'Die Hafenschwester: Als wir wieder Hoffnung hatten' - Seiten 439 - Ende

  • Heute war nun mal einer der Tage, an denen ich meinen Vorruhestand sowas von genieße. Keine Arbeit, keine Termine, nur ein paar Eimer Kaffee/Tee, das Buch und ich. :-]


    Es sind politisch sehr schwierige Zeiten, die einen befürworten den Krieg noch immer, die anderen haben handfeste Gründe dafür, warum er beendet werden sollte und die Not für die Bevölkerung wird immer größer. Dann kommt auch noch die Spanische Grippe dazu. Hier erleben wir ein kurzes Wiedersehen mit Agathe Krämling. Wie wohl das Leben der jungen Frau verlaufen sein mag, bevor sie an der Spanischen Grippe erkrankte und ihr zum Opfer fiel? :(


    Ich finde Pauls Gedanken zu seinem politischen Engagement nachvollziehbar: als junger Kerl hatte er nichts zu verlieren und konnte sich in jede Demonstration werfen. Doch nun hat er eine Familie, die es zu ernähren und zu beschützen gilt. Da denkt man anders – nicht, was die Überzeugung angeht sondern wieviel man riskieren kann oder darf.


    Der Schrebergarten der Familie ist eine friedliche kleine Oase in Kriegszeiten, die auch noch die Ernährungssituation verbessert.


    Carolas und Moritzens Hochzeit verläuft ja dann schon in einem deutlich bescheideneren Rahmen als die Verlobung. Über den „sozialen Abstieg“ von Engelmann zu Kellermann mußte ich schmunzeln. Und wie schön, dass den beiden noch Nachwuchs vergönnt ist, auch wenn Carola mit über 40 natürlich schon eine sehr Spätgebärende ist. Heute ist das nicht mehr so tragisch, aber damals war das sicher noch mit viel größeren Risiken verbunden.


    Wie schön, dass auch Heinrich gesund zurückkehrt und dass es mit dem Kriegsende auch endlich das Wahrecht für Frauen gibt.


    Ein optimistisches Buchende und eines, das bereits Vorfreude auf den letzten Band der Reihe weckt – auch wenn dieser ein ganz schöner Klops wird mit über 700 Seiten. Seufz.


    Aber ich erinnere mich auch an die Worte von MelanieM „Stell Dir einfach vor, Du liest 3 dünne Bücher!“ :rofl:rofl:rofl

    Lieben Gruß,


    Batcat batsmile.gif


    Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt (aus Arabien)

  • Ich finde Pauls Gedankenzu seinem politischen Engagement nachvollziehbar: als junger Kerlhatte er nichts zu verlieren und konnte sich in jede Demonstrationwerfen. Doch nun hat er eine Familie, die es zu ernähren und zubeschützen gilt. Da denkt man anders – nicht, was die Überzeugungangeht sondern wieviel man riskieren kann oder darf.

    Das war mir auch wichtig darzustellen - das Zurückhaltung nicht unbedingt Feigheit ist, sondern der normale Reifeprozess, den jeder Mensch durchmacht - die Jugend hält sich für unbesiegbar, weil ihr Idealismus noch nie enttäuscht wurde, je älter man wird, umso mehr Erfahrungen hat man und wägt ab.

    Ein optimistischesBuchende und eines, das bereits Vorfreude auf den letzten Band derReihe weckt – auch wenn dieser ein ganz schöner Klops wird mitüber 700 Seiten. Seufz.


    Aber ich erinnere michauch an die Worte von MelanieM „Stell Dir einfach vor, Du liest 3 dünneBücher!“

    Ja, ich muss es immer optimistisch ausklingen lassen. Einige Leserinnen meinten, Band 2 sei der schwächste Band der Reihe. Ich mag diesen Band, weil er ganz viel weiterführt, auch wenn er gemächlicher ist und keinen klassischen Antagonisten hat. Der Antagonist hier ist der Krieg.

    In Band 3 geht es dann 1923 weiter und endet 1953.