Das Weib des Henkers, Heidrun Hurst

  • Produktinformationen zu „Das Weib des Henkers

    Quelle Weltbild Verlag

    Straßburg im Jahr 1350 Stein um Stein wächst mit dem Bau des Münsters das höchste Bauwerk der Welt empor – doch manche Straßburger verfluchen es als Frevel und fragen sich, ob damit der Zorn des Himmels heraufbeschworen wurde. Denn auf der Baustelle häufen sich mysteriöse Unfälle … Vielleicht treibt auch ein Teufel in Menschengestalt sein Unwesen? Die Stadtherren beauftragen den jungen Scharfrichter Martin mit der Suche nach der Wahrheit. Doch obwohl seine Frau Adelheid als Heilerin Tag für Tag ihr Leben riskiert, begegnet man den beiden überall mit eisigem Schweigen. Nur eine Gruppe von Bettelkindern kreuzt immer wieder ihren Weg – wissen sie womöglich mehr über die Geheimnisse, die sich um den Bau der Kathedrale ranken?

    Der dritte Band um die Heilerin Adelheid und ihren Mann, den Scharfrichter Martin


    Meine Meinung zur Autorin und Buch:

    Heidrun Hurst, hat mich schon mit ihren beiden Vorgängern über Adelheid sehr positiv überrascht, obwohl ich kein Krimi Fan eigentlich bin. Deshalb waren diese Romane ein muss für mich, allein schon wegen Straßburg, das ich kenne, und es war schön mit Adelheid durch das mittelalterliche Straßburg zu spazieren. Auch hier ist wie immer ihre Recherche hervorragend, und alles stimmte mal wieder bis aus i-Tüpfelchen. Es wurde an keine Stelle langweilig, nein der Spannungsbogen war von Anfang bis Ende sehr hoch. Sie wusste einem beim Lesen auf die Folter zu spannen, die Geschichte ist wie ein Sog der einem nicht mehr los lässt. Ihr Schreibstil, ist sehr Bildhaft, spannend und sehr flüssig, ihr scheinen nur so die Worte aus der Feder zu fließen. Es war mir eine riesige Freude das Buch zu lesen, und das Leben der Menschen im Jahre 1350 kennen zu lernen.


    Adelheid und Martin muss man einfach ins Herz schließen, sie verströmen beim Lesen so viel Wärme, Verständnis und Herzlichkeit. Es war so interessant den Bau des Münster zu verfolgen, ich konnte das Gewusel auf der Baustelle förmlich vor mir sehen, mit all den Handwerkern. Ja, wären da nicht all diese Mysteriöse Unfälle geschehen , obwohl Martin eher an Morde glaubt, irgend jemand muss einen Hass oder Neid auf die Handwerker haben, oder will er nur den Bau des Münster sabotieren? Jedenfalls wird es spannend, auch wenn im Moment mit ihrem kleinen Kind gestresst ist, sie und Martin taten mir schon Leid, das der kleine sie um ihren verdienten Schlaf bringt. Aber wir kennen doch Adele und ihre Neugier, sie versucht bei den Betroffenen und einigen kranken mehr über das Geschehen heraus zubringen, aber sie stößt auf eine Mauer des Schweigens, und bringt sich selbst dabei in Lebensgefahr. Auch ihr Ziehsohn Levi, scheint etwas zu bedrücken, aber er schleust sich geschickt bei den Bettelkindern ein, er hofft das sie etwas gesehen haben und versucht ihr Vertrauen zu gewinnen. Auch er begibt sich auf gefährliche Pfade, und die Schwester von Martin scheint sich in schlechte Gesellschaft zu begeben und in den falschen Mann sich zu verlieben.

    Es war mal wieder sehr spannend und Aufregend, die ganze Familie scheint einem in Atem zu halten. Es war wunderschön in das Buch einzutauchen, und dabei das Gefühl haben alles Hautnah zu erleben.