Der schwarze Wolf
Louise Penny
Kampa Verlag
ISBN: 3311121309
512 Seiten, 24,90 Euro (HC), 19,99 Euro (ebook)
Dies ist bereits der 20. Fall für Chief Inspector Armand Gamache. Man könnte das Buch zwar lesen, ohne die Vorgänger zu kennen, doch das wäre nur der halbe Lesespaß. Handlung und Figuren der einzelnen Bände bauen aufeinander auf. Würde man „Der schwarze Wolf“ nur für sich lesen, wäre es, als käme man als Neuling in eine Dorfgemeinschaft, ohne jemanden zu kennen. Also unbedingt mit Band eins beginnen und sich langsam bis zu diesem Band „vorarbeiten“.
Gamache und sein Team haben in Montréal einen Terroranschlag vereitelt, doch Gamache kann auch danach nicht einfach abschalten. Ihn treibt der Gedanke um, dass sich noch etwas Schlimmeres anbahnt und dass er bei diesem Fall etwas übersehen hat. Viele Anhaltspunkte hat er nicht, nur die Karte eines Sees, zwei Notizbücher und natürlich seine engsten Vertrauten…
Wie immer bei den Büchern der Reihe geht es vordergründig zwar um einen Fall, den Gamache zu lösen hat, doch das, was die Bücher so erfolgreich macht, ist die Atmosphäre von Three Pines, sind die Dorfbewohner mit ihren Ecken und Kanten und natürlich diese ganz spezielle Gemütlichkeit bei ihren Zusammenkünften.
Immer wird gerade geschlemmt, oft brennt ein Kaminfeuer, es gibt leckere Heißgetränke und man wünscht sich beim Lesen mitten hinein in diese funktionierende Gruppe, sieht den Ort, umgeben von bunt gefärbten Wäldern, förmlich vor Augen. Das alles als Gesamtpaket macht den Erfolg der Reihe aus und das ist auch bei diesem Buch nicht anders.
Mein Fazit: Ich kann auch diesen 20. Fall für Gamache nur empfehlen. Er hat mich nach Three Pines zurückgebracht und ich habe mich gefreut, die teilweise kauzigen Bewohner wiederzusehen und zusammen mit dem Chief Inspector den Fall zu lösen.
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ASIN/ISBN: 3311121309 |
