Beiträge von PMelittaM

    Nach den Vorfällen im Vorgängerband ist Fabian Risk noch freigestellt, aber nicht nur seine Familienprobleme beschäftigen ihn, sondern auch die Verdächtigungen gegen einen Kollegen.


    Seine Kollegen sind derweil mit mehreren Todesfällen beschäftigt, u. a. wurde ein syrischer Junge bestialisch getötet. In Dänemark ist Dunja Hougaard untergetaucht, und dann ist da noch der Mörder, der Opfer, Ort und Todesart auswürfelt.


    Ich habe es schon in meiner Rezension zu Band 3 vorhergesehen, die Romane der Reihe verquicken sich immer mehr, und man sollte, um den Überblick zu behalten, die Vorgängerbände kennen. Stefan Ahnhems Romane sind komplex, mit mehreren Handlungssträngen, und wer die bisherigen Geschehnisse nicht kennt, dürfte Probleme haben, alles zu verstehen. Mit diesem Band setzt er dem Ganzen im übrigen noch die Krone auf, denn am Ende bleibt einiges offen und wird sicher im nächsten Band fortgesetzt. Mir gefällt das übrigens gut, warum sollten Thriller-Reihen nicht auch als Mehrteiler funktionieren können. Manch einem, der am Ende eines solchen Romans Auflösungen erwartet, könnte sich davon aber vor den Kopf gestoßen fühlen.


    Ich mochte die Reihe von Anfang an, und so war ich schnell wieder im Geschehen, auch wenn einige Zeit seit dem letzten Band vergangen ist. Wer den aber gerne gelesen hat, erhält hier ausreichend Andeutungen, um sich wieder zu erinnern.


    Ich bin nur so durch den Roman geflogen, er ist spannend, gesellschaftskritisch (u. a. bzgl. Rechtsextremismus und dem Umgang mit Psychiatriepatienten) und nimmt den Leser emotional mit. Das liegt u. a. an den verschiedenen Perspektiven, man begleitet nicht nur die Ermittler, inkl. Privatleben, sondern auch Täter und mögliche Opfer. Mir scheint es fast, als hätte der Autor, ähnlich wie Stieg Larsson in seiner Millenium-Reihe, bereits einen großen Handlungsbogen konzipiert, und ich bin gespannt, ob die Reihe dann irgendwann ihr natürliches Ende erreicht.


    Ich bin wieder begeistert, so langsam wird das eine Lieblingsreihe von mir. Gerade, dass nicht alles in einem Band aufgelöst wird, gefällt mir gut, ich bin schon sehr gespannt darauf, wie es weitergehen wird. Von mir gibt es daher volle Punktzahl. Wer die Reihe noch nicht kennt, sollte sie lieber von Anfang an lesen, dieser Roman würde ihn sonst nur frustrieren. Wer die Reihe bis hierher gelesen hat, wird eine interessante Fortsetzung finden, noch mehr Komplexität und ein offenes Ende, das man natürlich mögen muss.

    So, endlich habe ich den Roman nun auch geschafft. Ich muss leider sagen, dass er mich nicht so begeistern konnte wie die Vorgänger, ich hatte zu oft ein Deja-vu-Gefühl und habe mich sogar teilweise gelangweilt. Manchmal hatte ich auch das Gefühl, es läge daran, dass Robin und Marian nicht mehr ganz so viel am historischen Geschehen teilhatten, nicht mehr mitten drin standen.


    Dass Robins Enkelin einen D'Artagnan geheiratet hat, hat mir gefallen.


    Das Ende war natürlich sehr traurig, vor allem Marian tat mir sehr leid. Warum hast du, Mac, gerade dieses Ende für sie gewählt?


    Einen Roman von dir habe ich noch ungelesen auf dem Reader, den "Piraten", mal sehen, wann ich dazu komme, ihn zu lesen.


    Auch wenn ich manchmal Kritik geübt habe, bin ich froh, die fünf Romane gelesen zu haben - danke, dass ich bei den LR dabei sein konnte.

    Auf Bryher, eine der Scilly-Inseln verschwindet ein junges Mädchen und wird später tot aufgefunden. Detective Inspector Ben Kitto, der von der Insel stammt und sich nach dem Verlust seiner Partnerin dort eine Auszeit gönnt, bietet seine Hilfe an und bekommt den Fall übertragen. Leicht sind die Ermittlungen nicht, denn obwohl es einer der Bewohner der Insel gewesen sein muss, und manch einer ein Motiv hatte, kennt Ben doch alle gut und kann sich die wenigsten als Täter vorstellen.


    Der Roman lockte mich bereits mit seinem schönen Cover, doch ich war mir lange nicht sicher, ob ich ihn überhaupt lesen möchte. Wie froh bin ich, dass ich mich dafür entschieden habe, denn ich fühlte mich von Anfang an wohl mit ihm, war sofort in der Geschichte und las sie innerhalb kurzer Zeit.


    Nicht nur die Scilly-Inseln und vor allem Bryher, die tatsächlich nicht fiktiv ist, wie ich zunächst dachte, sondern tatsächlich existiert, haben es mir angetan. Ich liebe kleine Inseln und habe direkt Lust bekommen, selbst einmal die Scillys zu besuchen. Auch die Charaktere sind der Autorin gut gelungen, sie sind alle besondere Typen, die man sich gut vorstellen kann, und Ben Kitto war mir sofort sympathisch. Wie schön, dass dies nicht der letzte Roman mit ihm gewesen sein wird, und wohl auch die Scillys weiter eine Rolle spielen werden.


    Mir hat der Schreibstil gut gefallen, der mich sofort gepackt hat, und der mir die Insel(n) und ihre Bewohner gut vor Augen geführt hat. Dass die Autorin Ben selbst in Ich-Form erzählen lässt, passt sehr gut. Mehrere kursiv gehaltene Szenen erzählen, was Ben nicht selbst erlebt, z. B. die Tat selbst und einen weiteren Erzählstrang, der sich vor allem mit einer der Bewohnerinnen befasst, die als Außenseiterin lebt. Viel Action darf man hier allerdings nicht erwarten, auch die Spannung hält sich in Grenzen und lebt vor allem davon, den Täter zu entlarven. Mir fehlte trotzdem nichts und ich habe mich auf keiner Seite gelangweilt. Das einzige, was ich zu kritisieren hätte, ist, dass den Äußerungen Shadows, des Hundes, den Ben mitgebracht hat, so gut wie keine Bedeutung beiwohnt, und dass manches ein bisschen zu oft wiederholt wird. Beides hat mich aber nicht so sehr gestört, dass es meine Bewertung negativ beeinflusst hat.


    Auch die Geschichte an sich ist interessant und bietet gute Möglichkeiten, mitzuraten. Nach und nach lernt der Leser viele der Inselbewohner kennen, Bryher hat weniger als hundert Einwohner, man hat schnell das Gefühl, alle zu kennen. Nach und nach stellen sich auch mehr und mehr Motive heraus, und so muss Ben, und mit ihm der Leser, hin und wieder seine Theorien umwerfen. Am Ende wird man überrascht, dennoch ist die Auflösung nachvollziehbar und in meinen Augen gelungen.


    Ich mag es, neben einer unterhaltsamen Lektüre auch Neues zu lernen, hier habe ich die Scilly-Inseln kennengelernt, die mir vorher kein Begriff waren, und mich direkt ein bisschen weiter über sie informiert – auch in diesem Punkt gibt es also einen „Daumen hoch“. Sehr nützlich finde ich auch die Karte vorne im Buch.


    Was soll ich sagen, ich bin begeistert von dem Roman, der nicht nur Krimi ist, sondern mir auch Land und Leute nahe bringt und mich sehr gut unterhalten hat. Ich freue mich auf weitere Bände und vergebe sehr gerne volle Punktzahl und eine Leseempfehlung.

    Miles Singer arbeitet als Arzt in einem Veteranenhospital. Dass er über magische Fähigkeiten verfügt, muss er verstecken, setzt sie aber so gut es geht für die Kranken ein. Ein Notfall zu dem er gerufen wird, setzt etwas in Gang, das Miles mit seiner Vergangenheit konfrontiert und Entscheidungen von ihm verlangt, die sein Leben zu ändern drohen.


    Der Debütroman der Autorin punktet mit seiner originellen Story und seinen gelungenen Charakteren. Ich kam sehr schnell an in dieser Welt, in der die meisten Menschen Fahrradfahren, statt Strom Aether fließt und es offenbar viele Kriege gibt, und die unserer eigenen vor ca. 100 Jahren ähnlich ist. Alles wurde bisher noch nicht aufgedeckt, doch das ist auch gar nicht nötig, um die Geschichte zu verstehen, die sowieso ein erster Band ist. Man kann also damit rechnen, die Welt in den Folgebänden weiter erforschen zu können.


    Miles Singer ist mir sofort sympathisch, er hat das Herz auf dem rechten Fleck, und auch wenn man nach und nach sein Geheimnis erfährt, ändert das nichts daran. Die Autorin lässt ihn selbst in Ich-Form erzählen, was hier sehr passend ist, denn das Geschehen trifft ihn direkt, und man kann sein Handeln und Denken gut nachempfinden. Ein weiterer wichtiger Charakter ist Tristan Hunter, auch er geheimnisvoll, auch er mir schnell sympathisch, anders als Miles ist Tristan aber ein eher ambivalenter Charakter, über dessen Hintergründe noch nicht alle Fragen beantwortet sind. Auch andere Charaktere sind der Autorin gut gelungen, und sogar die Liebesgeschichte, die sehr dezent ausfällt, gefällt mir sehr gut.


    Erzählt wird eingängig und spannend, der Leser erhält ausreichend Raum, sich selbst Gedanken zu machen, einige überraschende Wendungen stellen diese zwar womöglich auf den Kopf, liefern aber auch neue Erkenntnisse. Das Ende des Romans bietet einen guten Abschluss des Geschehens, es bleibt aber genug Raum für eine Fortsetzung, die auch bereits angekündigt ist. Ich freue mich darauf.


    Der Autorin ist ein origineller phantastischer Roman mit interessanten Charakteren gelungen, der neugierig darauf macht, die erdachte Welt in den folgenden Bänden weiter zu erforschen. Von mir gibt es verdiente volle Punktzahl und eine Leseempfehlung für alle, die offen sind für phantastische Romane.

    Ich freute mich zunächst, wieder ins Heilige Land zu fahren, überzeugen konnte mich der Abschnitt dann leider nicht wirklich. Wie schon früher in diesem Roman hatte ich ein Deja-vu-Gefühl, andererseits fehlt es mir am emotionalen Beteiligtsein. Einzig der Besuch bei Isabella ließ mich etwas aufhorchen ...

    Seit ihrem 16. Geburtstag kann Livia plötzlich mit Pflanzen kommunizieren – oder bildet sie sich das bloß ein? Dann lernt die Diplomatentochter, die gerade nach Paris gezogen ist, den geheimnisvollen Maél kennen und scheint plötzlich mitten in der griechischen Mythologie gelandet.


    Mythologie jeglicher Art interessiert mich bereits seit meiner Kindheit, und ich war sehr gespannt, Wesen der griechischen in einem Roman, der in der heutigen Zeit spielt, zu treffen. Maél lernte ich bereits im Prequel „Träume & Hoffnung“ kennen, er schien ein interessanter Charakter, ich freute mich darauf, ihn wiederzutreffen.


    Zunächst trifft der Leser aber Livia, die Protagonistin, und kann sich gleich ein Bild davon machen, wie sie mit Pflanzen kommuniziert. Dieses „Talent“, das sie zunächst nicht als ein solches akzeptiert, soll ihr im späteren Verlauf noch weiterhelfen, insgesamt kommt es aber ein bisschen zu kurz. So ganz warm wurde ich leider nicht mit Livia, sie ist mir zu übertrieben „weiblicher Teenie“, wird aber sicher für manches Teenagermädchen Identifikationsmöglichkeiten bieten. Leider scheint sie auch nicht sehr empathisch zu sein, gerade Maél gegenüber, und handelt daher öfter mehr oder weniger ungeschickt, weil sie einfach nicht nachdenkt bzw. sein Handeln nicht versteht (das kann der Leser besser …), und leider auch hin und wieder unlogisch. Sie ist mir insgesamt zu zickig, nervte mich oft und kapierte wenig. Interessant ist natürlich ihr mythologischer Hintergrund, über den man hoffentlich im zweiten Teil der Dilogie noch mehr erfährt.


    Maél dagegen mochte ich gleich. Sicher, er ist ein eher düsterer Charakter, was sich aber aus seinem mythologischen Hintergrund ergibt. Das macht ihn aber auch interessant, und, obwohl sein Handeln auch nicht immer das beste ist, sympathisch. Das einzige, was ich nicht so ganz nachvollziehen kann, sind seine Gefühle für Livia, aber die braucht es wahrscheinlich einfach in einem Jugendroman …


    Weitere Charaktere haben mir gut gefallen, vor allem jene aus der griechischen Mythologie, mir hat gefallen, wie die Autorin sie an die heutige Zeit angepasst hat. Aber auch z. B. Livias Freundinnen mochte ich recht gern. Schade, dass ausgerechnet Livia, die Protagonistin und Ich-Erzählerin mir wenig nahe kam.


    544 Seiten sind sehr viel, und leider für diese Geschichte zu viel. Mir hat der Humor gefallen, der immer wieder aufblitzt, aber es gibt einfach viel zu viele Seiten, die so langatmig sind, dass ich mich wirklich langweilte, und auch den Roman zwischendurch aus der Hand legten musste. Es gibt aber auch immer wieder Szenen, die spannend sind, lustig, ans Herz gehen, so dass ich zwischendurch auch Freude am Lesen hatte, vor allem eben immer dann, wenn mythologische Wesen beteiligt waren. Ich weiß noch nicht, ob ich Band 2 lesen möchte, aber hier wird wahrscheinlich meine Neugierde siegen.


    Auch wenn der Roman so seine Momente hat, und ich vor allem Maél sehr interessant finde, bleibt doch auch ein ungutes Gefühl von Langatmigkeit und Langeweile zurück. Mehr als 6 Punkte kann ich daher nicht vergeben. Wer sich für griechische Mythologie interessiert, kann einen Blick riskieren.

    Mir tut das immer richtig weh, wenn Vater und Sohn so ein Verhältnis miteinander haben. Heinrichs Leben ist wirklich tragisch, dabei scheint er schon ein Netter zu sein, vor allem mit dem Herz am rechten Fleck. Was wohl gewesen wäre, hätte Isabella sich für ihn entschieden. Für sie war es leider auch die falsche Entscheidung. Gab es die Gefühle zwischen Heinrich und Isabella wirklich?


    Der französische Überfall war auch nicht ohne.


    Ich fands gut, die englische Geschichte ein bisschen zu verlassen ...

    Ich habe mir eine kleine Auszeit gegönnt, und bin nun wieder zufriedener an Bord. Unglaublich, dass Henry noch einmal auf Peter de Roche hereinfällt, überhaupt, dass er so unkritisch ist. Nun, am Ende des Abschnitts hat sich das ja endlich wieder erledigt, nur schade, dass Richard Marshall sterben musste (wie es die Historie halt so vorgibt).


    Die Befreiung de Burghs war nett zu lesen, er hatte ja schon gut vorgearbeitet.


    Als nächstes muss Robin dann nach Deutschland (er bekommt echt keine Ruhe), bin gespannt und freue mich wieder andere Charaktere und Örtlichkeiten kennen zu lernen.

    Das Verschwinden der Journalistin Stephanie Mailer führt dazu, dass die Ermittlungen in einem 20 Jahre alten Vierfachmord neu aufgerollt werden. Nach und nach zeigt sich, dass die damaligen Ermittler nicht alle Fakten kannten, doch heißt das auch, dass der überführte Täter gar nichts mit den Morden zu tun hat? Jesse Rosenberg und Derek Scott hatten 1994 ihren ersten großen Fall, und stellen 2014 ihre damaligen Ermittlungen in Frage.


    Nachdem mich Joël Dickers ersten zwei Romane bereits begeistert haben, musste ich auch seinen dritten unbedingt lesen – und auch hier findet sich wieder Dickers typischer Stil. Der Roman ist sehr komplex, erst nach und nach gibt er die ganze Wahrheit preis. Bis dahin hat der Leser Überraschungen erlebt, Schockierendes gelesen und seine eigenen Vermutungen immer wieder korrigieren müssen. Den Leser lange im Ungewissen zu lassen, ihn manchmal regelrecht an der Nase herumzuführen, das beherrscht der Autor perfekt. Auch wenn hier manche Szenen schon fast satirehaft überspitzt wirken, bleibt die Logik nie auf der Strecke, und am Ende fügt sich alles meisterhaft zusammen.


    Wie das Geschehen sind auch die Charakter vielschichtig angelegt und ebenfalls alle für eine Überraschung gut. In diesem Roman hat man allerdings hin und wieder das Gefühl, auch manche Charaktere sind allzu überspitzt dargestellt, vor allem den ehemaligen Polizeichef Kirk Harvey kann man kaum ernst nehmen. Ob man allerdings die Charaktere richtig eingeschätzt hat, erfährt man erst am Ende des Romans.


    Nicht nur das Geschehen und die Charaktere sind komplex, auch Dickers Erzählstil. Wie schon in den Vorgängern erzählt er auch hier wieder auf mehreren Zeitebenen und aus verschiedenen Perspektiven, vorwiegend in der Ich-Form, zwischendurch aber auch immer wieder in der dritten Person, wobei hier auch die Ich-Erzähler auftauchen können. Man muss schon ein bisschen aufmerksam lesen, damit einem nichts entgeht und man immer weiß, wo und wann man sich befindet. Für mich haben solche Erzählungen immer einen gewissen Reiz und sorgen dafür, dass ich den Roman nur schwer aus der Hand legen kann.


    Der Roman ist ein typischer Dicker, komplex, deckt nach und nach Zusammenhänge auf, hat immer wieder Überraschungen zu bieten, mehrere Zeitebenen und Perspektiven. Dickers beide anderen Romane haben mir etwas besser gefallen, aber auch sein dritter Roman ist absolut lesenswert und ich freue mich schon auf viele weitere. Von mir gibt es 9 Punkte und natürlich eine Leseempfehlung.

    Der - lange - Epilog war noch mal nett, um einen Blick auf die Protagonisten, vor allem die nun verheirateten Paare zu werfen. Natalies Veränderung finde ich regelrecht erschütternd. Nikolai dagegen hat es geschafft, sich selbst aus den Schulden zu ziehen, Peter will eine geheime Gesellschaft gegen die Regierung gründen (erst 100 Jahre später wird die Monarchie beendet).


    Insgesamt hat mir "Krieg und Frieden" ganz gut gefallen, manche Szenen sind sehr unterhaltsam, es gab etwas zum Schmunzeln und etwas zum Weinen. Der Krieg gegen Napoleon einmal aus russischer Sicht zu sehen, ist ganz interessant. Leider gibt es auch einige Längen, manchmal habe ich Szenen nur überflogen.


    Ich bin froh, dass ich den Roman endlich gelesen habe, hätte ich schon früher tun sollen.

    Henry ist wirklich kein guter König, dadurch sehr manipulierbar und fällt schnell auf falsche Ratgeber herein. Trotz dem er dadurch bereits ein paar Mal falsch entschieden hat, lernt er nichts daraus. Dann noch seine Religiosität, die ihn den falschen Kirchenmännern in die Hände treibt ... Manchmal wundere ich mich, dass die Engländern nicht schon längst die Schnauze voll haben von ihren Königen (und sogar bis heute noch Monarchie sind ...)


    Endlich ist Chester tot, aber leider auch Little John ...


    Marian wieder in England, wir haben gar nichts über die Seereise erfahren. Schade, dass ihr Aufenthalt nicht nur schön ist.


    Ich gestehe, derzeit langweilt mich der Roman etwas, ich habe das Gefühl immer wieder das selbe zu lesen ...

    Leider hat England wieder einen schwachen König, der sich von allen Seiten beeinflussen lässt. Gut, er ist noch jung, vielleicht ist noch Hoffnung. Sein Bruder wäre aber wohl deutlich besser geeignet ...


    Viel habe ich mir hier nicht notiert, schön aber, dass Robin ein bisschen Zeit in England gegönnt ist, und er alle seine Freunde besuchen und seine Familie dort genießen kann. Bin gespannt, ob Marian doch noch einmal bereit sein wird, mit nach England zu kommen.

    Ich habe jetzt einfach ohne Unterbrechung weitergelesen, weiß auch gar nicht, ob meine Mitleser überhaupt noch dabei sind, will mich aber vor dem Epilog noch mal kurz melden.


    Es wird viel gestorben unter den Protagonisten, Helene, Andre und Petja, aber dadurch auch Wege für andere Ehen freigemacht.


    Ich finde es interessant, wie Tolstoi den Krieg darstellt, wenig heroisch, oft konfus.


    Peter hat eine extreme Entwicklung durchlaufen, hat aber auch sehr viel erlebt.

    Laichingen 1911: Die Wanderfotografin Mimi Reventlow ist auf der Schwäbischen Alb gestrandet, um ihrem kranken Onkel zu helfen. Sie übernimmt dessen Fotoatelier, eckt aber mit ihren „neumodischen“ Ideen bei manchen an, vor allem bei Hermann Gehringer, einem der Webereibesitzer des Ortes. Dem gefällt auch nicht, dass sie einige Jugendliche unterstützt, ihren Neigungen nachzugehen, und nicht traditionell in die Fußstapfen der Väter zu treten um auch Weber zu werden.


    Einer dieser Jugendlichen ist Alexander, künstlerisch begabt, dem sie eine Kunstausbildung zu ermöglichen versucht. Alexander hat es nicht leicht, zuhause nagt man am Hungertuch, der Vater ist trübsinnig und trinkt. Sein Freund Anton, der Gastwirtsohn, will alles andere als in Laichingen zu versauern, und hat die ein oder andere dumme Idee, wie er sich und Alexander helfen kann.


    Und dann ist da noch Hannes, den Mimi von früher kennt, und in den sie sich verliebt hat. Der Gewerkschaftler kehrt nun nach Laichingen, seiner Heimatstadt, zurück. Er will den Webern helfen, doch das muss er langsam angehen lassen. Mimi, die sich sicher ist, dass er ähnlich fühlt wie sie, muss erleben, dass er sich von ihr zurückzieht und ihre Beziehung geheim halten will.


    Band 1 der Reihe endete ziemlich abrupt und offen, Band 2 setzt die Handlung nun lückenlos fort. Im Vorgängerband schien Mimi eine unabhängige und erfolgreiche Geschäftsfrau zu sein – das ist sie auch immer noch, allerdings macht die Liebe sie blind. Gut, der Leser weiß mehr als Mimi, denn er liest verschiedene Perspektiven, aber auch sie sollte sich ihre Gedanken über Hannes, der sich jetzt wieder Johann nennt, machen, und das Gespräch mit ihm suchen. Diese langgezogene „Liebes“geschichte fand ich beim Lesen zunehmend nervig.


    Wie bereits gesagt, gibt es mehrere Perspektiven, Alexander und Anton begleitet der Leser ebenso wie Eveline, Alexanders Mutter. Diese Drei sind mir tatsächlich in diesem Roman deutlich sympathischer gewesen als Mimi, vor allem Eveline und Alexander berühren mich emotional sehr. Anton ist ein Schlitzohr, mit teilweise windigen Ideen, aber dennoch sehr sympathisch, und auch bei ihm ist nicht alles Sonnenschein. Eine weitere Perspektive nimmt eine Frau ein, die wir bereits im Vorgängerband kennen lernten, und die wahrscheinlich im nächsten Band eine größere Rolle spielen wird. Darauf freue ich mich.


    Neben den privaten Erlebnissen der Protagonisten erfährt der Leser einiges über das Weben, das Leben der Weber und ihrer Familie und die aufkommenden Probleme der Webereien, sowie natürlich über das Fotografieren, im Anhang gibt es dazu auch wieder historische Fotos. Sehr eindringlich fand ich auch die Schilderungen, wie schwer es ist, das Land auf der Alb zu bestellen.


    Auch wenn mir in diesem Band die Geschichte um Mimi und Hannes/Johann zunehmend auf die Nerven ging, habe ich den Roman wieder gerne gelesen, die Protagonisten berühren alle mein Herz und ich begleite ihr Leben gerne. So freue ich mich auch schon auf Band 3 der Reihe, zudem der Roman eine Leseprobe enthält, die direkt wieder Lust macht, weiter lesen zu können. 8 Punkte und eine Leseempfehlung.

    Armer Robin, freut sich, endlich wieder nach England zu kommen und auf seine alten Gefährten, und gleich geht es wieder los. Chester will sich Huntingdon holen, belagert die Burg und Fulkes Familie ist in Gefahr.


    Dass die Menschen aus Loxley erst nicht mit Robin mitgehen wollten, kann ich schon verstehen, die jungen kennen ihn alle nicht, höchstens aus Geschichten, warum sollen sie also ihr Leben aufs Spiel setzen. Much und Tuck können sie umstimmen, immerhin hat Robin sich letztlich auch für die eingesetzt, die damals noch gar nicht lebten. Und wer weiß, ob Chester mit Huntingdon zufrieden wäre. Ich kann auch Robins große Enttäuschung verstehen, der nie "Nein" gesagt hat, wenn jemand Hilfe brauchte.


    Schön, dass er dann noch weitere Menschen für sein Anliegen gewinnen konnte. Ich hoffe nun sehr, dass die Befreiung Huntingdons nicht allzu viele Opfer fordert. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Henry wirklich damit einverstanden war. Dem Prolog nach, will man ihn zwar entsprechend beeinflussen, aber auch schon mal Tatsachen schaffen. Merkwürdig ist es aber schon, Ehre und tatsächlichen Besitz aufzuteilen ...


    Gefallen hat mir die Zeichnung der Burg, um die Belagerungssituation zu veranschaulichen.


    Wir steigen zeitnah zum Vorgänger ein, und wer die anderen Bände kennt, ist schnell wieder im Geschehen. Schön, wieder in England zu sein, ich hoffe aber, auch Marian noch einmal begegnen zu können. Ein bisschen traurig bin ich jetzt schon, immerhin ist dies der letzte Band, und wir müssen uns von Robin und Marian verabschieden ...

    Seit dem „Wandel“ ist der Wasserspiegel der Erde gestiegen und viele Menschen auf der Flucht. Großbritannien hat eine Mauer um die britische Insel gebaut, um „Andere“ abzuhalten, ins Land zu kommen. Die Mauer wird von „Verteidigern“ bewacht, die, sollte es jemand schaffen, die Mauer zu überwinden, Gefahr laufen, selbst auf dem Meer ausgesetzt zu werden. Jeder Brite muss wenigstens einmal im Leben auf die Mauer.


    Der Leser begleitet Joseph Kavanagh, von seinen Mauerkameraden Yeti genannt, der zu Beginn des Romans seinen Dienst auf der Mauer antritt. Wer die Anderen sind, ist ihm nicht ganz klar, er weiß nur, das diese Menschen wegen des Wandels ihre Heimat verlassen mussten und nun verzweifelt nach etwas suchen, wo sie in Sicherheit sind. Diejenigen, die an der Mauer erwischt werden, haben zwar nur die Wahl zwischen Tod und Sklaverei (wer sich für letzteres entscheidet, wird verniedlichend „Dienstling“ genannt), aber ihre Kinder haben die Chance, britischer Bürger zu werden (wohl auch, weil das britische Volk selbst die benötigte Geburtenrate nicht mehr gewährleisten kann). Für mich dabei mit am schockierendsten war die Aussicht der Verteidiger selbst auf dem Meer zu landen, nicht, weil sie etwa Schuld daran sein könnten, dass jemand illegal ins Land gekommen ist, sondern einfach nur, weil für jeden, der es geschafft hat, einer gehen muss.


    Der Dienst auf der Mauer ist langweilig, 12 Stunden müssen die Männer und Frauen ausharren und aufs Meer starren. Kommt es tatsächlich zu einem Überfall wird es brandgefährlich, denn die Anderen tun alles, um die Mauer zu überwinden, und so kommt es immer zu Toten auf beiden Seiten. Und selbst wenn man das überlebt, hat man noch lange nicht überlebt, denn dann droht die Aussetzung auf dem Meer.


    Leider ist, trotz dieses Hintergrundes, auch der Roman relativ langweilig. Kavanagh erzählt in Ich-Form, und er erzählt ausführlich und erstaunlich sachlich, wenig emotional. Und das, obwohl er sich auf der Mauer verliebt, mehr als einmal in Lebensgefahr gerät und erleben muss, wie Kameraden sterben. Auch erfährt der Leser leider wenig über die gesellschaftlichen und sozialen Hintergründe des Landes bzw. der Welt und das alltägliche Leben, alles bleibt relativ abstrakt, die Charaktere blass. Das hat zwar einerseits auch etwas Bedrückendes, weil man als Leser so im Ungewissen bleibt, aber, es hätte den Roman auch interessanter machen können, hätte man mehr erfahren.


    Die Geschichte ist hochaktuell, und oft hat man das Gefühl, die Situation zu kennen, auch der Bau einer Mauer, um sich abzuschotten, alles Fremde draußen zu lassen, ist eine durchaus mögliche und von einigen gewünschte Zukunftsversion. Das ist im Grund auch das, was den Roman letztlich ein wenig rettet. Mehr hätte man aber mit einer emotional packenderen und interessanteren Geschichte erreichen können. Erst im letzten Drittel kommt mehr Spannung auf, man kann nur hoffen, dass es viele Leser bis hierhin geschafft haben. Im Gegensatz zu anderen Rezensenten empfinde ich das Ende der Geschichte übrigens als sehr passend.


    Die Geschichte lässt mich zwiegespalten zurück, zum einen macht sie mich betroffen, auch, weil so die Zukunft möglich sein könnte, zum anderen hätte ich mir eine weniger langatmige und sachliche Erzählweise und greifbarere Charaktere gewünscht, um wirklich emotional beteiligt sein zu können, vielleicht hätten der Geschichte auch einige Seiten weniger gut getan. Dass die Geschichte eine durchaus mögliche Zukunftsvision darstellt, ist bedrückend, sie aus der Sicht eines Einzelnen darzustellen, gar nicht einmal eine so schlechte Idee, die Umsetzung lässt aber leider zu wünschen übrig, da sie emotional nicht packt und wegen ihrer Langatmigkeit Gefahr läuft, dass das Buch schnell wieder aus der Hand gelegt wird. Bis zum Ende lesen lohnt sich aber. Ich vergebe 6 Punkte, aber auch eine Leseempfehlung – lasst euch auf die Geschichte ein und zum Nachdenken anregen.

    Zum einen, das finde ich schon heftig, überlegen sich die Jungs Anton und Alex, das Alex eine Verletzung haben muss, damit er nicht bei Gehringer arbeiten muss, war es tatsächlich so schlimm, das man zu diesem Mittel greifen musste? So ganz kann ich das noch nicht nachvollziehen, werde mir aber an anderer Stelle noch mal Wissen holen.

    Es ging ja eher darum, dass er eine Möglichkeit bzw. die Erlaubnis seines Vaters bekommt, an der Prüfung der Kunstschule teilzunehmen und ev. ein Stipendium zu ergattern. Wenn er also sowieso nicht mehr bei Gehringer arbeiten kann, so die Überlegung, kann ja keiner nicht mehr dagegen sein ...

    Ich finde übrigens, dass Mimis Mutter etwas ganz grandioses tut im Gespräch mit ihrer Tochter: Sie stellt zum ersten Mal, seit wir sie kennen, ihre Art zu leben in Frage. Sie fragt sich, ob sie durch ihre vielen Wohltätigkeiten nicht ihre eigene Familie viel zu sehr vernachlässigt hat - mehr noch, ob all das überhaupt nötig war oder ob sie an der einen oder anderen Stelle nicht über-engagiert reagierte. Wow! Was für eine Selbsterkenntnis. So etwas erlebe ich im wahren Leben nur sehr selten. Deshalb mag ich diese Szene auch besonders gern.
    Aber ich glaube, sie ist in dieser Stärke nicht bei euch angekommen, oder?

    Ich frage mich halt, warum gerade jetzt? Ist ihr diese Erkenntnis gekommen, weil Josef gestorben ist, bevor sie ihn dazwischenschieben konnte?

    Josef stirbt, das war abzusehen, aber dann doch sehr traurig. Ich habe dann erst realisiert, dass Mimi ja gerade mal ein halbes Jahr in Laichingen war - kam mir viel länger vor ...


    Endlich lässt sich Mimis Mutter mal blicken, Josef hätte sich bestimmt mehr gefreut, sie noch während seines Lebens noch mal zu sehen.


    Johann hat es tatsächlich nicht geschafft, Mimi reinen Wein einzuschenken. Seine Ausrede wegen des Trauerjahres ist ihr gegenüber eher lächerlich, so viel Vertrauen hätte er schon in sie haben können. So musste sie es nun von Anton erfahren. Ich weiß wirklich nicht, ob ich Eveline diesen Mann wirklich auf Dauer wünschen soll. Es tut ihr aber sicher gut, dass sie eine Zeit lang geliebt wird, ich drücke ihr weiter die Daumen und hoffe, wir erfahren, wie es ihr weitergeht!


    Christel setzt sich ab, und ganz sicher hat da dieser Filmtyp seine Hände mit im Spiel. Man kann für sie nur hoffen, dass er lautere Absichten hat. Dass sie Anton um sein Geld gebracht hat, ist einerseits Karma, andererseits nicht zu entschuldigen. Schön, dass hier auch noch mal Clara Berg genannt wird ...


    Ob die "wahren" Fotos aus der Weberei noch etwas bewirken werden?


    Ein Weber-Museum ist eigentlich keine schlechte Idee. Mal sehen, was Mimi letztlich mit Josefs Haus und Atelier, das beides nun ihr gehört, anfängt.


    Mimi verlässt Laichingen, sie hat ein Angebot im Schwarzwald, und Anton geht tatsächlich mit ihr.


    Dass wieder Fotos enthalten sind, finde ich sehr schön, und auch die Leseprobe hat mir wieder Lust auf den nächsten Band gemacht, auch wenn ich jetzt wieder um Alexander zittern muss. Dafür finde ich es schön, dass Bernadette offenbar eine größere Rolle spielen wird. Ich freue mich darauf!