'Die an den Tod nicht glauben' - Seiten 206 - 270

  • Der Fall wird immer komplexer und für mich selbst auch verwirrender. Ich könnte mir vorstellen, dass es ein Buch ist, dass man doch besser liest, als es sich vorlesen zu lassen. :gruebel Wobei ich betonen möchte, dass ich immer noch sehr angetan von der Erzählerin bin.

    Elsie ist definitiv ein Rätsel. Die veschwundene Schwester von Charon? Oder doch eine Frau, die er vor irgendwas gerettet hat. Unter normalen Umständen wäre sie wohl ein Fall fürs Irrenhaus. Was zu diesen Zeiten niemand von innen sehen will.

    Und das ist genau der Punkt, der mich glauben lässt, dass Czerny nicht so ein schlechter Mensch ist, wie so viele annehmen. Okay, er kommt auch mir immer wieder Mal suspekt vor. Aber ich finde das gerade spannend, dass ich als Leserin nicht immer sofort Stellung beziehen kann und auch mit Figuren hadere und mich von ihnen verunsichern lasse. Das ist hier mit der Figur von Czerny wirklich sehr gut gelungen. :)


    Perdita holt – malwieder auf eigene Faust – Frauke Walthers Kind aus dem Heim. EinenPlan, wie es mit ihm weitergehen soll, hat sie allerdings nicht.

    Natürlich gab esBeschwerden wegen Perditas und Dieters eigenmächtigen Recherchen.Dass sie damit aber auch ihrem Vater jede Menge Ärger und vielleichtsogar den Verlust der Arbeit bescheren kann, hat sie nicht bedacht.

    Es ist schon lustig, wie unterschiedlich wir Perdita wahrnehmen. :zwinker Ich finde es jedenfalls mutig von ihr, dass sie Kolja aus dem Waisenhaus holt. Und ich hatte beim Hören nicht so den Eindruck, dass sie das ganz so ohne Überlegen gemacht hat. Ich hatte es so verstanden, dass es eigentlich Isoldes Idee war, den Kleinen zu "retten", da sie selbst im Waisenhaus aufwachsen musste, und dass das dann eben mit Perdita besprochen wurde. Oder habe das falsch verstanden? :gruebel


    A propos Isolde: Sie entwickelt sich immer mehr zu meiner Lieblingsfigur. Sie ist so ein patentes Persönchen mit dem Herzen am rechten Fleck. Und sie bringt so manches immer direkt auf den Punkt - einfach herrlich und ich wünschte sie mir als Freundin für Perdita. Sie würde ihr bestimmt gut tun.


    Minda halte ich imübrigen nicht für „dumm“, sondern für hörig. Das ist schonmal ein großer Unterschied. Tadéu ist die Sonne, um die siekreiselt. So wie die Menschen das Licht der Sonne brauchen, umexistieren zu können, braucht Minda Tadéu.

    Das hast du super formuliert. Minda ist eine zarte Seele, die einfach geliebt werden möchte und sie sehnt sich nach Sicherheit und Geborgenheit. Als Aussenstehende kann ich nicht nachvollziehen, warum sie das gerade in Tadeu sieht und hofft, von ihm zu bekommen. Jedenfalls bewegt sie sich auf sehr dünnem Eis und wir machen uns vermutlich berechtigte Sorgen um sie.

  • Mir fällt gerade ein, was ich zu diesem Abschnitt noch schreiben wollte:


    Die Szenen als Perdita mit dem kleinen Kolja nach Hause kommt und wie der Vater ihr gleich bei der Versorgung des Kindes hilft, haben mir sehr gut gefallen. Der Vater ist total goldig. :love:

  • Es ist schon lustig, wie unterschiedlich wir Perdita wahrnehmen. :zwinker Ich finde es jedenfalls mutig von ihr, dass sie Kolja aus dem Waisenhaus holt.

    Oh, das fand ich auch sehr super von ihr. Aber für mich war das halt mal wieder "Typisch Perdita! :rolleyes:": erst handeln, dann denken. :lache

    Lieben Gruß,


    Batcat batsmile.gif


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)

  • Oh, das fand ich auch sehr super von ihr. Aber für mich war das halt mal wieder "Typisch Perdita! :rolleyes:": erst handeln, dann denken. :lache

    Ich verstehe, was du meinst. Da ich ein elender Grübler bin, finde ich wahrscheinlich gerade das toll an Perdita. :zwinker

  • Es ist schon lustig, wie unterschiedlich wir Perdita wahrnehmen. :zwinker Ich finde es jedenfalls mutig von ihr, dass sie Kolja aus dem Waisenhaus holt. Und ich hatte beim Hören nicht so den Eindruck, dass sie das ganz so ohne Überlegen gemacht hat. Ich hatte es so verstanden, dass es eigentlich Isoldes Idee war, den Kleinen zu "retten", da sie selbst im Waisenhaus aufwachsen musste, und dass das dann eben mit Perdita besprochen wurde. Oder habe das falsch verstanden? :gruebel

    Das ist richtig so. Isolde hat als erste daran gedacht und Perdita den Plan dann in die Tat umgesetzt. Da Isolde mit den Tieren ja genug zu tun hat, kam ihr Vater ins Spiel, der, patent wie immer die Nachbarin ins Spiel brachte. So verteilt sich die Fürsorge auf ein paar Leute, wenn auch Perdita momentan noch mit dem Fall beschäftig ist.


    Mich erinnerte Perdita stark an die Serie um Theresa Wolff, die war auch so engagiert, wenn es um ihre Toten ging. Nur dass sie schon fertig ausgebildet war. Aber das wird noch mit Perdita.