Beiträge von SaintGermain

    Jody (Max´ Freundin) hat Geburtstag und er möchte sie mit einem Heiratsantrag überraschen. Stattdessen wird er aber zusammen mit Professor Crichton entführt. Jodys Bruder Eddie übernimmt einen Auftrag für den englischen Geheimdienst. Und irgendwie geht es bei beiden Dingen um die gleiche Sache: Eine Waffe von unvorstellbarer Macht, die in Babylon versteckt sein soll.

    Das Cover des Buches ist im Stil der bisherigen Reihe und gibt wieder einiges vom Inhalt preis. Absolut toll wie die Covers hier gemacht werden.

    Der Schreibstil des Autors ist wie immer ausgezeichnet, die Orte werden gut beschrieben, ebenso wie die Charaktere. Die Hauptcharaktere werden nicht mehr so gut beschrieben, aber es ist immerhin der 8. Teil der Reihe, der zeitlich an (bisher) 5. Stelle steht.

    Die Hauptprotagonisten - allen voran Max - sind einem sowieso schon ans Herz gewachsen.

    Und obwohl es bereits der 8. Band der Reihe ist, hat sich der Autor hier nochmals selbst übertroffen. Der Plot ist sowieso - wie immer - sehr gut durchdacht und perfekt recherchiert.

    Die Spannung ist - ebenfalls wie gewohnt - von der ersten bis zur letzten Seite auf sehr hohem Niveau.

    Am Ende des Buches gibt es wieder einige Erklärungen aus der Realität, was ebenfalls sehr interessant war.

    Genau diese Mischung aus Fiktion und Wirklichkeit liebe ich in Büchern und dem Autor ist es in diesem Buch wieder perfekt gelungen beides perfekt zu durchmischen.

    Ich hoffe dass dem Autor die sensationellen Ideen nicht ausgehen werden und ich mich noch über einige Bände dieser Reihe freuen darf.

    Fazit: Spannungsreicher Abenteuer-Action-Roman in Indiana-Jones-Manier. Absolute Topempfehlung.

    Maureen Paschal trifft sich in Frankreich mit einer Kunstprofessorin um für ihr neues Buch über Anne Boleyn zu recherchieren. Doch kurz nach dem Gespräch wird Simone ermordet - und sie ist nicht die Erste. In der Vergangenheit liest man zuerst über die Katharer und dann über Anne Boleyn. Das Buch ist das 4. der Magdalena-Reihe, von denen ich die ersten zwei Teile verschlungen habe und Teil 3 bisher noch nicht gelesen habe. Die Reihe wurde bei Bastei-Lübbe nochmals neu zum 4. Teil aufgelegt - alles in ähnlicher Cover-Aufmachung. Es ist nicht schlecht gemacht, das vorige Cover der Reihe hat mir aber besser gefallen. Auch zu diesem Buch wären sicher andere Möglichkeiten gegeben gewesen. Das Buch wird als Thriller verkauft - dies ist eine absolut falsche Genrebezeichnung. Ebenso deutet der Klappentext hier auf ein ganz anderes Buch hin. Denn das Buch ist mehr als historischer Roman zu sehen. Wenn man aber einen Thriller erwartet, kann einem das Buch nicht gefallen. Thrillerelemente sind Mangelware, nur das letzte Kapitel konnte mich als Thriller überzeugen - das ist eindeutig zu wenig. Die vorherige Gegenwarts-/Thrillerhandlung wurde jeweils nur ganz kurz angeschnitten. Im Impressum des Buches steht, dass im englischen Original (das bis dato übrigens nicht erschienen ist) die Gegenwartshandlung fehlt und nur in der deutschen Version mit Zustimmung der Autorin veröffentlicht wurde. Das zeigt auch das Dilemma auf - denn die Gegenwartshandlung ist es, wovon der Klappentext spricht und der alles was irgendwie nur entfernt mit Thriller zu tun hat, zu bieten hat. Aber auch wenn man das Buch als historischen Roman liest, wird man enttäuscht sein. Zwar ist der Prolog sehr gut und auch manche Szenen gefielen mir, aber der Großteil der historischen Handlung war sehr langwierig. Das ganze Buch zeigte kaum Spannung - weder in der Vergangenheits-, noch in der Gegenwartshandlung. Auch wirkten die beiden Parte absolut inhomogen, auch wenn sie natürlich inhaltlich zusammenpassten. Ebenso waren die Charaktere, die meist nur oberflächlich beschrieben waren, farblos. Dabei war die Idee hinter dem Buch absolut geeignet, einen interessanten und spannenden Thriller mit historischem Kontext zu schreiben. Wobei eines muss man der Autorin lassen: das Buch wirkt glänzend recherchiert. Fazit: Wenn man das Buch als Thriller bewerten müsste, würde es max. einen halben Stern erhalten; als historischer Roman gebe ich 2 von 5 Sternen.

    Henry Voigt und sein Assistent Isaac machen sich auf die Suche nach Henrys Großvater und Salomons Geheimnis, der dieses gefunden hat und dann verschwand. Dabei werden sie von einem Millardär und einem ehemaligen Kollegen Henrys verfolgt und bedroht.

    Das Cover des Buches ist einfach gemacht, passt aber perfekt zum vorliegenden Buch und ist gut gemacht.

    Der Schreibstil des Autors ist eigentlich gut, nur bleiben die Hauptprotagonisten doch aufgrund mangelhafter Beschreibung etwas blass. Denn z.B. wurde das Alter nicht wirklich erwähnt und somit hatte ich Probleme mir Henry & Co. zu imaginieren und Bilder von ihnen entstehen zu lassen. Die Orte hingegen wirken nicht nur gut recherchiert, sondern sind auch ausgezeichnet beschrieben.

    Der Autor, der bisher SF-Bücher schrieb, macht mit diesem Buch den Anfang zu einer Abenteuerreihe. Zwar erinnert (wie wohl in den meisten Abenteuerromanen mit Archäologiehintergrund) einiges an Indiana Jones, trotzdem hinkt der Vergleich ein wenig. Der Text bei Amazon, wo Henry mit Indy oder gar Robert Langdon verglichen wird ist (zumindest noch) sehr weit hergeholt.

    Die Handlung an sich konnte mich überzeugen, ebenso wie auch einige Kapitel andere Charaktere beleuchten. Manchmal kam halt einfach die Lösung zu schnell und es wirkte irgendwie gehetzt. Diverse Rechtschreib- und Tippfehler rundeten das Bild ab (Die Fehler werden lt. Autor nochmals bearbeitet.). Übrigens ist ja auch schon auf der Amazon-Beschreibung mit "Indianer Jones" ein Fehler passiert.

    Die Auflösung um das Geheimnis Salomons wirkt nicht wirklich überraschend, da vieles schon darauf hindeutete, nichtsdestotrotz konnte mir das Buch spannende Lesestunden bereiten und mich sehr gut unterhalten.

    Insgesamt gefällt mir der Beginn dieser Reihe besser, als die bisherige SF-Reihe des Autors und ich freue mich sehr auf ein Wiedersehen mit Henry & Co, in dem alles noch ein wenig ausgefeilter als in diesem 1. Band ist.

    Fazit: Spannender Abenteuerauftakt mit kleinen Fehlern. 4 von 5 Sternen

    Der Roman erzählt die Erlebnisse der jungen und engagierten Tina in einem Altenheim. Es wird vom Alltag, aber auch über spezielle Bewohner, lustige und emotionale Geschichten geschrieben.Das Cover des Buches ist hervorragend gemacht und es passt auch perfekt zum vorliegenden Roman.
    Da ich selbst im Pflegeberuf arbeite, hat mich das Buch im Vorfeld natürlich sehr interessiert.
    Leider wurde ich aber etwas enttäuscht. Klar war mir zur jeder Zeit bewusst, dass ich einen Roman und kein Sachbuch lese, trotzdem las ich einiges wohl anders als andere Leser, die nichts mit dem Thema zu tun haben.
    Zum einen gab es einige Logikfehler. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Scheidenzäpfchen gegen Blasenentzündung, jemand ohne Arme sammelt Tabletten, fehlende Akteneinsicht für das Personal, PBM (Stationsleitung) im Schichtdienst... Dies hat natürlich auch mit meiner Berufserfahrung zu tun.
    Auch haben mir natürlich einige Sachen im Ablauf und bezüglich Aufteilung des Personals gefehlt, während einige Dinge (wie z.B. manche Eigenheiten der Bewohner oder Rauchpausen sehr häufig zu lesen waren.
    Auf der anderen Seite muss ich sagen, dass die emotionalen und lustigen Momente dieses Romans wirklich gut geschrieben sind und meist auch realitätsgetreu sind.
    Am Ende des Buches (im Nachwort) bedankt sich die Autorin bei ihrem Korrekturat für das einwandfreie, professionelle Korrekturlesen. Dies war wohl etwas verfrüht, denn das Buch wurde höchstens befriedigend Korrektur gelesen. Neben "Herrein" wurde hier auch eine "Proffesionelle" erwähnt.
    Auch gestört hat mich das fast ausschließliche perdu sein mit den Bewohnern, dass in vielen Heimen wohl ein Kündigungsgrund ist.
    Neben der fachliche Authentizität fehlte mir diese auch teilweise bei den Charakteren. Während die Bewohner sehr gut beschrieben sind (auch wenn sie teilweise mit falschem Alter genannt werden, wie man mittels des Personenregisters am Anfang feststellen kann - dieses hat mir übrigens gefallen), bleibt das Pflegepersonal neben Tina relativ blass in der Beschreibung und Tina, aber auch Marco) weisen große Unterschiede in verschiedenen Situationen dar. So wirkten sie auf mich nicht wirklich authentisch, denn Tina wird prinzipiell als engagierte, liebevolle Pflegerin dargestellt, in manchen teilweise harmlosen Situationen reagiert sie aber eindeutig über und wird fast gemein und bösartig.
    So viel ich mich über das Buch ärgerte, so gut konnte es mich aber auch an einigen Stellen unterhalten.
    Fazit: Ein Buch über den Alltag in einem Altenheim, das von Emotionen lebt und von Fehlern gestört wird. 2,5 von 5 Sternen

    Der 19-jährigen Madelin McFarland gelingt die Flucht und sie kehrt zu ihrer Mutter zurück. Vor beinahe 10 Jahren wurde sie entführt. Doch nur Stunden nach ihrem Auftauchen ist sie auch schon wieder verschwunden. DI Tom Pine und DS Kate Fincher versuchen alles um den Fall aufzuklären. Eine junge Frau, die sich "Amy" nennt, flieht währenddessen in die Highlands. Ist das Madelin?


    Das Cover des Buches ist ein echter Eye-Catcher - perfekt gemacht und auch passend zum Buch. Der Titel selbst gefällt mir zwar gut, passt aber meiner Meinung nicht wirklich zum Buch.


    Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet, Orte und Charaktere werden hervorragend dargestellt. Man merkt auch, dass die Autorin Schottland kennt, denn eigentlich kommt sie aus Deutschland und ihre bisherigen Bücher spielten auch in Deutschland. Für dieses Buch wurde der Ortswechsel aber nötig, was die Autorin auch im Nachwort erwähnt.


    Das Buch wirbt beim Klappentext mit den Worten: "Nichts ist wie es scheint" - und das stimmt definitiv. Schon früh habe ich mich auf eine Theorie eingestellt, die sogar in großen Teilen immer wahrscheinlicher wurde, dann aber doch eine falsche Spur war. Zugegeben: Aufgrund einiger Hinweise kann man auf die Lösung kommen - aber eben auch auf eine andere. So konnte mich das Buch von der ersten bis zur letzten Seite unterhalten.


    Die Spannung war von der ersten Seite an auf sehr hohem Level und endete erst mit der Danksagung der Autorin.


    Mir gefiel auch sehr gut, dass die Geschichte in der Ich-Form geschrieben ist - und zwar aus Sicht von DS Karen, Amy und Susan (der Mutter von Madelin). Dies gab der ganzen Geschichte noch das Tüpfelchen auf dem i.


    Fazit:; Besser gehts kaum. Spannung und Überraschung komplett in einem tollen Thriller. 5 von 5 Sternen

    Während Lina zum Traumwächter wird, schließt sich Diana einer Crew an. Und beide erleben einiges in ihren Klarträumen, aber auch im Echtleben. Im Traum treffen sie sich auch erstmals.

    Das Cover des Buches ist gut gemacht und passt sowohl zum Buch als auch zur ganzen Trilogie.

    Die Charaktere und Orte wurde ja schon im 1. Teil sehr gut beschrieben. Der Schreibstil insgesamt ist gut, obwohl ich mir mehr erwartet hatte. Speziell am Anfang des Buches fehlte mir die Spannung, die sich zwar kontinuierlich steigerte, aber irgendwie nie am Höhepunkt war. So schleppt sich die Geschichte teilweise herum (speziell zu Beginn).

    Insgesamt ist der Plot gut, auch mit den verschiedenen Nebencharakteren, die teilweise sehr undurchsichtig sind.

    Nachdem mich der 1. Teil voll überzeugen konnte, hatte ich wohl zu hohe Erwartungen an die Fortsetzung. Schade, aber vielleicht ist der Abschlussband ja wieder top.

    Nichtsdestotrotz war die Story insgesamt aber schon unterhaltsam und ich kam nie in Gefahr das Buch abzubrechen. Aber top war es für mich leider nicht.

    Fazit: Leider enttäuschte mich diese Fortsetzung, vielleicht hatte ich auch zu hohe Erwartungen. Trotzdem 4 von 5 Sternen

    Die 5-jährige Emma wird entführt, vergewaltigt, und ermordet. Wenig später ist der Täter Georg Schwarz gefasst. Er wird noch eines weiteren ähnlichen Falles beschuldigt, dieser kann ihm aber nicht nachgewiesen werden. Nach 15 Jahren wird er freigelassen, doch kurz darauf verschwindet er, denn er wird selbst entführt. Die 2 Kommissare Ruby und Spike übernehmen mit ihrem Team den Fall.

    Das Cover des Buches ist zwar einfach gemacht, aber trotzdem ein Hingucker und passt perfekt zum Buch.

    Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet, die Charaktere und Orte werden detailgetreu dargestellt. Besonders den Protagonisten widmet die Autorin auch eine gute Aufmerksamkeit.

    Der Plot der Geschichte ist gut durchdacht und die Spannung reicht von der 1. bis zur letzten Seite - und das auf sehr hohem Niveau. Die Autorin versteht es auch immer wieder falsche Spuren zu legen, um dann doch den ganzen Fall logisch aufzuklären. Dabei konnte nicht einmal ich als versierter Thrillerleser den Täter erraten.

    Natürlich spielt das Buch auch mit den Emotionen des Lesers, denn normalerweise hat natürlich das Opfer Sympathien bzw. es erregt Mitleid, was bei diesem Buch (zumindest bei mir) nicht der Fall ist. Denn kaum konnte Schwarz ein paar Sympathiepunkte gewinnen, hat er sie auch schon wieder verloren. Das liegt natürlich daran, dass der Täter hier selbst zum Opfer wird - und gerade Kinderschänder haben es ja (Gottseidank) in unserer Gesellschaft nicht leicht.

    Die Ermittler Spike und Ruby sind ebenfalls sehr ungewöhnliche, aber authentische Charaktere, denn jeder hat seine eigene Geschichte - und die wird hoffentlich noch weitergehen.

    Fazit: Exzellenter Thriller mit außergewöhnlichen Charakteren. 5 von 5 Sternen

    Das Buch beinhaltet 8 Kurzgeschichten, die über die Liebe und das Leben erzählen. Dabei geht es immer um verschiedenen Protagonisten, die sich an einem Wendepunkt in Sache Liebe befinden.Das Cover des Buches ist eigentlich gut gemacht und passt zur erstenGeschichte, aber eben nicht 100%ig.
    Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet und trotz der Kürze werden die Charaktere gut dargestellt.
    Die Geschichten haben zwar alle mit Liebe zu tun, trotzdem könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Einige Storys gefallen mir ausgezeichnet, manche sind eher guter Durchschnitt.
    Bei manchen Storys dachte ich mir: Warum hat der Autor nicht etwas länger geschrieben? Denn einige Storys gehen gerade über 5 Seiten und das ist schade, denn das ist fast zu kurz.
    Gerade deshalb waren die längeren Stories mehr für mich.
    Die Plots der Geschichten in ihrer Verschiedenartigkeit konnten mich aber größtenteils überzeugen.
    Fazit: 8 Kurzgeschichten über die Liebe in verschiedenen Formen. 4 von 5 Sternen

    Die 11-jährige Samantha Spinner bekommt von ihrem plötzlich verschwundenen Onkel Paul einen alten Regenschirm mit der Nachricht "Hüte dich vor dem REGEN!", während ihr Bruder ein sehr bekanntes Baseball-Team und ihre Schwester mehrere Milliarden Dollar. Zusammen mit ihrem 8-jährigen Bruder und dem Mops Dennis begeben sie sich auf die Suche nach ihrem Onkel.

    Das Cover des Buches ist ausgezeichnet gemacht. Es deutet viel an und wirkt daher geheimnisvoll - gerade für Kinder.

    Der Schreibstil ist sehr gut, die Orte und Charaktere werden in richtigem Maß dargestellt. Das Buch ist für "Kinder" ab 10 Jahren und dem kann ich nur zustimmen.

    Der Plot ist gut durchdacht. Spannung, Humor und Informationen wechseln sich in gutem Tempo ab Detailgetreue und detailverliebte Illustrationen vervollständigen das Buch.

    Zusätzlich gibt es auch noch ein paar Rätsel zu lösen, die sicher ebenso für das Alter ab 10 Jahren geeignet und lösbar sind. Falls man dann aber doch nciht draufkommt, gibt es natürlich auch die Lösungen dazu. Allerdings ist der Hinweis auf dem Cover, dass es Codes und Rätsel enthält auch ein wenig irreführend, denn es sind nur 3 mehr oder weniger komplexe Rätsel. Und sie sind nicht sehr offensichtlich platziert, sodass sie ein Kind sicher nur schwer erkennen kann. AM Buchende wird zwar explizit darauf hingewiesen - besser wäre dies allerdings am Anfang des Buches gewesen.

    Das Buch ist der Auftaktband einer Reihe. Nachdem es hier um REGEN ging, geht es im 2. Teil um SONNE (soll im Sommer 2020 erscheinen).

    Fazit: Tolles Kinder- und Jugendbuch mit toller Story und tollen Illustrationen, aber leichtem Verbesserungsbedarf bei den Rätseln. 4,5 von 5 Sternen

    Till Berkhoffs Sohn Max ist verschwunden. Nach einem Jahr wird die Suche nach ihm abgebrochen. Der mutmaßliche Täter Guido Tramitz sitzt im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie und schweigt sich aus. Seine Frau hat sich von ihm getrennt, er ist eigentlich am Ende. Da kommt er auf die Idee, dass er sich in die Psychiatrie einschmuggeln will, um Informationen von Tramitz zu erhalten. Denn er will seinen Sohn begraben und endlich seinen Frieden finden. Dass das nicht gerade eine sehr gute Idee ist, findet er schon wenig später heraus.

    Das Cover des Buches ist einfach super. Obwohl es eher schlicht gehalten ist, drückt es sehr viel aus und passt auch zum Buch. Die Schrift dazu absolut gut gemacht und die Haptik auch.

    Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet, die Orte und Charaktere werden sehr gut dargestellt. Auch der Plot an sich ist interessant.

    Da mir die bisherigen Bücher des bekanntesten deutschen Thrillerautors ausgezeichnet gefallen haben, wollte ich natürlich auch dieses lesen. Doch diesmal war ich zum Teil auch sehr enttäuscht, denn die Handlung wirkt zum Großteil abgekupfert und zwar von einem Buch dessen Verfilmung mit Leonardo DiCaprio doch auch sehr erfolgreich war. Auch der Rest der Auflösung lässt sich als geübter Krimi-/Thrillerleser eigentlich erahnen.

    Zum anderen waren hier leider auch einige unrealistische Szenen zu finden (Stichwort Schädelbruch und wie schnell man sich davon erholt).

    Zum Teil wirkt das Werk auch überbemüht und überkonstruiert, trotzdem war es interessant zu lesen und hatte auch seine Spannungsmomente. Wer das oben beschriebene "Original" nicht kennt, wird wahrscheinlich auch von diesem Psychothriller begeistert sein, ansonsten bleibt aber einfach ein schaler Beigeschmack.

    Die kurzen Kapitel, die zum Teil auch spannend enden und verschiedene Erzählperspektiven sind absolut positiv und ist man auch vom Autor genannt.

    Fazit: Für mich der schlechteste Fitzek bisher - abgekupfert, vorhersehbar und teilweise unrealistisch - trotzdem gut und spannend zu lesen. 4 von 5 Sternen