Beiträge von Arietta

    Das Buch war wirklich sehr aussergewöhnlich und Interresant, ich durfte zwei neue Menschen kennen lernen, Carl und Franz, von denen ich leider bisher nichts wusste. Ganz gleich wie alt man ist, man lernt nie aus.

    Meine Rezension habe ich hier , auf FB in meinem Bücherblog " Ariettas Bücherwelt veröffentlicht und einigen Buchforen dort, ebenso auf vielen online BUchhandlungen....

    Danke nochmals Titus für dein tolles Buch.................

    Das gefiel mir an Heinrich Ahrndt so gut, seine Gradlinigkeit, das er sich nicht verbiegen lässt, ich befürchte das es ihn noch Kopf und Kragen kosten kann.

    Inhaltsangabe: Quelle Blessing-Verlag

    Die wahre Geschichte des Franz Tausend weitet sich in diesem Roman zu einem Panorama Deutschlands in den 1920er und 1930er Jahren.


    Schneidig, selbstbewusst, charmant – so erobert der aus armen Verhältnissen stammende Franz Tausend 1924 die Welt. Er behauptet, auf geheimnisvolle Art und Weise Gold in großen Mengen herstellen zu können. Ultrarechte Patrioten und namhafte Industrielle wittern die Chance, mit diesem Gold die angestrebte heimliche Wiederaufrüstung finanzieren zu können, und strecken Tausend Geld vor. Als einige Anleger unruhig werden, ob es jemals Gold regnen wird, sorgen einflussreiche Politiker dafür, dass die Polizei einschreitet. Sie soll Franz Tausend aber nicht auf die Finger sehen, sondern ihn im Gegenteil vor den Anschuldigungen einer sich um ihr Geld geprellt sehenden Frau schützen.


    Kommissar Heinrich Ahrndt, der diesen Auftrag erhält, ist zu gewissenhaft, um dieses Spiel dauerhaft mitzuspielen. Er wird nach Berlin strafversetzt, wo er den Pazifisten Carl Ossietzky beschatten soll ... Franz Tausend hingegen versucht sein Glück auf neue Weise, doch seine Wege und die des Kommissars kreuzen sich noch einmal: vor Gericht.


    Meine Meinung zum Autor und Roman

    Ich habe schon einige Romane von Titus Müller gelesen und war immer begeistert von seinen spannenden Geschichten, die auf wahren Tatsachen beruhen. Laut Titel sollte es eigentlich um Franz Tausend gehen, der viele mächtige Männer in unserem Land an der Nase herumführte, in dem er behauptete aus Blei Gold herzustellen. Ich muss gestehen das ich noch nie von dem Mann gehört hatte und das hat mich neugierig gemacht. Auch wenn Franz Tausend wenig Raum einnahm, umso mehr Thomas Mann und der mir leider unbekannte Carl von Ossietzky . Er hat Quasi drei verschiedene Geschichten, mit Authentischen Menschen, die viele Parallelen zueinander aufweisen zu einem spannenden zeitgenössischen Roman verpackt. Alles geschieht in einer Welt im Umbruch, der 1. Weltkrieg


    ist verloren, die Regierung in Deutschland am Boden , Arbeitslosigkeit, Machtgierige Industrielle, heimliche Wiederaufrüstung, und der Aufstieg der Nazis. Er hat alles sehr Bildhaft und mitreißend verpackt , und nimmt seine Leser mit in die Welt, der wilden zwanziger Jahre. Eine sehr facettenreiche Geschichte mit vielen verblüffenden Wendungen.



    Sehr gut gefiel mir Kommissar Heinrich Ahrndt, ein wirklich gradliniger und Gewissenhafter Mensch, mit großem Gerechtigkeitssinn, gerade ihm viel die unangenehme Aufgabe zu, Franz Tausend bei seiner Demonstration, aus Blei Gold herzustellen zu, er sollte ihm auf die Finger schauen. In einem abgelegen Gebäude unter strenger Geheimhaltung, unter den hochrangigen Männern war General a.D. Ludendorff, Alfred Mannesmann, Bankdirektoren, und führende Industrielle. Es war schon unvorstellbar, wie er diese hochgebildete Menschen so an der Nase herumführen konnte. Nur unser lieber Ahrndt ist sehr misstrauisch, aber seine Meinung ist nicht erwünscht, dafür ist die Gier zu groß, und der Staat hat hohe Kriegsschulden. Was tut man mit unbequemen Menschen, man versetzt sie von München, nach Berlin.

    Auch weil er der armen Elisabeth und ihren Kindern helfen wollte, da ihr Mann einen wertlosen Goldgutschein gekauft hatte. Genau das Gegenteil sollte sein, er sollte dafür sorgen das sie Ruhe gibt. Es geht hoch und heiß her, die Presse kommt ins Spiel. Dadurch kreuzen unsere Wege Thomas Mann, der ebenfalls das ganze durchschaut, und Carl von Ossietzky, diese drei Männer haben eines gemeinsam, der Sinn Wahrheit und Gerechtigkeit. Das besonders unserem Carl zum Verhängnis werden wird, er schreibt für die Weltbühne, eine Zeitschrift, die den oberen ein Dorn im Auge ist. In Berlin soll nun unsere Heinrich Carl beschatten, was ihm gegen den Strich geht. Die Geschichte um Carl ist mehr als spannend, es war mir eine Freude ihn kennen zu lernen und auf seinen Wegen zu begleiten. Das sein Leben und wirken so tragisch Endete, war mir ein Wehmutstropfen, warum hat er nicht auf die Warnungen gehört. Aber er war besessen, die Welt vor dem aufkommenden Regime zu retten.

    Zitat von Carl Ossietzky Seite 132:

    „Ludendorff ist ein Mathematiker des Schlachtfelds, ein Grundbuchbeamter des Todes, von dem kein wärmender Strahl ausgeht.“, Carl hat ihn gut wiedergegeben.


    ASIN/ISBN: 3896676172

    Was mir an Carl auch so gut gefiel, das er Geschenke für seine Mithäftlinge kaufte, als er entlassen wurde. Gerade der SPD hatte er es zu verdanken, das er aus dem Gefängnis entlassen wurde. Eine Große Wende hat er während seiner Haft durchgemacht, und will endlich für seine Familie dasein. Aber er kann seine Politische Schreiberei einfach nicht sein lassen, er prangert die Nazis, den Militarismus, und den Kult um den Führer an, die Innenpolitik, lässt ihm keine Ruhe. Schade das er nicht auf Maud hört und mit ihr ins Ausland floh. Es musste so kommen er und viele andere stehen auf der Liste und werden verhaftet.

    Hätte er doch nur einmal auf Maud gehört, wäre er nicht im KZ Sonnenberg gelandet. Was er dort erleiden musste, war unmenschlich, sein trauriges Ende war ihm gewiss, und die SS Männer ergötzen sich daran.

    Anders unser lieber Ahrndt, der reist noch Rechtzeitig die Reißleine, kündigt und geht nach München zurück, zu,Elisabeth und ihren Kindern. Diese Polizeiarbeit konnte Heinrich einfach nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, dazu war er zu Ehrlich und Gradlinig. Der Untergrund und die Liga für Menschenrechte, passen einfach zu seinem Charakter.

    Sehr gut sind die Machenschaften, die Willkür und das Grauen des 3. Reiches dargestellt.

    Auch die Manns, hatten die Zeichen der Zeit erkannt und sind geflohen, ich glaube sonst wäre Thomas Mann, auch im KZ gelandet.

    Hier geht es sehr politisch zu, es wird ganz klar, das Carl Ossietzky ein Bauernopfer ist.

    Man hatte so gehofft das er flieht, und ihn in der Presse als Landesverräter hätte darstellen können. So hätte man von den Waffen und der Aufrüstung ablenken können.

    Das Ausland ist empört über Ossietzky Verurteilung und interpretiert es richtig, sie haben das Spiel durchschaut.

    Der arme Ahrndt, wird auch missbraucht für die perfiden Spielchen, nur hat dieser das ganze durch schaut.

    Dieser Ahrndt wird mir immer sympathischer, ein Mann der für gerechtfertigt kämpft

    Franz ist im Prozess noch glimpflich mit 6 Jahren davon gekommen, Ahrndt wird bewusst, wieviel die Richter über ihn wissen, schon wirklich erschreckend.

    Übrigens das Schreiben von Thomas Mann, hat mir imponiert, er nahm kein Blatt vor den Mund.

    Die Liga für Menschenrechte ist an Ahrndt interessiert, was mich nicht verwundert, er passt hervorragend dahin.

    Ich fand auch das Franz weiß, sich ins Richtige Licht zu setzen, ich bin mir sicher er ist sich bewusst, das er andere betrügt. Er sonnt sich in seinem Erfolg, das schlimme ist immer wieder fallen Intelligente Menschen auf seine Masche rein, außer seiner Herta, mit ihrem gesunden Menschenverstand.

    Ich fand Carl begab sich in sehr große Gefahr, mit seinen Politischen Äußerungen, in der Zeitung Weltbühne für die er schreibt. Seine geliebte Gusti warnt ihn, das er aufpassen soll, das sie ihn nicht umlegen, die SA...

    Seine Ehe ist mehr als unglücklich, Maud tut mir Leid.

    Karl-Hunte taucht in der Roten Burg auf, Heinrich Arndt, mag ihn genauso wenig wie ich, dieser Mann ist einfach Schmierlöffel, der überall seine Finger drin hat, auch bei der NSDAP. Er setzt Heinrich ganz schön unter Druck, Mittdreißiger Spitzelei über Ossietzky. Wenn die wüssten was Arndt alles erfahren hat, als er Carl am Flughafen im Café belauscht hat. Es geht um Flugzeuge und Reichwehrministerium.


    Thomas Mann, quält sich ja ganz schön mit seinen sportlichen Übungen, ich musste grinsen, passte überhaupt nicht zu ihm. Sehr begeistert war er nicht über seinen Friedensnobelpreis, ausgerechnet „ Die Buddenbrooks „, lieber währe ihm „ Der Zauberberg „ gewesen.

    Unser guter Franz, kehrt zurück, mit einer jungen Frau, das lässt ihn übermütig werden beim Auto fahren er begeht Fahrerflucht und schwärmt ihr von seinen vielen Künsten vor mit der er Geld macht. Ein richtiger Hochstapler, der sich weiß in Szene zu setzen, und das Blaue vom Himmel zu lügen, man könnte ihn mit dem Rattenfänger von Hameln vergleichen. Na, wenigstens hat er sein Fett wegbekommen, Herta und die Verhaftung. Aber unser Gauner Franz, weiß sich auch im Gefängnis ins rechte Licht zu setzen.

    Drei Geschichten über Männer hervorragend mit einander verwoben .

    Der Giftgasunfall, ging mir auch sehr nah, seine Kinder zu verlieren, ist schon das schlimmste was einem passieren kann und dann noch dieser Qualvolle Tod. Hätte der Polizeiarzt nicht so geschlampt vielleicht hätte man sie noch retten können.

    Es kommt wirklich Knüppelhart für Ahrndt, der arme Heinrich tat mir schon sehr leid, dascer seine Stelle verliert.

    Wo er sich doch so rührend um Elisabeth und ihre Kinder kümmerte.

    Ich hätte wenigstens gedacht das der Polizeipräsident, seine schützende Hand über ihn halten könnte. Irgendwie traurig das der Chef von der Zeitung nicht dichtgehalten hatte, typisch Presse.

    Dieser Eduard, gefällt mir ganz und gar nicht, ein schmieriger Typ, der heimlich mit Waffen handelt.
    Heinrich muss sein geliebtes München verlassen und Land bei der politischen Polizei in Berlin, ich habe Bauchschmerzen und das Gefühl das er dort nie glücklich wird, aber besser wie Arbeitslos.

    Die Begegnung mit Thomas Mann, war erfreulich, ich glaube er und Heinrich können noch Freunde werden, hier schlagen zwei Herzen in einer Brust. Mal gespannt ob er den anonymen Schreiber, der unter Thomas Mann Artikel veröffentlicht findet. Mann ahnt das es nur sein Sohn sein kann.

    Carl von Ossietzky, und noch einigen Größen begegnen wir, sie schreiben für eine politische Zeitung, der Satz gefiel mir sehr gut Seite 132:

    „Ludendorff ist ein Mathematiker des Schlachtfelds, ein Grundbuchbeamter des Todes, von dem kein wärmender Strahl ausgeht.“, Carl hat ihn gut wiedergegeben.


    Ehrlich gesagt von Carl von Ossietzky, habe ich noch nie gehört, wieder was neues erfahren.

    Mir Schein die Ehe ist nicht glücklich.

    Lieber Titus

    Wie bist du auf Franz Tausend gestoßen ? Ehrlich gesagt ich habe ihn bisher nicht gekannt.

    Habe schon fleißig über diesen Mann gegoogelt. Eine wirkliche Interresante Geschichte. Man lernt nie aus...

    Ihr Lieben, vielen Dank für eure Gedanken. Ich bin begeistert, wie ihr euch auf die Geschichte einlasst und wie offen ihr für die doch so verschiedenen Figuren seid. Auch eure Prognosen lese ich mit Spannung! :bluemchen


    Was mich verblüfft: Keiner hat sich beschwert, dass die erste Szene mit Thomas Mann schwer zu lesen sei. Das war meine größte Sorge, und bis zuletzt habe ich mit meinem Lektor überlegt, ob wir lieber mit dem Goldmacher beginnen sollten. Es passiert ja nicht viel bei Thomas Mann in diesem Abschnitt, das meiste spielt sich in seinem Kopf ab. Also ein eher ruhiger Beginn für den Roman. Hat euch das gar nicht gestört?

    Ich fand den Abschnitt mit Thomas Mann, sehr gut, ich dachte schon er hätte es selbst geschrieben. So Authentisch hörte es sich an. Ich habe einige seiner Bücher gelesen, wenn auch oft schwere Kost, aber sehr gut.

    Sehr gut gefiel mir der Einstieg mit Thomas Mann, das Stück könnte er geschrieben haben.

    Schon ein Unding die Romane die er lesen sollte, für die Preisverleihung einfach nicht gelesen hatte, und dem Reporter einfach das Blaue vom, Himmel vorlog.

    Das Gerhard Hauptmann, als Figur für seinen Roman der Zauberberg diente, als Peeperkorn herhalten musste. Wusste ich nicht, kein Wunder er war ein Egoist und Nazi, seine Frau war nicht besser. Kein Wunder, das Mann ihn in seinem Roman verarbeitet. Katia, seine Frau, trifft den Nagel auf den Kopf, mit der Anspielung Hochstapler.

    Der Kommissar Heinrich Arndt, tut mir jetzt schon Leid, ein Mann der zwischen zwei Stühlen sitzt. Ich komme nicht darüber hinweg, wie solche Gebildete Männer , Politker, Geschäftsleute, auf diesen Franz Tausend hereinfallen, aber die Gier nach Macht und Reichtum macht blind.

    Aus 3 kg Rohmaterial, 2 kg Gold herstellen zu können. Im Monat sogar 100 kg, sie müssen doch gewusst haben, das es so etwas nicht gibt.

    Ludendorff, ist ein fieser und eiskalter Mensch, ich mag ihn jetzt schon nicht. Er liefert jeden ans Messer wenn es drauf ankommt.

    Elisabeth Lobil, steht ja schon auf seiner Liste.

    Ein wundervoller Roman, spannend und bisher sehr authentisch erzählt.


    Fazit: Der einzige der das ganze undurchsichtig vorkommt und misstrauisch ist, unser guter Kommissar, aber wie gesagt er sitzt zwischen 2 Stühlen, einerseits ist er seinem Gerechtigkeitssinn verpflichtet, aber auch dem Druck durch seinen Chef und der Politik.
    PS, ich werde Den Zauberberg, nochmals intensiv lesen, ich mag die Bücher von Thomas Mann, und frage mich was für Parallelen, ihn mit dieser Geschichte verbinden. Vielleicht, die Geschichte vom Hochstapler, Felix Krull, den hat er meines Wissens früher geschrieben.

    Inhaltsangabe: Quelle Kindler-Verlag

    Juist, 1925: Tatkräftig und voller Ideale gründet eine Gruppe von Lehrern am äußersten Rand der Weimarer Republik ein ganz besonderes Internat. Mit eigenen Gärten, Seewasseraquarien und Theaterhalle. Es ist eine eingeschworene Gemeinschaft: die jüdische Lehrerin Anni Reiner, der Musikpädagoge Eduard Zuckmayer, der zehnjährige Maximilian, der sich mit dem Gruppenzwang manchmal schwer tut, sowie die resolute Insulanerin Kea, die in der Küche das Sagen hat. Doch das Klima an der Küste ist hart in jeder Hinsicht, und schon bald nehmen die Spannungen zu zwischen den Lehrkräften und mit den Insulanern, bei denen die Schule als Hort für Juden und Kommunisten verschrien ist. Im katastrophalen Eiswinter von 1929 ist die Insel wochenlang von der Außenwelt abgeschlossen. Man rückt ein wenig näher zusammen. Aber kann es Hoffnung geben, wenn der Rest der Welt auf den Abgrund zusteuert?


    Meine Meinung zur Autorin und Buch:

    Ich bin mehr als begeistert, über diesen großartigen schon fast Autobiografischen Roman, Sandra Lüpkes ist damit ein wirklich großes Werk gelungen. Sie lässt einem eintauchen in die Weimarer Republik, und dem Leben auf der Insel Juist. Die Gründung einer der ersten reformpädagogischen Schule arrangierter Lehrer, die auf Juist angesiedelt wurde. Man fieberte beim Lesen mit diesen Lehrpersonen und Schülern einfach mit. Ich fand diese Idee gut, hier ging man auf die Schüler ein, förderte ihre Stärken und ging auf ihre schwächen ein. Ich wäre gerne dort zur Schule gegangen, hier wurde keiner bevorzugt. Man spürte, mit welcher Leidenschaft und Herzblut, Sandra Lüpkes, diese Geschichte geschrieben und recherchiert hat. Den sie ist auf Juist geboren und hat dort viele Jahre gelebt, und lernt mit ihr die Insel kennen. Ihr Schreibstil ist sehr flüssig, spannend und Bildhaft. Es war mir ein vergnügen mit Lehrern und Schüler über die Insel zu streifen und sie auf ihren Wegen zu begleiten. Sogar Eduard Zuckmayer, gibt seine Karriere auf, um die Schüler musikalisch zu bilden. Es war wirklich kein leichter Weg diese Schule zu gründen,den Neid, Missgunst einiger Juister Bürger bekommt man zu spüren. Die Welt ist im Umbruch, und auch das Nazi Regime hält dort langsam Einzug. Ihre einzelnen Figuren und deren Charaktere sind hervorragend herausgearbeitet, man konnte tief in ihre Seelen blicken, sich mit ihnen freuen und weinen.


    Ich mochte Anni Reiner, vom ersten Augenblick an, von dieser Frau ging soviel Wärme und Mütterlichkeit aus, nicht die gestrenge Lehrerin, nein sie war ihren Schülern die dort im Internat lebten eine Mutter. Es war schon ein Abenteuerliches Unternehmen, auf Juist solch ein Internat aufzubauen, ich habe die Lehrer dafür bewundert, was für holprige und steinige Wege sie gehen mussten. Nicht alle Inselbewohner sind begeistert, sie bekommen viel Misstrauen und Skeptik zu spüren. Alleine da schon Anni eine Jüdin aus reichem Elternhaus ist, passt vielen nicht, besonders Gustav und seiner Frau Therese, was sie alles anstellen, um der Schule Steine in den Weg zu legen, war schon hart und abscheulich. Anni hat viel Geld in diese Schule gesteckt, aber auch genauso viel Herzblut wie ihr Mann Paul, Eduard, Lu, und viele andere Lehrer. Die Köchin Kea, findet dort ein neue Heimat, sowie ihr Patenkind Marje, die beiden spielen eine große Rolle im Roman, genauso wie Moskito, ein wirklich liebenswerter Junge den man einfach ins Herz schließen musste. Ein wenig bedauert habe ich die Schüler schon, das sie bei Wind und Wetter morgens in der Nordsee baden mussten. Aber dafür wurden sie sonst durch tolle Lehrer entschädigt, hier wurde keiner von ihnen bevorzugt, im Gegenteil man förderte ihre Stärken, alle Schüler waren gleich, egal welcher Nation oder Religion sie angehörten. Es hat große Freude bereitet den Schulalltag, von damals kennen zu lernen, mit allen Höhen und tiefen, den Kampf ums überleben der Schule. Die Schüler, ob Moskito, Georg, Volkmar , Marje und die anderen zu begleiten, ob beim Lernen oder auch ihren Streichen. Der eisige Winter, wo Juist , von der Außenwelt abgeschnitten ist, das war schon hart und unvorstellbar , was Moskito und Volkmar wagten, lies einem den Atem anhalten. Gustav, ist ein Wermutstropfen, in der ganzen Geschichte , soviel Verrat wie er begeht, aber auch von Lu, war ich am Ende Menschlich enttäuscht, ein Mann mit zwei Gesichtern. Es wird noch so manches Geheimnis aufgedeckt, am Ende der Geschichte und lässt einem überrascht zurück. Das die Schule, durch Gustav und einige Konsorten , als Juden und Kommunisten Hort verschrien war, tat schon weh, und droht die Gemeinschaft und Schule dort zu zerstören, einer Welt am Abgrund.


    Edit: Riesencover entfernt und stattdessen die Amazonverlinkung eingestellt. LG Wolke


    ASIN/ISBN: 3463407221

    Ein wundervoller Roman mit viel Tiefgang...

    eEines meiner Lieblingsbücher

    Heute in Trier gekauft...


    Ein elegantes Hotel an der Ostsee, ein verruchtes Varieté in Berlin, eine starke Frau, die ihren Weg geht, und ein Geheimnis, das alles in Gefahr bringt.

    Rügen, 1924. Weiß und prächtig steht es an der Uferpromenade von Binz: das imposante Grand Hotel der Familie von Plesow. Vieles hat sich hier abgespielt, und es war nicht immer einfach, trotzdem blickt Bernadette voller Stolz auf ihr erstes Haus am Platz. Hier hat sie ihre Kinder großgezogen: den ruhigen Alexander, der einmal der Erbe des Grand Hotels sein wird; Josephine, die rebellische Künstlerin, die ihren Weg noch sucht; und den umtriebigen Constantin, der bereits sein eigenes Hotel, das Astor, in Berlin führt. Alles scheint in bester Ordnung. Natürlich gibt es hier und da Streitigkeiten mit ihrer Tochter, und irgendetwas stimmt auch nicht mit dem sonst so fröhlichen Zimmermädchen Marie –, aber all das ist nichts gegen das, was der unangekündigte Besuch eines Mannes auslösen könnte, der Bernadette damit droht, ihr dunkelstes Geheimnis aufzudecken …

    Der erste Band einer opulenten Familiensaga.

    »Spannende Familien-Saga!«