Velvet Falls, but the Gods forgot to die - Julia Dippel

  • Inhalt:

    Als die Sterne fielen, kehrte die Magie in unsere Welt zurück und mit ihr neue Götter. Seit diesem Tag träumte Velvet von der Aufnahme in einen Hexenzirkel, aber Schicksal und Verrat zwangen ihr einen anderen Weg auf: den einer Dämonenreiterin. Doch dämonische Kräfte sind unberechenbar, und als sie Velvet eines Tages mit Visionen einer brennenden Zukunft fluten, entdeckt sie, dass ein magisches Virus die unsterblichen Götter auszulöschen droht. Um es aufzuhalten, soll sie das Blut der sieben göttlichen Söhne beschaffen. Ein schier unmögliches Unterfangen – würde Velvet nicht zufällig einen der Göttersöhne kennen: Kash, alias Kashmere Sinclair, alias ihr Ex und der Grund für all ihre zerstörten Träume. Ihn um Hilfe zu bitten, reißt nicht nur alte Wunden auf, sondern stürzt Velvet in einen erbitterten Kampf um ihr Herz und die Rettung der Welt.


    Rezension:

    Velvet Devereaux ist eine Dämonenreiterin und arbeitet am liebsten allein.

    Doch als sie eine immer wiederkehrende Visionen bekommt, die den Tod der eigentlich unsterblichen Götter zeigt, soll sie ein Gegenmittel finden und braucht dafür ausgerechnet die Hilfe von Kashmere Sinclaire.

    Seines Zeichens Göttersohn, Unterweltboss und Velvets Ex-Freund.
    Wird es den beiden gelingen, das Gegenmittel herzustellen, bevor sie sich die Köpfe einschlagen, oder feststellen, dass da noch immer etwas zwischen ihnen ist?


    "Velvet Falls, but the Gods forgot to die" von Julia Dippel ist der erste Band einer Dilogie, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der vierundzwanzig Jahre alten Velvet Devereaux, sowie des Göttersohns Kashmere Sinclaire erzählt wird.


    Seit die sieben Göttersöhne in der Nacht der fallenden Sterne die Urgöttin aus ihrer Gefangenschaft befreit haben, gibt es durch die wiederhergestellte Balance wieder Magie in der Welt.
    Früher wollte Velvet unbedingt ein Studium an der Arkanen Akademie absolvieren, um eine Hexe mit Masterabschluss zu werden, doch eine einzige Nacht sorgte dafür, dass alle ihre Träume starben.
    Sie wurde vor fünf Jahren zu einer Dämonenreiterin, offiziell eine Level-8-Dämonenreiterin, doch der Dämon in ihr, den sie in einem mentalen Duell besiegen musste, ist viel stärker. Es kostet sie viel Energie, wenn sie ihre Kräfte einsetzt, um andere Dämonen aufzuspüren und zu beseitigen. Der Hunger ist ihr stetiger Begleiter. Sie kann diesen mit Essen stillen, aber es ist ein Hunger nach Lebenskraft, der sich am besten durch Mord oder Sex bekämpfen lässt.


    Velvet ist scharfzüngig, sarkastisch und das, was sie durchmachen musste, hat sie hart gemacht. Sie ist eine toughe Frau, die gegen Dämonen kämpfen kann und sich immer wieder behaupten muss.
    Kash ist ein skrupelloser und mysteriöser Unternehmer, der Probleme seiner Klienten verschwiegen aus dem Weg schafft.
    Ich mochte die beiden sehr gerne! Sie haben eine gemeinsame Vergangenheit und dank einiger Rückblenden in die Vergangenheit durften wir besonders ihre Kennlernzeit ein wenig begleiten, über die sie es jedoch nie herausgeschafft haben. Warum die beiden sich getrennt haben, erfahren wir nach und nach und man merkt schnell, dass hinter dieser einen Nacht vor fünf Jahren mehr steckt, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.


    Nun braucht Vel Kashs Hilfe, um buchstäblich die Welt zu retten. Ihre Visionen, die sie ihrem Level-12-Dämon zu verdanken hat, zeigen ihr das Ende der Welt und den Tod der neuen Götter, die eigentlich nicht sterben können.
    Man merkt, dass da viel Unausgesprochenes zwischen den beiden ist, aber sie arbeiten auch gut zusammen und da ist auch diese unwiderstehliche Spannung zwischen ihnen.
    Ich fand es sehr spannend zu verfolgen, wie die beiden sich nun neu kennenlernen und miteinander arrangieren mussten.


    Endlich wieder eine Urban-Fantasy von Julia Dippel, auch wenn mir ihre vorherigen Bücher alle richtig gut gefallen haben!
    Ich mochte es, dass man mit Vel und Kash um die Welt reist, um ihre Aufgabe zu erfüllen.
    Ich mochte auch die Entwicklung der Handlung total gerne, weil hier schon einige Fäden zusammengelaufen sind und das Ende mich fast schon sprachlos zurückgelassen hat!
    Natürlich dürfen auch liebenswerte Nebencharaktere bei Julia Dippel nicht fehlen! Hier mochte ich Velvets Lehrling-wider-Willen Eddie richtig gerne, oder Kashs besten Freund Cole, oder auch die sprechende Dämonenzehe Monty, die Kash in einem Marmeladenglas hält und die ein großer Fan von Velvet ist.
    Ich persönlich hätte gerne noch mehr Erklärungen zur Welt bekommen, besonders da die Magie noch nicht lange wieder da ist und ich auch die neuen Götter wie Miss Link, Mr Billion oder Glamour und Gleam ganz spannend fand.
    Aber ansonsten hat es mir richtig gut gefallen und nach diesem fiesen Ende würde ich gerne direkt weiterlesen!


    Fazit:
    "Velvet Falls, but the Gods forgot to die" von Julia Dippel ist ein sehr spannender Auftakt ihrer neuen Dilogie!
    Ich mochte die schlagfertige Velvet und den undurchsichtigen Kashmere richtig gerne, besonders, weil die beiden eine gemeinsame Vergangenheit hatten!
    Die Handlung konnte mich richtig mitreißen, auch weil es hier einige spannende Wendungen gab!
    Über die Welt hätte ich gerne noch ein wenig mehr erfahren, aber auch so hat es mir echt gut gefallen, sodass ich starke vier Kleeblätter vergebe!
    Nach dem fiesen Ende würde ich am liebsten direkt weiterlesen!

    ASIN/ISBN: 3522900006

  • Vor einigen Jahren fielen die Sterne vom Himmel, Magie kam in die Welt und neue Götter. Dämonen nutzen Risse zwischen den Welten, und müssen bekämpft werden. Die Gilde der Dämonenreiter entstand, Menschen die von Dämonen besessen wurden, können, wenn sie diese bezwingen, deren Fähigkeiten nutzen. Velvet Rose Devereaux ist eine von ihnen. Eine der Fähigkeiten, die sie von ihrem Dämon erhielt, sind Visionen, die sie vor Gefahr warnen. Doch seit neuestem nehmen diese Visionen überhand und zeigen immer dasselbe, offenbar handelt es sich um den Tod der Götter. Um diese Zukunft zu verhindern, muss Velvet Kontakt mit ihrem Ex Kashmere Sinclaire aufnehmen. Kashmere ist nicht irgendwer, denn er ist einer von sieben Göttersöhnen. Leider war die Trennung vor fünf Jahren für beide traumatisch, und so ist eine Zusammenarbeit nicht einfach.


    Schon der Start in den Roman ist heftig, Velvet ist eine toughe Protagonistin, die sie zu wehren weiß, aber auch Emotionen kennt. Bis Seite 139 steht sie im Fokus und erzählt die Geschichte aus ihrer Ich-Perspektive. Danach kommt eine zweite Ich-Perspektive dazu, die Kashmeres, Velvets überwiegt aber weiterhin.


    Beide Protagonist.innen haben ihre Geheimnisse, und sind nicht einfach im Umgang mit anderen, wobei Kashmere der Smartere ist. Was genau zwischen ihnen in der Vergangenheit passiert ist, erfährt man nach und nach in Rückblenden, das wahre Ausmaß wird aber erst gegen Ende klar. Überhaupt gibt es einige Fragen, die lange offen bleiben, und einen als Leser:in ins Grübeln bringen. Ich kann aber hier schon sagen, dass man nicht mit allen Fragezeichen in den nächsten Band gehen wird, es handelt sich hier um eine Dilogie. Dennoch gibt es, natürlich, am Ende Cliffhanger, die erst im zweiten Band aufgelöst werden.


    Mir persönlich ging vor allem Velvet manchmal auf die Nerven, statt zu reden oder zuzuhören, geht sie lieber in unklare Situationen oder macht unüberlegte Dinge. Wie so oft, könnte ein klärendes Gespräch wirklich helfen, aber dann wäre der Roman vielleicht auch nur halb so lang. Kashmere dagegen mochte ich, auch wenn auch er nicht immer richtig handelt. Dennoch scheint er mir mehr kopf- als bauchgesteuert zu sein, im Gegenteil zu Velvet.


    Mehr als die beiden mochte ich jedoch andere Charaktere. Da ist zum Beispiel Eddie, der Velvet von der Gilde als Lehrling regelrecht aufgezwungen wird, sich dann aber doch als nicht nur störend und vor allem sehr sympathisch entpuppt. Auch Kashmere hat einen Sidekick, in seinem Fall zwar eher dämonischer Art, man muss ihn aber auf seine Art trotzdem gernhaben, zudem bringt er Humor ins Spiel. Interessant fand ich die anderen sechs Göttersöhne, die alle sehr unterschiedlich sind, ich hätte mir über sie mehr Hintergrundinformationen gewünscht, und hoffe, sie bekommen im zweiten Band auch noch eine Rolle.


    Die Antagonisten sind im Grunde durchweg böse, ihre Motivation habe ich noch nicht wirklich durchschauen können. Es gibt weitere Charaktere, die man noch nicht gänzlich einordnen kann.


    Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist unsere, aber eben nach dem oben erwähnten Fall der Sterne und den Folgen daraus. Der Roman spielt größtenteils in den USA, es gibt nur wenige kurze Ausflüge in andere Länder, diese lernt man dadurch nicht näher kennen. Im Anhang gibt es ein paar Erklärungen zur Welt, für mich waren diese nicht nötig, um die Geschichte verstehen zu können.


    Natürlich gibt es auch hier einige unerwartete Wendungen, die man nicht alle vorhersehen konnte. Wer nicht so gerne spicy Szenen liest, davon gibt es mehrere im Roman, kann sie gut überspringen, denn sie sind extra gekennzeichnet. Ich finde aber, dass einem dann auch ein Teil Hintergrundwissen fehlt.


    Ich persönlich finde den Roman sehr spannend, er hat mich gut unterhalten, so dass ich mich schon auf die Fortsetzung freue. Man muss sich ein bisschen auf die Geschichte einlassen, die man erst nach und nach durchschaut, und man sollte sich auf Blut, Gewalt und Spice einstellen. Für mich war es der erste Roman von Julia Dippel, hat mich aber neugierig auf ihre anderen Werke gemacht.