Marcus Schneider - Der Aurora Code

  • Herausgeber: Ullstein (2. Februar 2026)

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    ISBN-10:

    ASIN/ISBN: 3843736308


    Kurzbeschreibung


    Wie besiegst du einen Gegner, der jeden einzelnen deiner Schritte schon kennt?

    Im Alpen-Resort Silberhorn ist Perfektion Programm: Die KI, Aurora, dirigiert Schlitten, Pisten, Personal – und erfüllt ihren Gästen scheinbar jeden Wunsch. Als der IT-Forensiker Jonas Lindholm auf Anordnung seines Chefs im Silberhorn Urlaub machen muss, interessiert ihn dies alles jedoch herzlich wenig. Er möchte nämlich vor allem eins: in Ruhe gelassen werden.


    Aber schon nach seinem ersten Tag zeigen sich Risse in Auroras perfektem System. Lichter flackern durch verglaste Korridore, unheimliche Besucher tauchen auf, Gäste verschwinden – für alles hat Aurora eine nachvollziehbare Erklärung. Widerwillig macht Jonas sich auf die Suche nach Antworten. Hilfe bekommt er dabei unter anderem von der mysteriösen Hotelmanagerin Eve, doch je mehr er herausfindet, desto unsicherer wird er. Was wird hier gespielt? Und wem kann er noch trauen? Als dann auch noch ein gewaltiger Schneesturm das Resort von der Außenwelt abschneidet, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse. Während Drohnen patrouillieren und die umliegenden Gipfel immer neue Rätsel aufwerfen, beginnt für Jonas ein atemloser Wettlauf gegen die Zeit.


    Autor


    Marcus Schneider stammt aus Ostwestfalen und lebt heute nahe München. Hauptberuflich arbeitet er in einem internationalen IT-Konzern. Seine andere Leidenschaft aber ist das Schreiben. Seine Geschichten erkunden oft die Grenzen des technisch Möglichen, wobei sein Stil leicht, humorvoll und unterhaltsam bleibt. Wenn er nicht schreibt, findet man ihn wandernd in den Alpen, an den Stränden Südfrankreichs oder auf dem Tennisplatz.


    Rezension


    Der Aurora Code von Marcus Schneider ist ein Buch, bei dem bei mir erst einmal alle inneren Lampen auf Grün springen. KI, Techthriller, ein modernes Setting, damit bekommt man mich einfach. Entsprechend neugierig bin ich an die Lektüre herangegangen.


    Die Geschichte spielt im exklusiven Alpen-Resort Silberhorn, einem Ort scheinbarer Perfektion. Hier steuert die KI Aurora alles: Technik, Personal, Abläufe: sogar die Wünsche der Gäste. In diese Hochglanzwelt wird der IT-Forensiker Jonas Lindholm geschickt, der eigentlich nur eines will: seine Ruhe. Doch in einem System, das alles weiß und alles lenkt, ist das naturgemäß unmöglich.

    Schon bald zeigen sich erste Risse in der perfekten Fassade: technische Störungen, seltsame Begegnungen und dazu auch noch verschwundene Gäste. Aurora hat komischerweise für alles eine Erklärung. Als ein Schneesturm das Resort schließlich von der Außenwelt abschneidet, ändert sich die Atmosphäre schlagartig.


    Das Setting funktioniert für mich sehr gut und trägt den ersten Teil der Geschichte. Leider wird der Plot ab der Hälfte zunehmend vorhersehbar, echte Überraschungen bleiben aus. Das wirkt sich spürbar auf die Spannung aus, die für einen Thriller zu oft auf der Strecke bleibt. Auch bei den Figuren, abseits von Jonas, bleibt viel Potenzial ungenutzt. Am Ende bleibt bei mir ein zwiespältiger Eindruck zurück. Der Aurora Code ist kein schlechtes Buch. Aber es ist auch ein Roman, der sein Potenzial nicht konsequent nutzt. Zu vorhersehbar, zu spannungsarm, zu wenig mutig in der Figurenzeichnung und in der Zuspitzung der Themen. Da wäre definitiv mehr gegangen.

  • Marcus Schneider stammt aus Ostwestfalen und lebt heute nahe München. Hauptberuflich arbeitet er in einem internationalen IT-Konzern. Seine andere Leidenschaft aber ist das Schreiben. Seine Geschichten erkunden oft die Grenzen des technisch Möglichen, wobei sein Stil leicht, humorvoll und unterhaltsam bleibt. Wenn er nicht schreibt, findet man ihn wandernd in den Alpen, an den Stränden Südfrankreichs oder auf dem Tennisplatz.



    "KI ist wahrscheinlich das Beste oder das Schlimmste, was der Menschheit passieren kann." (Stephan Hawkins)

    Sein Chef schickt den IT-Forensiker Jonas Lindholm in den Urlaub ins Hotel Silberhorn. Jonas will nur eins: Ruhe und Erholung. Dabei hat er keine Ahnung, was ihn dort erwartet. Bei diesem Hotel erhält er einen Einblick in Sachen Zukunft. Dort ist alles auf dem neuesten Stand, und eine KI namens Aurora übernimmt die Steuerung. Doch verschwinden Gäste, merkwürdige Drohnen, unheimliche Besucher erscheinen und ein seltsames Lichtflackern bringt Lindholm zunehmend in Verwirrung. Er trifft auf die Hotelmanagerin Eve, die ebenfalls Geheimnisse hat, während er nach Antworten sucht. Wem kann er überhaupt noch trauen und wie will er Aurora überlisten? Nach einem Schneesturm, als sie vollständig eingeschneit sind, ist Lindholm nahezu allein. Kann er den Kampf gegen die Zeit und Aurora überhaupt gewinnen?


    Meine Meinung:

    Der Klappentext und das Cover haben mein Interesse geweckt. Trotz meiner Unsicherheit, ob dieses Buch für mich zu technisch ist, verschwanden meine Bedenken nach wenigen Seiten. Dieser Thriller ist keineswegs kompliziert, sondern eher recht leicht zu lesen. Mit diesem Hotel zeigt uns der Autor, wie unsere weitere nahe Zukunft aussehen könnte. Einerseits ist es beeindruckend. Ich erlebe, was mit künstlicher Intelligenz alles möglich ist, doch andererseits bin ich über einiges schockiert. Es ist mir ja schon eine Weile lang bewusst, dass KI nicht nur gute Dinge hervorbringt. Allerdings habe ich, um ehrlich zu sein, ein wenig Angst vor Aurora. Am Ende bin ich mir sogar sicher, dass ich so ein Hotel lieber nicht möchte. Die Wahl der Alpen als Schauplatz ist angesichts der Handlung wirklich gelungen. Die Protagonisten und die Handlung sind ebenfalls gut durchdacht. Insbesondere der etwas kontaktarme, gestörte Jonas Lindholm, der mit seinen bissigen Bemerkungen und dem trockenen Humor auffällt. Lindholm, ist ein Einzelgänger, achtet sehr auf seine Ernährung und Lebensweise. Er möchte den Kontakt zu anderen Menschen weitestgehend vermeiden, was jedoch im Silberhorn nicht einfach ist. Notgedrungen spricht beim Essen mit einigen Personen, die dann allerdings plötzlich verschwunden sind. Je mehr Unstimmigkeiten geschehen, desto seltsamer erscheint Lindholm die Angelegenheit. Am Ende kann er nur noch auf die Unterstützung von Henrike Baumann und dem Russen Aleksei Mikhailov zählen. Zunächst bin ich unsicher, ob ich für Lindholm eher Sympathie oder Mitleid empfinden soll. Doch je besser ich ihn kennenlerne, desto mehr Sympathie empfinde ich für ihn. Eve und Aleksei, dessen wahrer Name Aljoscha Towarischtsch ist, wirken auf mich sofort merkwürdig. Im Verlauf des Lesens tun sich immer mehr Wendungen und Überraschungen auf, was zu einem kontinuierlichen Anstieg der Spannung führt. Der einfache Schreibstil und die gut durchdachte Handlung haben definitiv dazu beigetragen, dass dieses Buch mich bis zum Ende gefesselt hat. Chapeau, das ist ein wirklich ausgezeichneter Thriller, besonders im Hinblick auf das Thema Künstliche Intelligenz. Ich werde ihn definitiv weiterempfehlen und gebe ihm 5 Sterne. :thumbup:

    ASIN/ISBN: B0FWHYJFJP



    "Lebe jeden Tag so, als ob du dein ganzes Leben lang nur für diesen einen Tag gelebt hättest."