Als der Barista und ehemalige Hauptkommissar Paul Zeitler an der Uferpromenade herumschlendert, sieht er wie ein Passant ins Wasser geht, weil er einen menschlichen Körper entdeckt hat. Miteinander bergen sie den toten Mann, der einiges an Bargeld bei sich trägt. Sowohl Zeitler als auch der herbeigerufene Lanza glauben nicht an einen Unfall, sondern vermuten einen Mord. Vor allem, wieso hatte der hoch verschuldete Bootsbauer Vincenzo Morelli so eine Menge Geld bei sich?
Das Cover ist relativ einfach gemacht, passt aber zum Buch und zur bisherigen Reihe und gefällt mir.
Der Schreibstil des Autors ist hervorragend; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Jeder der schon mal am Gardasee war, wird einiges wiedererkennen. Aber auch die Mehlspeisen werden immer wieder genannt und klingen schon sehr lecker.
Der Fall an sich ist ein guter Einstiegsfall, der aber nicht zu viele Überraschungen bietet, da das Motiv schnell klar scheint. Dafür kann das Buch aber trotzdem auch mit spannenden Momenten aufwarten und noch viel mehr mit humorvollen Szenen dazwischen. Am Ende kommt dann auch noch Action hinzu.
Diesen letzten Absatz hatte ich auch schon bei Teil 1 geschrieben; hier trifft er fast noch mehr zu, denn jedem halbwegs geübten Krimileser wird schnell klar werden wer der Täter ist - und einige Zeit später auch das Motiv.
Die Wiederholungen, die im 1. Teil etwas nervten, werden hier deutlich zurückgenommen.
Ich freue mich bereits auf die Folgebände, denn v.a. Zeitler, aber auch Lanza und andere, haben definitiv Potenzial für einige Teile.
Fazit: Solide und humorvolle Fortsetzung mit viel Lokalkolorit. 4 von 5 Sternen
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ASIN/ISBN: 2496715374 |
