Li und den Brüdern Huadeng lernen wir Vertreter aussterbender Berufe kennen. Bis vor 15 Jahren hat Herr Wu täglich Nachrichten im Teehaus seiner Heimatstadt verkündet, weil bis in die 90er Jahre dort noch kaum jemand lesen und schreiben konnte. Die traditionsbewussten Papierlaternenmacher stehen stellvertretend für alle Verlierer des wirtschaftlichen Wandels in China. Mit ihrem Handwerk konnten sie sich seit der Mao-Zeit kaum selbst ernähren, weil traditionelle Handwerkskunst nicht geschätzt wurde. Die Laternenmacher betonen ihre persönliche Enttäuschung und interessieren sich weniger für die Gründe der Entwicklung. Xinran respektiert das und dringt nicht weiter in die Männer. Dass die Zerstörung von Kulturgütern eine politische Entscheidung ist und Achtung vor der Geschichte des Heimatlandes zu lehren, eine Aufgabe des chinesischen Bildungssystems wäre, erläutert die Autorin leider nicht.
Ein Rotarmist, der Maos Truppen auf dem langen Marsch folgte, eine Lehrerin, ein Mann, der seine kranke Frau seit Jahren zu Hause pflegt, ein Ehepaar, das sein Glück erst im fortgeschritten Alter fand, eine Akrobatin und eine Schuhmacherin, die ihren Stand auf der Straße hat, geben ein sehr lebendiges Bild vom Leben der Menschen in China.
Fazit:
Xinran vermittelt uns ein anschauliches Bild vom Leben zwanzig außergewöhnlich tatkräftiger, gehorsamer und leidensfähiger Chinesen und Chinesinnen. Sie lebten und arbeiteten in bitterer Armut als unter Mao ganze Generationen, getrennt vom Ehepartner und den Kindern, als menschliche Masse verheizt wurden. Allen Interviewpartnern ist eine große Dankbarkeit gemeinsam, dass sie die schweren Zeiten überlebt haben und sich heute am Aufwachsen ihrer Enkelkinder freuen können. Die Altersmilde, die alle Gesprächspartner Xinrans zeigen, würde wohl auch in anderen Kulturen zu finden sein. Charakteristisch für China ist der Gleichmut, mit dem Ehepartner hinnehmen, dass sie über Jahrzehnte vom Partner getrennt leben mussten und ihre Kinder nicht selbst erziehen konnten. Dass viele dieser elternlos aufgewachsenen Kinder ihren Eltern die Trennung noch heute unbewusst vorwerfen, daran rührt man in China nicht gern. Als westliche Leserin hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin ausführlicher darauf eingeht, wie das mangelnde Vorbild durch die eigenen Eltern und die Unfähigkeit über Gefühle zu sprechen, sich über mehrere Generationen noch bis in die Gegenwart auf die Erziehung von chinesischen Kindern auswirkt.
In den Gesprächen wird deutlich, wie stark die chinesische Kultur durch die Abwesenheit einer allgemeingültigen Ethik geprägt wird, wie sie zum Beispiel eine Staatsreligion vermitteln würde. Die Definition von Gut und Böse wurde von der Partei vorgenommen und wechselte, je nachdem welche Machthaber gerade herrschten. Ein eigenes Urteilvermögen ist für die Menschen unter diesen Bedingungen eher hinderlich. Hier schließt sich der Kreis und wir begreifen die Zurückhaltung der Interviewpartner, über das eigene Leben zu sprechen. Dass auch im Jahr 2006 noch viele Chinesen große Bedenken haben, Angehörigen zu schaden, zeigt wie nötig Xinrans Tätigkeit ist.
Xinran respektiert, wenn die Menschen die Fassade wahren und nicht an schmerzliche Erinnerungen rühren möchten. Leider bricht sie die Interviews häufig im entscheidenden Moment ab und vergibt so die Chance, ihren Lesern die Hintergründe zu verdeutlichen. So muss man erst 400 Seiten lesen, ehe überhaupt eine kritische Bemerkung fällt, obwohl einige Interviewpartner die Zusammenhänge durchschauen. Eine Antwort auf die Frage, ob die Chinesen aus ihrer Geschichte gelernt haben, erhält in Xinrans Buch nur, wer sich bereits mit dem Thema China beschäftigt hat. Die Analyse der Interviews findet sich in Xinrans Nachwort, fällt für meinen Geschmack jedoch sehr knapp aus. Obwohl der gleichförmige Ablauf der Interviews das flüssige Lesen behindert, haben mich die ungewöhnlichen Einzelschicksale stark berührt.
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Taschenbücher haben je nach Verlag eine Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren. Danach hat entweder das Papier stark gelitten oder die Klebebindung ist gebrochen.
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Meine Schiller-Ausgabe ist von 1874, deshalb mache ich mir in diesem Leben darüber keine Gedanken.
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Dein Link funktioniert leider nicht.
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Jede Vorschau ist eine subjektive Auswahl mit ihren Vor- und Nachteilen. Von meinen Lieblings-Taschenbuchverlagen habe ich die Newsletter abonniert und schaue außerdem regelmäßig bei Krimicouch vorbei.
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Mich würde als altgediente Mutter bei diesen Aktionen stören, dass man bei der Veranstaltung keine Möglichkeit hat, zu vergleichen, was gerade Ähnliches oder Günstigeres auf dem Markt ist. Ich habe immer gern Kinderbücher in großen Mengen bei Zweitausendeins (20 gebundene Bilderbücher aus einem renommierten Verlag für 25€) oder Jokers (10 Sachbücher für Kinder aus einem renommierten Verlag für 30€) gekauft. Bei den Preisen kann man nicht viel falsch machen, die Bücher sind meistens noch nicht einmal als Remittenden markiert und gut als Geschenke geeignet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bücher-Party das Preis-Leistungsverhältnis des Modernen Antiquariats toppen kann.
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Beim Blick ins Buch (Leseprobe, bei amazon unterhalb Produktinformation) siehst du, dass es eine Neuausgabe der Taschenbuchausgabe 77978 von Knaur ist. Ich vermute, dass der reine Text identisch ist und dass dein Buch zum Film um weitere Informationen ergänzt wurde. Es hat erheblich mehr Seiten als die Originalausgabe. Du kannst dich direkt an den Verlag wenden.
http://www.droemer-knaur.de/si…php?page=verlage_formular -
Zitat
Original von sandoze_murty
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Naja, das fragte ich mich ebenfalls.
Ich bekam nur eine sehr erzürnte Antwort und schlechte Bewertung zu meinem Posting mit dem Hinweis ich solle mir dann doch bitte die BILD Zeitung durchlesen, da würde es genügend Skandale der katholischen Kirche in Verbindung mit ihren Priestern geben (Missbrauch usw.). Dafür bräuchte ich kein Buch und solle auch nicht fragen. Das war in einem Buchforum möchte ich anmerken und ich habe mich zuvor schlau gemacht, ob derartige "Ich suche..." Threads überhaupt erlaubt sind.Solche "Ich suche"-Threads liebe ich - wollte ich nur mal sagen. Wo warst du denn da hin geraten?
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Zitat
Original von sandoze_murty
Buchdoktor Hab vielen herzlichen Dank! Das ist ja schon beinahe perfekt!
Nun plagt mich meine Neugier, was andere Diskussionsteilnehmer an deiner ganz normalen Frage so sonderbar fanden? -
Isidor Rattenhuber
Irrungen und Wirrungen eines katholischen Priesters auf dem bayerischen Land.
Isidor Rattenhuber, geschlagen mit roten Haaren, einem hartnäckigen Stottern und seiner Herkunft aus einem armen, lieblosen Elternhaus, wird Priester, um all dem zu entgehen. In der Liturgie erlebt er Ordnung und Geborgenheit, beim Vorlesen der Heiligen Schrift verliert sich sein Sprachfehler. So wirkt er jahrzehntelang in einer kleinen Gemeinde namens Bodering, lernt innerhalb und außerhalb des Beichtstuhls die Schicksale und Sünden seiner Schäfchen kennen, hadert mit der Einsamkeit und den veralteten Strukturen der Kirche. Und verliert zum Schluss beinahe, was ihm all die Jahre Motor war: den Glauben. (amazon)
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Bei Tannöd lohnt es, nach dem Plagiatsvorwurf und dem realen Fall zu recherchieren, der dem Buch zugrunde liegt.
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Du kannst ja auch Verkäufer erwischen, die noch nicht so viele Bücher verkauft haben. Bei einem meiner ersten Verkäufe schrieb der Kunde: ich hätte es bitte gern als Brief + Einschreiben verschickt. Der Kunde ist König und die Sendung kam sehr schnell bei ihm an.
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@ Joan
Das Problem mit dem Auslandsversand ist, dass wir hier in Deutschland die Porto-Preise für Buch bis 500gr und Buch bis 1000gr im Kopf haben. Wenn ein Kauf von diesem Standard abweicht, macht man selbst leicht Fehler oder die kleineren Post-Filialen machen einen Riesen-Akt draus, weil das bei ihnen nicht so oft vorkommt. Wer nicht oft ins Ausland versendet, vergisst womöglich, dass Buchversand preiswerter ist als ein Auslandspaket.Hilfreich ist das Frankierpogramm der Post für den PC, da sieht man schon beim Frankieren, wenn sich etwas geändert hat.
Früher gab es mal eine Zwischenstufe, man konnte ein Buch bis 750gr - glaube ich - für 4,50 ins Ausland versenden. Ich hatte über den Jahreswechsel etwas verkauft, kam in der ersten Januarwoche zur Post - und diese Stufe war zum 1.1. des neuen Jahres klammheimlich gestrichen worden.
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Zitat
Bei uns in der Schweiz kostet so ein grösseres lufttgepolstertes Couvert bestimmt so um Fr. 1.-- (EUR. -.70 ungef.)
Der Preis hängt von der Abnahmemenge ab. Im Hunderterpack kosten Luftpolsterumschläge unter 0,20 und werden für Großabnehmer noch preiswerter. Die Buchverpackungen kosten 0,70 pro Stück im 50er Pack. Wer viel verkauft, kann erheblich günstiger versenden als jemand, der die Versandtaschen einzeln kauft.