The Woman in Suite 11 , von Ruth Ware

  • ASIN/ISBN: 3423264446


    The Woman in Suite 11 , von Ruth Ware


    Cover:

    Mysteriös.


    Inhalt und meine Meinung:

    Dir Fortsetzung zu: The Woman in Cabin 10, das ich nicht gelesen habe.

    Und so ist es nicht verwunderlich, dass ich beim Lesen immer das Gefühl hatte mir fehlen Informationen. Immer wieder wird auf die Geschichte auf dem Kreuzfahrtschiff hingewiesen und ich weiß nicht was da abging.

    Die erste Hälfte hat sich auch ein bisschen gezogen und ich dachte immer: wann geht es denn jetzt endlich los, wann wird es spannend.


    Vieles fand ich auch sehr konstruiert oder widersprüchlich und einiges war für mich einfach unrealistisch und unglaubwürdig.

    Im zweiten Teil kommt dann eher Spannung auf und vor allem es gibt viele Twists. Da denkt man jetzt ist die Lösung da, dann gibt es wieder eine neue Perspektive.


    Doch je mehr ich über die Geschichte nachdenke umso unglaubwürdiger erscheint sie mir nach dem Lesen.


    Autorin:

    Ruth Ware wuchs im südenglischen Lewes auf und lebte nach ihrem Studium an der Manchester University eine Zeit lang in Paris. Sie hat als Kellnerin, Buchhändlerin, Englischlehrerin und Pressereferentin für einen großen Verlag gearbeitet und wohnt jetzt mit ihrer Familie in der Nähe von Brighton


    Mein Fazit:

    Nicht gerade herausragend, soll wohl unbedingt eine Fortsetzung vom 1. Buch sein. Von mir 3 Sterne.


    (Edit: ISBN korrigiert/Batcat)

  • Die Reisejournalistin Laura (genannt Lo) Blacklock erhält die Einladung der Leidmann-Group zur Eröffnung eines Luxushotels am Genfer See. Sie hatte vor 10 Jahre ein einschneidendes Erlebnis auf dem Kreuzfahrtschiff Aurora, dieses Trauma hat sie in ihrem Buch „Dunkle Wasser“ versucht zu verarbeiten. Mittlerweile hat sie zwei Söhne und durch diese Reise möchte sie zurück in den Beruf und neu durchstarten. Ehemann Judah, ebenfalls Journalist, bleibt zu Hause und betreut die Kinder.


    Von der Leidmann-Group und dem Inhaber Marcus Leidmann ist nicht viel veröffentlicht. Er ist ca. 70 Jahre, verwitwet und ein Machtmensch. Es steht im Raum, daß der die Geschäfte seinem Sohn Pieter übergeben will. Lo hofft nun, auf ein persönliches Treffen und ein Interview mit Marcus.


    Auf der Hinreise von Lo beginnen bereits die seltsamen Begebenheiten, gefolgt von dem Zusammentreffen mit früheren Teilnehmern der Reise auf der Aurora und der Dame in Suite 11. Diese ist auf der Flucht aus dem goldenen Käfig ihres Geliebten und bittet Lo um Hilfe. Und dann geschieht im Hotel ein Verbrechen, das aufgeklärt werden muß.




    Zuerst einmal, ich kannte The Woman in Cabin 10 nicht. Der vorliegende Thriller ist zwar abgeschlossen, nimmt aber oft auf die Vorkommnisse des quasi ersten Bandes Bezug. Einige Personen von damals tauchten im Laufe der Geschichte zwar auf, verschwanden dann aber im Nichts und waren deshalb für mich irgendwie nicht greifbar. Die Dame im Suite 11 war mir von Anfang an unsympathisch und ich fand das Verhalten von Lo ihr gegenüber mehr als naiv. Diese Abhängigkeit bzw. Verpflichtung ihr gegenüber war mir unverständlich. Die Ermittlungen des Todesfalls waren für mich auch eher zäh beschrieben. Das Vertrauen von einer Journalistin wie Lo in andere Menschen (hier z. B. dem Interpol-Mitarbeiter gegenüber) war für mich unglaubwürdig und nicht professionell. Das Ende und die Auflösung waren teilweise vorhersehbar.


    Alles in allem war der Thriller durchaus spannend geschrieben und ließ sich flüssig lesen, aber so richtig gepackt hat er mich nicht. Vielleicht hätten mich Vorkenntnisse zu einem anderen Urteil kommen lassen. Trotz aller Kritik hatte ich unterhaltsame Lesestunden und werde auf alle Fälle den hoch gelobten Vorgängerband noch lesen, denn meine Neugierde wurde geweckt.

  • Meine Rezension:


    Lo und Carrie II


    Laura Blacklock, kurz Lo, verschafft sich nach der Geburt ihrer beiden Söhne und während der Pandemie eine Arbeitspause, versucht nun aber, wieder als Reisejournalistin Fuß zu fassen. Da kommt ihr eine Einladung in ein Schweizer Luxushotel gerade recht, hier kann sie bestimmt netzwerken und mit ein bisschen Glück sogar ein Interview mit dem Hotelbesitzer Marcus Leidmann führen, das für die Financial Times interessant ist. Doch dann findet sie eine mysteriöse Nachricht in ihrem Zimmer und begibt sich in Suite 11.


    Eher langsam bauen sich bei diesem Thriller die Handlung und die Spannung auf, aber die Figur von Lo, welche in der Ich-Form erzählt, ist von Anfang an interessant und zieht mich sogleich in ihren Bann. Bald bemerke ich, dass schon zehn Jahre zuvor ein außergewöhnliches Ereignis Los Leben erschüttert haben muss, aber auch ohne Kenntnisse von „The Woman in Cabin 10“ gibt die Autorin so viel zum damaligen Geschehen preis, dass ich mich nun gut zurechtfinde und Los Überlegungen gut folgen kann. Eine düstere Atmosphäre, ein verwinkeltes Hotel, Jagd und Pilzsuche und nicht zuletzt undurchschaubare Gestalten sorgen für Kurzweil, die knapp gehaltenen Kapitel und eine gewisse Geheimniskrämerei fachen die Lust auf mehr immer weiter an. Kein grausiges Blutvergießen, sondern Macht und Vertrauen stehen hier im Mittelpunkt. Wer ist mein Gegenüber eigentlich und was erwartet es? Wie soll ich entscheiden, um meine Unschuld zu beweisen, aber anderen nicht zu schaden? Würde der Schaden denn die Richtigen treffen? Los Dilemma wird in vielen Szenen spürbar, wodurch der Reiz dieses Buches durchgehend vorhanden ist.


    Wer weiß, dass The Woman in Suite 11 auf einem Vorgängerband aufbaut, sollte nach Möglichkeit die beiden Bücher in richtiger Reihenfolge lesen, wer – wie ich – erst beim Lesen draufkommt, wird aber auch sein Vergnügen finden. Ich empfehle dieses riskante Katz-und-Maus-Spiel [Klappentext] jedenfalls sehr gerne weiter.


    ASIN/ISBN: 3423264446