Die an den Tod nicht glauben (Gerichtsmedizinerin Perdita Menke ermittelt, Band 1) - Cleo Sternberg - gelesen von Heike Warmuth

  • Die an den Tod nicht glauben (Gerichtsmedizinerin Perdita Menke ermittelt, Band 1)

    Autorin: Cleo Sternberg
    Sprecherin: Heike Warmuth
    Verlag: Argon Hörbuchverlag

    Erschienen: 03.11.2026

    Spieldauer: 10 Stunden 16 Minuten
    ASIN: B0FW5Q5HGR

    Preis: 20,95 €

    Über die Autorin (Quelle: Droemer Knaur)    

    Cleo Sternberg kam 1975 zur Welt und verliebte sich auf den ersten Blick. Mit ihrer Familie pendelt sie bis heute durch Europas schönste Städte, studierte Geschichte, weil in der Vergangenheit so viel Zukunft liegt, liebt schillernde Filme und schreibt am liebsten mit Blick auf einen Fluss und viele Menschen. Ihr Interesse an den dunklen Seiten der menschlichen Seele kann sie sich leisten, weil in ihrem Leben so viel Licht ist.


    Über die Sprecherin (Quelle: Argon Hörbuchverlag
    )  

    Heike Warmuth lebt als freie Schauspielerin in Berlin. Als Hörbuchsprecherin leiht sie ihre warme Altstimme Autorinnen wie Melanie Raabe und Terézia Mora.


    Zum Inhalt

    Berlin, 1910: Eine junge Frau wird tot aus der Spree gezogen. Alles deutet daraufhin, dass sie Selbstmord begangen hat. Doch Perdita Menke, deren Wunsch es ist, Gerichtsmedizinerin zu werden, ist nicht überzeugt von der Selbstmordtheorie – nicht zuletzt, da ihrer Mutter auch nachgesagt wird, Suizid begangen zu haben und sie davon bis heute nicht überzeugt ist. Umso wichtiger ist es ihr, die Wahrheit über den Tod der jungen Frau herauszufinden. Während ihren Ermittlungen lernt sie den undurchsichtigen Bestatter Charon Czerny kennen. Sein ganzes Verhalten und die Art, wie er aus dem Tod eine Art Show macht, weckt ihr Misstrauen. Was verbirgt er hinter seiner mysteriösen Fassade? Deckt er womöglich den Mörder? Als es für Perdita immer gefährlicher zu werden scheint, muss sie langsam, aber sicher ihr Misstrauen über Bord werfen. Aber darf sie Charon wirklich trauen?


    Meine Gedanken zum Buch

    Es dauerte nur ein paar Zeilen, sprich ein paar Hörminuten, bis ich mich in das alte Berlin versetzt fühlte. Ich fand es auch direkt spannend, Perdita bei ihrer Arbeit im Institut für gerichtliche Medizin über die Schulter zu schauen. Man spürt sofort ihre Leidenschaft für den Beruf einer Gerichtsmedizinerin und versteht schnell, dass es für sie als Frau ein weiter und steiniger Weg bis dorthin werden würde. Jedenfalls hat es mir sehr gut gefallen, wie Perdita mit den Verstorbenen umgeht und in ihrer Tätigkeit aufgeht. Daher wundert es auch nicht, dass sie bei der jungen ledigen Mutter, die tot aus der Spree gezogen wurde, ganz genau hinschaut und deren Tod nicht einfach als Suizid abtun kann.


    Perdita kommt auch schon Mal etwas stürmisch und unüberlegt rüber, was sicher ihrer Jugendlichkeit geschuldet ist. Das macht sie für mich jedoch nur noch lebendiger und es gefällt mir sowieso sehr gut, wie die Autorin hier die Figuren mit Ecken und Kanten zeichnet. Gerade auch die Figur des Charon Czerny finde ich besonders gut gelungen. Er wirkt zwielichtig und bleibt lange Zeit ein Rätsel. Man hadert auch beim Lesen, bzw. Hören mit sich, ob man ihn mag oder nicht. Dieses Hin und Her hat für mich einen besonderen Reiz ausgemacht und den spannenden Kriminalfall noch origineller gemacht.


    Der flüssige Schreibstil, die dichte Atmosphäre und der fesselnde, in sich schlüssige Plot und nicht zuletzt die einnehmende Erzählweise der Sprecherin Heike Warmuth machen aus „Die an den Tod nicht glauben“ ein spannendes und kurzweiliges Hörerlebnis, das Lust auf mehr macht. Zum Glück ist dies der erste Teil einer neuen Reihe, die ich auf jeden Fall weiterverfolgen werde.


    ASIN/ISBN: 3426449730